Das Johannesevangelium ist der grundlegende Text der johanneischen Schriften. Die Beschäftigung mit diesem Text soll in einer einerseits unbefangenen und andererseits aber auch respektvollen Form geschehen. Unbefangen in dem Sinne, dass ein persönlicher, die Grundlagen erforschender und textimmanenter Zugang zu dem griechischen Text gesucht wird, ohne auf Sekundärliteratur zurückzugreifen. Respektvoll in dem Sinne, dass die apostolische Herkunft nicht bezweifelt wird („Dies ist der Schüler, der darüber als Zeuge berichtet und dies aufgeschrieben hat, und wir wissen, dass sein Zeugenbericht wahr ist.“) und dass dem Zweck dieses Textes vertraut wird („dieses wurde jedoch aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Gesalbte, der Sohn Gottes, ist, und damit ihr wegen des Glaubens Leben in seinem Namen habt“).
Beim Studium des Textes habe ich wahrgenommen (aber nicht vorausgesetzt), dass die zehn Gebote und die sieben Schöpfungstage Leitmotive des Textes sind. Das Wissen um diesen Sachverhalt ist für das richtige Verständnis des Textes notwendig.

ΕΥΑΓΓΕΛΙΟΝ ΚΑΤΑ ΙΩΑΝΝΗΝ / Johannesevangelium (30.07.2015)


Im ersten Johannesbrief werden in erster Linie die Kinder, also Neubekehrte und noch nicht Gefestigte, angesprochen. Dementsprechend wird die Gemeinschaft der Gläubigen mit Gott ausführlich beschrieben: „Was wir gesehen und gehört haben, verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns haben könnt. Unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn, Jesus, dem Gesalbten. Dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen ist.“ Der Brief erläutert nach meinem Verständnis das erste Kapitel / Gebot des Johannesevangeliums.

ΙΩΑΝΝΟΥ Α ' / Erster Johannesbrief (02.06.2012)


Der zweite Johannesbrief richtet sich an eine bestehende Gemeinschaft Herausgerufener, die als "Herrin" angesprochen wird. Johannes meint damit nach meinem Verständnis die Braut Christi und hier insbesondere die Väter dieser Gemeinschaft. Johannes verweist auf Themen, die er nur im persönlichen Gespräch mitteilen möchte.

ΙΩΑΝΝΟΥ Β΄ / Zweiter Johannesbrief (17.12.2010)


Der dritte Johannesbrief richtet sich nach meinem Verständnis an Gaius als jungen Mann im Glauben. Johannes kennt ihn noch als Kind im Glauben, nun aber ist er dabei, das Gelernte in seinem persönlichen Leben umzusetzen. Johannes freut sich über die gute Entwicklung und gibt Ratschläge für die Zukunft sowie für die Auseinandersetzung mit dem Bösen. Auch in diesem Brief verweist Johannes auf das persönliche Gespräch.

ΙΩΑΝΝΟΥ Γ΄ / Dritter Johannesbrief (17.12.2010)


Die Herausgabe und Übersetzung der Apokalypse, des prophetischen letzten Buches der Bibel, ist eine heikle Tätigkeit. In den letzten Sätzen des Buches werden die Konsequenzen einer falschen Überlieferung erwähnt. Vor diesem Hintergrund ist die Existenz von Textvarianten durch den Überlieferungsprozess und die Einführung von Kapitel- und Versnummerierung (die nicht im originalen Text vorhanden sind) äußerst problematisch. Außerdem werden beim Übersetzungsprozess zwangsläufig Veränderungen am Textgefüge vorgenommen. Die Konsequenz kann eigentlich nur darin bestehen, den Text auf altgriechisch zu lesen und sich dabei zusätzlich noch Gedanken über die ursprüngliche Textform zu machen.
Der vorliegende griechische Text geht (wie auch meine übrigen Vorlagen) auf die Ausgabe von Robert Etienne (Stephanus) aus dem Jahr 1550 zurück. Die gängigen Kapitel- und Verseinteilungen habe ich aus dem Text entfernt. Stattdessen habe ich den Text nach meinem gegenwärtigen Textverständnis in Kapitel, Abschnitte und Unterabschnitte getrennt.
Leitmotive des Textes sind u. a. Gott Vater, der heilige Geist (hier als die sieben Geister vor dem Thron Gottes beschrieben), der Sohn Jesus Christus und die Gemeinde (hier als sieben Bruderschaften gemäß den sieben Geistern). Es wird beschrieben, wie die Gemeinde als Braut Christi in die göttliche Familie aufgenommen und die Hure Babylon als säkulare, götzendienerische Gemeinschaft gerichtet wird.

ΑΠΟΚΑΛΥΨΙΣ / Apokalypse (25.01.2015)


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