Vorwort

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um eine zweisprachige Ausgabe des Johannesevangeliums. Der griechische Text geht auf die Ausgabe des neuen Testaments von Robert Etienne (Stephanus) aus dem Jahr 1550 zurück und wurde in elektronischer Form von der BibleDatabase Webseite bezogen (http://bibledatabase.org/bibles_unicode.html). Als Basis für die Übersetzung wurde derselbe Text von Stephanus, jedoch in der Ausgabe von BibleWorks 8 (http://www.bibleworks.com/) verwendet.

Während meiner Beschäftigung mit dem griechischen Text habe ich wahrgenommen, dass der Text eine verborgene Kapitel- und Absatzstruktur besitzt, die von der gängigen Kapitel- und Versnummerierung aus dem Mittelalter bzw. der Neuzeit abweicht. Ob diese Einteilung in einer bekannten antiken Bibelhandschrift zu finden ist, weiß ich nicht. Im Laufe der Zeit wurde mir jedoch bewusst, dass sich die Kapiteleinteilung thematisch an den zehn Geboten orientiert, die Absatzgestaltung dagegen an den sieben Schöpfungstagen aus Genesis 1. Die Zählung der Gebote scheint sich dabei an dem jüdischen oder dem christlich-orthodoxen Schema zu orientieren und nicht an dem römisch-katholischen oder dem lutherischen.

Es ist für das Textverständnis wichtig, Absätze (Schöpfungstage) innerhalb eines Kapitels sowie auch kapitelübergreifend zu vergleichen und außerdem das Gebotsthema in den Kapiteln zu suchen. Auf diese Weise lassen sich viele Zusammenhänge innerhalb des Textes erkennen, die ansonsten nicht verständlich wären. Dies zu überprüfen und im Detail zu erforschen, bleibt dem Leser überlassen. Die heute weitverbreitete Praxis, versbezogene Auslegungen des Textes zu erstellen, ohne die wahren Zusammenhänge zu berücksichtigen, ist irreführend und korrekturbedürftig.

Die Gebotsthematik hat mich auch dazu veranlasst, den ersten Abschnitt des Textes weitgehend zu überarbeiten. Demnach ist das Wort „Logos“ im berühmten Anfang des Johannesevangeliums nicht als allgemeines „Wort“, sondern als Gebot Gottes zu verstehen. Es ist erstaunlich, dass sich die Gebot-Übersetzung nicht allgemein durchgesetzt hat, obwohl sich dies allein schon aus der Tatsache ableiten ließe, dass die Zehn Gebote in der Septuaginta, der altgriechischen Übersetzung des Alten Testaments, als „deka logous“ bezeichnet wurden. Deshalb sind ja die Zehn Gebote auch als Dekalog bekannt.

Bei der Übersetzung stehen folgende Themen im Vordergrund:

  1. Die Kapitel- und Absatzgestaltung wird als wesentliches Textelement betrachtet und anhand meines Verständnisses des griechischen Grundtextes nach strukturellen und inhaltlichen Gesichtspunkten neu gestaltet. Außerdem wird auf die Versnummerierung verzichtet.

  2. Aus dem übersetzten Text sollte erkennbar sein, wenn wichtige griechische Begriffe wiederholt auftreten. Hierzu wird allerdings nicht (wie bei einer streng konkordanten Übersetzung) jedes griechische Wort einheitlich übersetzt, stattdessen wird das griechische Wort in Klammern hinter das übersetzte Wort gestellt, wenn mir dies für das Textverständnis wesentlich erscheint.

  3. Namen von Personen und Orten werden möglichst übersetzt, da sie für das Textverständnis wesentlich sind. Griechische Namen sind teilweise durchgängig übersetzt.

Bei meiner Frau Jutta möchte ich mich für das Korrekturlesen des übersetzten Textes im Hinblick auf inhaltliche Konsistenz, Verständlichkeit und die deutsche Rechtschreibung bedanken.

Als Wörterbuch verwende ich Langenscheidts Großwörterbuch von Hermann Menge und als Grammatik „Greek Grammar Beyond the Basics“ von Daniel B. Wallace.

Möge Gott mir dabei helfen, meine Arbeit so zu gestalten, dass sie seinem Willen entspricht.

Januar 2015,        Thomas Rießler

εν αρχη ην ο λογος και ο λογος ην προς τον θεον και θεος ην ο λογος ουτος ην εν αρχη προς τον θεον παντα δι αυτου εγενετο και χωρις αυτου εγενετο ουδε εν ο γεγονεν εν αυτω ζωη ην και η ζωη ην το φως των ανθρωπων και το φως εν τη σκοτια φαινει και η σκοτια αυτο ου κατελαβεν

Eine herrschende Stellung (εν αρχη ειναι[a]) nahm das Gebot (λογος[b], Logos) ein, das Gebot bezog sich auf [die Pflichten gegenüber] Gott (τα προς θεους[c]) und [ein Teil von[d]] Gott war das Gebot. Dieses nahm eine herrschende Stellung in Bezug auf [die Pflichten gegenüber] Gott ein. Alles war von ihm durchdrungen (δια τινος γιγνεσθαι, modal), außerhalb seines Gültigkeitsbereichs befand sich auch nicht ein einziges [Wesen], das gezeugt war. In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Das Licht scheint in der Dunkelheit, doch die Dunkelheit hat es nicht herabgenommen /  erbeutet / begriffen (κατ-ελαβεν).

εγενετο ανθρωπος απεσταλμενος παρα θεου ονομα αυτω ιωαννης ουτος ηλθεν εις μαρτυριαν ινα μαρτυρηση περι του φωτος ινα παντες πιστευσωσιν δι αυτου ουκ ην εκεινος το φως αλλ ινα μαρτυρηση περι του φωτος ην το φως το αληθινον ο φωτιζει παντα ανθρωπον ερχομενον εις τον κοσμον εν τω κοσμω ην και ο κοσμος δι αυτου εγενετο και ο κοσμος αυτον ουκ εγνω εις τα ιδια ηλθεν και οι ιδιοι αυτον ου παρελαβον οσοι δε ελαβον αυτον εδωκεν αυτοις εξουσιαν τεκνα θεου γενεσθαι τοις πιστευουσιν εις το ονομα αυτου οι ουκ εξ αιματων ουδε εκ θεληματος σαρκος ουδε εκ θεληματος ανδρος αλλ εκ θεου εγεννηθησαν και ο λογος σαρξ εγενετο και εσκηνωσεν εν ημιν και εθεασαμεθα την δοξαν αυτου δοξαν ως μονογενους παρα πατρος πληρης χαριτος και αληθειας ιωαννης μαρτυρει περι αυτου και κεκραγεν λεγων ουτος ην ον ειπον ο οπισω μου ερχομενος εμπροσθεν μου γεγονεν οτι πρωτος μου ην και εκ του πληρωματος αυτου ημεις παντες ελαβομεν και χαριν αντι χαριτος οτι ο νομος δια μωσεως εδοθη η χαρις και η αληθεια δια ιησου χριστου εγενετο

Es wurde ein Mensch geboren, von Gott gesandt, Johannes (ιωαννης, hebr.: Jahwe ist gnädig) mit Namen. Jener kam als Bekenner, um das Licht zu bezeugen, damit alle durch ihn glauben mögen. Nicht jener war das Licht, sondern [er war da,] um das Licht zu bezeugen. Das wahrhaftige Licht, das allen Menschen Licht gibt, kam in die Welt. In der Welt war es und die Welt war von ihm durchdrungen (δια τινος γιγνεσθαι), doch die Welt erkannte es nicht. In das Eigene kam es, doch die Eigenen nahmen es nicht an (παρ-ελαβον). Jenen aber, die es [auf]nahmen (ελαβον), gab es die Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen/ Titel/ Ruhm glaubten, nicht denen, die einer Blutlinie angehörten und auch nicht denen, die von fleischlichem Willen oder von männlichem Willen gezeugt waren, sondern denen, die von Gott abstammten. Da zeigte sich[e] das Gebot (λογος) in einem [menschlichen, sterblichen] Körper (σαρξ, Fleisch) und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit (δοξαν), [die] Herrlichkeit (δοξαν) eines einzigen Kindes/ allein von Gott Abstammenden (μονογενους), erfüllt von Gnade und Wahrheit. Johannes bekannte im Hinblick auf ihn: „Dieser ist es, von dem ich sagte: Der nach mir Kommende ist von höheren Rang als ich/ vor mir gezeugt, denn er war vor mir [da]. Aus seiner Fülle haben wir alle Gnade über Gnade empfangen, denn das  Gesetz wurde durch Mose (μωσεως, der [aus dem Wasser] Herausgezogene) gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen in Form des Gesalbten/Berufenen (χριστου, Christus) Jesus (ιησου, hebr.: Jahwe rettet).“

θεον ουδεις εωρακεν πωποτε ο μονογενης υιος ο ων εις τον κολπον του πατρος εκεινος εξηγησατο και αυτη εστιν η μαρτυρια του ιωαννου οτε απεστειλαν οι ιουδαιοι εξ ιεροσολυμων ιερεις και λευιτας ινα ερωτησωσιν αυτον συ τις ει και ωμολογησεν και ουκ ηρνησατο και ωμολογησεν οτι ουκ ειμι εγω ο χριστος και ηρωτησαν αυτον τι ουν ηλιας ει συ και λεγει ουκ ειμι ο προφητης ει συ και απεκριθη ου ειπον ουν αυτω τις ει ινα αποκρισιν δωμεν τοις πεμψασιν ημας τι λεγεις περι σεαυτου εφη εγω φωνη βοωντος εν τη ερημω ευθυνατε την οδον κυριου καθως ειπεν ησαιας ο προφητης και οι απεσταλμενοι ησαν εκ των φαρισαιων και ηρωτησαν αυτον και ειπον αυτω τι ουν βαπτιζεις ει συ ουκ ει ο χριστος ουτε ηλιας ουτε ο προφητης απεκριθη αυτοις ο ιωαννης λεγων εγω βαπτιζω εν υδατι μεσος δε υμων εστηκεν ον υμεις ουκ οιδατε αυτος εστιν ο οπισω μου ερχομενος ος εμπροσθεν μου γεγονεν ου εγω ουκ ειμι αξιος ινα λυσω αυτου τον ιμαντα του υποδηματος ταυτα εν βηθαβαρα εγενετο περαν του ιορδανου οπου ην ιωαννης βαπτιζων

Gott ist noch von niemandem gesehen worden. Der einzige/ allein [von Gott] abstammende (μονογενης) Sohn, der in seinem Schoß ist, jener hat ihn ausgelegt / erläutert. Dies ist das Bekenntnis des Johannes: Als die Juden (ιουδαιοι, hebr.: Gepriesene) aus Jerusalem Opferpriester (ιερεις) und Leviten zu ihm sandten, fragten sie ihn: „Wer bist du?“. Er bekannte, ohne dabei zu verleugnen. Er bekannte: „Ich bin nicht der Gesalbte.“ Und sie fragten ihn: „Was dann? Bist du Elias (hebr.: Mein Gott ist Jahwe)?“ Und er sagte: „Ich bin es nicht.“ [Und sie fragten:] „Bist du der Prophet“, und er antwortete: „Nein.“ Da sagten sie zu ihm: „Wer bist du? [Sag es uns], damit wir denen antworten können, die uns gesandt haben. Was sagst du über dich selbst?“ Er antwortete: „Ich bin eine Stimme, die in der Wüste ruft: Macht den Weg des Herrn eben, was auch Jesaia (hebr.: Jahwe ist Rettung), der Prophet, gesagt hat.“ Sie waren Abgesandte von den Pharisäern (φαρισαιων, die Abgesonderten?) und fragten ihn: „Weshalb tauchst du dann ein  (βαπτιζεις, taufen), wenn du weder der Gesalbte noch Elias noch der Prophet bist?“ Johannes antwortete ihnen: „Ich tauche (βαπτιζω) in Wasser ein. Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt. Er ist der nach mir Kommende, der von höherem Rang ist als ich, dessen ich nicht würdig bin, die Schnallen seiner Sandalen/Schuhe zu öffnen.“ Dies geschah in Bethabara (βηθαβαρα,  Furt/Durchgang), jenseits des Jordan (ιορδανου,  hebr.: der Herabfließende), wo  Johannes eintauchte/ taufte (βαπτιζων).

τη επαυριον βλεπει ο ιωαννης τον ιησουν ερχομενον προς αυτον και λεγει ιδε ο αμνος του θεου ο αιρων την αμαρτιαν του κοσμου ουτος εστιν περι ου εγω ειπον οπισω μου ερχεται ανηρ ος εμπροσθεν μου γεγονεν οτι πρωτος μου ην καγω ουκ ηδειν αυτον αλλ ινα φανερωθη τω ισραηλ δια τουτο ηλθον εγω εν τω υδατι βαπτιζων και εμαρτυρησεν ιωαννης λεγων οτι τεθεαμαι το πνευμα καταβαινον ωσει περιστεραν εξ ουρανου και εμεινεν επ αυτον καγω ουκ ηδειν αυτον αλλ ο πεμψας με βαπτιζειν εν υδατι εκεινος μοι ειπεν εφ ον αν ιδης το πνευμα καταβαινον και μενον επ αυτον ουτος εστιν ο βαπτιζων εν πνευματι αγιω καγω εωρακα και μεμαρτυρηκα οτι ουτος εστιν ο υιος του θεου

Am nächsten Tag sah er Jesus auf sich zukommen und sagte: “Sieh, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt. Dieser ist es, von dem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der von höherem Rang ist als ich, weil er vor mir [da] war. Auch ich kannte ihn nicht, aber damit es Israel (ισραηλ, hebr.: Gottesstreiter) sichtbar werde, deshalb kam ich, in Wasser einzutauchen. Johannes legte Zeugnis ab: „Ich sah den Geist/Wind (πνευμα) wie eine Taube aus dem Himmel herabkommen und auf ihm bleiben/in ihm wohnen. Auch ich kannte ihn nicht, aber derjenige, der mich gesandt hat in Wasser einzutauchen, jener sagte zu mir: „Auf wen du den Geist/ Wind (πνευμα) herabkommen und bleiben/ wohnen siehst, ist derjenige, der in/ mit den/ dem heiligen Geist/ Wind (πνευμα) eintaucht“. Und ich habe gesehen und bezeugt, dass dieser der Sohn Gottes ist.“

τη επαυριον παλιν ειστηκει ο ιωαννης και εκ των μαθητων αυτου δυο και εμβλεψας τω ιησου περιπατουντι λεγει ιδε ο αμνος του θεου και ηκουσαν αυτου οι δυο μαθηται λαλουντος και ηκολουθησαν τω ιησου στραφεις δε ο ιησους και θεασαμενος αυτους ακολουθουντας λεγει αυτοις τι ζητειτε οι δε ειπον αυτω ραββι ο λεγεται ερμηνευομενον διδασκαλε που μενεις λεγει αυτοις ερχεσθε και ιδετε ηλθον και ειδον που μενει και παρ αυτω εμειναν την ημεραν εκεινην ωρα δε ην ως δεκατη ην ανδρεας ο αδελφος σιμωνος πετρου εις εκ των δυο των ακουσαντων παρα ιωαννου και ακολουθησαντων αυτω ευρισκει ουτος πρωτος τον αδελφον τον ιδιον σιμωνα και λεγει αυτω ευρηκαμεν τον μεσσιαν ο εστιν μεθερμηνευομενον ο χριστος και ηγαγεν αυτον προς τον ιησουν εμβλεψας δε αυτω ο ιησους ειπεν συ ει σιμων ο υιος ιωνα συ κληθηση κηφας ο ερμηνευεται πετρος

Am nächsten Tag stand wiederum Johannes da und auch zwei von seinen Schülern. Als er Jesus umhergehen sah, sagte er: „Sieh, das Lamm Gottes.“ Als seine beiden Schüler hörten, wie er das sagte, folgten sie Jesus nach. Jesus aber drehte sich um und als er sah, wie sie ihm nachfolgten, sagte er zu ihnen: „Was sucht/ wollt (ζητειτε) ihr?“ Sie aber sagten zu ihm: „Rabbi“, was übersetzt Lehrer bedeutet, „wo wohnen Sie?“ Er sagte zu ihnen: „Kommt und seht.“ Sie kamen also und sahen, wo er wohnte. Und sie blieben/ wohnten an jenem Tag bei ihm. Die Stunde war etwa die Zehnte (16 Uhr). Andreas (ανδρεας, griech.: der Tapfere) war der Bruder des Simon (σιμωνος, hebr.: Hörender) Petrus (πετρου, Fels), einer von den Beiden, die Johannes gehört hatten und ihm nachfolgten. Dieser fand als erstes seinen eigenen Bruder Simon und sagte zu ihm: „Wir haben den Messias (μεσσιαν, hebr./aram.: Gesalbter) gefunden, was übersetzt Gesalbter bedeutet. Er führte ihn zu Jesus. Als Jesus ihn erblickte, sagte er: „Du bist Simon, der Sohn des Jona (ιωνα, hebr.: Taube). Du wirst Kephas (κηφας, aram.: Stein) genannt, was übersetzt Fels/Stein (πετρος, kirch.: Petrus) bedeutet.

τη επαυριον ηθελησεν ο ιησους εξελθειν εις την γαλιλαιαν και ευρισκει φιλιππον και λεγει αυτω ακολουθει μοι ην δε ο φιλιππος απο βηθσαιδα εκ της πολεως ανδρεου και πετρου ευρισκει φιλιππος τον ναθαναηλ και λεγει αυτω ον εγραψεν μωσης εν τω νομω και οι προφηται ευρηκαμεν ιησουν τον υιον του ιωσηφ τον απο ναζαρετ και ειπεν αυτω ναθαναηλ εκ ναζαρετ δυναται τι αγαθον ειναι λεγει αυτω φιλιππος ερχου και ιδε ειδεν ο ιησους τον ναθαναηλ ερχομενον προς αυτον και λεγει περι αυτου ιδε αληθως ισραηλιτης εν ω δολος ουκ εστιν λεγει αυτω ναθαναηλ ποθεν με γινωσκεις απεκριθη ο ιησους και ειπεν αυτω προ του σε φιλιππον φωνησαι οντα υπο την συκην ειδον σε απεκριθη ναθαναηλ και λεγει αυτω ραββι συ ει ο υιος του θεου συ ει ο βασιλευς του ισραηλ απεκριθη ιησους και ειπεν αυτω οτι ειπον σοι ειδον σε υποκατω της συκης πιστευεις μειζω τουτων οψει και λεγει αυτω αμην αμην λεγω υμιν απ αρτι οψεσθε τον ουρανον ανεωγοτα και τους αγγελους του θεου αναβαινοντας και καταβαινοντας επι τον υιον του ανθρωπου και τη ημερα τη τριτη γαμος εγενετο εν κανα της γαλιλαιας και ην η μητηρ του ιησου εκει εκληθη δε και ο ιησους και οι μαθηται αυτου εις τον γαμον και υστερησαντος οινου λεγει η μητηρ του ιησου προς αυτον οινον ουκ εχουσιν λεγει αυτη ο ιησους τι εμοι και σοι γυναι ουπω ηκει η ωρα μου λεγει η μητηρ αυτου τοις διακονοις ο τι αν λεγη υμιν ποιησατε ησαν δε εκει υδριαι λιθιναι εξ κειμεναι κατα τον καθαρισμον των ιουδαιων χωρουσαι ανα μετρητας δυο η τρεις λεγει αυτοις ο ιησους γεμισατε τας υδριας υδατος και εγεμισαν αυτας εως ανω και λεγει αυτοις αντλησατε νυν και φερετε τω αρχιτρικλινω και ηνεγκαν ως δε εγευσατο ο αρχιτρικλινος το υδωρ οινον γεγενημενον και ουκ ηδει ποθεν εστιν οι δε διακονοι ηδεισαν οι ηντληκοτες το υδωρ φωνει τον νυμφιον ο αρχιτρικλινος και λεγει αυτω πας ανθρωπος πρωτον τον καλον οινον τιθησιν και οταν μεθυσθωσιν τοτε τον ελασσω συ τετηρηκας τον καλον οινον εως αρτι ταυτην εποιησεν την αρχην των σημειων ο ιησους εν κανα της γαλιλαιας και εφανερωσεν την δοξαν αυτου και επιστευσαν εις αυτον οι μαθηται αυτου

Am nächsten Tag wollte er ins Galiläische (γαλιλαιαν, hebr.: Kreis der Heiden) gehen und er fand Philippus (φιλ-ιππος, Pferdefreund). Jesus sagte zu ihm: „Folge mir nach!“ Philippus war aus Bethsaida (βηθσαιδα, aram.: Haus des Fanges/ der Jagd), aus der Stadt des Andreas und  Simon. Philippus fand den Nathanael (ναθαν–α–ηλ, Gottesgeschenk) und sagte zu ihm: „Der, über den Mose in dem Gesetz geschrieben hat und auch die Propheten, den haben wir gefunden: Jesus, den Sohn Josefs (ιωσηφ, hebr.: Gott möge hinzufügen), den aus Nazaret. Nathanael sagte zu ihm: „Aus Nazaret kann etwas Gutes sein?“ Philippus sagte zu ihm: „Komm und sieh.“ Jesus sah Nathanael auf sich zukommen und sagte über ihn: „Sieh an, wahrhaftig, ein Israelit (ισραηλιτης, hebr.: Gottesstreiter), in dem kein Lug und Trug ist!“ Nathanael sagte zu ihm: „Woran haben Sie mich erkannt?“ Jesus antwortete: „Bevor Philippus dich rief, sah ich dich unter dem Feigenbaum.“ Nathanael antwortete ihm: „Rabbi, Sie sind der Sohn Gottes, Sie sind der König Israels!“ Jesus antwortete: „Weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah, glaubst du? Größeres als das/Mehr davon sollst du sehen.“ Und er sagte zu ihm: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Von jetzt an werdet ihr den Himmel geöffnet und die Boten (αγγελους, Engel) Gottes hinaufsteigen sehen, und hinabsteigen auf den Sohn des Menschen.“ Am dritten Tag war eine Hochzeit im galiläischen Kana (κανα, Ort der Schilfs ?), und Jesu Mutter war dort. Jesus und seine Schüler waren ebenfalls zur Hochzeit eingeladen, und als der Wein ausging/ zu spät kam, sagte Jesu Mutter zu ihm: „Sie haben keinen Wein.“ Jesus sagte zu ihr: „Was mir [gehört, gehört] auch dir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Seine Mutter sagte zu den Dienern: „Was er euch auch sagt, [das] tut ihr.“ Dort standen sechs steinerne Wasserkrüge gemäß den Reinigungsvorschriften der Juden, jeder zwei oder drei Metretas (μετρητας, Antikes Volumenmaß von etwa 40 Litern) fassend. Jesus sagte zu ihnen [den Dienern]: „Füllt die Wasserkrüge mit Wasser.“ Und sie füllten sie bis oben hin. Und er sagte zu ihnen: „Entnehmt jetzt daraus und bringt es zum Speisemeister (αρχιτρικλινω, Vorsteher der drei Tische).“ Sie taten es. Als aber der Speisemeister das zu Wein gewordene Wasser gekostet hatte, und nicht wusste, woher es war, die Diener aber, die das Wasser entnommen hatten, wussten es, rief der Speisemeister den Bräutigam und sagte zu ihm: „Jeder Mensch setzt zuerst den guten Wein vor und danach, wenn sie benebelt sind, den geringeren/ schlechteren. Du hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten!“ Dies vollbrachte Jesus als erstes der Zeichen in dem galiläischen Kana, und seine Herrlichkeit wurde sichtbar, und seine Schüler glaubten an ihn.

μετα τουτο κατεβη εις καπερναουμ αυτος και η μητηρ αυτου και οι αδελφοι αυτου και οι μαθηται αυτου και εκει εμειναν ου πολλας ημερας και εγγυς ην το πασχα των ιουδαιων και ανεβη εις ιεροσολυμα ο ιησους  και ευρεν εν τω ιερω τους πωλουντας βοας και προβατα και περιστερας και τους κερματιστας καθημενους  και ποιησας φραγελλιον εκ σχοινιων παντας εξεβαλεν εκ του ιερου τα τε προβατα και τους βοας και των κολλυβιστων εξεχεεν το κερμα και τας τραπεζας ανεστρεψεν  και τοις τας περιστερας πωλουσιν ειπεν αρατε ταυτα εντευθεν μη ποιειτε τον οικον του πατρος μου οικον εμποριου  εμνησθησαν δε οι μαθηται αυτου οτι γεγραμμενον εστιν ο ζηλος του οικου σου κατεφαγεν με  απεκριθησαν ουν οι ιουδαιοι και ειπον αυτω τι σημειον δεικνυεις ημιν οτι ταυτα ποιεις  απεκριθη ο ιησους και ειπεν αυτοις λυσατε τον ναον τουτον και εν τρισιν ημεραις εγερω αυτον  ειπον ουν οι ιουδαιοι τεσσαρακοντα και εξ ετεσιν ωκοδομηθη ο ναος ουτος και συ εν τρισιν ημεραις εγερεις αυτον  εκεινος δε ελεγεν περι του ναου του σωματος αυτου  οτε ουν ηγερθη εκ νεκρων εμνησθησαν οι μαθηται αυτου οτι τουτο ελεγεν αυτοις και επιστευσαν τη γραφη και τω λογω ω ειπεν ο ιησους

Danach ging er nach Kapernaum hinab, er selbst, seine Mutter, seine Brüder und seine Schüler. Viele Tage blieben sie dort nicht. Das Passah (πασχα, hebr: auslassen/übergehen, Verschontwerden) der Juden/ Gepriesenen war nahe, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. Er fand in der [heiligen] Opferstätte (ιερω, kirch: Tempel) junge Rinder und Schafe und Tauben und die Geldwechsler dasitzend (καθημενους), und als er eine Peitsche aus Seil gemacht hatte, warf er sie alle aus der Opferstätte hinaus, die mit den Schafen und den Rindern, und den Geldwechslern warf er die Münzen weg, und die Tische warf er um, und zu denen mit den jungen Tauben sagte er: „Schafft (αρατε, hochheben) das von hier weg. Macht nicht das Haus meines Vaters zum Haus des Handels!“ Seine Schüler erinnerten sich, dass geschrieben steht: „Der Eifer deines Hauses hat mich aufgefressen.“ Die Juden antworteten: „Welches Zeichen zeigst du uns, dass du dies tust?“ Jesus antwortete: „Zerstört diesen Tempel und in drei Tagen richte ich ihn wieder auf.“ Da sagten die Juden: „Sechsundvierzig Jahre lang wurde an diesem Tempel gebaut, und du richtest ihn in drei Tagen wieder auf?“ Jener aber sprach von dem Tempel seines Leibes. Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Schüler, dass er ihnen das gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und den Worten/dem Gebot (λογω), die/ das Jesus ausgesprochen hatte.

[a] Menge: ein (obrigkeitliches) Amt verwalten od. bekleiden

[b] Die Zehn Gebote sind auch als Dekalog bekannt.

[c] Menge: die Pflichten gegen die Götter

[d] Wallace: Subset Proposition beim Verhältnis Subject – Predicate Nominative. Dies ist m. E. kompatibel mit dem trinitarischen Bekenntnis.

[e] Menge:  γιγνομαι m. präd. Subst.

ως δε ην εν ιεροσολυμοις εν τω πασχα εν τη εορτη πολλοι επιστευσαν εις το ονομα αυτου θεωρουντες αυτου τα σημεια α εποιει  αυτος δε ο ιησους ουκ επιστευεν εαυτον αυτοις δια το αυτον γινωσκειν παντας  και οτι ου χρειαν ειχεν ινα τις μαρτυρηση περι του ανθρωπου αυτος γαρ εγινωσκεν τι ην εν τω ανθρωπω ην δε ανθρωπος εκ των φαρισαιων νικοδημος ονομα αυτω αρχων των ιουδαιων  ουτος ηλθεν προς τον ιησουν νυκτος και ειπεν αυτω ραββι οιδαμεν οτι απο θεου εληλυθας διδασκαλος ουδεις γαρ ταυτα τα σημεια δυναται ποιειν α συ ποιεις εαν μη η ο θεος μετ αυτου  απεκριθη ο ιησους και ειπεν αυτω αμην αμην λεγω σοι εαν μη τις γεννηθη ανωθεν ου δυναται ιδειν την βασιλειαν του θεου λεγει προς αυτον ο νικοδημος πως δυναται ανθρωπος γεννηθηναι γερων ων μη δυναται εις την κοιλιαν της μητρος αυτου δευτερον εισελθειν και γεννηθηναι

Als er am Fest des Passah in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, als sie die Zeichen sahen, die er vollbrachte. Er selbst aber, Jesus, vertraute sich ihnen nicht an, weil er alles durchschaut hatte, und weil er keinen Bedarf hatte, dass ihm [irgend] jemand Zeugnis über den Menschen ablege. Er selbst hatte nämlich erkannt, was in dem Menschen war. Es gab da aber einen Menschen von den Pharisäern, Nikodemus (νικο-δημος, Sieg–einfaches Volk) mit Namen, ein Anführer / Herrscher (αρχων) der Juden (ιουδαιων, Gepriesenen). Dieser kam nachts zu Jesus und sagte zu ihm: „Rabbi, wir wissen, dass Sie von Gott als Lehrer gekommen sind. Denn niemand kann die Zeichen vollbringen, die Sie vollbringen, wenn Gott nicht mit ihm ist.“ Jesus antwortete: „Es ist gewiss wahr (αμην αμην, Amen), [was] ich dir sage: Wenn jemand nicht von oben (ανωθεν, räumlich/geistig) abstammt (γεννηθη), kann er das Königreich Gottes nicht sehen.“ Nikodemus sagte zu ihm: “Wie kann ein Mensch geboren werden (γεννηθηναι), wenn er von den Alten (γερων) ist [a]. Kann er etwa in den Bauch seiner Mutter zum zweiten Mal hineingehen und geboren werden (γεννηθηναι)?“

απεκριθη ο ιησους αμην αμην λεγω σοι εαν μη τις γεννηθη εξ υδατος και πνευματος ου δυναται εισελθειν εις την βασιλειαν του θεου  το γεγεννημενον εκ της σαρκος σαρξ εστιν και το γεγεννημενον εκ του πνευματος πνευμα εστιν  μη θαυμασης οτι ειπον σοι δει υμας γεννηθηναι ανωθεν  το πνευμα οπου θελει πνει και την φωνην αυτου ακουεις αλλ ουκ οιδας ποθεν ερχεται και που υπαγει ουτως εστιν πας ο γεγεννημενος εκ του πνευματος  απεκριθη νικοδημος και ειπεν αυτω πως δυναται ταυτα γενεσθαι  απεκριθη ο ιησους και ειπεν αυτω συ ει ο διδασκαλος του ισραηλ και ταυτα ου γινωσκεις  αμην αμην λεγω σοι οτι ο οιδαμεν λαλουμεν και ο εωρακαμεν μαρτυρουμεν και την μαρτυριαν ημων ου λαμβανετε  ει τα επιγεια ειπον υμιν και ου πιστευετε πως εαν ειπω υμιν τα επουρανια πιστευσετε  και ουδεις αναβεβηκεν εις τον ουρανον ει μη ο εκ του ουρανου καταβας ο υιος του ανθρωπου ο ων εν τω ουρανω  και καθως μωσης υψωσεν τον οφιν εν τη ερημω ουτως υψωθηναι δει τον υιον του ανθρωπου  ινα πας ο πιστευων εις αυτον μη αποληται αλλ εχη ζωην αιωνιον  ουτως γαρ ηγαπησεν ο θεος τον κοσμον ωστε τον υιον αυτου τον μονογενη εδωκεν ινα πας ο πιστευων εις αυτον μη αποληται αλλ εχη ζωην αιωνιον  ου γαρ απεστειλεν ο θεος τον υιον αυτου εις τον κοσμον ινα κρινη τον κοσμον αλλ ινα σωθη ο κοσμος δι αυτου  ο πιστευων εις αυτον ου κρινεται ο δε μη πιστευων ηδη κεκριται οτι μη πεπιστευκεν εις το ονομα του μονογενους υιου του θεου  αυτη δε εστιν η κρισις οτι το φως εληλυθεν εις τον κοσμον και ηγαπησαν οι ανθρωποι μαλλον το σκοτος η το φως ην γαρ πονηρα αυτων τα εργα  πας γαρ ο φαυλα πρασσων μισει το φως και ουκ ερχεται προς το φως ινα μη ελεγχθη τα εργα αυτου  ο δε ποιων την αληθειαν ερχεται προς το φως ινα φανερωθη αυτου τα εργα οτι εν θεω εστιν ειργασμενα

Jesus antwortete: „Es ist gewiss wahr, [was] ich dir sage: Wenn jemand nicht von Wasser und Wind/ Geist (πνευματος) abstammt (γεννηθη), kann er nicht in das Königreich Gottes hineingehen. Das vom Fleisch Abstammende ist Fleisch, und das vom Geist (πνευματος) Abstammende ist Geist (πνευμα). Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von oben abstammen (γεννηθηναι). Der Wind (πνευμα) weht, wo er will, und du hörst seine Stimme, aber du weißt nicht, woher er kommt oder wohin er geht. So ist jeder, der vom Wind/ Geist (πνευματος) abstammt (γεγεννημενος).“ Nikodemus antwortete: „Wie kann das sein/ geschehen?“ Jesus antwortete: „Du bist der Lehrer Israels und dies verstehst du nicht? Es ist gewiss wahr, [was] ich dir sage: Wir sagen, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir sehen, doch unsere Zeugenaussage nehmt ihr nicht an. Wenn ich euch die irdischen Dinge erzähle und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr dann glauben können, wenn ich euch von den himmlischen Dingen erzähle? Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen, außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist, dem Sohn des Menschen, der im Himmel ist. Und so wie Mose (μωσης, der [aus dem Wasser] Herausgezogene) in der Wüste die Schlange hochgehalten hat, so muss man auch den Sohn des Menschen hochhalten, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn, den Einzigen /allein [von Gott] Abstammenden (μονογενη), gegeben hat, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt gesandt, um die Welt zu verurteilen, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, ist nicht verurteilt. Wer aber nicht glaubt, ist bereits verurteilt, weil er nicht an den Namen des einzigen/ allein [von Gott] abstammenden (μονογενους) Gottessohnes geglaubt hat. Dies aber ist das Urteil: Dass das Licht in die Welt kam und die Menschen die Dunkelheit mehr liebten als das Licht, weil ihre Werke böse waren. Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber Wahres/Gutes tut, kommt zum Licht, damit seine Werke sichtbar werden, weil sie in/durch (εν) Gott gemacht sind.“

μετα ταυτα ηλθεν ο ιησους και οι μαθηται αυτου εις την ιουδαιαν γην και εκει διετριβεν μετ αυτων και εβαπτιζεν ην δε και ιωαννης βαπτιζων εν αινων εγγυς του σαλειμ οτι υδατα πολλα ην εκει και παρεγινοντο και εβαπτιζοντο  ουπω γαρ ην βεβλημενος εις την φυλακην ο ιωαννης  εγενετο ουν ζητησις εκ των μαθητων ιωαννου μετα ιουδαιων περι καθαρισμου  και ηλθον προς τον ιωαννην και ειπον αυτω ραββι ος ην μετα σου περαν του ιορδανου ω συ μεμαρτυρηκας ιδε ουτος βαπτιζει και παντες ερχονται προς αυτον  απεκριθη ιωαννης και ειπεν ου δυναται ανθρωπος λαμβανειν ουδεν εαν μη η δεδομενον αυτω εκ του ουρανου  αυτοι υμεις μοι μαρτυρειτε οτι ειπον ουκ ειμι εγω ο χριστος αλλ οτι απεσταλμενος ειμι εμπροσθεν εκεινου  ο εχων την νυμφην νυμφιος εστιν ο δε φιλος του νυμφιου ο εστηκως και ακουων αυτου χαρα χαιρει δια την φωνην του νυμφιου αυτη ουν η χαρα η εμη πεπληρωται  εκεινον δει αυξανειν εμε δε ελαττουσθαι  ο ανωθεν ερχομενος επανω παντων εστιν ο ων εκ της γης εκ της γης εστιν και εκ της γης λαλει ο εκ του ουρανου ερχομενος επανω παντων εστιν  και ο εωρακεν και ηκουσεν τουτο μαρτυρει και την μαρτυριαν αυτου ουδεις λαμβανει  ο λαβων αυτου την μαρτυριαν εσφραγισεν οτι ο θεος αληθης εστιν  ον γαρ απεστειλεν ο θεος τα ρηματα του θεου λαλει ου γαρ εκ μετρου διδωσιν ο θεος το πνευμα  ο πατηρ αγαπα τον υιον και παντα δεδωκεν εν τη χειρι αυτου  ο πιστευων εις τον υιον εχει ζωην αιωνιον ο δε απειθων τω υιω ουκ οψεται ζωην αλλ η οργη του θεου μενει επ αυτον

Danach gingen Jesus und seine Schüler in das Land der Juden/ Gepriesenen. Dort hielt er sich bei ihnen auf und tauchte ein (εβαπτιζεν, taufte). Es tauchte (βαπτιζων) aber auch Johannes in Ainon (αινων, Easton: Quellen?) bei Salim (σαλειμ, Easton: Friedlichkeit?) ein, weil es dort viel Wasser gab. Sie kamen hin und wurden eingetaucht. Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden. Es kam nun zum Streit zwischen den Schülern des Johannes und einem Gepriesenen/Juden bezüglich der Frage der Reinigung/Sühnung, und sie kamen zu Johannes und sagten zu ihm: „Rabbi, derjenige, der auf der anderen Seite des Jordans bei Ihnen war, von dem Sie Zeugnis abgelegt haben, sehen Sie, dieser taucht ein und alle kommen zu ihm.“ Johannes antwortete: „Ein Mensch kann sich überhaupt nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel her gegeben wurde. Ihr selbst seit meine Zeugen, dass ich sagte, dass nicht ich der Gesalbte bin, sondern dass ich ein vor ihm Abgesandter bin. Wer die Braut hat, ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams aber, der dasteht und ihm mit Freuden zuhört, freut sich wegen der Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun vollkommen/erfüllt. Jener muss stärker werden, ich aber schwächer. Wer von oben kommt, steht über allen. Wer von der Erde kommt, ist von der Erde und spricht von der Erde. Wer vom Himmel kommt, steht über allen. Was er gesehen und gehört hat, das bezeugt er, und seine Zeugenaussage nimmt niemand an. Wer seine Zeugenaussage annimmt, hat besiegelt, dass Gott aufrichtig ist. Denn derjenige, den Gott gesandt hat, spricht die Worte Gottes. Denn nicht mit Maß gibt Gott den Geist. Der Vater liebt den Sohn, alles hat er in seine Hände gegeben. Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben. Wer aber dem Sohn ungehorsam ist, wird kein Leben sehen, sondern der Zorn Gottes wird auf ihm bleiben.“

ως ουν εγνω ο κυριος οτι ηκουσαν οι φαρισαιοι οτι ιησους πλειονας μαθητας ποιει και βαπτιζει η ιωαννης  καιτοιγε ιησους αυτος ουκ εβαπτιζεν αλλ οι μαθηται αυτου  αφηκεν την ιουδαιαν και απηλθεν παλιν εις την γαλιλαιαν εδει δε αυτον διερχεσθαι δια της σαμαρειας  ερχεται ουν εις πολιν της σαμαρειας λεγομενην συχαρ πλησιον του χωριου ο εδωκεν ιακωβ ιωσηφ τω υιω αυτου  ην δε εκει πηγη του ιακωβ ο ουν ιησους κεκοπιακως εκ της οδοιποριας εκαθεζετο ουτως επι τη πηγη ωρα ην ωσει εκτη  ερχεται γυνη εκ της σαμαρειας αντλησαι υδωρ λεγει αυτη ο ιησους δος μοι πιειν  οι γαρ μαθηται αυτου απεληλυθεισαν εις την πολιν ινα τροφας αγορασωσιν  λεγει ουν αυτω η γυνη η σαμαρειτις πως συ ιουδαιος ων παρ εμου πιειν αιτεις ουσης γυναικος σαμαρειτιδος ου γαρ συγχρωνται ιουδαιοι σαμαρειταις  απεκριθη ιησους και ειπεν αυτη ει ηδεις την δωρεαν του θεου και τις εστιν ο λεγων σοι δος μοι πιειν συ αν ητησας αυτον και εδωκεν αν σοι υδωρ ζων  λεγει αυτω η γυνη κυριε ουτε αντλημα εχεις και το φρεαρ εστιν βαθυ ποθεν ουν εχεις το υδωρ το ζων  μη συ μειζων ει του πατρος ημων ιακωβ ος εδωκεν ημιν το φρεαρ και αυτος εξ αυτου επιεν και οι υιοι αυτου και τα θρεμματα αυτου  απεκριθη ο ιησους και ειπεν αυτη πας ο πινων εκ του υδατος τουτου διψησει παλιν  ος δ αν πιη εκ του υδατος ου εγω δωσω αυτω ου μη διψηση εις τον αιωνα αλλα το υδωρ ο δωσω αυτω γενησεται εν αυτω πηγη υδατος αλλομενου εις ζωην αιωνιον  λεγει προς αυτον η γυνη κυριε δος μοι τουτο το υδωρ ινα μη διψω μηδε ερχωμαι ενθαδε αντλειν  λεγει αυτη ο ιησους υπαγε φωνησον τον ανδρα σου και ελθε ενθαδε  απεκριθη η γυνη και ειπεν ουκ εχω ανδρα λεγει αυτη ο ιησους καλως ειπας οτι ανδρα ουκ εχω  πεντε γαρ ανδρας εσχες και νυν ον εχεις ουκ εστιν σου ανηρ τουτο αληθες ειρηκας  λεγει αυτω η γυνη κυριε θεωρω οτι προφητης ει συ  οι πατερες ημων εν τουτω τω ορει προσεκυνησαν και υμεις λεγετε οτι εν ιεροσολυμοις εστιν ο τοπος οπου δει προσκυνειν  λεγει αυτη ο ιησους γυναι πιστευσον μοι οτι ερχεται ωρα οτε ουτε εν τω ορει τουτω ουτε εν ιεροσολυμοις προσκυνησετε τω πατρι  υμεις προσκυνειτε ο ουκ οιδατε ημεις προσκυνουμεν ο οιδαμεν οτι η σωτηρια εκ των ιουδαιων εστιν  αλλ ερχεται ωρα και νυν εστιν οτε οι αληθινοι προσκυνηται προσκυνησουσιν τω πατρι εν πνευματι και αληθεια και γαρ ο πατηρ τοιουτους ζητει τους προσκυνουντας αυτον  πνευμα ο θεος και τους προσκυνουντας αυτον εν πνευματι και αληθεια δει προσκυνειν  λεγει αυτω η γυνη οιδα οτι μεσσιας ερχεται ο λεγομενος χριστος οταν ελθη εκεινος αναγγελει ημιν παντα  λεγει αυτη ο ιησους εγω ειμι ο λαλων σοι

Als der Herr nun erkannte, dass die Pharisäer gehört hatten, dass Jesus mehr Schüler gewonnen und eingetaucht hat als Johannes, jedoch tauchte Jesus selbst nicht ein, sondern seine Schüler, verließ er das Judäische (ιουδαιαν, Gepriesene) und ging wieder fort ins Galiäische (γαλιλαιαν, Kreis der Heiden). Er musste aber Samarien (σαμαρειας, Vormundschaft ?) durchschreiten/ durchmachen (διερχεσθαι). Er kam nun an eine samaritische Stadt, die Sychar (συχαρ, Easton: liar or drunkard, Stadt der Lüge/Betrunkenheit ?) genannt wurde, in der Nähe des Grundstücks, das Jakob (ιακωβ, ref: Gen 25:26, ref: Gen 27:36, Verdränger/Betrüger) dem Josef (ιωσηφ, hebr.: Gott möge hinzufügen), seinem Sohn, gegeben hatte. Dort war eine Quelle des Jakob. Jesus setzte sich nun, erschöpft von der Reise, an die Quelle. Es war etwa die sechste Stunde (12 Uhr). Als eine Samariterin kam, um Wasser zu entnehmen, sagte Jesus: „Gib mir zu trinken!“ Seine Schüler waren nämlich in die Stadt gegangen, um dort Lebensmittel zu kaufen. Da sagte die Samariterin zu ihm: „Wieso bittest du, ein Jude/Gepriesener, mich, eine Samariterin (Vormundin?), dir Wasser zu geben?“ Die Juden hatten nämlich keinen Umgang mit den Samaritern. Jesus antwortete: „Wenn du die Gabe Gottes kennen würdest, und wüsstest, wer derjenige ist, der zu dir sagt: „Gib mir zu trinken“, dann würdest du ihn bitten und er würde dir lebendiges Wasser geben.“ Die Frau sagte zu ihm: „Herr, Sie haben nichts zum Schöpfen und der Brunnen ist tief. Woher haben Sie denn das lebendige Wasser? Sind Sie etwa bedeutender als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen, aus dem er selbst und seine Söhne und sein Vieh getrunken haben, gegeben hat?“ Jesus antwortete: „Jeder, der von diesem Wasser trinkt, bekommt wieder Durst. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, bekommt niemals mehr Durst, sondern das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle, die bis ins ewige Leben sprudelt.“ Die Frau sagte zu ihm: „Herr, geben Sie mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und ich nicht mehr herkomme, um zu schöpfen.“ Jesus sagte zu ihr: „Geh, rufe deinen Mann, und komm hierher.“ Die Frau antwortete: „Ich habe keinen Mann.“ Jesus sagte: „Gut hast du das gesagt: „[Einen] Mann habe ich nicht.“ Fünf Männer hattest du nämlich, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Das hast du richtig gesagt.“ Die Frau sagte zu ihm: „Herr, ich sehe, dass Sie ein Prophet sind. Unsere Väter haben an diesem Berg angebetet, und ihr sagt, dass Jerusalem der Ort ist, an dem man anbeten muss.“ Jesus antwortete: „Glaube mir, Frau, dass die Stunde kommt, an der ihr weder an diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt. Wir beten an, was wir kennen, weil die Rettung von den Juden/ Gepriesenen kommt. Aber es kommt die Stunde, und jetzt ist sie da, in der die wahren Anbeter den Vater im Geist (πνευματι) und in der Wahrheit anbeten werden, denn auch der Vater sucht solche als Anbeter. Geist ist der Gott, und die ihn Anbetenden müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ Die Frau sagte zu ihm: „Ich weiß, dass der Messias kommt, was Gesalbter bedeutet. Wenn jener kommt, wird er uns alles verkünden.“ Jesus sagte zu ihr: „Ich bin es, der mit dir Sprechende.“

και επι τουτω ηλθον οι μαθηται αυτου και εθαυμασαν οτι μετα γυναικος ελαλει ουδεις μεντοι ειπεν τι ζητεις η τι λαλεις μετ αυτης  αφηκεν ουν την υδριαν αυτης η γυνη και απηλθεν εις την πολιν και λεγει τοις ανθρωποις δευτε ιδετε ανθρωπον ος ειπεν μοι παντα οσα εποιησα μητι ουτος εστιν ο χριστος  εξηλθον ουν εκ της πολεως και ηρχοντο προς αυτον εν δε τω μεταξυ ηρωτων αυτον οι μαθηται λεγοντες ραββι φαγε  ο δε ειπεν αυτοις εγω βρωσιν εχω φαγειν ην υμεις ουκ οιδατε  ελεγον ουν οι μαθηται προς αλληλους μη τις ηνεγκεν αυτω φαγειν  λεγει αυτοις ο ιησους εμον βρωμα εστιν ινα ποιω το θελημα του πεμψαντος με και τελειωσω αυτου το εργον  ουχ υμεις λεγετε οτι ετι τετραμηνον εστιν και ο θερισμος ερχεται ιδου λεγω υμιν επαρατε τους οφθαλμους υμων και θεασασθε τας χωρας οτι λευκαι εισιν προς θερισμον ηδη  και ο θεριζων μισθον λαμβανει και συναγει καρπον εις ζωην αιωνιον ινα και ο σπειρων ομου χαιρη και ο θεριζων  εν γαρ τουτω ο λογος εστιν ο αληθινος οτι αλλος εστιν ο σπειρων και αλλος ο θεριζων  εγω απεστειλα υμας θεριζειν ο ουχ υμεις κεκοπιακατε αλλοι κεκοπιακασιν και υμεις εις τον κοπον αυτων εισεληλυθατε

Und daraufhin kamen seine Schüler und wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach. Keiner sagte jedoch: „Was möchten/suchen (ζητεις) Sie?“, oder: „Was reden Sie mit ihr?“ Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und ging fort in die Stadt, und sie sagte zu den Menschen: „Kommt her, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Ob das etwa der Gesalbte ist?“ Da kamen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm. In der Zwischenzeit baten ihn seine Schüler: „Rabbi, essen Sie!“ Er aber sagte zu ihnen: „Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt.“ Da sagten seine Schüler zueinander: „Hat ihm etwa jemand etwas zu Essen gebracht?“ Jesus sagte zu ihnen: „Meine Speise ist, dass ich den Willen desjenigen tue, der mich gesandt hat, und seine Werke vollende. Sagt ihr nicht: „Noch vier Monate, dann kommt die Ernte?“ Seht, ich sage euch: Macht eure Augen auf und seht, dass die Felder bereits weiß zur Ernte sind. Auch der Erntende empfängt Lohn und sammelt die Frucht zum ewigen Leben, damit sich der Säende ebenso freut wie der Erntende, denn darin hat das Sprichwort recht,  dass der Eine der Säende und der Andere der Erntende ist. Ich habe euch gesandt, zu ernten, was ihr euch nicht  erarbeitet habt. Andere haben sich abgemüht/gearbeitet, und ihr seid in ihre Mühe/Arbeit eingetreten.“

εκ δε της πολεως εκεινης πολλοι επιστευσαν εις αυτον των σαμαρειτων δια τον λογον της γυναικος μαρτυρουσης οτι ειπεν μοι παντα οσα εποιησα  ως ουν ηλθον προς αυτον οι σαμαρειται ηρωτων αυτον μειναι παρ αυτοις και εμεινεν εκει δυο ημερας και πολλω πλειους επιστευσαν δια τον λογον αυτου  τη τε γυναικι ελεγον οτι ουκετι δια την σην λαλιαν πιστευομεν αυτοι γαρ ακηκοαμεν και οιδαμεν οτι ουτος εστιν αληθως ο σωτηρ του κοσμου ο χριστος μετα δε τας δυο ημερας εξηλθεν εκειθεν και απηλθεν εις την γαλιλαιαν  αυτος γαρ ο ιησους εμαρτυρησεν οτι προφητης εν τη ιδια πατριδι τιμην ουκ εχει  οτε ουν ηλθεν εις την γαλιλαιαν εδεξαντο αυτον οι γαλιλαιοι παντα εωρακοτες α εποιησεν εν ιεροσολυμοις εν τη εορτη και αυτοι γαρ ηλθον εις την εορτην ηλθεν ουν ο ιησους παλιν εις την κανα της γαλιλαιας οπου εποιησεν το υδωρ οινον και ην τις βασιλικος ου ο υιος ησθενει εν καπερναουμ  ουτος ακουσας οτι ιησους ηκει εκ της ιουδαιας εις την γαλιλαιαν απηλθεν προς αυτον και ηρωτα αυτον ινα καταβη και ιασηται αυτου τον υιον ημελλεν γαρ αποθνησκειν  ειπεν ουν ο ιησους προς αυτον εαν μη σημεια και τερατα ιδητε ου μη πιστευσητε  λεγει προς αυτον ο βασιλικος κυριε καταβηθι πριν αποθανειν το παιδιον μου  λεγει αυτω ο ιησους πορευου ο υιος σου ζη και επιστευσεν ο ανθρωπος τω λογω ω ειπεν αυτω ιησους και επορευετο  ηδη δε αυτου καταβαινοντος οι δουλοι αυτου απηντησαν αυτω και απηγγειλαν λεγοντες οτι ο παις σου ζη  επυθετο ουν παρ αυτων την ωραν εν η κομψοτερον εσχεν και ειπον αυτω οτι χθες ωραν εβδομην αφηκεν αυτον ο πυρετος  εγνω ουν ο πατηρ οτι εν εκεινη τη ωρα εν η ειπεν αυτω ο ιησους οτι ο υιος σου ζη και επιστευσεν αυτος και η οικια αυτου ολη  τουτο παλιν δευτερον σημειον εποιησεν ο ιησους ελθων εκ της ιουδαιας εις την γαλιλαιαν

Aus jener Stadt glaubten viele Samariter an ihn wegen der Worte der Frau, die bezeugte: „Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe“. Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben und er blieb dort zwei Tage lang. Wegen seiner Worte kamen noch viel mehr Leute zum Glauben, doch zu der Frau sagten sie: „Nicht mehr wegen deines Geschwätzes glauben wir. Ihn selbst haben wir gehört und wir wissen, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Gesalbte, ist.“ Aber nach den zwei Tagen ging er von dort weg, und er ging ins Galiläische. Denn Jesus wurde Zeuge, dass ein Prophet in seinem Vaterland keine Ehre hat. Als er nun ins Galiläische kam, nahmen ihn die Galiläer gastlich auf. Diese hatten gesehen, was er am Fest in Jerusalem getan hatte. Auch sie waren nämlich zum Fest gekommen. Da ging Jesus wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es gab einen Fürsten, dessen Sohn in Kapernaum (καπερναουμ, Dorf des Trosts ?) krank war. Als dieser Fürst hörte, dass Jesus aus dem Judäischen ins Galiläische kam, ging er fort, zu ihm hin, und bat ihn, dass er herabkommen und seinen Sohn heilen möge, denn er war dabei zu sterben. Da sagte Jesus zu ihm: „Wenn ihr keine Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht.“ Der Fürst sagte zu ihm: „Herr, kommen Sie herab, bevor mein kleines Kind stirbt.“ Jesus sagte zu ihm: „Gehen Sie, Ihr Sohn lebt.“ Und der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus ausgesprochen hatte und ging. Aber schon während er hinabging, begegneten ihm seine Diener und berichteten: „Ihr Sohn lebt!“ Da erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in der es ihm begann besser zu gehen, und sie sagten zu ihm: „Gestern zur siebten Stunde (13 Uhr) verließ ihn das Fieber.“ Da erkannte der Vater, dass es zu jener Stunde war, in der ihm Jesus gesagt hatte, dass sein Sohn lebt, und er selbst sowie sein ganzes Haus glaubten. Wiederum vollbrachte Jesus dieses zweite Zeichen, als er vom Judäischen/Gepriesenen ins Galiläische/zu den Heiden kam.

μετα ταυτα ην εορτη των ιουδαιων και ανεβη ο ιησους εις ιεροσολυμα  εστιν δε εν τοις ιεροσολυμοις επι τη προβατικη κολυμβηθρα η επιλεγομενη εβραιστι βηθεσδα πεντε στοας εχουσα  εν ταυταις κατεκειτο πληθος πολυ των ασθενουντων τυφλων χωλων ξηρων εκδεχομενων την του υδατος κινησιν  αγγελος γαρ κατα καιρον κατεβαινεν εν τη κολυμβηθρα και εταρασσεν το υδωρ ο ουν πρωτος εμβας μετα την ταραχην του υδατος υγιης εγινετο ω δηποτε κατειχετο νοσηματι  ην δε τις ανθρωπος εκει τριακονταοκτω ετη εχων εν τη ασθενεια  τουτον ιδων ο ιησους κατακειμενον και γνους οτι πολυν ηδη χρονον εχει λεγει αυτω θελεις υγιης γενεσθαι  απεκριθη αυτω ο ασθενων κυριε ανθρωπον ουκ εχω ινα οταν ταραχθη το υδωρ βαλλη με εις την κολυμβηθραν εν ω δε ερχομαι εγω αλλος προ εμου καταβαινει  λεγει αυτω ο ιησους εγειραι αρον τον κραββατον σου και περιπατει  και ευθεως εγενετο υγιης ο ανθρωπος και ηρεν τον κραββατον αυτου και περιεπατει ην δε σαββατον εν εκεινη τη ημερα  ελεγον ουν οι ιουδαιοι τω τεθεραπευμενω σαββατον εστιν ουκ εξεστιν σοι αραι τον κραββατον  απεκριθη αυτοις ο ποιησας με υγιη εκεινος μοι ειπεν αρον τον κραββατον σου και περιπατει  ηρωτησαν ουν αυτον τις εστιν ο ανθρωπος ο ειπων σοι αρον τον κραββατον σου και περιπατει  ο δε ιαθεις ουκ ηδει τις εστιν ο γαρ ιησους εξενευσεν οχλου οντος εν τω τοπω

Danach war ein Fest der Juden, und Jesus ging nach Jerusalem hinauf. In Jerusalem gibt es aber in der Nähe des Schaftores ein Wasserbecken, das auf Hebräisch Bethesda (βηθεσδα, hebr.: „Haus der Gnade“ oder „Gott gibt Genesung“) heißt und fünf Säulenhallen hat. In diesen lagen eine große Zahl von erblindeten, lahmen und ausgezehrten Kranken, die auf eine Bewegung des Wassers warteten. Ein Engelbote stieg nämlich gelegentlich in das Wasserbecken herab und brachte das Wasser in Bewegung. Wer dann als Erster nach dem Aufwühlen des Wassers hineinstieg, wurde gesund, an welcher Krankheit er auch litt. Dort war allerdings ein Mensch, der bereits achtunddreißig Jahre lang krank war. Als Jesus diesen daliegen sah und als er erkannte, dass er bereits lange Zeit krank war, sagte er zu ihm: „Willst du gesund werden?“ Der Kranke antwortete ihm: „Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald sich das Wasser bewegt, in das Wasserbecken bringt. Bis ich aber ankomme, steigt ein anderer vor mir hinab.“ Jesus sagte zu ihm: „Steh auf, hebe  deine Liege auf und geh umher.“ Und der Mensch wurde sofort gesund, hob seine Liege auf und ging umher. Jener Tag war aber der Ruhetag (σαββατον, Sabbat). Da sagten die Juden zu dem Therapierten: „Es ist Ruhetag und es ist dir nicht erlaubt, deine Liege umherzutragen.“ Er antwortete ihnen: „Derjenige, der mich gesund gemacht hat, jener sagte zu mir: “Hebe deine Liege auf und geh umher.“.“ Da fragten sie ihn: „Wer ist dieser Mensch, der zu dir gesagt hat: „Hebe deine Liege auf und geh umher.“?“ Der Geheilte wusste aber nicht, wer es ist, denn Jesus war den Leuten an diesem Ort aus dem Weg gegangen.

[a] Hier scheint in doppelter Hinsicht ein antikes Missverständnis vorzuliegen: Erstens hat der „Sieger aus dem Proletariat“ das ανωθεν des vorhergehenden Satzes nicht räumlich/geistig (von oben), sondern zeitlich (von alters her) verstanden. Zweitens versteht er unter γεννηθη den Akt des Geborenwerdens, während Jesus auf den Aspekt der Abstammung, die mit der Geburt verbunden ist, abzielt.

μετα ταυτα ευρισκει αυτον ο ιησους εν τω ιερω και ειπεν αυτω ιδε υγιης γεγονας μηκετι αμαρτανε ινα μη χειρον τι σοι γενηται  απηλθεν ο ανθρωπος και ανηγγειλεν τοις ιουδαιοις οτι ιησους εστιν ο ποιησας αυτον υγιη  και δια τουτο εδιωκον τον ιησουν οι ιουδαιοι και εζητουν αυτον αποκτειναι οτι ταυτα εποιει εν σαββατω ο δε ιησους απεκρινατο αυτοις ο πατηρ μου εως αρτι εργαζεται καγω εργαζομαι δια τουτο ουν μαλλον εζητουν αυτον οι ιουδαιοι αποκτειναι οτι ου μονον ελυεν το σαββατον αλλα και πατερα ιδιον ελεγεν τον θεον ισον εαυτον ποιων τω θεω

Danach fand ihn Jesus in der Opferstätte und sagte zu ihm: „Sieh mal, du bist gesund geworden. Sündige nicht mehr, damit dir nicht noch etwas Schlimmeres passiert.“ Der Mensch ging weg und verkündete den Juden, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte. Und deshalb verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Ruhetag getan hatte. Jesus antwortete ihnen: “Mein Vater müht sich bis auf den heutigen Tag, und auch ich mühe mich.“ Deshalb versuchten die Juden erst recht, ihn zu töten, weil er nicht nur den Ruhetag gebrochen hatte (ελυεν), sondern auch noch Gott seinen eigenen Vater genannt und sich damit Gott gleich gemacht hatte.

απεκρινατο ουν ο ιησους και ειπεν αυτοις αμην αμην λεγω υμιν ου δυναται ο υιος ποιειν αφ εαυτου ουδεν εαν μη τι βλεπη τον πατερα ποιουντα α γαρ αν εκεινος ποιη ταυτα και ο υιος ομοιως ποιει ο γαρ πατηρ φιλει τον υιον και παντα δεικνυσιν αυτω α αυτος ποιει και μειζονα τουτων δειξει αυτω εργα ινα υμεις θαυμαζητε  ωσπερ γαρ ο πατηρ εγειρει τους νεκρους και ζωοποιει ουτως και ο υιος ους θελει ζωοποιει  ουδε γαρ ο πατηρ κρινει ουδενα αλλα την κρισιν πασαν δεδωκεν τω υιω  ινα παντες τιμωσιν τον υιον καθως τιμωσιν τον πατερα ο μη τιμων τον υιον ου τιμα τον πατερα τον πεμψαντα αυτον  αμην αμην λεγω υμιν οτι ο τον λογον μου ακουων και πιστευων τω πεμψαντι με εχει ζωην αιωνιον και εις κρισιν ουκ ερχεται αλλα μεταβεβηκεν εκ του θανατου εις την ζωην  αμην αμην λεγω υμιν οτι ερχεται ωρα και νυν εστιν οτε οι νεκροι ακουσονται της φωνης του υιου του θεου και οι ακουσαντες ζησονται  ωσπερ γαρ ο πατηρ εχει ζωην εν εαυτω ουτως εδωκεν και τω υιω ζωην εχειν εν εαυτω  και εξουσιαν εδωκεν αυτω και κρισιν ποιειν οτι υιος ανθρωπου εστιν  μη θαυμαζετε τουτο οτι ερχεται ωρα εν η παντες οι εν τοις μνημειοις ακουσονται της φωνης αυτου  και εκπορευσονται οι τα αγαθα ποιησαντες εις αναστασιν ζωης οι δε τα φαυλα πραξαντες εις αναστασιν κρισεως

Da antwortete ihnen Jesus: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Der Sohn kann aus sich selbst heraus nichts tun, wenn er nicht den Vater etwas tun sieht. Was jener auch tut, das tut der Sohn ebenso. Der Vater mag (φιλει) den Sohn und er zeigt dem Sohn alles, was er selbst tut. Und noch Bedeutenderes als dies: Er wird ihm Taten zeigen, dass ihr staunen werdet. Denn so wie der Vater die Toten auferstehen lässt und sie belebt, so belebt auch der Sohn, wen er will. Denn auch der Vater verurteilt niemanden, sondern er hat dem Sohn alles Richten überlassen, damit alle den Sohn genauso ehren, wie sie auch den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Derjenige, der meine Worte (λογον) hört und demjenigen glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und wird nicht verurteilt, sondern ist vom Tod ins Leben hinüber getreten. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Die Stunde kommt, und jetzt ist sie da, in der die Toten die Stimme des Gottessohnes hören werden und die Hörenden leben werden. Denn so wie der Vater [das] Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, [das] Leben in sich zu haben. Und Gott hat ihm auch die Macht gegeben, Gericht zu halten, weil er [der] Menschensohn ist. Wundert euch nicht darüber, dass die Stunde kommt, in der alle in den Gräbern seine Stimme hören werden, und diejenigen, die Gutes getan haben, werden zum ewigen Leben herauskommen, diejenigen aber, die Böses getan haben, werden zur Verurteilung auferstehen.

ου δυναμαι εγω ποιειν απ εμαυτου ουδεν καθως ακουω κρινω και η κρισις η εμη δικαια εστιν οτι ου ζητω το θελημα το εμον αλλα το θελημα του πεμψαντος με πατρος εαν εγω μαρτυρω περι εμαυτου η μαρτυρια μου ουκ εστιν αληθης  αλλος εστιν ο μαρτυρων περι εμου και οιδα οτι αληθης εστιν η μαρτυρια ην μαρτυρει περι εμου υμεις απεσταλκατε προς ιωαννην και μεμαρτυρηκεν τη αληθεια  εγω δε ου παρα ανθρωπου την μαρτυριαν λαμβανω αλλα ταυτα λεγω ινα υμεις σωθητε  εκεινος ην ο λυχνος ο καιομενος και φαινων υμεις δε ηθελησατε αγαλλιασθηναι προς ωραν εν τω φωτι αυτου  εγω δε εχω την μαρτυριαν μειζω του ιωαννου τα γαρ εργα α εδωκεν μοι ο πατηρ ινα τελειωσω αυτα αυτα τα εργα α εγω ποιω μαρτυρει περι εμου οτι ο πατηρ με απεσταλκεν  και ο πεμψας με πατηρ αυτος μεμαρτυρηκεν περι εμου ουτε φωνην αυτου ακηκοατε πωποτε ουτε ειδος αυτου εωρακατε  και τον λογον αυτου ουκ εχετε μενοντα εν υμιν οτι ον απεστειλεν εκεινος τουτω υμεις ου πιστευετε  ερευνατε τας γραφας οτι υμεις δοκειτε εν αυταις ζωην αιωνιον εχειν και εκειναι εισιν αι μαρτυρουσαι περι εμου  και ου θελετε ελθειν προς με ινα ζωην εχητε  δοξαν παρα ανθρωπων ου λαμβανω  αλλ εγνωκα υμας οτι την αγαπην του θεου ουκ εχετε εν εαυτοις  εγω εληλυθα εν τω ονοματι του πατρος μου και ου λαμβανετε με εαν αλλος ελθη εν τω ονοματι τω ιδιω εκεινον ληψεσθε  πως δυνασθε υμεις πιστευσαι δοξαν παρα αλληλων λαμβανοντες και την δοξαν την παρα του μονου θεου ου ζητειτε  μη δοκειτε οτι εγω κατηγορησω υμων προς τον πατερα εστιν ο κατηγορων υμων μωσης εις ον υμεις ηλπικατε  ει γαρ επιστευετε μωση επιστευετε αν εμοι περι γαρ εμου εκεινος εγραψεν  ει δε τοις εκεινου γραμμασιν ου πιστευετε πως τοις εμοις ρημασιν πιστευσετε

Aus mir selbst heraus kann ich nichts tun. So, wie ich es höre, urteile ich, und mein Urteil ist gerecht, weil ich nicht meinen eigenen Willen begehre/suche (ζητω), sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat. Wenn ich mich selbst bezeuge, ist meine Zeugenaussage nicht aufrichtig (αληθης). Es ist ein anderer, der über mich Zeugnis ablegt, und ich weiß, dass seine Zeugenaussage, die mich bezeugt, wahr ist. Ihr habt [eure Leute] zu Johannes gesandt, und er hat die Wahrheit bezeugt. Ich aber nehme kein menschliches Zeugnis an, sondern ich sage dies, damit ihr gerettet werdet. Jener war die brennende und Licht gebende Lampe, ihr aber wolltet euch nur eine Stunde lang (προς ωραν) an seinem Licht erfreuen. Ich habe ein bedeutenderes Zeugnis als dasjenige des Johannes, denn die Werke, die mir der Vater übertragen hat, damit ich sie vollende, diese Werke, die ich vollbringe, bezeugen von mir, dass der Vater mich gesandt hat. Auch der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat von mir Zeugnis abgelegt. Weder seine Stimme habt ihr jemals gehört, noch seine Gestalt habt ihr gesehen. Auch seine Worte bleiben/wohnen nicht in euch, so dass ihr demjenigen, den er gesandt hat, dieses nicht glaubt. Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, durch (εν) sie ewiges Leben zu haben, und jene sind es, die von mir Zeugnis ablegen, und ihr wollt nicht zu mir kommen, um Leben zu haben. Menschliche Meinungen/ Ehrungen (δοξαν) nehme ich nicht an (λαμβανω), vielmehr habe ich euch durchschaut (εγνωκα), dass ihr [nämlich] die Liebe Gottes nicht in euch habt. Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an (λαμβανετε). Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den nehmt ihr an (ληψεσθε). Wie könnt ihr Glauben haben, wenn ihr Meinungen/ Ehrungen (δοξαν) gegenseitig annehmt (λαμβανοντες), und die Meinung/ Ehrung (δοξαν), die vom alleinigen Gott kommt, nicht sucht (ζητειτε). Meint (δοκειτε) nicht, dass ich euch beim Vater anklagen werde. Mose wird euch anklagen; derjenige, auf den ihr eure Hoffnungen setzt. Wenn ihr Mose glaubt, habt ihr auch mir geglaubt, denn über mich hat er geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr dann meinen Worten glauben?“

μετα ταυτα απηλθεν ο ιησους περαν της θαλασσης της γαλιλαιας της τιβεριαδος  και ηκολουθει αυτω οχλος πολυς οτι εωρων αυτου τα σημεια α εποιει επι των ασθενουντων ανηλθεν δε εις το ορος ο ιησους και εκει εκαθητο μετα των μαθητων αυτου ην δε εγγυς το πασχα η εορτη των ιουδαιων επαρας ουν ο ιησους τους οφθαλμους και θεασαμενος οτι πολυς οχλος ερχεται προς αυτον λεγει προς τον φιλιππον ποθεν αγορασομεν αρτους ινα φαγωσιν ουτοι  τουτο δε ελεγεν πειραζων αυτον αυτος γαρ ηδει τι εμελλεν ποιειν  απεκριθη αυτω φιλιππος διακοσιων δηναριων αρτοι ουκ αρκουσιν αυτοις ινα εκαστος αυτων βραχυ τι λαβη  λεγει αυτω εις εκ των μαθητων αυτου ανδρεας ο αδελφος σιμωνος πετρου  εστιν παιδαριον εν ωδε ο εχει πεντε αρτους κριθινους και δυο οψαρια αλλα ταυτα τι εστιν εις τοσουτους  ειπεν δε ο ιησους ποιησατε τους ανθρωπους αναπεσειν ην δε χορτος πολυς εν τω τοπω ανεπεσον ουν οι ανδρες τον αριθμον ωσει πεντακισχιλιοι  ελαβεν δε τους αρτους ο ιησους και ευχαριστησας διεδωκεν τοις μαθηταις οι δε μαθηται τοις ανακειμενοις ομοιως και εκ των οψαριων οσον ηθελον  ως δε ενεπλησθησαν λεγει τοις μαθηταις αυτου συναγαγετε τα περισσευσαντα κλασματα ινα μη τι αποληται  συνηγαγον ουν και εγεμισαν δωδεκα κοφινους κλασματων εκ των πεντε αρτων των κριθινων α επερισσευσεν τοις βεβρωκοσιν  οι ουν ανθρωποι ιδοντες ο εποιησεν σημειον ο ιησους ελεγον οτι ουτος εστιν αληθως ο προφητης ο ερχομενος εις τον κοσμον  ιησους ουν γνους οτι μελλουσιν ερχεσθαι και αρπαζειν αυτον ινα ποιησωσιν αυτον βασιλεα ανεχωρησεν παλιν εις το ορος αυτος μονος  ως δε οψια εγενετο κατεβησαν οι μαθηται αυτου επι την θαλασσαν  και εμβαντες εις το πλοιον ηρχοντο περαν της θαλασσης εις καπερναουμ και σκοτια ηδη εγεγονει και ουκ εληλυθει προς αυτους ο ιησους  η τε θαλασσα ανεμου μεγαλου πνεοντος διηγειρετο  εληλακοτες ουν ως σταδιους εικοσιπεντε η τριακοντα θεωρουσιν τον ιησουν περιπατουντα επι της θαλασσης και εγγυς του πλοιου γινομενον και εφοβηθησαν  ο δε λεγει αυτοις εγω ειμι μη φοβεισθε  ηθελον ουν λαβειν αυτον εις το πλοιον και ευθεως το πλοιον εγενετο επι της γης εις ην υπηγον

Danach ging Jesus auf die andere Seite des galiläischen Meeres, des Meeres von Tiberias (τιβεριαδος, <?>), und viele Leute folgten ihm, weil sie die Zeichen gesehen hatten, die er an den Kranken getan hatte. Jesus ging jedoch auf den Berg, und dort setzte (εκαθητο) er sich mit seinen Schülern hin. Das Passah, das Fest der Juden, war nahe.  Da richtete Jesus die Augen nach oben, und als er gesehen hatte, dass viele Leute zu ihm kamen, sagte er zu Philippus: „Woher werden wir das Brot kaufen, um diesen [hier] Essen zu geben?“ Das sagte er aber, um ihn zu prüfen (πειραζων), er wusste nämlich bereits, was er tun würde. Philippus antwortete ihm: „Brot für zweihundert Denare wäre nicht genug, damit jeder von ihnen ein kleines Stück nehmen (λαβη) könnte.“ Einer seiner Schüler, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: „Es ist ein kleines Kind hier, das fünf Gerstenbrote und zwei Stück Fleisch/Fisch (οψαρια)  hat. Aber was ist das für so Viele!“ Jesus sagte: „Veranlasst, dass sich die Menschen hinsetzen.“ Es war aber viel Gras an dem Ort.  Da  setzten sich die Männer hin, etwa fünftausend an der Zahl. Jesus nahm (ελαβεν) die Brote, und als er gedankt hatte, gab er sie den Schülern, und die Schüler [gaben sie] den Dasitzenden auf dieselbe Weise, und von dem Fleisch/den Fischen [gaben die Schüler ihnen] soviel sie wollten.  Als sie gesättigt waren, sagte er zu seinen Schülern: „Sammelt die übrig gebliebenen Stücke ein, damit nichts verloren geht.“ Sie sammelten also ein und füllten zwölf Körbe mit Stücken von den fünf Gerstenbroten, die von den Essenden übrig gelassen worden waren. Die Menschen, als sie sahen, dass Jesus ein Zeichen getan hatte, sagten: „Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt gekommen ist.“ Als Jesus erkannte, dass sie im Begriff waren, zu kommen und ihn mit Gewalt fortzuführen (αρπαζειν), um ihn zum König zu machen, ging er zurück auf den Berg, er allein. Als es aber Abend geworden war, gingen seine Schüler zum Meer hinab, und als sie in das Boot gestiegen waren, brachen sie nach Kapernaum auf, zur gegenüberliegenden Seite des Meeres. Es war bereits dunkel geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen. Das Meer wurde aufgewühlt, weil ein starker Wind (ανεμου) wehte (πνεοντος). Als sie etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien (σταδιους, Antikes Längenmaß, entspricht 200 Schritten) weit gefahren waren, sahen sie Jesus auf dem Meer umhergehen und in die Nähe des Bootes kommen, und sie hatten Angst. Er aber sagte zu ihnen: „Ich bin es, habt keine Angst.“ Da wollten sie ihn zu sich ins Boot nehmen (λαβειν), und sofort gelangte das Boot an Land, dahin, wohin sie sich auf den Weg gemacht hatten.

τη επαυριον ο οχλος ο εστηκως περαν της θαλασσης ιδων οτι πλοιαριον αλλο ουκ ην εκει ει μη εν εκεινο εις ο ενεβησαν οι μαθηται αυτου και οτι ου συνεισηλθεν τοις μαθηταις αυτου ο ιησους εις το πλοιαριον αλλα μονοι οι μαθηται αυτου απηλθον  αλλα δε ηλθεν πλοιαρια εκ τιβεριαδος εγγυς του τοπου οπου εφαγον τον αρτον ευχαριστησαντος του κυριου  οτε ουν ειδεν ο οχλος οτι ιησους ουκ εστιν εκει ουδε οι μαθηται αυτου ενεβησαν και αυτοι εις τα πλοια και ηλθον εις καπερναουμ ζητουντες τον ιησουν και ευροντες αυτον περαν της θαλασσης ειπον αυτω ραββι ποτε ωδε γεγονας  απεκριθη αυτοις ο ιησους και ειπεν αμην αμην λεγω υμιν ζητειτε με ουχ οτι ειδετε σημεια αλλ οτι εφαγετε εκ των αρτων και εχορτασθητε  εργαζεσθε μη την βρωσιν την απολλυμενην αλλα την βρωσιν την μενουσαν εις ζωην αιωνιον ην ο υιος του ανθρωπου υμιν δωσει τουτον γαρ ο πατηρ εσφραγισεν ο θεος  ειπον ουν προς αυτον τι ποιουμεν ινα εργαζωμεθα τα εργα του θεου  απεκριθη ο ιησους και ειπεν αυτοις τουτο εστιν το εργον του θεου ινα πιστευσητε εις ον απεστειλεν εκεινος  ειπον ουν αυτω τι ουν ποιεις συ σημειον ινα ιδωμεν και πιστευσωμεν σοι τι εργαζη  οι πατερες ημων το μαννα εφαγον εν τη ερημω καθως εστιν γεγραμμενον αρτον εκ του ουρανου εδωκεν αυτοις φαγειν  ειπεν ουν αυτοις ο ιησους αμην αμην λεγω υμιν ου μωσης δεδωκεν υμιν τον αρτον εκ του ουρανου αλλ ο πατηρ μου διδωσιν υμιν τον αρτον εκ του ουρανου τον αληθινον  ο γαρ αρτος του θεου εστιν ο καταβαινων εκ του ουρανου και ζωην διδους τω κοσμω

Am nächsten Tag sahen die Leute, die auf der anderen Seite des Meeres standen, dass kein anderes Boot dort war, außer dem einen, in das seine Schüler hineingestiegen waren, und dass Jesus nicht zusammen mit seinen Schülern das Boot betreten hatte, sondern nur seine Schüler fortgefahren waren. Außerdem kamen Boote aus Tiberias in die Nähe des Ortes, wo sie unter der Danksagung des Herrn das Brot gegessen hatten. Als nun die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Schüler dort waren, stiegen auch sie in die Boote und fuhren nach Kapernaum, um Jesus zu suchen. Und als sie ihn auf der anderen Seite des Meeres fanden, sagten sie zu ihm: „Rabbi, wie sind Sie hierher gekommen?“ Jesus antwortete ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Ihr sucht mich nicht, weil ihr [ein] Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Müht (εργαζεσθε) euch nicht für vergängliche Speise, sondern für die Speise, die bis zum ewigen Leben Bestand hat, die der Menschensohn euch geben wird, denn ihn (τουτον) hat Gott, der Vater, versiegelt (εσφραγισεν).“ Da sagten sie zu ihm: „Was sollen wir tun, damit wir die Werke Gottes verrichten (εργαζωμεθα)?“ Jesus antwortete ihnen: „Folgendes ist das Werk Gottes: Dass ihr an den glaubt, den jener gesandt hat.“ Da sagten sie zu ihm: „Welches Zeichen vollbringen Sie nun, damit wir [es] sehen und ihnen glauben? Was führen Sie herbei (εργαζη)? Unsere Väter aßen das Manna in der Wüste, so wie es geschrieben steht: „Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen.““ Da sagte Jesus zu ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Nicht Mose (der [aus dem Wasser] Herausgezogene) hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel, denn das Brot Gottes ist derjenige, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt.“

ειπον ουν προς αυτον κυριε παντοτε δος ημιν τον αρτον τουτον ειπεν δε αυτοις ο ιησους εγω ειμι ο αρτος της ζωης ο ερχομενος προς με ου μη πειναση και ο πιστευων εις εμε ου μη διψηση πωποτε αλλ ειπον υμιν οτι και εωρακατε με και ου πιστευετε  παν ο διδωσιν μοι ο πατηρ προς εμε ηξει και τον ερχομενον προς με ου μη εκβαλω εξω  οτι καταβεβηκα εκ του ουρανου ουχ ινα ποιω το θελημα το εμον αλλα το θελημα του πεμψαντος με  τουτο δε εστιν το θελημα του πεμψαντος με πατρος ινα παν ο δεδωκεν μοι μη απολεσω εξ αυτου αλλα αναστησω αυτο εν τη εσχατη ημερα  τουτο δε εστιν το θελημα του πεμψαντος με ινα πας ο θεωρων τον υιον και πιστευων εις αυτον εχη ζωην αιωνιον και αναστησω αυτον εγω τη εσχατη ημερα εγογγυζον ουν οι ιουδαιοι περι αυτου οτι ειπεν εγω ειμι ο αρτος ο καταβας εκ του ουρανου  και ελεγον ουχ ουτος εστιν ιησους ο υιος ιωσηφ ου ημεις οιδαμεν τον πατερα και την μητερα πως ουν λεγει ουτος οτι εκ του ουρανου καταβεβηκα  απεκριθη ουν ο ιησους και ειπεν αυτοις μη γογγυζετε μετ αλληλων  ουδεις δυναται ελθειν προς με εαν μη ο πατηρ ο πεμψας με ελκυση αυτον και εγω αναστησω αυτον τη εσχατη ημερα  εστιν γεγραμμενον εν τοις προφηταις και εσονται παντες διδακτοι του θεου πας ουν ο ακουσας παρα του πατρος και μαθων ερχεται προς με  ουχ οτι τον πατερα τις εωρακεν ει μη ο ων παρα του θεου ουτος εωρακεν τον πατερα  αμην αμην λεγω υμιν ο πιστευων εις εμε εχει ζωην αιωνιον  εγω ειμι ο αρτος της ζωης  οι πατερες υμων εφαγον το μαννα εν τη ερημω και απεθανον  ουτος εστιν ο αρτος ο εκ του ουρανου καταβαινων ινα τις εξ αυτου φαγη και μη αποθανη  εγω ειμι ο αρτος ο ζων ο εκ του ουρανου καταβας εαν τις φαγη εκ τουτου του αρτου ζησεται εις τον αιωνα και ο αρτος δε ον εγω δωσω η σαρξ μου εστιν ην εγω δωσω υπερ της του κοσμου ζωης εμαχοντο ουν προς αλληλους οι ιουδαιοι λεγοντες πως δυναται ουτος ημιν δουναι την σαρκα φαγειν  ειπεν ουν αυτοις ο ιησους αμην αμην λεγω υμιν εαν μη φαγητε την σαρκα του υιου του ανθρωπου και πιητε αυτου το αιμα ουκ εχετε ζωην εν εαυτοις  ο τρωγων μου την σαρκα και πινων μου το αιμα εχει ζωην αιωνιον και εγω αναστησω αυτον τη εσχατη ημερα  η γαρ σαρξ μου αληθως εστιν βρωσις και το αιμα μου αληθως εστιν ποσις  ο τρωγων μου την σαρκα και πινων μου το αιμα εν εμοι μενει καγω εν αυτω  καθως απεστειλεν με ο ζων πατηρ καγω ζω δια τον πατερα και ο τρωγων με κακεινος ζησεται δι εμε  ουτος εστιν ο αρτος ο εκ του ουρανου καταβας ου καθως εφαγον οι πατερες υμων το μαννα και απεθανον ο τρωγων τουτον τον αρτον ζησεται εις τον αιωνα  ταυτα ειπεν εν συναγωγη διδασκων εν καπερναουμv

Da sagten sie zu ihm: „Herr, geben Sie uns immer dieses Brot.“ Jesus sagte zu ihnen: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird keinen Hunger haben, und wer an mich glaubt, wird niemals (ου ... πωποτε) mehr Durst haben. Aber ich sagte zu euch, dass ihr mich sowohl gesehen habt, als auch mir nicht geglaubt habt. Jeder, den mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und den zu mir Kommenden stoße ich nicht hinaus, weil ich nicht vom Himmel herabgekommen bin, um meinen eigenen Willen (θελημα) auszuführen, sondern den Willen desjenigen, der mich gesandt hat. Dies ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat: Dass ich keinen von [all] denen verliere, die er mir gegeben hat, sondern dass ich sie am letzten Tag auferwecke. Dies ist der Wille desjenigen, der mich gesandt hat: Dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben haben soll, und ich ihn am letzten Tag auferwecken werde.“ Da tuschelten die Juden über ihn, weil er gesagt hatte: „Ich bin das Brot, das vom Himmel herab kam“ Und sie sagten: „Ist dies nicht Jesus, der Sohn Josefs, von dem wir den Vater und die Mutter kennen? Wieso sagt dieser jetzt: „Vom Himmel kam ich herab““ Da antwortete ihnen Jesus: „Tuschelt nicht miteinander. Niemand kann zu mir kommen, wenn ihn nicht der Vater, der mich gesandt hat, herbeizieht, und ich ihn am letzten Tag auferwecken werde. In den Propheten steht geschrieben: „Und sie alle werden von Gott belehrt sein“ Folglich kommt jeder zu mir, der vom Vater gehört hat und Schüler ist. Nicht, dass schon [irgend] jemand den Vater gesehen hätte, außer demjenigen, der von Gott ist. Dieser hat den Vater gesehen. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wer an mich glaubt, hat ewiges Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter aßen das Manna in der Wüste, doch sie starben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herab kommt, damit, wenn jemand davon isst, er auch nicht stirbt. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herab kam. Wenn jemand von diesem Brot isst, wird er ewig  leben. Überdies (και  … δε) ist das Brot, das ich gebe, mein Fleisch, das ich um des Lebens der Welt willen (υπερ) gebe.“ Da stritten die Juden miteinander und sagten: “Wie kann dieser uns das Fleisch zu essen geben?“ Jesus sagte zu ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag auferwecken. Denn mein Fleisch ist in Wahrheit (αληθως) [eine] Speise, und mein Blut ist in Wahrheit [ein] Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt/wohnt (μενει) in mir und ich in ihm. Sowie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich durch den Vater lebe, wird auch der mich Essende durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herab kam. Nicht so wie eure Väter das Manna aßen und starben, wer dieses Brot isst, lebt ewig. Dies sagte er in der Versammlung (συναγωγη), als er in Kapernaum lehrte.

πολλοι ουν ακουσαντες εκ των μαθητων αυτου ειπον σκληρος εστιν ουτος ο λογος τις δυναται αυτου ακουειν  ειδως δε ο ιησους εν εαυτω οτι γογγυζουσιν περι τουτου οι μαθηται αυτου ειπεν αυτοις τουτο υμας σκανδαλιζει  εαν ουν θεωρητε τον υιον του ανθρωπου αναβαινοντα οπου ην το προτερον  το πνευμα εστιν το ζωοποιουν η σαρξ ουκ ωφελει ουδεν τα ρηματα α εγω λαλω υμιν πνευμα εστιν και ζωη εστιν  αλλ εισιν εξ υμων τινες οι ου πιστευουσιν ηδει γαρ εξ αρχης ο ιησους τινες εισιν οι μη πιστευοντες και τις εστιν ο παραδωσων αυτον  και ελεγεν δια τουτο ειρηκα υμιν οτι ουδεις δυναται ελθειν προς με εαν μη η δεδομενον αυτω εκ του πατρος μου  εκ τουτου πολλοι απηλθον των μαθητων αυτου εις τα οπισω και ουκετι μετ αυτου περιεπατουν  ειπεν ουν ο ιησους τοις δωδεκα μη και υμεις θελετε υπαγειν  απεκριθη ουν αυτω σιμων πετρος κυριε προς τινα απελευσομεθα ρηματα ζωης αιωνιου εχεις  και ημεις πεπιστευκαμεν και εγνωκαμεν οτι συ ει ο χριστος ο υιος του θεου του ζωντος  απεκριθη αυτοις ο ιησους ουκ εγω υμας τους δωδεκα εξελεξαμην και εξ υμων εις διαβολος εστιν  ελεγεν δε τον ιουδαν σιμωνος ισκαριωτην ουτος γαρ ημελλεν αυτον παραδιδοναι εις ων εκ των δωδεκα και περιεπατει ο ιησους μετα ταυτα εν τη γαλιλαια ου γαρ ηθελεν εν τη ιουδαια περιπατειν οτι εζητουν αυτον οι ιουδαιοι αποκτειναι

Viele von seinen Schülern, die dies gehört hatten, sagten: „Unbequem/Hart (σκληρος) ist diese Rede (λογος). Wer mag (δυναται + Inf.) sie hören?“ Jesus aber, kraft seiner selbst (εν εαυτω) wissend, dass seine Schüler über ihn murrten/tuschelten (γογγυζουσιν), sagte zu ihnen: „Daran nehmt ihr Anstoß? Etwa auch, wenn (εαν ουν) ihr den Menschensohn dahin hinaufgehen seht, wo er zuerst war? Der Geist ist das Lebendigmachende, das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch sage, sind Geist und Leben. Aber es sind einige unter euch, die nicht glauben.“ Jesus wusste nämlich von Anfang an, wer die nicht Glaubenden waren und wer der ihn Verratende sein würde. Und er sagte: „Deshalb habe ich zu euch gesagt, dass niemand zu mir kommen kann, wenn es ihm nicht von meinem Vater gegeben ist.“ Infolgedessen gingen viele seiner Schüler zurück und reisten nicht mehr mit ihm umher. Jesus sagte nun zu den Zwölfen: „Wollt etwa auch ihr fortgehen?“ Simon Petrus antwortete ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Worte ewigen Lebens haben Sie, und wir haben geglaubt und erkannt, dass Sie der Gesalbte, der Sohn des lebendigen Gottes sind.“ Jesus antwortete ihnen: „Habe nicht ich euch, die Zwölf, ausgewählt? Und einer von euch ist verleumderisch/ teuflisch (διαβολος).“ Er sagte es aber zum Judas des Simon Iskariot, denn dieser war dazu bestimmt (ημελλεν), ihn zu verraten, einer von den Zwölfen. Danach wanderte Jesus im Galiläischen umher. Er wollte nämlich nicht im Judäischen umhergehen, weil die Juden versuchten, ihn zu töten.

ην δε εγγυς η εορτη των ιουδαιων η σκηνοπηγια  ειπον ουν προς αυτον οι αδελφοι αυτου μεταβηθι εντευθεν και υπαγε εις την ιουδαιαν ινα και οι μαθηται σου θεωρησωσιν τα εργα σου α ποιεις  ουδεις γαρ εν κρυπτω τι ποιει και ζητει αυτος εν παρρησια ειναι ει ταυτα ποιεις φανερωσον σεαυτον τω κοσμω  ουδε γαρ οι αδελφοι αυτου επιστευον εις αυτον  λεγει ουν αυτοις ο ιησους ο καιρος ο εμος ουπω παρεστιν ο δε καιρος ο υμετερος παντοτε εστιν ετοιμος  ου δυναται ο κοσμος μισειν υμας εμε δε μισει οτι εγω μαρτυρω περι αυτου οτι τα εργα αυτου πονηρα εστιν  υμεις αναβητε εις την εορτην ταυτην εγω ουπω αναβαινω εις την εορτην ταυτην οτι ο καιρος ο εμος ουπω πεπληρωται  ταυτα δε ειπων αυτοις εμεινεν εν τη γαλιλαια ως δε ανεβησαν οι αδελφοι αυτου τοτε και αυτος ανεβη εις την εορτην ου φανερως αλλ ως εν κρυπτω  οι ουν ιουδαιοι εζητουν αυτον εν τη εορτη και ελεγον που εστιν εκεινος  και γογγυσμος πολυς περι αυτου ην εν τοις οχλοις οι μεν ελεγον οτι αγαθος εστιν αλλοι δε ελεγον ου αλλα πλανα τον οχλον  ουδεις μεντοι παρρησια ελαλει περι αυτου δια τον φοβον των ιουδαιων

Das Laubhüttenfest/ Zeltaufschlagen (σκηνοπηγια), das Fest der Juden, war nahe. Da sagten seine Brüder zu ihm: „Geh von hier weg und geh ins Land der Juden, damit auch deine Schüler die Taten sehen, die du vollbringst. Denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht [doch] in der Öffentlichkeit zu sein. Wenn du das tust, machst du dich selbst berühmt/ sichtbar (φανερωσον). Auch seine Brüder glaubten nämlich nicht an ihn. Da sagte Jesus zu ihnen: „Meine Zeit ist noch nicht gekommen, eure Zeit aber ist immer gekommen. Euch kann die Welt nicht hassen, mich aber hasst sie, weil ich von ihr bezeuge, dass ihre Werke böse sind. Geht ihr hinauf zu diesem Fest, ich gehe noch nicht hinauf zu diesem Fest, weil sich meine Zeit noch nicht vollendet hat (πεπληρωται).“ Als er dies gesagt hatte, blieb er folglich im Galiläischen (Kreis der Heiden). Als aber seine Brüder hinaufgingen, da ging auch er zum Fest hinauf, nicht öffentlich (φανερως), sondern im Verborgenen (κρυπτω). Die Juden suchten ihn auf dem Fest und sagten: „Wo steckt jener?“ Und die Leute tuschelten viel über ihn. Die einen sagten: „Er ist rechtschaffen (αγαθος)“, aber andere sagten: „Nein, sondern er täuscht die Leute“, jedoch sprach niemand öffentlich über ihn, aus Angst vor den Juden.

ηδη δε της εορτης μεσουσης ανεβη ο ιησους εις το ιερον και εδιδασκεν  και εθαυμαζον οι ιουδαιοι λεγοντες πως ουτος γραμματα οιδεν μη μεμαθηκως  απεκριθη αυτοις ο ιησους και ειπεν η εμη διδαχη ουκ εστιν εμη αλλα του πεμψαντος με  εαν τις θελη το θελημα αυτου ποιειν γνωσεται περι της διδαχης ποτερον εκ του θεου εστιν η εγω απ εμαυτου λαλω  ο αφ εαυτου λαλων την δοξαν την ιδιαν ζητει ο δε ζητων την δοξαν του πεμψαντος αυτον ουτος αληθης εστιν και αδικια εν αυτω ουκ εστιν  ου μωσης δεδωκεν υμιν τον νομον και ουδεις εξ υμων ποιει τον νομον τι με ζητειτε αποκτειναι απεκριθη ο οχλος και ειπεν δαιμονιον εχεις τις σε ζητει αποκτειναι απεκριθη ο ιησους και ειπεν αυτοις εν εργον εποιησα και παντες θαυμαζετε  δια τουτο μωσης δεδωκεν υμιν την περιτομην ουχ οτι εκ του μωσεως εστιν αλλ εκ των πατερων και εν σαββατω περιτεμνετε ανθρωπον  ει περιτομην λαμβανει ανθρωπος εν σαββατω ινα μη λυθη ο νομος μωσεως εμοι χολατε οτι ολον ανθρωπον υγιη εποιησα εν σαββατω  μη κρινετε κατ οψιν αλλα την δικαιαν κρισιν κρινατε ελεγον ουν τινες εκ των ιεροσολυμιτων ουχ ουτος εστιν ον ζητουσιν αποκτειναι  και ιδε παρρησια λαλει και ουδεν αυτω λεγουσιν μηποτε αληθως εγνωσαν οι αρχοντες οτι ουτος εστιν αληθως ο χριστος  αλλα τουτον οιδαμεν ποθεν εστιν ο δε χριστος οταν ερχηται ουδεις γινωσκει ποθεν εστιν εκραξεν ουν εν τω ιερω διδασκων ο ιησους και λεγων καμε οιδατε και οιδατε ποθεν ειμι και απ εμαυτου ουκ εληλυθα αλλ εστιν αληθινος ο πεμψας με ον υμεις ουκ οιδατε  εγω δε οιδα αυτον οτι παρ αυτου ειμι κακεινος με απεστειλεν  εζητουν ουν αυτον πιασαι και ουδεις επεβαλεν επ αυτον την χειρα οτι ουπω εληλυθει η ωρα αυτου  πολλοι δε εκ του οχλου επιστευσαν εις αυτον και ελεγον οτι ο χριστος οταν ελθη μητι πλειονα σημεια τουτων ποιησει ων ουτος εποιησεν  ηκουσαν οι φαρισαιοι του οχλου γογγυζοντος περι αυτου ταυτα και απεστειλαν οι φαρισαιοι και οι αρχιερεις υπηρετας ινα πιασωσιν αυτον  ειπεν ουν αυτοις ο ιησους ετι μικρον χρονον μεθ υμων ειμι και υπαγω προς τον πεμψαντα με  ζητησετε με και ουχ ευρησετε και οπου ειμι εγω υμεις ου δυνασθε ελθειν  ειπον ουν οι ιουδαιοι προς εαυτους που ουτος μελλει πορευεσθαι οτι ημεις ουχ ευρησομεν αυτον μη εις την διασποραν των ελληνων μελλει πορευεσθαι και διδασκειν τους ελληνας  τις εστιν ουτος ο λογος ον ειπεν ζητησετε με και ουχ ευρησετε και οπου ειμι εγω υμεις ου δυνασθε ελθειν

Als aber bereits die Hälfte des Festes vorüber war, ging Jesus zur Opferstätte hinauf und lehrte. Die Juden staunten und sagten: „Wie kann er die Schriften kennen, obwohl er keiner unserer Schüler ist (μεμαθηκως)?“ Jesus antwortete ihnen: „Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von demjenigen, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen zu tun wünscht, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist, oder ob ich aus mir selbst spreche. Wer aus sich selbst spricht, sucht die Anerkennung (δοξαν) seiner selbst. Wer aber die Anerkennung (δοξαν) durch denjenigen sucht, der ihn gesandt hat, der ist aufrichtig, und es ist keine Ungerechtigkeit in ihm. Hat euch nicht Mose das Gesetz gegeben? Und keiner von euch hält sich an das Gesetz. Weshalb versucht ihr mich zu töten?“ Die Leute antworteten: „Einen Dämon hast du [in dir]. Wer versucht, dich zu töten?“ Jesus antwortete ihnen: „Eine Tat habe ich vollbracht, und ihr alle staunt. Mose hat euch die Beschneidung nicht deshalb gegeben, weil sie von Mose ist, sondern weil sie von den Vätern ist, und am Ruhetag beschneidet ihr einen Menschen. Wenn es wahr ist, dass ein Mensch seine Beschneidung am Ruhetag empfängt, damit das Gesetz des Mose nicht verletzt wird, [weshalb] zürnt ihr mir dann, weil ich am Ruhetag einen ganzen Menschen gesund gemacht habe? Urteilt nicht dem Anschein nach, sondern urteilt gerecht.“ Da sagten einige Jerusalemer: „Ist er nicht derjenige, den sie zu töten suchen? Und seht, er spricht in der Öffentlichkeit, und sie sagen nichts zu ihm. Vielleicht haben die Herrschenden in der Tat erkannt, dass er in Wahrheit der Gesalbte ist. Aber von diesem [hier] wissen wir [ja], woher er ist. Wenn aber der Gesalbte kommt, wird niemand wissen, woher er ist.“ Da rief Jesus in der heiligen Opferstätte lehrend: „Sogar/Auch mich (καμε, steigernd) kennt ihr und wisst, woher ich bin, und doch (και, kontrastierend) bin ich nicht von mir selbst gekommen, sondern es ist tatsächlich (αληθινος) derjenige, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. Ich kenne ihn, weil ich von ihm bin. Jener hat mich gesandt.“ Da versuchten sie ihn zu verhaften, doch (και) niemand legte Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war. Aber viele von den Leuten glaubten an ihn und sagten: „Wird etwa der Gesalbte, wenn er kommt, mehr Zeichen vollbringen als dieser hier vollbracht hat?“ Die Pharisäer hörten, wie die Leute dies über ihn tuschelten, und so schickten die Pharisäer und die Oberpriester Gehilfen, um ihn zu verhaften. Da sagte Jesus zu ihnen: „Noch kurze Zeit bin ich bei euch und [dann] gehe ich zu demjenigen, der mich gesandt hat. Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen.“ Da sagten die Juden zueinander: „Wohin beabsichtigt er zu verreisen, dass wir ihn nicht finden werden? Beabsichtigt er etwa, in die Verbannung unter die Griechen zu gehen und die Griechen zu lehren? Was sind das für Worte (λογος), die er aussprach: „Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen.“

εν δε τη εσχατη ημερα τη μεγαλη της εορτης ειστηκει ο ιησους και εκραξεν λεγων εαν τις διψα ερχεσθω προς με και πινετω  ο πιστευων εις εμε καθως ειπεν η γραφη ποταμοι εκ της κοιλιας αυτου ρευσουσιν υδατος ζωντος  τουτο δε ειπεν περι του πνευματος ου εμελλον λαμβανειν οι πιστευοντες εις αυτον ουπω γαρ ην πνευμα αγιον οτι ο ιησους ουδεπω εδοξασθη  πολλοι ουν εκ του οχλου ακουσαντες τον λογον ελεγον ουτος εστιν αληθως ο προφητης  αλλοι ελεγον ουτος εστιν ο χριστος αλλοι δε ελεγον μη γαρ εκ της γαλιλαιας ο χριστος ερχεται  ουχι η γραφη ειπεν οτι εκ του σπερματος δαβιδ και απο βηθλεεμ της κωμης οπου ην δαβιδ ο χριστος ερχεται  σχισμα ουν εν τω οχλω εγενετο δι αυτον  τινες δε ηθελον εξ αυτων πιασαι αυτον αλλ ουδεις επεβαλεν επ αυτον τας χειρας  ηλθον ουν οι υπηρεται προς τους αρχιερεις και φαρισαιους και ειπον αυτοις εκεινοι διατι ουκ ηγαγετε αυτον  απεκριθησαν οι υπηρεται ουδεποτε ουτως ελαλησεν ανθρωπος ως ουτος ο ανθρωπος  απεκριθησαν ουν αυτοις οι φαρισαιοι μη και υμεις πεπλανησθε  μη τις εκ των αρχοντων επιστευσεν εις αυτον η εκ των φαρισαιων  αλλ ο οχλος ουτος ο μη γινωσκων τον νομον επικαταρατοι εισιν  λεγει νικοδημος προς αυτους ο ελθων νυκτος προς αυτον εις ων εξ αυτων  μη ο νομος ημων κρινει τον ανθρωπον εαν μη ακουση παρ αυτου προτερον και γνω τι ποιει  απεκριθησαν και ειπον αυτω μη και συ εκ της γαλιλαιας ει ερευνησον και ιδε οτι προφητης εκ της γαλιλαιας ουκ εγηγερται  και επορευθη εκαστος εις τον οικον αυτου ιησους δε επορευθη εις το ορος των ελαιων

Aber am letzten Tag, dem Höhepunkt des Festes, stellte sich Jesus hin und rief: “Wenn jemand Durst hat, soll er zu mir kommen und trinken. Wer an mich glaubt [wird sein] wie die Schrift gesagt hat: Flüsse lebendigen Wassers werden aus seinem Innern heraus fließen.“ Das sagte er über den Geist (πνευματος), den die an ihn Glaubenden aufnehmen sollten (εμελλον, göttl. Wille). Es war noch kein heiliger Geist da, weil Jesus noch nicht  gepriesen (εδοξασθη) war. Da sagten viele von den Leuten, welche die Worte gehört hatten: „Dieser hier ist wahrhaftig der Prophet.“ Andere sagten: „Da ist der Gesalbte.“ Aber andere sagten: „Kommt denn der Gesalbte etwa aus Galiläa (dem Kreis der Heiden)? Sagt nicht die Schrift, dass der Gesalbte aus dem Samen Davids und aus Bethlehem, der Stadt Davids, kommt?“ Die Leute waren sich also seinetwegen uneins (σχισμα, Spaltung). Einige von ihnen wollten ihn verhaften, aber niemand legte Hand an ihn. Die Gehilfen kamen also zu den Oberpriestern und den Pharisäern, und jene sagten zu ihnen: „Weshalb habt ihr ihn nicht mitgebracht?“ Die Gehilfen antworteten: „Noch nie hat ein Mensch so gesprochen wie dieser Mensch.“ Da antworteten ihnen die Pharisäer: „Habt etwa auch ihr euch täuschen lassen? Hat etwa einer von den Herrschenden an ihn geglaubt, oder einer von den Pharisäern? Aber das gemeine Volk [tut es], diese Gesetzesunkundigen, verflucht sind sie.“ Nikodemus (Sieger aus dem Proletariat) sagte zu ihnen: „Verurteilt unser Gesetz etwa einen Menschen, wenn man ihn nicht zuerst gehört hat und weiß, was er tut?“ Da antworteten sie ihm: „Bist etwa auch du aus dem Galiläischen (Kreis der Heiden)? Forsche nach und sieh, dass ein Prophet nicht aus dem Galiläischen erweckt wird (εγηγερται).“ Und ein jeder ging heim in sein Haus. Jesus ging jedoch zum Ölberg.

ορθρου δε παλιν παρεγενετο εις το ιερον και πας ο λαος ηρχετο προς αυτον και καθισας εδιδασκεν αυτους αγουσιν δε οι γραμματεις και οι φαρισαιοι προς αυτον γυναικα εν μοιχεια κατειλημμενην και στησαντες αυτην εν μεσω  λεγουσιν αυτω διδασκαλε αυτη η γυνη κατειληφθη επαυτοφωρω μοιχευομενη  εν δε τω νομω μωσης ημιν ενετειλατο τας τοιαυτας λιθοβολεισθαι συ ουν τι λεγεις  τουτο δε ελεγον πειραζοντες αυτον ινα εχωσιν κατηγορειν αυτου ο δε ιησους κατω κυψας τω δακτυλω εγραφεν εις την γην  ως δε επεμενον ερωτωντες αυτον ανακυψας ειπεν προς αυτους ο αναμαρτητος υμων πρωτος τον λιθον επ αυτη βαλετω  και παλιν κατω κυψας εγραφεν εις την γην  οι δε ακουσαντες και υπο της συνειδησεως ελεγχομενοι εξηρχοντο εις καθ εις αρξαμενοι απο των πρεσβυτερων εως των εσχατων και κατελειφθη μονος ο ιησους και η γυνη εν μεσω εστωσα  ανακυψας δε ο ιησους και μηδενα θεασαμενος πλην της γυναικος ειπεν αυτη η γυνη που εισιν εκεινοι οι κατηγοροι σου ουδεις σε κατεκρινεν  η δε ειπεν ουδεις κυριε ειπεν δε αυτη ο ιησους ουδε εγω σε κατακρινω πορευου και μηκετι αμαρτανε  παλιν ουν ο ιησους αυτοις ελαλησεν λεγων εγω ειμι το φως του κοσμου ο ακολουθων εμοι ου μη περιπατησει εν τη σκοτια αλλ εξει το φως της ζωης  ειπον ουν αυτω οι φαρισαιοι συ περι σεαυτου μαρτυρεις η μαρτυρια σου ουκ εστιν αληθης  απεκριθη ιησους και ειπεν αυτοις καν εγω μαρτυρω περι εμαυτου αληθης εστιν η μαρτυρια μου οτι οιδα ποθεν ηλθον και που υπαγω υμεις δε ουκ οιδατε ποθεν ερχομαι και που υπαγω υμεις κατα την σαρκα κρινετε εγω ου κρινω ουδενα  και εαν κρινω δε εγω η κρισις η εμη αληθης εστιν οτι μονος ουκ ειμι αλλ εγω και ο πεμψας με πατηρ  και εν τω νομω δε τω υμετερω γεγραπται οτι δυο ανθρωπων η μαρτυρια αληθης εστιν  εγω ειμι ο μαρτυρων περι εμαυτου και μαρτυρει περι εμου ο πεμψας με πατηρ  ελεγον ουν αυτω που εστιν ο πατηρ σου απεκριθη ο ιησους ουτε εμε οιδατε ουτε τον πατερα μου ει εμε ηδειτε και τον πατερα μου ηδειτε αν ταυτα τα ρηματα ελαλησεν ο ιησους εν τω γαζοφυλακιω διδασκων εν τω ιερω και ουδεις επιασεν αυτον οτι ουπω εληλυθει η ωρα αυτου

Aber frühmorgens fand er sich wieder in der Opferstätte ein. Alles Volk kam zu ihm, und er lehrte sie im Sitzen (καθισας). Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau zu ihm, die beim Ehebruch ertappt (κατειλημμενην) worden war, und als sie die Frau in die Mitte gestellt hatten, sagten sie zu ihm: „Lehrer, diese Frau wurde auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt. In dem Gesetz gebot uns jedoch Mose dieselbigen zu steinigen. Sie nun, was sagen Sie?“ Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen (πειραζοντες), damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber schrieb nach unten gebückt (κατω κυψας) mit dem Finger auf die Erde. Als sie aber damit fortfuhren ihn zu fragen, richtete er sich auf (ανακυψας) und sagte zu ihnen: „Der Sündlose unter euch werfe als erster den Stein auf sie.“ Und als er sich wieder nach unten gebückt hatte, schrieb er [wieder] auf die Erde. Als sie dies hörten, und als sie durch ihr Gewissen beschämt waren, gingen sie hinaus, einer nach dem anderen, angefangen bei den Ältesten [und] bis zum Letzten. Jesus blieb allein zurück, und die Frau stand in der Mitte. Als sich Jesus aber wieder aufgerichtet hatte und als er niemanden außer der Frau sah, sagte er zu ihr: „Frau, wo sind diejenigen, die dich angeklagt haben? Hat dich keiner verurteilt?“ Da sagte sie zu ihm: „Niemand, Herr.“ Da sagte Jesus zu ihr: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige nicht mehr.“ Jesus sprach nochmals mit ihnen und sagte: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, geht nicht im Dunkeln umher, sondern hat das Licht des Lebens.” Da sagten die Pharisäer zu ihm: „Sie legen Zeugnis über sich selbst ab. Ihre Zeugenaussage ist nicht glaubwürdig.” Jesus antwortete ihnen: „Auch wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist meine Zeugenaussage wahr, weil ich weiß, woher ich kam und wohin ich gehe. Ihr aber wisst nicht, woher ich komme und wohin ich gehe. Ihr verurteilt wegen des Fleisches, ich verurteile niemanden. Aber auch wenn ich urteile, ist mein Urteil gerecht (αληθης), weil ich nicht alleine bin, sondern [weil] ich zusammen mit dem Vater, der mich gesandt hat, [bin]. In eurem Gesetz steht geschrieben, dass die [gleichlautende] Zeugenaussage zweier Menschen wahr ist. Ich bin es, der über sich selbst Zeugnis ablegt und auch der Vater, der mich gesandt hat, legt Zeugnis über mich ab.“ Da sagten sie zu ihm: „Wo ist ihr Vater?“ Jesus antwortete ihnen: „Weder mich kennt ihr, noch meinen Vater. Wenn ihr mich kennen würdet, so würdet ihr auch meinen Vater kennen.“ Diese Worte sagte Jesus, als er in der Schatzkammer der Opferstätte lehrte, und niemand nahm ihn fest, weil seine Stunde noch nicht gekommen war.

ειπεν ουν παλιν αυτοις ο ιησους εγω υπαγω και ζητησετε με και εν τη αμαρτια υμων αποθανεισθε οπου εγω υπαγω υμεις ου δυνασθε ελθειν ελεγον ουν οι ιουδαιοι μητι αποκτενει εαυτον οτι λεγει οπου εγω υπαγω υμεις ου δυνασθε ελθειν και ειπεν αυτοις υμεις εκ των κατω εστε εγω εκ των ανω ειμι υμεις εκ του κοσμου τουτου εστε εγω ουκ ειμι εκ του κοσμου τουτου  ειπον ουν υμιν οτι αποθανεισθε εν ταις αμαρτιαις υμων εαν γαρ μη πιστευσητε οτι εγω ειμι αποθανεισθε εν ταις αμαρτιαις υμων  ελεγον ουν αυτω συ τις ει και ειπεν αυτοις ο ιησους την αρχην ο τι και λαλω υμιν  πολλα εχω περι υμων λαλειν και κρινειν αλλ ο πεμψας με αληθης εστιν καγω α ηκουσα παρ αυτου ταυτα λεγω εις τον κοσμον  ουκ εγνωσαν οτι τον πατερα αυτοις ελεγεν ειπεν ουν αυτοις ο ιησους οταν υψωσητε τον υιον του ανθρωπου τοτε γνωσεσθε οτι εγω ειμι και απ εμαυτου ποιω ουδεν αλλα καθως εδιδαξεν με ο πατηρ μου ταυτα λαλω  και ο πεμψας με μετ εμου εστιν ουκ αφηκεν με μονον ο πατηρ οτι εγω τα αρεστα αυτω ποιω παντοτε ταυτα αυτου λαλουντος πολλοι επιστευσαν εις αυτον

Jesus sagte nochmals zu ihnen: „Ich gehe fort, ihr werdet mich suchen, und ihr werdet an euren Sünden sterben. Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen.“ Außerdem sagte er zu ihnen: „Ihr seid von unten, ich bin von oben. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. Folglich habe ich zu euch gesagt: Ihr werdet an euren Sünden sterben. Wenn ihr nämlich nicht glaubt, dass ich [es] bin, werdet ihr an euren Sünden sterben.“ Da sagten sie zu ihm: „Wer sind Sie?“ Jesus sagte zu ihnen: „Zuerst das, was ich auch / sogar euch sage. Vieles habe ich über euch zu sagen und [an euch] zu verurteilen, jedoch hat derjenige recht, der mich gesandt hat, und ich sage der Welt das, was ich von ihm gehört habe.“ Sie erkannten nicht, dass er von ihrem Vater sprach. Da sagte Jesus zu ihnen: „Zu dem Zeitpunkt, wo ihr den Menschensohn hochhaltet, zu diesem Zeitpunkt werdet ihr erkennen, dass ich es bin und dass ich nichts aus mir selbst heraus tue, sondern dass ich das sage, was mich mein Vater gelehrt hat. Derjenige, der mich gesandt hat, ist bei mir. Der Vater hat mich nicht allein gelassen, weil ich immer das tue, was ihm gefällt.“ Als er das zu ihnen gesagt hatte, glaubten viele an ihn.

ελεγεν ουν ο ιησους προς τους πεπιστευκοτας αυτω ιουδαιους εαν υμεις μεινητε εν τω λογω τω εμω αληθως μαθηται μου εστε  και γνωσεσθε την αληθειαν και η αληθεια ελευθερωσει υμας απεκριθησαν αυτω σπερμα αβρααμ εσμεν και ουδενι δεδουλευκαμεν πωποτε πως συ λεγεις οτι ελευθεροι γενησεσθε απεκριθη αυτοις ο ιησους αμην αμην λεγω υμιν οτι πας ο ποιων την αμαρτιαν δουλος εστιν της αμαρτιας  ο δε δουλος ου μενει εν τη οικια εις τον αιωνα ο υιος μενει εις τον αιωνα  εαν ουν ο υιος υμας ελευθερωση οντως ελευθεροι εσεσθε οιδα οτι σπερμα αβρααμ εστε αλλα ζητειτε με αποκτειναι οτι ο λογος ο εμος ου χωρει εν υμιν  εγω ο εωρακα παρα τω πατρι μου λαλω και υμεις ουν ο εωρακατε παρα τω πατρι υμων ποιειτε απεκριθησαν και ειπον αυτω ο πατηρ ημων αβρααμ εστιν λεγει αυτοις ο ιησους ει τεκνα του αβρααμ ητε τα εργα του αβρααμ εποιειτε αν  νυν δε ζητειτε με αποκτειναι ανθρωπον ος την αληθειαν υμιν λελαληκα ην ηκουσα παρα του θεου τουτο αβρααμ ουκ εποιησεν  υμεις ποιειτε τα εργα του πατρος υμων ειπον ουν αυτω ημεις εκ πορνειας ου γεγεννημεθα ενα πατερα εχομεν τον θεον  ειπεν ουν αυτοις ο ιησους ει ο θεος πατηρ υμων ην ηγαπατε αν εμε εγω γαρ εκ του θεου εξηλθον και ηκω ουδε γαρ απ εμαυτου εληλυθα αλλ εκεινος με απεστειλεν  διατι την λαλιαν την εμην ου γινωσκετε οτι ου δυνασθε ακουειν τον λογον τον εμον  υμεις εκ πατρος του διαβολου εστε και τας επιθυμιας του πατρος υμων θελετε ποιειν εκεινος ανθρωποκτονος ην απ αρχης και εν τη αληθεια ουχ εστηκεν οτι ουκ εστιν αληθεια εν αυτω οταν λαλη το ψευδος εκ των ιδιων λαλει οτι ψευστης εστιν και ο πατηρ αυτου  εγω δε οτι την αληθειαν λεγω ου πιστευετε μοι τις εξ υμων ελεγχει με περι αμαρτιας ει δε αληθειαν λεγω διατι υμεις ου πιστευετε μοι  ο ων εκ του θεου τα ρηματα του θεου ακουει δια τουτο υμεις ουκ ακουετε οτι εκ του θεου ουκ εστε απεκριθησαν ουν οι ιουδαιοι και ειπον αυτω ου καλως λεγομεν ημεις οτι σαμαρειτης ει συ και δαιμονιον εχεις απεκριθη ιησους εγω δαιμονιον ουκ εχω αλλα τιμω τον πατερα μου και υμεις ατιμαζετε με  εγω δε ου ζητω την δοξαν μου εστιν ο ζητων και κρινων αμην αμην λεγω υμιν εαν τις τον λογον τον εμον τηρηση θανατον ου μη θεωρηση εις τον αιωνα ειπον ουν αυτω οι ιουδαιοι νυν εγνωκαμεν οτι δαιμονιον εχεις αβρααμ απεθανεν και οι προφηται και συ λεγεις εαν τις τον λογον μου τηρηση ου μη γευσεται θανατου εις τον αιωνα  μη συ μειζων ει του πατρος ημων αβρααμ οστις απεθανεν και οι προφηται απεθανον τινα σεαυτον συ ποιεις απεκριθη ιησους εαν εγω δοξαζω εμαυτον η δοξα μου ουδεν εστιν εστιν ο πατηρ μου ο δοξαζων με ον υμεις λεγετε οτι θεος υμων εστιν  και ουκ εγνωκατε αυτον εγω δε οιδα αυτον και εαν ειπω οτι ουκ οιδα αυτον εσομαι ομοιος υμων ψευστης αλλ οιδα αυτον και τον λογον αυτου τηρω  αβρααμ ο πατηρ υμων ηγαλλιασατο ινα ιδη την ημεραν την εμην και ειδεν και εχαρη  ειπον ουν οι ιουδαιοι προς αυτον πεντηκοντα ετη ουπω εχεις και αβρααμ εωρακας  ειπεν αυτοις ο ιησους αμην αμην λεγω υμιν πριν αβρααμ γενεσθαι εγω ειμι  ηραν ουν λιθους ινα βαλωσιν επ αυτον ιησους δε εκρυβη και εξηλθεν εκ του ιερου διελθων δια μεσου αυτων και παρηγεν ουτως

Da sagte Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: „Wenn ihr an meinen Geboten/Worten (λογω) festhaltet (μεινητε), seid ihr wahrhaftig meine Schüler. Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Sie antworteten ihm: „Samen Abrahams (αβρααμ, Vater der Menge) sind wir, und wir haben niemals irgendwem gedient. Wieso sagen Sie, dass wir befreit werden?“ Jesus antwortete ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Jeder, der sündigt, ist ein Knecht der Sünde. Der Knecht bleibt aber nicht auf ewig im Haus, der Sohn bleibt ewig. Wenn euch also der Sohn befreit, werdet ihr wirklich frei sein. Ich weiß, dass ihr Samen Abrahams seid, aber ihr versucht mich zu töten, weil meine Gebote/Worte (λογος) keinen Platz in euch finden. Was ich in der Gegenwart des Vaters gesehen habe, erzähle ich. Führt ihr nun aus, was ihr in der Gegenwart eures Vaters gesehen habt.“ Sie antworteten ihm: „Abraham (Vater der Menge) ist unser Vater.“ Jesus sagte zu ihnen: „Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, würdet ihr die Taten Abrahams vollbringen. Nun aber versucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die er vom Vater gehört hat. Dies hat Abraham nicht getan. Vollbringt ihr die Taten eures Vaters.“ Da sagten sie zu ihm: „In Hurerei sind wir nicht gezeugt worden. Einen Vater haben wir: Gott.“ Da sagte Jesus zu ihnen: „Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben, denn von Gott bin ich weggegangen und gekommen. Denn auch aus eigenem Antrieb bin ich nicht gekommen, sondern jener hat mich gesandt. Weshalb versteht ihr mein Gerede (λαλιαν) nicht? Weil ihr meine Worte (λογον) nicht hören könnt! Ihr seid vom verleumderischen/ teuflischen Vater, und die Gelüste eures Vaters wollt ihr ausleben (ποιειν). Jener war von Anfang an ein Menschenmörder, und an der Wahrheit hat er nicht festgehalten, weil keine Wahrheit in ihm ist. Jedes mal, wenn er eine Lüge sagt, spricht er von seinem Privatbesitz (εκ των ιδιων), weil er ein Lügner und der Vater derselben ist.  Mir aber glaubt ihr nicht, weil ich euch die Wahrheit sage. Wer von euch überführt mich der Sünde? Wenn ich euch die Wahrheit sage, weshalb glaubt ihr mir [dann] nicht? Wer von Gott ist, hört die Worte Gottes. Deshalb hört ihr nicht, weil ihr nicht von Gott seid.“ Da antworteten ihm die Juden: „Sagen wir nicht zurecht, dass du ein Samariter bist und einen Dämon [in dir] hast?“ Jesus antwortete ihnen: „Einen Dämon habe ich nicht [in mir], sondern ich ehre (τιμω) meinen Vater, und ihr entehrt mich. Ich suche aber nicht meine Anerkennung (δοξαν). Der Suchende ist auch urteilend. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wenn jemand mein Wort/ Gebot (λογον) bewahrt, wird er auf ewig den Tod nicht erblicken.“ Da sagten die Juden zu ihm: „Jetzt haben wir erkannt, dass du einen Dämon [in dir] hast. Abraham ist gestorben und auch die Propheten, und du sagst: „Wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er auf ewig den Tod nicht kosten.“ Bist du etwa bedeutender als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Auch die Propheten sind gestorben. Wofür hältst du dich?“ Jesus antwortete: „Wenn ich mir selbst Anerkennung (δοξαζω) verschaffe, ist meine Anerkennung (δοξα) nichts wert. Er ist mein Vater, der mich anerkennt (δοξαζων), von dem ihr sagt, dass er euer Gott ist. Doch (και) ihr erkennt ihn nicht, ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen würde, dass ich ihn nicht kenne, wäre ich ein ebensolcher Lügner wie ihr. Aber ich kenne ihn, und sein Wort bewahre ich. Euer Vater Abraham freute sich darauf, auf dass er meinen Tag sähe. Er hat ihn sowohl gesehen als auch sich gefreut.“ Da sagten die Juden zu ihm: „Du bist noch keine fünfzig Jahre alt, und Abraham willst du gesehen haben?“ Jesus antwortete ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: „Bevor Abraham geboren wurde, bin ich [dagewesen].“ Da hoben sie Steine auf, um ihn zu bewerfen. Jesus verhüllte sich jedoch, und ging, durch ihre Mitte hindurch marschierend (διελθων), aus der Opferstätte hinaus. Auf diese Weise ging (παρηγεν) er hinaus.

και παραγων ειδεν ανθρωπον τυφλον εκ γενετης  και ηρωτησαν αυτον οι μαθηται αυτου λεγοντες ραββι τις ημαρτεν ουτος η οι γονεις αυτου ινα τυφλος γεννηθη  απεκριθη ο ιησους ουτε ουτος ημαρτεν ουτε οι γονεις αυτου αλλ ινα φανερωθη τα εργα του θεου εν αυτω  εμε δει εργαζεσθαι τα εργα του πεμψαντος με εως ημερα εστιν ερχεται νυξ οτε ουδεις δυναται εργαζεσθαι  οταν εν τω κοσμω ω φως ειμι του κοσμου ταυτα ειπων επτυσεν χαμαι και εποιησεν πηλον εκ του πτυσματος και επεχρισεν τον πηλον επι τους οφθαλμους του τυφλου  και ειπεν αυτω υπαγε νιψαι εις την κολυμβηθραν του σιλωαμ ο ερμηνευεται απεσταλμενος απηλθεν ουν και ενιψατο και ηλθεν βλεπων οι ουν γειτονες και οι θεωρουντες αυτον το προτερον οτι τυφλος ην ελεγον ουχ ουτος εστιν ο καθημενος και προσαιτων  αλλοι ελεγον οτι ουτος εστιν αλλοι δε οτι ομοιος αυτω εστιν εκεινος ελεγεν οτι εγω ειμι ελεγον ουν αυτω πως ανεωχθησαν σου οι οφθαλμοι  απεκριθη εκεινος και ειπεν ανθρωπος λεγομενος ιησους πηλον εποιησεν και επεχρισεν μου τους οφθαλμους και ειπεν μοι υπαγε εις την κολυμβηθραν του σιλωαμ και νιψαι απελθων δε και νιψαμενος ανεβλεψα  ειπον ουν αυτω που εστιν εκεινος λεγει ουκ οιδα

Als er weitergegangen war, sah er einen Menschen, der von Geburt an blind war. Da fragten ihn seine Schüler: „Rabbi, wer hat gesündigt: dieser [hier] oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde.“ Jesus antwortete ihnen: „Nicht dieser [hier] hat gesündigt und auch nicht seine Eltern, sondern [es ist so], damit die Werke Gottes an ihm sichtbar werden. Ich muss die Werke desjenigen, der mich gesandt hat, vollbringen, solange es Tag ist. Es kommt die Nacht, in der niemand etwas tun kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte aus dem Speichel einen Brei und bestrich die Augen des Blinden mit dem Brei. Und er sagte zu ihm: „Geh fort, wasche dich im Wasserbecken Siloam (σιλωαμ), was übersetzt Abgesandter bedeutet. Er ging also fort, wusch sich und konnte wieder sehen. Da sagten seine Nachbarn und diejenigen, die ihn früher als Bettler gesehen hatten: „Ist das nicht derjenige, der dasaß und bettelte?“ Andere sagten: „Er ist es.“ Die Übrigen sagten: „Er sieht ihm ähnlich.“ Jener aber sagte: „Ich bin [es].“ Da sagten sie zu ihm: „Wie sind dir die Augen geöffnet worden?“ Er antwortete: „Der Mensch, den sie Jesus nennen, hat einen Brei gemacht und mir damit die Augen bestrichen, und er hat zu mir gesagt: „Geh fort zum Wasserbecken Siloam und wasche dich.“ Ich bin also weggegangen und als ich mich gewaschen hatte, konnte ich wieder sehen.“ Da sagten sie zu ihm: „Wo ist er?“ Er sagte: „Ich weiß es nicht.“

αγουσιν αυτον προς τους φαρισαιους τον ποτε τυφλον  ην δε σαββατον οτε τον πηλον εποιησεν ο ιησους και ανεωξεν αυτου τους οφθαλμους  παλιν ουν ηρωτων αυτον και οι φαρισαιοι πως ανεβλεψεν ο δε ειπεν αυτοις πηλον επεθηκεν επι τους οφθαλμους μου και ενιψαμην και βλεπω  ελεγον ουν εκ των φαρισαιων τινες ουτος ο ανθρωπος ουκ εστιν παρα του θεου οτι το σαββατον ου τηρει αλλοι ελεγον πως δυναται ανθρωπος αμαρτωλος τοιαυτα σημεια ποιειν και σχισμα ην εν αυτοις λεγουσιν τω τυφλω παλιν συ τι λεγεις περι αυτου οτι ηνοιξεν σου τους οφθαλμους ο δε ειπεν οτι προφητης εστιν

Sie führten [nun] den zuvor Blinden zu den Pharisäern. Es war aber Ruhetag, als Jesus den Brei gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte. Da fragten ihn auch die Pharisäer nochmals: „Wie kommt es, dass du wieder sehen kannst?“ Er sagte zu ihnen: „Einen Brei hat er mir auf die Augen gestrichen, ich habe mich gewaschen, und ich konnte sehen.“ Da sagten einige von den Pharisäern: „Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Ruhetag nicht einhält.“ Die Anderen sagten: „Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen vollbringen?“ Und sie waren sich uneins. Da sagten sie wiederum zum Blinden: „Was sagst du über ihn dazu, dass er dir die Augen geöffnet hat?“ Er sagte jedoch: „Er ist ein Prophet.“

ουκ επιστευσαν ουν οι ιουδαιοι περι αυτου οτι τυφλος ην και ανεβλεψεν εως οτου εφωνησαν τους γονεις αυτου του αναβλεψαντος και ηρωτησαν αυτους λεγοντες ουτος εστιν ο υιος υμων ον υμεις λεγετε οτι τυφλος εγεννηθη πως ουν αρτι βλεπει  απεκριθησαν αυτοις οι γονεις αυτου και ειπον οιδαμεν οτι ουτος εστιν ο υιος ημων και οτι τυφλος εγεννηθη  πως δε νυν βλεπει ουκ οιδαμεν η τις ηνοιξεν αυτου τους οφθαλμους ημεις ουκ οιδαμεν αυτος ηλικιαν εχει αυτον ερωτησατε αυτος περι αυτου λαλησει  ταυτα ειπον οι γονεις αυτου οτι εφοβουντο τους ιουδαιους ηδη γαρ συνετεθειντο οι ιουδαιοι ινα εαν τις αυτον ομολογηση χριστον αποσυναγωγος γενηται  δια τουτο οι γονεις αυτου ειπον οτι ηλικιαν εχει αυτον ερωτησατε εφωνησαν ουν εκ δευτερου τον ανθρωπον ος ην τυφλος και ειπον αυτω δος δοξαν τω θεω ημεις οιδαμεν οτι ο ανθρωπος ουτος αμαρτωλος εστιν  απεκριθη ουν εκεινος και ειπεν ει αμαρτωλος εστιν ουκ οιδα εν οιδα οτι τυφλος ων αρτι βλεπω  ειπον δε αυτω παλιν τι εποιησεν σοι πως ηνοιξεν σου τους οφθαλμους απεκριθη αυτοις ειπον υμιν ηδη και ουκ ηκουσατε τι παλιν θελετε ακουειν μη και υμεις θελετε αυτου μαθηται γενεσθαι  ελοιδορησαν ουν αυτον και ειπον συ ει μαθητης εκεινου ημεις δε του μωσεως εσμεν μαθηται  ημεις οιδαμεν οτι μωση λελαληκεν ο θεος τουτον δε ουκ οιδαμεν ποθεν εστιν απεκριθη ο ανθρωπος και ειπεν αυτοις εν γαρ τουτω θαυμαστον εστιν οτι υμεις ουκ οιδατε ποθεν εστιν και ανεωξεν μου τους οφθαλμους οιδαμεν δε οτι αμαρτωλων ο θεος ουκ ακουει αλλ εαν τις θεοσεβης η και το θελημα αυτου ποιη τουτου ακουει  εκ του αιωνος ουκ ηκουσθη οτι ηνοιξεν τις οφθαλμους τυφλου γεγεννημενου ει μη ην ουτος παρα θεου ουκ ηδυνατο ποιειν ουδεν  απεκριθησαν και ειπον αυτω εν αμαρτιαις συ εγεννηθης ολος και συ διδασκεις ημας και εξεβαλον αυτον εξω ηκουσεν ο ιησους οτι εξεβαλον αυτον εξω και ευρων αυτον ειπεν αυτω συ πιστευεις εις τον υιον του θεου  απεκριθη εκεινος και ειπεν τις εστιν κυριε ινα πιστευσω εις αυτον  ειπεν δε αυτω ο ιησους και εωρακας αυτον και ο λαλων μετα σου εκεινος εστιν  ο δε εφη πιστευω κυριε και προσεκυνησεν αυτω

Da glaubten die Juden nicht, dass er blind gewesen war und jetzt wieder sehen konnte, solange sie nicht die Eltern des wieder Sehenden gerufen hatten. Und sie fragten sie: „Dies ist euer Sohn, von dem ihr behauptet, dass er blind geboren wurde? Wie kommt es, dass er jetzt sieht?“ Seine Eltern antworteten ihnen: „Wir wissen, dass dies unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde. Wie es aber gekommen ist, dass er jetzt sieht, wissen wir nicht, und wir wissen auch nicht, wer ihm die Augen geöffnet hat. Er ist erwachsen, fragt ihn selbst. Er spricht für sich selbst.“ Seine Eltern sagten dies, weil sie Angst vor den Juden hatten. Die Juden hatten die Sache nämlich so eingefädelt, dass man von der Versammlung ausgeschlossen wurde, wenn man bekannte, dass er [Jesus] der Gesalbte sei. Deshalb sagten seine Eltern: „Er ist erwachsen, fragt ihn selbst.“ Da riefen sie zum zweiten Mal den Menschen, der blind gewesen war, und sie sagten zu ihm: „Gib Gott die Ehre (δοξαν)! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist.“ Da antwortete jener: „Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Eins weiß ich: dass ich blind war und jetzt wieder sehe.“  Da sagten sie wiederum zu ihm: „Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen geöffnet?“ Er antwortete ihnen: „Ich hab's euch bereits gesagt, und ihr habt nicht zugehört. Was wollt ihr sonst noch hören? Wollt etwa auch ihr seine Schüler werden?“ Da beschimpften sie ihn und sagten: „Du bist ein Schüler von jenem, wir aber sind Schüler des Mose. Wir wissen, dass Gott zu Mose (der [aus dem Wasser] Herausgezogene) gesprochen hat, von diesem hier aber wissen wir nicht, woher er ist.“ Der Mensch antwortete ihnen: „Darin steckt freilich etwas Sonderbares, dass ihr nicht wisst, woher er ist, und mir hat er die Augen geöffnet. Wir wissen, dass Gott keine Sünder erhört, wenn aber jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den erhört er. Seit Menschengedenken hat man noch nicht gehört, dass die Augen eines Blindgeborenen geöffnet wurden. Wenn er nicht von Gott wäre, hätte er nichts ausrichten können.“ Sie antworteten ihm: „Ganz in Sünden bist du geboren. Und du belehrst uns?“ Und sie warfen ihn hinaus. Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten, und als er ihn fand, sagte er zu ihm: „Glaubst du an den Sohn Gottes?“ Jener antwortete: „Wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube?“ Da sagte Jesus zu ihm: „Sowohl ( και … και) derjenige, den du gesehen hast, als auch derjenige, der mit dir spricht, jener ist es.“ Da sagte er: „Ich glaube, Herr.“ Und er warf sich zur Anbetung vor ihm nieder.

και ειπεν ο ιησους εις κριμα εγω εις τον κοσμον τουτον ηλθον ινα οι μη βλεποντες βλεπωσιν και οι βλεποντες τυφλοι γενωνται  και ηκουσαν εκ των φαρισαιων ταυτα οι οντες μετ αυτου και ειπον αυτω μη και ημεις τυφλοι εσμεν  ειπεν αυτοις ο ιησους ει τυφλοι ητε ουκ αν ειχετε αμαρτιαν νυν δε λεγετε οτι βλεπομεν η ουν αμαρτια υμων μενει αμην αμην λεγω υμιν ο μη εισερχομενος δια της θυρας εις την αυλην των προβατων αλλα αναβαινων αλλαχοθεν εκεινος κλεπτης εστιν και ληστης  ο δε εισερχομενος δια της θυρας ποιμην εστιν των προβατων  τουτω ο θυρωρος ανοιγει και τα προβατα της φωνης αυτου ακουει και τα ιδια προβατα καλει κατ ονομα και εξαγει αυτα  και οταν τα ιδια προβατα εκβαλη εμπροσθεν αυτων πορευεται και τα προβατα αυτω ακολουθει οτι οιδασιν την φωνην αυτου  αλλοτριω δε ου μη ακολουθησωσιν αλλα φευξονται απ αυτου οτι ουκ οιδασιν των αλλοτριων την φωνην  ταυτην την παροιμιαν ειπεν αυτοις ο ιησους εκεινοι δε ουκ εγνωσαν τινα ην α ελαλει αυτοις

Da sagte Jesus: „Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die nicht Sehenden sehen mögen und die Sehenden erblinden mögen.“ und so hörten es die Pharisäer, die bei ihm waren. Sie sagten zu ihm: „Sind etwa auch wir blind?“ Jesus sagte zu ihnen: „Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. So aber sagt ihr: „Wir sehen.“ Folglich bleibt eure Sünde bestehen. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wer nicht durch die Tür in den Schafpferch gelangt, sondern anderswo hinein steigt, der ist ein Dieb und Räuber. Wer aber durch die Tür hineingelangt, ist der Schafhirte. Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören seine Stimme, und die eigenen Schafe nennt er beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er die eigenen Schafe hinaus gebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. Einem Fremden aber folgen sie nicht, sondern sie fliehen vor ihm, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen.“ Dies erzählte ihnen Jesus als Gleichnis, jene verstanden aber nicht, was es war, was er ihnen [damit] sagte.

ειπεν ουν παλιν αυτοις ο ιησους αμην αμην λεγω υμιν οτι εγω ειμι η θυρα των προβατων  παντες οσοι προ εμου ηλθον κλεπται εισιν και λησται αλλ ουκ ηκουσαν αυτων τα προβατα  εγω ειμι η θυρα δι εμου εαν τις εισελθη σωθησεται και εισελευσεται και εξελευσεται και νομην ευρησει  ο κλεπτης ουκ ερχεται ει μη ινα κλεψη και θυση και απολεση εγω ηλθον ινα ζωην εχωσιν και περισσον εχωσιν εγω ειμι ο ποιμην ο καλος ο ποιμην ο καλος την ψυχην αυτου τιθησιν υπερ των προβατων  ο μισθωτος δε και ουκ ων ποιμην ου ουκ εισιν τα προβατα ιδια θεωρει τον λυκον ερχομενον και αφιησιν τα προβατα και φευγει και ο λυκος αρπαζει αυτα και σκορπιζει τα προβατα  ο δε μισθωτος φευγει οτι μισθωτος εστιν και ου μελει αυτω περι των προβατων εγω ειμι ο ποιμην ο καλος και γινωσκω τα εμα και γινωσκομαι υπο των εμων  καθως γινωσκει με ο πατηρ καγω γινωσκω τον πατερα και την ψυχην μου τιθημι υπερ των προβατων και αλλα προβατα εχω α ουκ εστιν εκ της αυλης ταυτης κακεινα με δει αγαγειν και της φωνης μου ακουσουσιν και γενησεται μια ποιμνη εις ποιμην δια τουτο ο πατηρ με αγαπα οτι εγω τιθημι την ψυχην μου ινα παλιν λαβω αυτην  ουδεις αιρει αυτην απ εμου αλλ εγω τιθημι αυτην απ εμαυτου εξουσιαν εχω θειναι αυτην και εξουσιαν εχω παλιν λαβειν αυτην ταυτην την εντολην ελαβον παρα του πατρος μου

Da sagte Jesus abermals zu ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber, aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden, und er wird sowohl hineingehen als auch herausgehen und Futter finden. Der Dieb kommt zu nichts anderem als zum Stehlen und Schlachten und Töten. Ich bin gekommen, damit sie Leben und Überfluss haben. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte gibt/ opfert (τιθησιν) seine Seele/ sein Leben (ψυχην, Psyche) für (υπερ) die Schafe. Der Söldner aber, der kein Hirte ist [und] dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, gibt die Schafe preis und flieht. Der Wolf packt sie und reißt die Schafe auseinander. Der Söldner dagegen flieht, weil er ein Söldner ist und ihm nichts an den Schafen liegt. Ich bin der gute Hirte. Ich erkenne die meinen, und ich werde von den meinen erkannt, genauso wie der Vater mich erkennt und ich den Vater erkenne. Ich opfere (τιθημι) meine Seele/mein Leben (ψυχην) für (υπερ) die Schafe. Auch [noch] andere Schafe habe ich, die nicht aus diesem Pferch sind. Auch jene muss ich führen, und sie werden meine Stimme hören, es wird eine Herde [und] ein Hirte sein. Deshalb liebt mich der Vater, weil ich meine Seele/mein Leben (ψυχην) gebe/ opfere (τιθημι), um sie/ es wieder zu nehmen. Niemand nimmt sie/ es mir weg, sondern ich gebe sie/ es aus freien Stücken. Ich habe die Erlaubnis sie/ es hinzugeben, und ich habe die Erlaubnis, sie/ es wieder an mich zu nehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater angenommen.“

σχισμα ουν παλιν εγενετο εν τοις ιουδαιοις δια τους λογους τουτους  ελεγον δε πολλοι εξ αυτων δαιμονιον εχει και μαινεται τι αυτου ακουετε  αλλοι ελεγον ταυτα τα ρηματα ουκ εστιν δαιμονιζομενου μη δαιμονιον δυναται τυφλων οφθαλμους ανοιγειν εγενετο δε τα εγκαινια εν τοις ιεροσολυμοις και χειμων ην  και περιεπατει ο ιησους εν τω ιερω εν τη στοα του σολομωντος  εκυκλωσαν ουν αυτον οι ιουδαιοι και ελεγον αυτω εως ποτε την ψυχην ημων αιρεις ει συ ει ο χριστος ειπε ημιν παρρησια απεκριθη αυτοις ο ιησους ειπον υμιν και ου πιστευετε τα εργα α εγω ποιω εν τω ονοματι του πατρος μου ταυτα μαρτυρει περι εμου  αλλ υμεις ου πιστευετε ου γαρ εστε εκ των προβατων των εμων καθως ειπον υμιν τα προβατα τα εμα της φωνης μου ακουει καγω γινωσκω αυτα και ακολουθουσιν μοι  καγω ζωην αιωνιον διδωμι αυτοις και ου μη απολωνται εις τον αιωνα και ουχ αρπασει τις αυτα εκ της χειρος μου ο πατηρ μου ος δεδωκεν μοι μειζων παντων εστιν και ουδεις δυναται αρπαζειν εκ της χειρος του πατρος μου  εγω και ο πατηρ εν εσμεν

Die Juden waren sich wegen dieser Worte wieder uneins. Viele von ihnen sagten daher: „Einen Dämon hat er in sich und ist verrückt. Weshalb hört ihr ihm [noch] zu?“ Wieder andere sagten: „Diese Worte sind nicht dämonischen Ursprungs. Kann etwa ein Dämon die Augen eines Blinden öffnen?“ Das Fest der Tempelweihe (εγκαινια) ereignete sich in Jerusalem. Es war Winter, und Jesus ging in der Opferstätte umher, in der Säulenhalle Salomos (σολομωντος, des Friedlichen). Da umringten ihn die Juden und sagten zu ihm: „Bis wann erhöhen (αιρεις) Sie unsere Seele (ψυχην)? Wenn Sie der Gesalbte sind, sagen Sie es uns offen.“ Jesus antwortete ihnen: „Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt es nicht. Die Taten, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, diese bezeugen mich. Aber wie ich euch bereits sagte: Ihr glaubt nicht, weil ihr nicht von meinen Schafen seid. Meine Schafe hören meine Stimme, ich erkenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben (ζωην), und sie gehen nie mehr verloren. Niemand wird sie mit Gewalt meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist mächtiger als alle anderen, niemand kann [etwas] der Hand des Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.“

εβαστασαν ουν παλιν λιθους οι ιουδαιοι ινα λιθασωσιν αυτον απεκριθη αυτοις ο ιησους πολλα καλα εργα εδειξα υμιν εκ του πατρος μου δια ποιον αυτων εργον λιθαζετε με  απεκριθησαν αυτω οι ιουδαιοι λεγοντες περι καλου εργου ου λιθαζομεν σε αλλα περι βλασφημιας και οτι συ ανθρωπος ων ποιεις σεαυτον θεον απεκριθη αυτοις ο ιησους ουκ εστιν γεγραμμενον εν τω νομω υμων εγω ειπα θεοι εστε  ει εκεινους ειπεν θεους προς ους ο λογος του θεου εγενετο και ου δυναται λυθηναι η γραφη  ον ο πατηρ ηγιασεν και απεστειλεν εις τον κοσμον υμεις λεγετε οτι βλασφημεις οτι ειπον υιος του θεου ειμι ει ου ποιω τα εργα του πατρος μου μη πιστευετε μοι  ει δε ποιω καν εμοι μη πιστευητε τοις εργοις πιστευσατε ινα γνωτε και πιστευσητε οτι εν εμοι ο πατηρ καγω εν αυτω εζητουν ουν παλιν αυτον πιασαι και εξηλθεν εκ της χειρος αυτων και απηλθεν παλιν περαν του ιορδανου εις τον τοπον οπου ην ιωαννης το πρωτον βαπτιζων και εμεινεν εκει  και πολλοι ηλθον προς αυτον και ελεγον οτι ιωαννης μεν σημειον εποιησεν ουδεν παντα δε οσα ειπεν ιωαννης περι τουτου αληθη ην  και επιστευσαν πολλοι εκει εις αυτον

Da hoben die Juden wieder Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus antwortete ihnen: „Von Seiten meines Vaters habe ich euch viele gute Taten gezeigt. Wegen welcher dieser Taten steinigt ihr mich?“ Die Juden antworteten: „Wegen guter Taten steinigen wir dich nicht, sondern wegen Gotteslästerung, und weil du als Mensch dich selbst zu Gott machst.“ Jesus antwortete ihnen: „Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: „Ich sagte: Götter seid ihr.“ Wenn jene „Götter“ sagten, an die das Wort Gottes erging - und die Schrift, die der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, kann man nicht rückgängig machen - , [dann] sagt ihr: „Du lästerst Gott!“, weil ich sagte, dass ich der Sohn Gottes sei? Wenn ich die Taten meines Vaters nicht vollbringe, [dann] glaubt mir nicht! Wenn ich sie aber vollbringe, dann glaubt an meine Taten, selbst wenn ihr nicht an mich glaubt, damit ihr erkennt und glaubt, dass der Vater in mir ist und ich in ihm.“ Da versuchten sie wieder, ihn zu verhaften, doch er entkam aus ihren Händen. Und er ging wieder auf die andere Seite des Jordan, an den Ort, wo Johannes zuerst eintauchte, und dort blieb er. Viele [Menschen] kamen zu ihm und sagten: „Johannes hat zwar kein einziges Zeichen vollbracht, aber alles, was Johannes über ihn sagte, hat gestimmt.“ Und so glaubten dort viele [Leute] an ihn.

ην δε τις ασθενων λαζαρος απο βηθανιας εκ της κωμης μαριας και μαρθας της αδελφης αυτης  ην δε μαρια η αλειψασα τον κυριον μυρω και εκμαξασα τους ποδας αυτου ταις θριξιν αυτης ης ο αδελφος λαζαρος ησθενει  απεστειλαν ουν αι αδελφαι προς αυτον λεγουσαι κυριε ιδε ον φιλεις ασθενει ακουσας δε ο ιησους ειπεν αυτη η ασθενεια ουκ εστιν προς θανατον αλλ υπερ της δοξης του θεου ινα δοξασθη ο υιος του θεου δι αυτης  ηγαπα δε ο ιησους την μαρθαν και την αδελφην αυτης και τον λαζαρον ως ουν ηκουσεν οτι ασθενει τοτε μεν εμεινεν εν ω ην τοπω δυο ημερας επειτα μετα τουτο λεγει τοις μαθηταις αγωμεν εις την ιουδαιαν παλιν  λεγουσιν αυτω οι μαθηται ραββι νυν εζητουν σε λιθασαι οι ιουδαιοι και παλιν υπαγεις εκει  απεκριθη ο ιησους ουχι δωδεκα εισιν ωραι της ημερας εαν τις περιπατη εν τη ημερα ου προσκοπτει οτι το φως του κοσμου τουτου βλεπει  εαν δε τις περιπατη εν τη νυκτι προσκοπτει οτι το φως ουκ εστιν εν αυτω

Es gab [da] einen Kranken, Lazarus (λαζαρος, „Gott hat geholfen“) aus Bethanien (βηθανιας, Dorf des Kummers), aus dem Dorf Marias (μαρια, der Geliebten ?) und Marthas (μαρθας, der Herrin), seiner Schwestern. Maria war diejenige, die den Herrn mit Duftöl salbte und seine Füße mit ihren Haaren trocknete. Daher (ουν, folgernd) sandten seine Schwestern [jemanden] mit der Nachricht (λεγουσαι) zu ihm: „Herr, ihr Freund (φιλεις) ist krank!“ Als es Jesus hörte, sagte er jedoch: „Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern sie dient dem Ruhm (δοξης) Gottes, damit der Sohn Gottes durch sie gerühmt (δοξασθη) werde.“ Jesus liebte (ηγαπα) Martha, ihre Schwester und Lazarus. Aus diesen Gründen (ουν, folgernd) blieb er, als er hörte, dass [Lazarus] krank war, zwei Tage lang an dem Ort, wo er war. Hinterher nach diesen [zwei Tagen] sagte er zu seinen Schülern: „Gehen wir wieder ins Judäische (Gepriesene).“ Seine Schüler entgegneten ihm: „Rabbi, gerade erst haben die Juden versucht, Sie zu steinigen, und Sie gehen wieder dorthin?“ Jesus antwortete ihnen: „Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn man tagsüber umherwandert, fällt man nicht hin, weil das Tageslicht scheint. Wenn man aber nachts umherwandert, fällt man hin, weil man kein Licht bei (εν) sich hat.“

ταυτα ειπεν και μετα τουτο λεγει αυτοις λαζαρος ο φιλος ημων κεκοιμηται αλλα πορευομαι ινα εξυπνισω αυτον  ειπον ουν οι μαθηται αυτου κυριε ει κεκοιμηται σωθησεται  ειρηκει δε ο ιησους περι του θανατου αυτου εκεινοι δε εδοξαν οτι περι της κοιμησεως του υπνου λεγει  τοτε ουν ειπεν αυτοις ο ιησους παρρησια λαζαρος απεθανεν  και χαιρω δι υμας ινα πιστευσητε οτι ουκ ημην εκει αλλ αγωμεν προς αυτον ειπεν ουν θωμας ο λεγομενος διδυμος τοις συμμαθηταις αγωμεν και ημεις ινα αποθανωμεν μετ αυτου

Dies sprach er [Jesus] aus, und danach sagte er zu ihnen: „Unser Freund Lazarus hat sich zur Ruhe gelegt. Nun lasst uns denn hingehen, um ihn aufzuwecken.“ Da sagten seine Schüler zu ihm: „Herr, wenn er sich zur Ruhe gelegt hat, wird er gerettet werden (σωθησεται).“ Jesus hatte aber von seinem Tod gesprochen, jene meinten (εδοξαν) jedoch, dass er von der Ruhe des Schlafs gesprochen hätte. Erst danach sagte er offen zu ihnen: „Lazarus ist gestorben, und [doch] freue ich mich euretwegen, [darüber], dass ihr glauben sollt (ινα + Konjunktiv, Apposition), weil (οτι) ich nicht dort [anwesend] war. Doch gehen wir zu ihm.“ Da sagte Thomas, was „Zwilling“ bedeutet, zu seinen Mitschülern: „Gehen auch wir [dahin], um zusammen mit ihm zu sterben (ινα + Konjunktiv, Zweck-Ergebnis).“

ελθων ουν ο ιησους ευρεν αυτον τεσσαρας ημερας ηδη εχοντα εν τω μνημειω ην δε η βηθανια εγγυς των ιεροσολυμων ως απο σταδιων δεκαπεντε  και πολλοι εκ των ιουδαιων εληλυθεισαν προς τας περι μαρθαν και μαριαν ινα παραμυθησωνται αυτας περι του αδελφου αυτων  η ουν μαρθα ως ηκουσεν οτι ο ιησους ερχεται υπηντησεν αυτω μαρια δε εν τω οικω εκαθεζετο  ειπεν ουν η μαρθα προς τον ιησουν κυριε ει ης ωδε ο αδελφος μου ουκ αν ετεθνηκει  αλλα και νυν οιδα οτι οσα αν αιτηση τον θεον δωσει σοι ο θεος  λεγει αυτη ο ιησους αναστησεται ο αδελφος σου  λεγει αυτω μαρθα οιδα οτι αναστησεται εν τη αναστασει εν τη εσχατη ημερα  ειπεν αυτη ο ιησους εγω ειμι η αναστασις και η ζωη ο πιστευων εις εμε καν αποθανη ζησεται  και πας ο ζων και πιστευων εις εμε ου μη αποθανη εις τον αιωνα πιστευεις τουτο  λεγει αυτω ναι κυριε εγω πεπιστευκα οτι συ ει ο χριστος ο υιος του θεου ο εις τον κοσμον ερχομενος και ταυτα ειπουσα απηλθεν και εφωνησεν μαριαν την αδελφην αυτης λαθρα ειπουσα ο διδασκαλος παρεστιν και φωνει σε εκεινη ως ηκουσεν εγειρεται ταχυ και ερχεται προς αυτον  ουπω δε εληλυθει ο ιησους εις την κωμην αλλ ην εν τω τοπω οπου υπηντησεν αυτω η μαρθα οι ουν ιουδαιοι οι οντες μετ αυτης εν τη οικια και παραμυθουμενοι αυτην ιδοντες την μαριαν οτι ταχεως ανεστη και εξηλθεν ηκολουθησαν αυτη λεγοντες οτι υπαγει εις το μνημειον ινα κλαυση εκει η ουν μαρια ως ηλθεν οπου ην ο ιησους ιδουσα αυτον επεσεν εις τους ποδας αυτου λεγουσα αυτω κυριε ει ης ωδε ουκ αν απεθανεν μου ο αδελφος  ιησους ουν ως ειδεν αυτην κλαιουσαν και τους συνελθοντας αυτη ιουδαιους κλαιοντας ενεβριμησατο τω πνευματι και εταραξεν εαυτον  και ειπεν που τεθεικατε αυτον λεγουσιν αυτω κυριε ερχου και ιδε  εδακρυσεν ο ιησους ελεγον ουν οι ιουδαιοι ιδε πως εφιλει αυτον  τινες δε εξ αυτων ειπον ουκ ηδυνατο ουτος ο ανοιξας τους οφθαλμους του τυφλου ποιησαι ινα και ουτος μη αποθανη ιησους ουν παλιν εμβριμωμενος εν εαυτω ερχεται εις το μνημειον ην δε σπηλαιον και λιθος επεκειτο επ αυτω  λεγει ο ιησους αρατε τον λιθον λεγει αυτω η αδελφη του τεθνηκοτος μαρθα κυριε ηδη οζει τεταρταιος γαρ εστιν  λεγει αυτη ο ιησους ουκ ειπον σοι οτι εαν πιστευσης οψει την δοξαν του θεου  ηραν ουν τον λιθον ου ην ο τεθνηκως κειμενος ο δε ιησους ηρεν τους οφθαλμους ανω και ειπεν πατερ ευχαριστω σοι οτι ηκουσας μου  εγω δε ηδειν οτι παντοτε μου ακουεις αλλα δια τον οχλον τον περιεστωτα ειπον ινα πιστευσωσιν οτι συ με απεστειλας  και ταυτα ειπων φωνη μεγαλη εκραυγασεν λαζαρε δευρο εξω  και εξηλθεν ο τεθνηκως δεδεμενος τους ποδας και τας χειρας κειριαις και η οψις αυτου σουδαριω περιεδεδετο λεγει αυτοις ο ιησους λυσατε αυτον και αφετε υπαγειν

Als Jesus [dort] ankam, fand er ihn bereits vier Tage im Grab liegen. Bethanien lag in der Nähe von Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt, und viele der Juden waren mit Rücksicht auf Martha und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Martha hörte, dass Jesus kam, ging sie ihm entgegen, Maria blieb jedoch daheim sitzen. Da sagte Martha zu Jesus: „Herr, wenn Sie hier gewesen wären, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.” Aber auch unter diesen Umständen (και νυν) weiß ich, dass ihnen Gott geben wird, um was Sie ihn auch bitten mögen. Jesus sagte zu ihr: „Dein Bruder wird auferstehen.” Martha sagte zu ihm: „Ich weiß, dass er auferstehen wird: Bei der Auferstehung am letzten Tag.” Jesus sprach zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt wird auch dann leben, wenn er stirbt. Und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nie mehr sterben. Glaubst du [mir] das?” Sie sagte zu ihm: „Ja [sicher], Herr, ich bin zum Glauben gekommen, dass Sie der Gesalbte sind, der Sohn Gottes, der in die Welt kommt.“ Als sie dies gesagt hatte, ging sie fort, rief ihre Schwester Maria, und sprach heimlich: „Der Lehrer ist da und ruft dich!” Als jene es hörte, stand sie schnell auf und ging zu ihm. Jesus war nämlich noch nicht ins Dorf gekommen, sondern er blieb an dem Ort, wo Martha ihm begegnet war. Da folgten ihr die Juden, die bei ihr im Haus waren und sie trösteten, als sie sahen, dass sie schnell aufstand und hinausging, weil sie meinten, dass sie zum Grab gehe, um dort zu weinen. Maria warf sich zu seinen Füßen, als sie zu dem Ort kam, an dem Jesus war und als sie ihn sah, und sie sagte zu ihm: „Herr, wenn Sie hier gewesen wären, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.” Als Jesus sie nun heulen sah, und wie auch die Juden/ Gepriesenen, die sie begleiteten, heulten, zürnte er dem Geist und geriet in Bestürzung/ Aufregung. Und er sagte: „Wo habt ihr ihn hingelegt?” Sie sagten zu ihm: „Herr, kommen Sie und sehen Sie.” Er brach in Tränen aus, der Jesus (Gott rettet). Da sagten die Juden: „Seht, wie sehr er ihn gemocht hat.” Einige von ihnen sagten jedoch: „Konnte derjenige, der die Augen des Blinden geöffnet hat, es nicht bewerkstelligen, dass er auch (και ουτος) nicht stirbt?” Jesus ging nun, wieder erzürnt, zum Grab. Es war eine Höhle, und ein Stein lag davor/darauf. Jesus sagte: „Entfernt (αρατε, hochheben) den Stein.” Martha, die Schwester des Verstorbenen, sagte: „Herr, es riecht schon! Es ist ja [bereits] der vierte Tag!” Jesus sagte zu ihr: „Habe ich dir nicht gesagt, dass du – wenn du glaubst – die Herrlichkeit (δοξαν) Gottes sehen wirst?” Da entfernten sie den Stein [von dem Ort], wo der Verstorbene lag. Jesus richtete die Augen nach oben und sagte: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich weiß, dass du mich immer erhörst, aber ich sagte es wegen der umstehenden Leute, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.” Und als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: „Lazarus, her zu mir, heraus!” Und der Verstorbene kam heraus, seine Hände und Füße waren mit Tüchern verbunden, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umwickelt. Jesus sage zu ihnen: „Bindet ihn los (λυσατε), und lasst ihn fortgehen.”

πολλοι ουν εκ των ιουδαιων οι ελθοντες προς την μαριαν και θεασαμενοι α εποιησεν ο ιησους επιστευσαν εις αυτον  τινες δε εξ αυτων απηλθον προς τους φαρισαιους και ειπον αυτοις α εποιησεν ο ιησους συνηγαγον ουν οι αρχιερεις και οι φαρισαιοι συνεδριον και ελεγον τι ποιουμεν οτι ουτος ο ανθρωπος πολλα σημεια ποιει  εαν αφωμεν αυτον ουτως παντες πιστευσουσιν εις αυτον και ελευσονται οι ρωμαιοι και αρουσιν ημων και τον τοπον και το εθνος  εις δε τις εξ αυτων καιαφας αρχιερευς ων του ενιαυτου εκεινου ειπεν αυτοις υμεις ουκ οιδατε ουδεν  ουδε διαλογιζεσθε οτι συμφερει ημιν ινα εις ανθρωπος αποθανη υπερ του λαου και μη ολον το εθνος αποληται  τουτο δε αφ εαυτου ουκ ειπεν αλλα αρχιερευς ων του ενιαυτου εκεινου προεφητευσεν οτι εμελλεν ο ιησους αποθνησκειν υπερ του εθνους  και ουχ υπερ του εθνους μονον αλλ ινα και τα τεκνα του θεου τα διεσκορπισμενα συναγαγη εις εν  απ εκεινης ουν της ημερας συνεβουλευσαντο ινα αποκτεινωσιν αυτον

Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus tat, glaubten nun an ihn. Einige von ihnen gingen jedoch zu den Pharisäern und erzählten ihnen, was Jesus getan hatte. Da versammelten sich die oberen Opferpriester und die Pharisäer zum obersten Gericht (συνεδριον) und sagten: „Was unternehmen wir im Hinblick darauf, dass dieser Mensch viele Zeichen vollbringt? Wenn wir ihn so weitermachen lassen, werden [noch] alle an ihn glauben, und [dann] werden die Römer kommen und uns das Land und das Volk  wegnehmen (αρουσιν).” Einer von ihnen, Kajaphas, der in diesem Jahr der oberste Opferpriester war, sagte zu ihnen: „Ihr habt überhaupt nichts verstanden. Ihr habt nicht bedacht, dass es vorteilhaft für uns ist, wenn ein Mensch für das Volk stirbt, damit nicht das ganze Geschlecht verloren geht.” Dies sagte er jedoch nicht von sich aus, sondern als oberster Opferpriester dieses Jahres sagte er voraus, dass Jesus dazu bestimmt war (εμελλεν), für das Geschlecht zu sterben, und nicht nur für das Geschlecht allein, sondern auch, damit er die verstreuten Kinder Gottes zu einer Einheit verbinde. Von diesem Tag an waren sie jedenfalls entschlossen, ihn zu töten.

ιησους ουν ουκ ετι παρρησια περιεπατει εν τοις ιουδαιοις αλλα απηλθεν εκειθεν εις την χωραν εγγυς της ερημου εις εφραιμ λεγομενην πολιν κακει διετριβεν μετα των μαθητων αυτου ην δε εγγυς το πασχα των ιουδαιων και ανεβησαν πολλοι εις ιεροσολυμα εκ της χωρας προ του πασχα ινα αγνισωσιν εαυτους  εζητουν ουν τον ιησουν και ελεγον μετ αλληλων εν τω ιερω εστηκοτες τι δοκει υμιν οτι ου μη ελθη εις την εορτην  δεδωκεισαν δε και οι αρχιερεις και οι φαρισαιοι εντολην ινα εαν τις γνω που εστιν μηνυση οπως πιασωσιν αυτον

Da wanderte Jesus nicht mehr öffentlich im Judäischen umher, sondern er ging von dort weg und in das Land, das in der Nähe der Wüste lag, in die Ephraim genannte Stadt. Dort hielt er sich zusammen mit seinen Schülern auf. Das Passah der Juden war nahe, und viele [Leute] gingen vor dem Passah aus dem Land hinauf nach Jerusalem, um sich dort zu entsühnen (αγνισωσιν). Sie suchten folglich Jesus (Gott rettet) und sagten zueinander, als sie in der Opferstätte standen: „Was meint ihr dazu, dass er nicht zum Fest gekommen ist?” Die oberen Opferpriester und die Pharisäer hatten aber sogar den Befehl erlassen, dass sein Aufenthaltsort von demjenigen zu melden sei, der ihn gesehen habe, so dass sie ihn verhaften könnten.

ο ουν ιησους προ εξ ημερων του πασχα ηλθεν εις βηθανιαν οπου ην λαζαρος ο τεθνηκως ον ηγειρεν εκ νεκρων  εποιησαν ουν αυτω δειπνον εκει και η μαρθα διηκονει ο δε λαζαρος εις ην των συνανακειμενων αυτω  η ουν μαρια λαβουσα λιτραν μυρου ναρδου πιστικης πολυτιμου ηλειψεν τους ποδας του ιησου και εξεμαξεν ταις θριξιν αυτης τους ποδας αυτου η δε οικια επληρωθη εκ της οσμης του μυρου  λεγει ουν εις εκ των μαθητων αυτου ιουδας σιμωνος ισκαριωτης ο μελλων αυτον παραδιδοναι  διατι τουτο το μυρον ουκ επραθη τριακοσιων δηναριων και εδοθη πτωχοις  ειπεν δε τουτο ουχ οτι περι των πτωχων εμελεν αυτω αλλ οτι κλεπτης ην και το γλωσσοκομον ειχεν και τα βαλλομενα εβασταζεν  ειπεν ουν ο ιησους αφες αυτην εις την ημεραν του ενταφιασμου μου τετηρηκεν αυτο  τους πτωχους γαρ παντοτε εχετε μεθ εαυτων εμε δε ου παντοτε εχετε

Jesus ging sechs Tage vor dem Passah nach Bethanien, dahin wo Lazarus, der Verstorbene, den er von den Toten auferweckt hatte, war. Daher bereiteten sie ihm dort ein Mahl zu. Martha bediente, und Lazarus war einer von denen, die mit am Tisch saßen/ lagen (συνανακειμενων). Als nun Maria ein Pfund reines, kostbares Nardenöl genommen hatte, salbte sie die Füße Jesu. Sie trocknete seine Füße mit ihren Haaren, und das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt. Da sagte einer von seinen Schülern, Judas des Simon Iskariot, der dazu bestimmt war, ihn zu verraten: „Warum wurde dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und [der Erlös] den Armen gegeben?” Dies sagte er aber nicht, weil es ihm um die Armen ging, sondern weil er ein Dieb war und [weil] er die Kasse verwaltete und das Wechselgeld einsackte. Da sagte Jesus: „Lass sie es aufbewahren bis zum Tag meiner Einbalsamierung. Die Armen habt ihr ja immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer.”

εγνω ουν οχλος πολυς εκ των ιουδαιων οτι εκει εστιν και ηλθον ου δια τον ιησουν μονον αλλ ινα και τον λαζαρον ιδωσιν ον ηγειρεν εκ νεκρων  εβουλευσαντο δε οι αρχιερεις ινα και τον λαζαρον αποκτεινωσιν  οτι πολλοι δι αυτον υπηγον των ιουδαιων και επιστευον εις τον ιησουν τη επαυριον οχλος πολυς ο ελθων εις την εορτην ακουσαντες οτι ερχεται ο ιησους εις ιεροσολυμα ελαβον τα βαια των φοινικων και εξηλθον εις υπαντησιν αυτω και εκραζον ωσαννα ευλογημενος ο ερχομενος εν ονοματι κυριου ο βασιλευς του ισραηλ ευρων δε ο ιησους οναριον εκαθισεν επ αυτο καθως εστιν γεγραμμενον  μη φοβου θυγατερ σιων ιδου ο βασιλευς σου ερχεται καθημενος επι πωλον ονου ταυτα δε ουκ εγνωσαν οι μαθηται αυτου το πρωτον αλλ οτε εδοξασθη ο ιησους τοτε εμνησθησαν οτι ταυτα ην επ αυτω γεγραμμενα και ταυτα εποιησαν αυτω εμαρτυρει ουν ο οχλος ο ων μετ αυτου οτε τον λαζαρον εφωνησεν εκ του μνημειου και ηγειρεν αυτον εκ νεκρων  δια τουτο και υπηντησεν αυτω ο οχλος οτι ηκουσεν τουτο αυτον πεποιηκεναι το σημειον  οι ουν φαρισαιοι ειπον προς εαυτους θεωρειτε οτι ουκ ωφελειτε ουδεν ιδε ο κοσμος οπισω αυτου απηλθεν

Da bemerkten (εγνω) viele der jüdischen Leute, dass er sich dort aufhielt, und sie kamen nicht nur wegen Jesus allein, sondern auch, damit sie Lazarus, den er von den Toten auferweckt hatte, sehen könnten. Die oberen Opferpriester beschlossen jedoch, dass sie auch Lazarus umbringen würden, weil viele durch ihn den Juden entzogen wurden und [nun] an Jesus glaubten. Als am nächsten Tag viele Leute, die zum Fest gekommen waren, hörten, dass Jesus nach Jerusalem kommen sollte, nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus, um ihm zu begegnen, und sie riefen: „Heil (ωσαννα)! Gepriesen sei der im Namen des Herrn Kommende, der König Israels.“ Als Jesus aber einen Esel gefunden hatte, setzte er sich auf ihn, so wie es geschrieben steht: „Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Sieh, dein König kommt auf einem jungen Esel sitzend.” Seine Schüler verstanden es aber zunächst nicht. Als Jesus jedoch gepriesen (εδοξασθη) war, da erinnerten sie sich, dass es über ihn geschrieben stand. Und dies hat er getan. Da bezeugten die Leute, die bei ihm waren, dass er Lazarus aus dem Grab gerufen und von den Toten auferweckt hatte. Deshalb gingen ihm die Leute entgegen, weil sie hörten, dass er dieses Zeichen getan hatte. Da sagten die Pharisäer zueinander: „Seht ihr, es nützt nichts. Seht, die Welt läuft ihm nach.”

ησαν δε τινες ελληνες εκ των αναβαινοντων ινα προσκυνησωσιν εν τη εορτη  ουτοι ουν προσηλθον φιλιππω τω απο βηθσαιδα της γαλιλαιας και ηρωτων αυτον λεγοντες κυριε θελομεν τον ιησουν ιδειν  ερχεται φιλιππος και λεγει τω ανδρεα και παλιν ανδρεας και φιλιππος λεγουσιν τω ιησου ο δε ιησους απεκρινατο αυτοις λεγων εληλυθεν η ωρα ινα δοξασθη ο υιος του ανθρωπου  αμην αμην λεγω υμιν εαν μη ο κοκκος του σιτου πεσων εις την γην αποθανη αυτος μονος μενει εαν δε αποθανη πολυν καρπον φερει ο φιλων την ψυχην αυτου απολεσει αυτην και ο μισων την ψυχην αυτου εν τω κοσμω τουτω εις ζωην αιωνιον φυλαξει αυτην  εαν εμοι διακονη τις εμοι ακολουθειτω και οπου ειμι εγω εκει και ο διακονος ο εμος εσται και εαν τις εμοι διακονη τιμησει αυτον ο πατηρ νυν η ψυχη μου τεταρακται και τι ειπω πατερ σωσον με εκ της ωρας ταυτης αλλα δια τουτο ηλθον εις την ωραν ταυτην  πατερ δοξασον σου το ονομα ηλθεν ουν φωνη εκ του ουρανου και εδοξασα και παλιν δοξασω  ο ουν οχλος ο εστως και ακουσας ελεγεν βροντην γεγονεναι αλλοι ελεγον αγγελος αυτω λελαληκεν  απεκριθη ο ιησους και ειπεν ου δι εμε αυτη η φωνη γεγονεν αλλα δι υμας  νυν κρισις εστιν του κοσμου τουτου νυν ο αρχων του κοσμου τουτου εκβληθησεται εξω  καγω εαν υψωθω εκ της γης παντας ελκυσω προς εμαυτον  τουτο δε ελεγεν σημαινων ποιω θανατω ημελλεν αποθνησκειν

Es waren einige Griechen unter denen, die hinaufgegangen waren, um auf dem Fest anzubeten. Diese kamen nun zu Philippus, dem aus Bethsaida von Galiläa, und sie baten ihn: „Herr, wir möchten gerne Jesus sehen.” Philippus kam zu Andreas und sagte es zu ihm, und Andreas und Philippus sagten es wiederum zu Jesus. Da antwortete ihnen Jesus: „Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn gepriesen (δοξασθη) wird. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wenn der Samen des Weizens nicht stirbt, sobald er auf die Erde gefallen ist, bleibt er allein. Wenn er jedoch stirbt, bringt er viel Frucht. Wer an seiner Seele (ψυχην) hängt, wird sie verlieren, und wer seine Seele (ψυχην) in dieser Welt hasst, wird sie bis zum ewigen Leben behalten. Wenn mir jemand dienen will, muss er mir nachfolgen, und da wo ich bin, wird auch mein Diener sein. Wenn mir jemand dient, wird ihn mein Vater ehren. Jetzt ist meine Seele (ψυχη) beunruhigt (τεταρακται), aber was soll ich sagen? Vater, rette mich? Aber deswegen bin ich ja hierher gekommen. Vater, bringe deinen Namen zu Ehren (δοξασον)!” Es ertönte eine Stimme aus dem Himmel: „Ich bringe ihn [jetzt] zu Ehren (εδοξασα), und auch [in der Zukunft] werde ich ihn zu Ehren bringen (δοξασω).” Da sagten die Leute, die dabeistanden und es gehört hatten: „Es hat gedonnert!” Andere sagten: „Ein Engel hat zu ihm gesprochen!” Jesus antwortete: „Nicht meinetwegen ist diese Stimme gekommen, sondern euretwegen. Jetzt wird Gericht über die Welt gehalten, jetzt wird der Herrscher der Welt verbannt, und ich werde, sobald ich von der Erde aus hochgehalten werde, alle zu mir ziehen.” Dies sagte er, um anzudeuten, zu welchem Tod er bestimmt war.

απεκριθη αυτω ο οχλος ημεις ηκουσαμεν εκ του νομου οτι ο χριστος μενει εις τον αιωνα και πως συ λεγεις οτι δει υψωθηναι τον υιον του ανθρωπου τις εστιν ουτος ο υιος του ανθρωπου  ειπεν ουν αυτοις ο ιησους ετι μικρον χρονον το φως μεθ υμων εστιν περιπατειτε εως το φως εχετε ινα μη σκοτια υμας καταλαβη και ο περιπατων εν τη σκοτια ουκ οιδεν που υπαγει  εως το φως εχετε πιστευετε εις το φως ινα υιοι φωτος γενησθε ταυτα ελαλησεν ο ιησους και απελθων εκρυβη απ αυτων

Die Leute antworteten ihm: „Laut dem Gesetz soll der Gesalbte ewig [bei uns] bleiben. Und was hast du gesagt: dass man den Sohn des Menschen hochhalten muss? Wer soll das sein, der Sohn des Menschen?” Da sagte Jesus zu ihnen: „Nur noch kurze Zeit ist das Licht bei euch. Geht umher, solange ihr Licht habt, damit euch die Dunkelheit nicht herabzieht. Wer in der Dunkelheit umherläuft, weiß nicht, wohin er geht. Glaubt an das Licht, solange ihr es habt, damit ihr Söhne des Lichts werdet.” Dies sagte Jesus, und als er fortgegangen war, verbarg er sich vor ihnen.

τοσαυτα δε αυτου σημεια πεποιηκοτος εμπροσθεν αυτων ουκ επιστευον εις αυτον  ινα ο λογος ησαιου του προφητου πληρωθη ον ειπεν κυριε τις επιστευσεν τη ακοη ημων και ο βραχιων κυριου τινι απεκαλυφθη  δια τουτο ουκ ηδυναντο πιστευειν οτι παλιν ειπεν ησαιας  τετυφλωκεν αυτων τους οφθαλμους και πεπωρωκεν αυτων την καρδιαν ινα μη ιδωσιν τοις οφθαλμοις και νοησωσιν τη καρδια και επιστραφωσιν και ιασωμαι αυτους  ταυτα ειπεν ησαιας οτε ειδεν την δοξαν αυτου και ελαλησεν περι αυτου  ομως μεντοι και εκ των αρχοντων πολλοι επιστευσαν εις αυτον αλλα δια τους φαρισαιους ουχ ωμολογουν ινα μη αποσυναγωγοι γενωνται  ηγαπησαν γαρ την δοξαν των ανθρωπων μαλλον ηπερ την δοξαν του θεου ιησους δε εκραξεν και ειπεν ο πιστευων εις εμε ου πιστευει εις εμε αλλ εις τον πεμψαντα με  και ο θεωρων εμε θεωρει τον πεμψαντα με  εγω φως εις τον κοσμον εληλυθα ινα πας ο πιστευων εις εμε εν τη σκοτια μη μεινη  και εαν τις μου ακουση των ρηματων και μη πιστευση εγω ου κρινω αυτον ου γαρ ηλθον ινα κρινω τον κοσμον αλλ ινα σωσω τον κοσμον  ο αθετων εμε και μη λαμβανων τα ρηματα μου εχει τον κρινοντα αυτον ο λογος ον ελαλησα εκεινος κρινει αυτον εν τη εσχατη ημερα  οτι εγω εξ εμαυτου ουκ ελαλησα αλλ ο πεμψας με πατηρ αυτος μοι εντολην εδωκεν τι ειπω και τι λαλησω  και οιδα οτι η εντολη αυτου ζωη αιωνιος εστιν α ουν λαλω εγω καθως ειρηκεν μοι ο πατηρ ουτως λαλω

[Doch] obwohl er so viele Zeichen in ihrer Gegenwart vollbracht hatte, glaubten sie nicht an ihn, so dass sich die Worte Jesaias, des Propheten, erfüllten, der sagte: „Herr, wer hat unserer Kunde geglaubt, und der Arm des Herrn, wem ist er offenbart worden?” Deshalb konnten sie nicht glauben, weil Jesaia ferner sagte: „Er hat ihre Augen geblendet und ihre Herzen versteinert, damit sie nicht mit ihren Augen sehen und mit dem Herzen wahrnehmen und umkehren und ich sie heile.” Jesaia sagte dies, als er seine Herrlichkeit (δοξαν) sah, von ihm hat er geredet. Nichtsdestotrotz glaubten auch viele der Mächtigen an ihn. Wegen der Pharisäer bekannten sie es jedoch nicht, damit sie nicht von der Versammlung ausgeschlossen würden, denn die Anerkennung (δοξαν) durch Menschen bedeutete ihnen mehr als die Anerkennung (δοξαν) durch Gott. Jesus rief: „Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an denjenigen, der mich gesandt hat, und wer mich sieht, sieht denjenigen, der mich gesandt hat. Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Dunkelheit bleibe. Wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, richte ich ihn nicht. Denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten. Wer mich abweist und meine Worte nicht annimmt, hat seinen Richter. Die Worte, die ich ausgesprochen habe, jene werden ihn am letzten Tag richten. Denn ich spreche nicht aus freien Stücken, sondern mein Vater, der mich gesandt hat, hat mir geboten, was ich sagen und reden soll. Und ich weiß, dass seine Gebote ewiges Leben sind. Was ich also rede, rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.“

προ δε της εορτης του πασχα ειδως ο ιησους οτι εληλυθεν αυτου η ωρα ινα μεταβη εκ του κοσμου τουτου προς τον πατερα αγαπησας τους ιδιους τους εν τω κοσμω εις τελος ηγαπησεν αυτους  και δειπνου γενομενου του διαβολου ηδη βεβληκοτος εις την καρδιαν ιουδα σιμωνος ισκαριωτου ινα αυτον παραδω  ειδως ο ιησους οτι παντα δεδωκεν αυτω ο πατηρ εις τας χειρας και οτι απο θεου εξηλθεν και προς τον θεον υπαγει  εγειρεται εκ του δειπνου και τιθησιν τα ιματια και λαβων λεντιον διεζωσεν εαυτον  ειτα βαλλει υδωρ εις τον νιπτηρα και ηρξατο νιπτειν τους ποδας των μαθητων και εκμασσειν τω λεντιω ω ην διεζωσμενος  ερχεται ουν προς σιμωνα πετρον και λεγει αυτω εκεινος κυριε συ μου νιπτεις τους ποδας  απεκριθη ιησους και ειπεν αυτω ο εγω ποιω συ ουκ οιδας αρτι γνωση δε μετα ταυτα  λεγει αυτω πετρος ου μη νιψης τους ποδας μου εις τον αιωνα απεκριθη αυτω ο ιησους εαν μη νιψω σε ουκ εχεις μερος μετ εμου  λεγει αυτω σιμων πετρος κυριε μη τους ποδας μου μονον αλλα και τας χειρας και την κεφαλην  λεγει αυτω ο ιησους ο λελουμενος ου χρειαν εχει η τους ποδας νιψασθαι αλλ εστιν καθαρος ολος και υμεις καθαροι εστε αλλ ουχι παντες  ηδει γαρ τον παραδιδοντα αυτον δια τουτο ειπεν ουχι παντες καθαροι εστε

Als Jesus vor dem Fest des Passah wusste, dass seine Stunde gekommen war, diese Welt zu verlassen und zum Vater hinüberzugehen, liebte er die Seinen bis zum Tod/Ende (τελος), nachdem er sie [bereits] in der Welt geliebt hatte (αγαπησας, Partizip Aorist: zeitlich). Und nachdem eine Mahlzeit stattgefunden hatte (δειπνου γενομενου, Absoluter Genitiv Aorist), wurde sogleich dem Judas des Simon Iskariot vom Verleumder/ Teufel eingegeben (του διαβολου … βεβληκοτος εις την καρδιαν, Absoluter Genitiv Perfekt), dass er ihn ausliefern/ verraten soll. Als Jesus wusste (ειδως, Partizip Perfekt: zeitlich), dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte, und dass er von Gott weggegangen war und [nun] zu Gott heimkehren würde, erhob er sich von der Mahlzeit, legte sein Gewand ab, nahm sich ein Tuch und band es als Schürze um. Dann goss er Wasser in das Waschbecken und begann, die Füße der Schüler zu waschen und sie mit dem Tuch, das er als Schürze umgebunden hatte, zu trocknen. Er kam nun zu Simon Petrus und jener sagte zu ihm: „Herr, Sie waschen mir die Füße?” Jesus antwortete ihm: „Was ich tue, kennst du jetzt [noch] nicht, doch später wirst du es verstehen.“ Simon Petrus sagte zu ihm: „Niemals werden Sie meine Füße waschen!” Jesus antwortete ihm: „Wenn ich deine Füße nicht waschen soll, bist du kein Teil von mir.” Simon Petrus sagte zu ihm: „Herr, [waschen Sie] nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und den Kopf.” Jesus sagte zu ihm: „Wer gebadet hat, braucht außer den Füßen nichts zu waschen, vielmehr ist  er ganz rein. Ihr seid rein, jedoch nicht alle.” Er wusste nämlich, wer ihn verraten würde, deshalb sagte er: „Ihr seid nicht alle rein.”

οτε ουν ενιψεν τους ποδας αυτων και ελαβεν τα ιματια αυτου αναπεσων παλιν ειπεν αυτοις γινωσκετε τι πεποιηκα υμιν  υμεις φωνειτε με ο διδασκαλος και ο κυριος και καλως λεγετε ειμι γαρ  ει ουν εγω ενιψα υμων τους ποδας ο κυριος και ο διδασκαλος και υμεις οφειλετε αλληλων νιπτειν τους ποδας  υποδειγμα γαρ εδωκα υμιν ινα καθως εγω εποιησα υμιν και υμεις ποιητε  αμην αμην λεγω υμιν ουκ εστιν δουλος μειζων του κυριου αυτου ουδε αποστολος μειζων του πεμψαντος αυτον  ει ταυτα οιδατε μακαριοι εστε εαν ποιητε αυτα ου περι παντων υμων λεγω εγω οιδα ους εξελεξαμην αλλ ινα η γραφη πληρωθη ο τρωγων μετ εμου τον αρτον επηρεν επ εμε την πτερναν αυτου  απ αρτι λεγω υμιν προ του γενεσθαι ινα οταν γενηται πιστευσητε οτι εγω ειμι  αμην αμην λεγω υμιν ο λαμβανων εαν τινα πεμψω εμε λαμβανει ο δε εμε λαμβανων λαμβανει τον πεμψαντα με

Nachdem er nun ihre Füße gewaschen, sein Gewand angezogen und sich wieder an den Tisch gelegt hatte, sagte er zu ihnen: „Versteht ihr, was ich für euch getan habe? Ihr nennt mich „der Lehrer” und „der Herr”, und zu Recht sagt ihr es, denn ich bin es. Wenn also ich, euer Herr und Lehrer, euch die Füße gewaschen habe, sollt auch ihr euch gegenseitig die Füße waschen. Ein Vorbild sollt ihr euch nämlich daran nehmen,  damit auch ihr das tut, was ich für euch getan habe. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Der Diener ist nicht bedeutender als sein Herr, und auch ein Abgesandter ist nicht bedeutender als derjenige, der ihn gesandt hat. Wenn ihr darüber Bescheid wisst, seid ihr selig, sofern ihr euch daran haltet. Nicht von euch allen sage ich es. Ich weiß, wen ich erwählt habe. Aber, damit sich die Schrift erfülle: “Wer zusammen mit mir ins Brot beißt, hat seine Ferse gegen mich erhoben.” Von jetzt an sage ich es euch, bevor es geschieht, damit ihr glauben mögt, sobald es geschieht: Ich bin [es]. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wer denjenigen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf. Wer mich jedoch aufnimmt, nimmt denjenigen auf, der mich gesandt hat.”

ταυτα ειπων ο ιησους εταραχθη τω πνευματι και εμαρτυρησεν και ειπεν αμην αμην λεγω υμιν οτι εις εξ υμων παραδωσει με  εβλεπον ουν εις αλληλους οι μαθηται απορουμενοι περι τινος λεγει  ην δε ανακειμενος εις των μαθητων αυτου εν τω κολπω του ιησου ον ηγαπα ο ιησους  νευει ουν τουτω σιμων πετρος πυθεσθαι τις αν ειη περι ου λεγει  επιπεσων δε εκεινος επι το στηθος του ιησου λεγει αυτω κυριε τις εστιν  αποκρινεται ο ιησους εκεινος εστιν ω εγω βαψας το ψωμιον επιδωσω και εμβαψας το ψωμιον διδωσιν ιουδα σιμωνος ισκαριωτη  και μετα το ψωμιον τοτε εισηλθεν εις εκεινον ο σατανας λεγει ουν αυτω ο ιησους ο ποιεις ποιησον ταχιον  τουτο δε ουδεις εγνω των ανακειμενων προς τι ειπεν αυτω  τινες γαρ εδοκουν επει το γλωσσοκομον ειχεν ο ιουδας οτι λεγει αυτω ο ιησους αγορασον ων χρειαν εχομεν εις την εορτην η τοις πτωχοις ινα τι δω  λαβων ουν το ψωμιον εκεινος ευθεως εξηλθεν ην δε νυξ  οτε εξηλθεν λεγει ο ιησους νυν εδοξασθη ο υιος του ανθρωπου και ο θεος εδοξασθη εν αυτω  ει ο θεος εδοξασθη εν αυτω και ο θεος δοξασει αυτον εν εαυτω και ευθυς δοξασει αυτον  τεκνια ετι μικρον μεθ υμων ειμι ζητησετε με και καθως ειπον τοις ιουδαιοις οτι οπου υπαγω εγω υμεις ου δυνασθε ελθειν και υμιν λεγω αρτι  εντολην καινην διδωμι υμιν ινα αγαπατε αλληλους καθως ηγαπησα υμας ινα και υμεις αγαπατε αλληλους  εν τουτω γνωσονται παντες οτι εμοι μαθηται εστε εαν αγαπην εχητε εν αλληλοις  λεγει αυτω σιμων πετρος κυριε που υπαγεις απεκριθη αυτω ο ιησους οπου υπαγω ου δυνασαι μοι νυν ακολουθησαι υστερον δε ακολουθησεις μοι  λεγει αυτω ο πετρος κυριε διατι ου δυναμαι σοι ακολουθησαι αρτι την ψυχην μου υπερ σου θησω  απεκριθη αυτω ο ιησους την ψυχην σου υπερ εμου θησεις αμην αμην λεγω σοι ου μη αλεκτωρ φωνησει εως ου απαρνηση με τρις

Als Jesus dies gesagt hatte, wurde sein Geist betrübt/ beunruhigt (εταραχθη) und er bezeugte: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Einer von euch wird mich übergeben/ ausliefern/ verraten (παραδωσει).” Seine Schüler sahen einander an, ratlos/ verlegen (απορουμενοι) darüber, wen er wohl gemeint hatte. Einer seiner Schüler lag jedoch in Jesu Schoß, einer, den Jesus lieb hatte. Da nickte Simon Petrus diesem zu, damit er nachfrage, wer es sei, den er meine. Da fiel jener hinab auf Jesu Brust/ Herz (στηθος) und sagte zu ihm: „Herr, wer ist es?” Jesus antwortete: „Jener ist es, dem ich den Bissen preisgebe, nachdem ich ihn eingetunkt habe.” Und als er den Bissen eingetunkt hatte, gab er ihn dem Judas des Simon Iskariot. Und nach dem Bissen – [erst] dann (τοτε) – drang der Anfeinder (σατανας, Satan) in ihn. Da sagte Jesus zu ihm: „Was du tust, das tue schnell!” Keiner von denen, die dalagen, begriff jedoch, zu wem er es gesagt hatte. Einige meinten nämlich - da Judas die Kasse verwaltete - , dass Jesus zu ihm sagte: „Kaufe, was wir zum Fest brauchen”, oder dass er den Armen etwas geben solle. Als jener den Bissen geschluckt hatte (λαβων), ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht. Als er hinausgegangen war, sagte Jesus: „Jetzt wird der Sohn des Menschen gepriesen (εδοξασθη), und [auch] der Gott in ihm wird gepriesen (εδοξασθη). Wenn der Gott in ihm gepriesen wird (εδοξασθη), wird auch Gott ihn in sich preisen (δοξασει), sofort wird er ihn preisen (δοξασει). Kinder, [nur] noch kurze Zeit bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich bereits den Juden gesagt habe: Wo ich hingehe, könnt ihr nicht hinkommen. Euch sage ich es jetzt. Ein neues Gebot gebe ich euch: Dass ihr einander so lieben sollt, wie ich euch geliebt habe, so dass auch ihr einander lieb habt. Dadurch werden alle erkennen, dass ihr meine Schüler seid: Wenn ihr Liebe füreinander habt.“ Petrus sagte zu ihm: „Herr, wohin gehen Sie?” Jesus antwortete ihm: „Wohin ich gehe, kannst du mir im Moment nicht folgen, später jedoch wirst du mir nachfolgen.” Petrus sagte zu ihm: „Herr, weshalb kann ich Ihnen jetzt nicht nachfolgen? Mein Leben/Meine Seele (ψυχην) opfere (θησω) ich für (υπερ) Sie.” Jesus antwortete ihm: „Deine Seele (ψυχην) opferst du für mich? Es ist gewiss wahr, [was] ich dir sage: Der Hahn wird nicht eher krähen, [als] bis du mich dreimal verleugnet hast.

μη ταρασσεσθω υμων η καρδια πιστευετε εις τον θεον και εις εμε πιστευετε  εν τη οικια του πατρος μου μοναι πολλαι εισιν ει δε μη ειπον αν υμιν πορευομαι ετοιμασαι τοπον υμιν  και εαν πορευθω και ετοιμασω υμιν τοπον παλιν ερχομαι και παραληψομαι υμας προς εμαυτον ινα οπου ειμι εγω και υμεις ητε  και οπου εγω υπαγω οιδατε και την οδον οιδατε  λεγει αυτω θωμας κυριε ουκ οιδαμεν που υπαγεις και πως δυναμεθα την οδον ειδεναι  λεγει αυτω ο ιησους εγω ειμι η οδος και η αληθεια και η ζωη ουδεις ερχεται προς τον πατερα ει μη δι εμου  ει εγνωκειτε με και τον πατερα μου εγνωκειτε αν και απ αρτι γινωσκετε αυτον και εωρακατε αυτον  λεγει αυτω φιλιππος κυριε δειξον ημιν τον πατερα και αρκει ημιν  λεγει αυτω ο ιησους τοσουτον χρονον μεθ υμων ειμι και ουκ εγνωκας με φιλιππε ο εωρακως εμε εωρακεν τον πατερα και πως συ λεγεις δειξον ημιν τον πατερα  ου πιστευεις οτι εγω εν τω πατρι και ο πατηρ εν εμοι εστιν τα ρηματα α εγω λαλω υμιν απ εμαυτου ου λαλω ο δε πατηρ ο εν εμοι μενων αυτος ποιει τα εργα  πιστευετε μοι οτι εγω εν τω πατρι και ο πατηρ εν εμοι ει δε μη δια τα εργα αυτα πιστευετε μοι  αμην αμην λεγω υμιν ο πιστευων εις εμε τα εργα α εγω ποιω κακεινος ποιησει και μειζονα τουτων ποιησει οτι εγω προς τον πατερα μου πορευομαι  και ο τι αν αιτησητε εν τω ονοματι μου τουτο ποιησω ινα δοξασθη ο πατηρ εν τω υιω  εαν τι αιτησητε εν τω ονοματι μου εγω ποιησω εαν αγαπατε με τας εντολας τας εμας τηρησατε  και εγω ερωτησω τον πατερα και αλλον παρακλητον δωσει υμιν ινα μενη μεθ υμων εις τον αιωνα  το πνευμα της αληθειας ο ο κοσμος ου δυναται λαβειν οτι ου θεωρει αυτο ουδε γινωσκει αυτο υμεις δε γινωσκετε αυτο οτι παρ υμιν μενει και εν υμιν εσται  ουκ αφησω υμας ορφανους ερχομαι προς υμας  ετι μικρον και ο κοσμος με ουκ ετι θεωρει υμεις δε θεωρειτε με οτι εγω ζω και υμεις ζησεσθε  εν εκεινη τη ημερα γνωσεσθε υμεις οτι εγω εν τω πατρι μου και υμεις εν εμοι καγω εν υμιν  ο εχων τας εντολας μου και τηρων αυτας εκεινος εστιν ο αγαπων με ο δε αγαπων με αγαπηθησεται υπο του πατρος μου και εγω αγαπησω αυτον και εμφανισω αυτω εμαυτον

Eure Herzen sollen nicht in Aufruhr geraten! Glaubt an Gott, und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt, dass ich fortgehe, um euch eine Bleibe zu bereiten? Wenn ich gegangen bin und euch eine Bleibe bereitet habe, komme ich wieder zurück und nehme euch zu mir (παραληψομαι), damit ihr dort seid, wo ich bin. Ihr wisst, wohin ich gehe, und ihr kennt den Weg.” Thomas sagte zu ihm: „Herr, wir wissen nicht, wohin Sie gehen. Wie können wir da den Weg kennen?” Jesus sagte zu ihm: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, habt ihr auch meinen Vater erkannt, und von jetzt ab erkennt ihr ihn und seht ihn.” Philippus sagte zu ihm: „Herr, zeigen Sie uns den Vater und es soll uns genügen.” Jesus sagte zu ihm: „So lange Zeit bin ich bei euch gewesen, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie ist es möglich, dass du sagst: „Zeigen Sie uns den Vater”? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich euch sage, sage ich nicht aus eigenem Antrieb. Der Vater, der in mir wohnt, er selbst vollbringt diese Taten. Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist. Falls aber nicht, dann glaubt mir wegen seiner Taten.  Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wer an mich glaubt, wird dieselben Taten wie ich vollbringen, und [sogar] noch mehr als dies wird er vollbringen, weil ich zu meinem Vater gehe und das tun werde, was ihr in meinem Namen erbittet, damit der Vater im Sohn gepriesen wird (δοξασθη). Wenn ihr in meinem Namen bittet, werde ich es tun. Wenn ihr mich liebt, müsst ihr meine Gebote halten, ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Verteidiger (παρακλητον, zu Hilfe Gerufenen) geben, der für immer bei euch bleiben soll: der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht aufnehmen (λαβειν) kann, weil sie ihn weder sieht noch erkennt. Ihr jedoch erkennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht der Verwaisung preisgeben, ich komme zu euch. Noch kurze Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen, ihr jedoch seht mich, weil ich lebe und [weil] ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater [bin], ihr in mir [seid] und ich in euch [bin]. Wer meine Gebote [empfangen] hat und sie einhält, der liebt mich. Wer mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und auch ich werde ihn lieben und mich ihm zeigen.“

λεγει αυτω ιουδας ουχ ο ισκαριωτης κυριε τι γεγονεν οτι ημιν μελλεις εμφανιζειν σεαυτον και ουχι τω κοσμω  απεκριθη ο ιησους και ειπεν αυτω εαν τις αγαπα με τον λογον μου τηρησει και ο πατηρ μου αγαπησει αυτον και προς αυτον ελευσομεθα και μονην παρ αυτω ποιησομεν  ο μη αγαπων με τους λογους μου ου τηρει και ο λογος ον ακουετε ουκ εστιν εμος αλλα του πεμψαντος με πατρος  ταυτα λελαληκα υμιν παρ υμιν μενων  ο δε παρακλητος το πνευμα το αγιον ο πεμψει ο πατηρ εν τω ονοματι μου εκεινος υμας διδαξει παντα και υπομνησει υμας παντα α ειπον υμιν  ειρηνην αφιημι υμιν ειρηνην την εμην διδωμι υμιν ου καθως ο κοσμος διδωσιν εγω διδωμι υμιν μη ταρασσεσθω υμων η καρδια μηδε δειλιατω  ηκουσατε οτι εγω ειπον υμιν υπαγω και ερχομαι προς υμας ει ηγαπατε με εχαρητε αν οτι ειπον πορευομαι προς τον πατερα οτι ο πατηρ μου μειζων μου εστιν  και νυν ειρηκα υμιν πριν γενεσθαι ινα οταν γενηται πιστευσητε  ουκ ετι πολλα λαλησω μεθ υμων ερχεται γαρ ο του κοσμου τουτου αρχων και εν εμοι ουκ εχει ουδεν  αλλ ινα γνω ο κοσμος οτι αγαπω τον πατερα και καθως ενετειλατο μοι ο πατηρ ουτως ποιω εγειρεσθε αγωμεν εντευθεν

Judas, nicht der Iskariot, sagte zu ihm: „Herr, was ist geschehen, dass Sie sich uns zeigen wollen, aber nicht der Welt?“ Jesus antwortete: „Wenn mich jemand liebt, wird er meine Worte bewahren, und auch mein Vater wird ihn lieben. Wir werden zu ihm kommen und eine Wohnung bei ihm errichten. Wer mich nicht liebt, bewahrt meine Worte nicht. Die Worte, die ihr hört, sind nicht die meinen, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Das habe ich gesagt, solange ich bei euch war. Der Verteidiger, der Geist der Wahrheit, den der Vater in meinem Namen sendet, jener wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. [Den] Frieden nehme ich euch, meinen eigenen Frieden gebe ich euch. Ich gebe euch nicht auf dieselbe Art wie die Welt gibt. Eure Herzen sollen nicht in Aufruhr geraten und sich nicht ängstigen. Hört, was ich euch gesagt habe: Ich gehe fort und komme [wieder] zu euch. Wenn ihr mich geliebt habt, habt ihr euch gefreut, als ich sagte, dass ich zum Vater gehe. Denn der Vater ist bedeutender/ größer als ich. Jetzt habe ich es zu euch gesagt, bevor es eintreffen wird, damit ihr glauben werdet, wenn es eintrifft. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn der Herrscher dieser Welt kommt. An mir hat er keinen Anteil. Aber damit die Welt erkennt, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater geboten hat: Steht auf, gehen wir von hier weg.

εγω ειμι η αμπελος η αληθινη και ο πατηρ μου ο γεωργος εστιν  παν κλημα εν εμοι μη φερον καρπον αιρει αυτο και παν το καρπον φερον καθαιρει αυτο ινα πλειονα καρπον φερη  ηδη υμεις καθαροι εστε δια τον λογον ον λελαληκα υμιν  μεινατε εν εμοι καγω εν υμιν καθως το κλημα ου δυναται καρπον φερειν αφ εαυτου εαν μη μεινη εν τη αμπελω ουτως ουδε υμεις εαν μη εν εμοι μεινητε  εγω ειμι η αμπελος υμεις τα κληματα ο μενων εν εμοι καγω εν αυτω ουτος φερει καρπον πολυν οτι χωρις εμου ου δυνασθε ποιειν ουδεν  εαν μη τις μεινη εν εμοι εβληθη εξω ως το κλημα και εξηρανθη και συναγουσιν αυτα και εις πυρ βαλλουσιν και καιεται  εαν μεινητε εν εμοι και τα ρηματα μου εν υμιν μεινη ο εαν θελητε αιτησεσθε και γενησεται υμιν  εν τουτω εδοξασθη ο πατηρ μου ινα καρπον πολυν φερητε και γενησεσθε εμοι μαθηται  καθως ηγαπησεν με ο πατηρ καγω ηγαπησα υμας μεινατε εν τη αγαπη τη εμη  εαν τας εντολας μου τηρησητε μενειτε εν τη αγαπη μου καθως εγω τας εντολας του πατρος μου τετηρηκα και μενω αυτου εν τη αγαπη  ταυτα λελαληκα υμιν ινα η χαρα η εμη εν υμιν μεινη και η χαρα υμων πληρωθη αυτη εστιν η εντολη η εμη ινα αγαπατε αλληλους καθως ηγαπησα υμας  μειζονα ταυτης αγαπην ουδεις εχει ινα τις την ψυχην αυτου θη υπερ των φιλων αυτου  υμεις φιλοι μου εστε εαν ποιητε οσα εγω εντελλομαι υμιν  ουκετι υμας λεγω δουλους οτι ο δουλος ουκ οιδεν τι ποιει αυτου ο κυριος υμας δε ειρηκα φιλους οτι παντα α ηκουσα παρα του πατρος μου εγνωρισα υμιν  ουχ υμεις με εξελεξασθε αλλ εγω εξελεξαμην υμας και εθηκα υμας ινα υμεις υπαγητε και καρπον φερητε και ο καρπος υμων μενη ινα ο τι αν αιτησητε τον πατερα εν τω ονοματι μου δω υμιν  ταυτα εντελλομαι υμιν ινα αγαπατε αλληλους  ει ο κοσμος υμας μισει γινωσκετε οτι εμε πρωτον υμων μεμισηκεν  ει εκ του κοσμου ητε ο κοσμος αν το ιδιον εφιλει οτι δε εκ του κοσμου ουκ εστε αλλ εγω εξελεξαμην υμας εκ του κοσμου δια τουτο μισει υμας ο κοσμος

Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede meiner Reben, die keine Frucht trägt, schneidet er ab (αιρει), und alles, was Frucht trägt, entsündigt (καθαιρει) er, damit es [noch] mehr Frucht trage. Ihr seid bereits rein (καθαροι) durch die Worte (λογον), die ich euch gesagt habe. Bleibt in mir, auch ich [bleibe] in euch. So wie die Rebe aus eigener Kraft (αφ εαυτου) keine Frucht tragen kann, wenn sie nicht im Weinstock bleibt, so könnt auch ihr [es] nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der trägt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten. Wenn jemand nicht in mir bleibt, wird er wie eine Rebe hinausgeworfen, getrocknet, [wieder] eingesammelt, ins Feuer geworfen und verbrannt. Wenn ihr in mir bleibt, bleiben auch meine Worte in euch. Was ihr auch wollt: bittet [darum] und es wird nach eurem Willen geschehen. Dadurch wird mein Vater gepriesen (εδοξασθη), dass ihr viel Frucht tragt und meine Schüler werdet. So wie der Vater mich liebt, liebe auch ich euch. Ihr bleibt in meiner Liebe, wenn ihr meine Gebote haltet. Bleibt in meiner Liebe, so wie ich die Gebote meines Vaters halte und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich zu euch gesagt, damit meine Freude in euch bleibt und eure Freude zur Fülle gelangt. Dies ist mein Gebot (εντολη): Dass ihr einander so liebt wie ich euch liebe. Eine größere Liebe als diese gibt es nicht, dass jemand sein Leben/seine Seele (ψυχην) für seinen Freund opfert. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr das tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr meine Diener, weil ein Diener nicht weiß, was sein Herr tut. Euch aber nenne ich Freunde, weil ich euch alles bekanntgebe, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt und euch dazu berufen (εθηκα), dass ihr fortgeht und Frucht tragt und dass eure Frucht Bestand hat, damit euch der Vater gibt, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: dass ihr einander liebt. Wenn euch die Welt hasst, bedenkt, dass sie mich bereits vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wärt, würde die Welt das Ihre mögen. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern [weil] ich euch aus der Welt heraus auserwählt habe, deshalb hasst euch die Welt.

μνημονευετε του λογου ου εγω ειπον υμιν ουκ εστιν δουλος μειζων του κυριου αυτου ει εμε εδιωξαν και υμας διωξουσιν ει τον λογον μου ετηρησαν και τον υμετερον τηρησουσιν  αλλα ταυτα παντα ποιησουσιν υμιν δια το ονομα μου οτι ουκ οιδασιν τον πεμψαντα με  ει μη ηλθον και ελαλησα αυτοις αμαρτιαν ουκ ειχον νυν δε προφασιν ουκ εχουσιν περι της αμαρτιας αυτων  ο εμε μισων και τον πατερα μου μισει  ει τα εργα μη εποιησα εν αυτοις α ουδεις αλλος πεποιηκεν αμαρτιαν ουκ ειχον νυν δε και εωρακασιν και μεμισηκασιν και εμε και τον πατερα μου  αλλ ινα πληρωθη ο λογος ο γεγραμμενος εν τω νομω αυτων οτι εμισησαν με δωρεαν οταν δε ελθη ο παρακλητος ον εγω πεμψω υμιν παρα του πατρος το πνευμα της αληθειας ο παρα του πατρος εκπορευεται εκεινος μαρτυρησει περι εμου και υμεις δε μαρτυρειτε οτι απ αρχης μετ εμου εστε ταυτα λελαληκα υμιν ινα μη σκανδαλισθητε αποσυναγωγους ποιησουσιν υμας αλλ ερχεται ωρα ινα πας ο αποκτεινας υμας δοξη λατρειαν προσφερειν τω θεω  και ταυτα ποιησουσιν υμιν οτι ουκ εγνωσαν τον πατερα ουδε εμε αλλα ταυτα λελαληκα υμιν ινα οταν ελθη η ωρα μνημονευητε αυτων οτι εγω ειπον υμιν ταυτα δε υμιν εξ αρχης ουκ ειπον οτι μεθ υμων ημην νυν δε υπαγω προς τον πεμψαντα με και ουδεις εξ υμων ερωτα με που υπαγεις  αλλ οτι ταυτα λελαληκα υμιν η λυπη πεπληρωκεν υμων την καρδιαν αλλ εγω την αληθειαν λεγω υμιν συμφερει υμιν ινα εγω απελθω εαν γαρ μη απελθω ο παρακλητος ουκ ελευσεται προς υμας εαν δε πορευθω πεμψω αυτον προς υμας και ελθων εκεινος ελεγξει τον κοσμον περι αμαρτιας και περι δικαιοσυνης και περι κρισεως  περι αμαρτιας μεν οτι ου πιστευουσιν εις εμε  περι δικαιοσυνης δε οτι προς τον πατερα μου υπαγω και ουκ ετι θεωρειτε με  περι δε κρισεως οτι ο αρχων του κοσμου τουτου κεκριται ετι πολλα εχω λεγειν υμιν αλλ ου δυνασθε βασταζειν αρτι  οταν δε ελθη εκεινος το πνευμα της αληθειας οδηγησει υμας εις πασαν την αληθειαν ου γαρ λαλησει αφ εαυτου αλλ οσα αν ακουση λαλησει και τα ερχομενα αναγγελει υμιν  εκεινος εμε δοξασει οτι εκ του εμου ληψεται και αναγγελει υμιν  παντα οσα εχει ο πατηρ εμα εστιν δια τουτο ειπον οτι εκ του εμου ληψεται και αναγγελει υμιν μικρον και ου θεωρειτε με και παλιν μικρον και οψεσθε με οτι εγω υπαγω προς τον πατερα  ειπον ουν εκ των μαθητων αυτου προς αλληλους τι εστιν τουτο ο λεγει ημιν μικρον και ου θεωρειτε με και παλιν μικρον και οψεσθε με και οτι εγω υπαγω προς τον πατερα  ελεγον ουν τουτο τι εστιν ο λεγει το μικρον ουκ οιδαμεν τι λαλει

Erinnert euch der Worte (λογου), die ich zu euch gesagt habe: Der Diener ist nicht bedeutender als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. Wenn sie mein Wort/Gebot (λογον) bewahrt haben, werden sie auch das Eure bewahren. All dies werden sie euch jedoch wegen meines Namens antun, weil sie denjenigen, der mich gesandt hat, nicht kennen. Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen gesprochen hätte, hätten sie keine Sünde auf sich geladen. Jetzt aber haben sie keine Entschuldigung mehr für ihre Sünden. Wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater. Wenn ich nicht diese Taten in ihrer Mitte vollbracht hätte, die niemand sonst zuwege gebracht hat, hätten sie keine Sünde auf sich geladen. Jetzt aber haben sie mich sowohl gesehen als auch gehasst, sowohl mich als auch meinen Vater. Es soll jedoch so sein, damit sich das Wort (λογος) erfüllt, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: “Sie haben mich umsonst/grundlos gehasst.” Wenn aber der Verteidiger gekommen ist, den ich vom Vater zu euch senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, wird jener Zeugnis über mich ablegen. Und auch ihr bezeugt, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr nicht zur Sünde verleitet werdet/ euch ärgert (σκανδαλισθητε). Von der Versammlung werden sie euch ausschließen (αποσυναγωγους), aber es kommt die Stunde, in der alle, die euch umbringen, glauben (δοξη), Gott damit einen Gefallen zu tun. Dies werden sie euch antun, weil sie weder meinen Vater noch mich erkennen. Ich habe es jedoch zu euch gesagt, damit, sobald die Stunde gekommen ist, ihr euch daran erinnert, dass ich es zu euch gesagt habe. Nicht von Anfang an habe ich euch dies gesagt, weil ich bei euch war. Jetzt aber gehe ich zu demjenigen, der mich gesandt hat und keiner von euch fragt mich: „Wo gehen Sie hin?“, sondern Trauer erfüllt eure Herzen, weil ich euch dies gesagt habe. Ich sage euch jedoch die Wahrheit: Es ist besser für euch, dass ich fortgehe. Wenn ich nämlich nicht fortginge, käme der Verteidiger nicht zu euch. Wenn ich jedoch fortgegangen bin, werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er angekommen ist, wird er die Welt tadeln (ελεγξει) in Bezug auf die Sünde, in Bezug auf die Gerechtigkeit und in Bezug auf die Verurteilung. Einerseits in Bezug auf die Sünde, weil sie nicht an mich geglaubt haben. Andererseits in Bezug auf die Gerechtigkeit, weil ich zu meinem Vater gehe, und ihr mich nicht mehr sehen werdet. In Bezug auf die Verurteilung jedoch, weil der Herrscher dieser Welt verurteilt ist. Noch vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht verkraften. Sobald jener jedoch gekommen ist, der Geist der Wahrheit, wird er euch zu aller Wahrheit führen. Er wird nämlich nicht aus freien Stücken reden, sondern das sagen, was er gehört hat, und er wird euch die zukünftigen Dinge verkünden. Jener wird mich preisen (δοξασει), weil er von mir empfangen hat und an euch verkünden wird. Alles, was der Vater hat, gehört mir. Deshalb sagte ich, dass er von mir empfangen hat und an euch verkünden wird. Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wiederum kurze Zeit später seht ihr mich [wieder], weil ich zum Vater gehe.“ Da sagten seine Schüler zueinander: „Wie ist das zu verstehen, was er uns gesagt hat: „Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wiederum kurze Zeit später seht ihr mich [wieder]?“ und: „Ich gehe zum Vater.“ Sie sagten also: „Was bedeutet das, was er gesagt hat: „Kurze Zeit.“ Wir verstehen nicht, was er sagt.“

εγνω ουν ο ιησους οτι ηθελον αυτον ερωταν και ειπεν αυτοις περι τουτου ζητειτε μετ αλληλων οτι ειπον μικρον και ου θεωρειτε με και παλιν μικρον και οψεσθε με αμην αμην λεγω υμιν οτι κλαυσετε και θρηνησετε υμεις ο δε κοσμος χαρησεται υμεις δε λυπηθησεσθε αλλ η λυπη υμων εις χαραν γενησεται  η γυνη οταν τικτη λυπην εχει οτι ηλθεν η ωρα αυτης οταν δε γεννηση το παιδιον ουκ ετι μνημονευει της θλιψεως δια την χαραν οτι εγεννηθη ανθρωπος εις τον κοσμον  και υμεις ουν λυπην μεν νυν εχετε παλιν δε οψομαι υμας και χαρησεται υμων η καρδια και την χαραν υμων ουδεις αιρει αφ υμων και εν εκεινη τη ημερα εμε ουκ ερωτησετε ουδεν αμην αμην λεγω υμιν οτι οσα αν αιτησητε τον πατερα εν τω ονοματι μου δωσει υμιν  εως αρτι ουκ ητησατε ουδεν εν τω ονοματι μου αιτειτε και ληψεσθε ινα η χαρα υμων η πεπληρωμενη ταυτα εν παροιμιαις λελαληκα υμιν αλλ ερχεται ωρα οτε ουκ ετι εν παροιμιαις λαλησω υμιν αλλα παρρησια περι του πατρος αναγγελω υμιν  εν εκεινη τη ημερα εν τω ονοματι μου αιτησεσθε και ου λεγω υμιν οτι εγω ερωτησω τον πατερα περι υμων  αυτος γαρ ο πατηρ φιλει υμας οτι υμεις εμε πεφιληκατε και πεπιστευκατε οτι εγω παρα του θεου εξηλθον  εξηλθον παρα του πατρος και εληλυθα εις τον κοσμον παλιν αφιημι τον κοσμον και πορευομαι προς τον πατερα

Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und er sagte zu ihnen: „Deshalb zankt (ζητειτε) ihr miteinander, weil ich sagte: „Kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wiederum kurze Zeit später seht ihr mich [wieder].“ Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen. Ihr werdet Schmerz empfinden, aber eure Schmerzen werden sich in Freude verwandeln. Die Frau hat Scherzen, wenn sie gebiert, weil ihre Stunde gekommen ist. Nachdem jedoch das Kind geboren wurde, erinnert sie sich nicht länger an die Schmerzen wegen der Freude, dass ein Mensch in die Welt gekommen ist. Auch ihr habt nun zwar einerseits Schmerzen, andererseits werde ich euch wieder sehen und euer Herz wird sich erfreuen und niemand wird euch eure Freude nehmen. An jenem Tag werdet ihr mir keine Fragen stellen. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Egal, worum ihr den Vater in meinem Namen bitten werdet, er wird es euch geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet und ihr werdet [es] empfangen, damit eure Freude zur Fülle gelangt (πεπληρωμενη). Dies habe ich euch als Gleichnis erzählt, es kommt jedoch die Stunde, in der ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch sprechen werde, sondern euch in aller Offenheit den Vater verkünden werde. An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten. Ich sage nicht zu euch, dass ich den Vater für euch bitten werde, denn der Vater selbst mag euch, weil ihr mich gemocht habt und geglaubt habt, dass ich vom Vater gekommen bin. Vom Vater bin ich weggegangen und in die Welt gekommen, umgekehrt (παλιν) verlasse ich die Welt und gehe zum Vater [zurück].“

λεγουσιν αυτω οι μαθηται αυτου ιδε νυν παρρησια λαλεις και παροιμιαν ουδεμιαν λεγεις  νυν οιδαμεν οτι οιδας παντα και ου χρειαν εχεις ινα τις σε ερωτα εν τουτω πιστευομεν οτι απο θεου εξηλθες  απεκριθη αυτοις ο ιησους αρτι πιστευετε  ιδου ερχεται ωρα και νυν εληλυθεν ινα σκορπισθητε εκαστος εις τα ιδια και εμε μονον αφητε και ουκ ειμι μονος οτι ο πατηρ μετ εμου εστιν  ταυτα λελαληκα υμιν ινα εν εμοι ειρηνην εχητε εν τω κοσμω θλιψιν εχετε αλλα θαρσειτε εγω νενικηκα τον κοσμον ταυτα ελαλησεν ο ιησους και επηρεν τους οφθαλμους αυτου εις τον ουρανον και ειπεν πατερ εληλυθεν η ωρα δοξασον σου τον υιον ινα και ο υιος σου δοξαση σε  καθως εδωκας αυτω εξουσιαν πασης σαρκος ινα παν ο δεδωκας αυτω δωση αυτοις ζωην αιωνιον  αυτη δε εστιν η αιωνιος ζωη ινα γινωσκωσιν σε τον μονον αληθινον θεον και ον απεστειλας ιησουν χριστον  εγω σε εδοξασα επι της γης το εργον ετελειωσα ο δεδωκας μοι ινα ποιησω  και νυν δοξασον με συ πατερ παρα σεαυτω τη δοξη η ειχον προ του τον κοσμον ειναι παρα σοι  εφανερωσα σου το ονομα τοις ανθρωποις ους δεδωκας μοι εκ του κοσμου σοι ησαν και εμοι αυτους δεδωκας και τον λογον σου τετηρηκασιν  νυν εγνωκαν οτι παντα οσα δεδωκας μοι παρα σου εστιν  οτι τα ρηματα α δεδωκας μοι δεδωκα αυτοις και αυτοι ελαβον και εγνωσαν αληθως οτι παρα σου εξηλθον και επιστευσαν οτι συ με απεστειλας  εγω περι αυτων ερωτω ου περι του κοσμου ερωτω αλλα περι ων δεδωκας μοι οτι σοι εισιν  και τα εμα παντα σα εστιν και τα σα εμα και δεδοξασμαι εν αυτοις  και ουκ ετι ειμι εν τω κοσμω και ουτοι εν τω κοσμω εισιν και εγω προς σε ερχομαι πατερ αγιε τηρησον αυτους εν τω ονοματι σου ους δεδωκας μοι ινα ωσιν εν καθως ημεις  οτε ημην μετ αυτων εν τω κοσμω εγω ετηρουν αυτους εν τω ονοματι σου ους δεδωκας μοι εφυλαξα και ουδεις εξ αυτων απωλετο ει μη ο υιος της απωλειας ινα η γραφη πληρωθη  νυν δε προς σε ερχομαι και ταυτα λαλω εν τω κοσμω ινα εχωσιν την χαραν την εμην πεπληρωμενην εν αυτοις  εγω δεδωκα αυτοις τον λογον σου και ο κοσμος εμισησεν αυτους οτι ουκ εισιν εκ του κοσμου καθως εγω ουκ ειμι εκ του κοσμου  ουκ ερωτω ινα αρης αυτους εκ του κοσμου αλλ ινα τηρησης αυτους εκ του πονηρου  εκ του κοσμου ουκ εισιν καθως εγω εκ του κοσμου ουκ ειμι  αγιασον αυτους εν τη αληθεια σου ο λογος ο σος αληθεια εστιν  καθως εμε απεστειλας εις τον κοσμον καγω απεστειλα αυτους εις τον κοσμον  και υπερ αυτων εγω αγιαζω εμαυτον ινα και αυτοι ωσιν ηγιασμενοι εν αληθεια ου περι τουτων δε ερωτω μονον αλλα και περι των πιστευσοντων δια του λογου αυτων εις εμε  ινα παντες εν ωσιν καθως συ πατερ εν εμοι καγω εν σοι ινα και αυτοι εν ημιν εν ωσιν ινα ο κοσμος πιστευση οτι συ με απεστειλας  και εγω την δοξαν ην δεδωκας μοι δεδωκα αυτοις ινα ωσιν εν καθως ημεις εν εσμεν  εγω εν αυτοις και συ εν εμοι ινα ωσιν τετελειωμενοι εις εν και ινα γινωσκη ο κοσμος οτι συ με απεστειλας και ηγαπησας αυτους καθως εμε ηγαπησας  πατερ ους δεδωκας μοι θελω ινα οπου ειμι εγω κακεινοι ωσιν μετ εμου ινα θεωρωσιν την δοξαν την εμην ην εδωκας μοι οτι ηγαπησας με προ καταβολης κοσμου  πατερ δικαιε και ο κοσμος σε ουκ εγνω εγω δε σε εγνων και ουτοι εγνωσαν οτι συ με απεστειλας  και εγνωρισα αυτοις το ονομα σου και γνωρισω ινα η αγαπη ην ηγαπησας με εν αυτοις η καγω εν αυτοις

Seine Schüler sagten zu ihm: „Sehen Sie, jetzt reden Sie offen mit uns und erzählen uns keine Gleichnisse mehr. Jetzt wissen wir, dass Sie alles wissen, und dass Sie niemanden brauchen, der sie fragt. Daher glauben wir, dass Sie von Gott gekommen sind.“ Jesus antwortete ihnen: „Jetzt glaubt ihr? Seht doch, es kommt die Stunde, und jetzt ist sie gekommen, in der ihr zerstreut werdet, ein jeder an seinen eigenen Ort, und ihr mich allein lasst. Doch bin ich nicht allein, weil der Vater bei mir ist. Dies habe ich euch erzählt, damit ihr meinen Frieden habt. In der Welt habt ihr Schmerzen/Bedrängnis. Aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.“ Jesus redete [von] diesen [Dingen], richtete seine Augen nach oben zum Himmel und sagte: „Vater, die Stunde ist gekommen. Preise (δοξασον) deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich preise  (δοξαση), auf die gleiche Weise wie du ihm Macht über alles Fleisch gegeben hast, damit er all denen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe. Dies ist das ewige Leben: Dass man dich, den einzig wahren Gott, und denjenigen, den du gesandt hast, den gesalbten Jesus, erkennt. Ich habe dich auf der Erde gepriesen (εδοξασα), indem ich die Taten vollendet habe, die du mir zu tun aufgetragen hast. Preise (δοξασον) du jetzt mich, Vater, nach deinem Urteil (παρα σεαυτω, in geistiger Beziehung) mit der Herrlichkeit (δοξη), die ich hatte, bevor die Welt bei dir war. Zeige (εφανερωσα, sichtbar machen) den Menschen, die du mir aus der Welt heraus gegeben hast, deinen Namen. Dir haben sie gehört, mir hast du sie gegeben und deine Gebote haben sie gehalten. Nun haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist, [und] dass ich die Worte, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben habe. Sie haben es aufgenommen und wirklich erkannt, dass ich von dir gekommen bin, und sie haben geglaubt, dass du mich gesandt hast. Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern für diejenigen, die du mir gegeben hast, weil sie dir gehören. Alles, was mir gehört, gehört dir, und was dir gehört, gehört mir. Durch sie werde ich gepriesen (δεδοξασμαι). Ich bin nicht mehr in der Welt, doch sie sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie, die du mir gegeben hast, in deinem Namen, damit sie eins sind, wie auch wir [es sind]. Als ich bei ihnen in der Welt war, habe ich sie in deinem Namen bewahrt. Diejenigen, die du mir gegeben hast, habe ich bewacht, und keiner von ihnen ist zugrunde gegangen außer dem Sohn des Verderbens, so dass sich die Schrift erfüllt hat. Doch jetzt komme ich zu dir. Dies sage ich in der Welt [seiend], damit meine Freude in ihnen zur Fülle gelangt. Ich gab ihnen deine Worte, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, so wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht darum, dass du sie aus der Welt heraus emporziehst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst. Von der Welt sind sie nicht, so wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie durch deine Wahrheit. Deine Worte sind die Wahrheit. So wie du mich in die Welt gesandt hast, sende auch ich sie in die Welt, und um ihretwillen heilige ich mich, damit auch sie durch die Wahrheit geheiligt sind. Nicht nur für diese allein bitte ich, sondern auch für diejenigen, die durch ihre Worte an mich glauben, damit sie alle eins sind, ebenso wie du in mir bist und ich in dir bin, damit auch sie in uns eins sind, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Die Herrlichkeit (δοξαν), die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins sind, wie auch wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, damit sie zur Einheit vollendet werden und damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt und sie so geliebt hast, wie du mich geliebt hast. Vater, ich möchte, dass (ινα) diejenigen, die du mir gegeben hast bei mir sind, an demselben Ort wie ich, dass (ινα) sie meine Herrlichkeit (δοξαν) sehen, die du mir gegeben hast, [und dass sie sehen,] dass du mich vor [der]  Erschaffung (καταβολης) der Welt geliebt hast. Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich jedoch habe dich erkannt, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Ich habe ihnen deinen Namen zu erkennen gegeben und ich werde ihn zukünftig zu erkennen geben, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und ich in ihnen bin.“

ταυτα ειπων ο ιησους εξηλθεν συν τοις μαθηταις αυτου περαν του χειμαρρου των κεδρων οπου ην κηπος εις ον εισηλθεν αυτος και οι μαθηται αυτου  ηδει δε και ιουδας ο παραδιδους αυτον τον τοπον οτι πολλακις συνηχθη ο ιησους εκει μετα των μαθητων αυτου  ο ουν ιουδας λαβων την σπειραν και εκ των αρχιερεων και φαρισαιων υπηρετας ερχεται εκει μετα φανων και λαμπαδων και οπλων  ιησους ουν ειδως παντα τα ερχομενα επ αυτον εξελθων ειπεν αυτοις τινα ζητειτε  απεκριθησαν αυτω ιησουν τον ναζωραιον λεγει αυτοις ο ιησους εγω ειμι ειστηκει δε και ιουδας ο παραδιδους αυτον μετ αυτων  ως ουν ειπεν αυτοις οτι εγω ειμι απηλθον εις τα οπισω και επεσον χαμαι  παλιν ουν αυτους επηρωτησεν τινα ζητειτε οι δε ειπον ιησουν τον ναζωραιον  απεκριθη ο ιησους ειπον υμιν οτι εγω ειμι ει ουν εμε ζητειτε αφετε τουτους υπαγειν  ινα πληρωθη ο λογος ον ειπεν οτι ους δεδωκας μοι ουκ απωλεσα εξ αυτων ουδενα  σιμων ουν πετρος εχων μαχαιραν ειλκυσεν αυτην και επαισεν τον του αρχιερεως δουλον και απεκοψεν αυτου το ωτιον το δεξιον ην δε ονομα τω δουλω μαλχος  ειπεν ουν ο ιησους τω πετρω βαλε την μαχαιραν σου εις την θηκην το ποτηριον ο δεδωκεν μοι ο πατηρ ου μη πιω αυτο  η ουν σπειρα και ο χιλιαρχος και οι υπηρεται των ιουδαιων συνελαβον τον ιησουν και εδησαν αυτον  και απηγαγον αυτον προς ανναν πρωτον ην γαρ πενθερος του καιαφα ος ην αρχιερευς του ενιαυτου εκεινου  ην δε καιαφας ο συμβουλευσας τοις ιουδαιοις οτι συμφερει ενα ανθρωπον απολεσθαι υπερ του λαου  ηκολουθει δε τω ιησου σιμων πετρος και ο αλλος μαθητης ο δε μαθητης εκεινος ην γνωστος τω αρχιερει και συνεισηλθεν τω ιησου εις την αυλην του αρχιερεως  ο δε πετρος ειστηκει προς τη θυρα εξω εξηλθεν ουν ο μαθητης ο αλλος ος ην γνωστος τω αρχιερει και ειπεν τη θυρωρω και εισηγαγεν τον πετρον  λεγει ουν η παιδισκη η θυρωρος τω πετρω μη και συ εκ των μαθητων ει του ανθρωπου τουτου λεγει εκεινος ουκ ειμι  ειστηκεισαν δε οι δουλοι και οι υπηρεται ανθρακιαν πεποιηκοτες οτι ψυχος ην και εθερμαινοντο ην δε μετ αυτων ο πετρος εστως και θερμαινομενος  ο ουν αρχιερευς ηρωτησεν τον ιησουν περι των μαθητων αυτου και περι της διδαχης αυτου  απεκριθη αυτω ο ιησους εγω παρρησια ελαλησα τω κοσμω εγω παντοτε εδιδαξα εν τη συναγωγη και εν τω ιερω οπου παντοτε οι ιουδαιοι συνερχονται και εν κρυπτω ελαλησα ουδεν  τι με επερωτας επερωτησον τους ακηκοοτας τι ελαλησα αυτοις ιδε ουτοι οιδασιν α ειπον εγω  ταυτα δε αυτου ειποντος εις των υπηρετων παρεστηκως εδωκεν ραπισμα τω ιησου ειπων ουτως αποκρινη τω αρχιερει  απεκριθη αυτω ο ιησους ει κακως ελαλησα μαρτυρησον περι του κακου ει δε καλως τι με δερεις  απεστειλεν αυτον ο αννας δεδεμενον προς καιαφαν τον αρχιερεα  ην δε σιμων πετρος εστως και θερμαινομενος ειπον ουν αυτω μη και συ εκ των μαθητων αυτου ει ηρνησατο εκεινος και ειπεν ουκ ειμι  λεγει εις εκ των δουλων του αρχιερεως συγγενης ων ου απεκοψεν πετρος το ωτιον ουκ εγω σε ειδον εν τω κηπω μετ αυτου  παλιν ουν ηρνησατο ο πετρος και ευθεως αλεκτωρ εφωνησεν

Als Jesus dies gesagt hatte, ging er mit seinen Schülern hinaus, auf die andere Seite des Wildbachs Kedron (κεδρων,  Zedern?), wo ein Garten war, in den er selbst und seine Schüler hineingingen. Auch Judas, der ihn verriet, kannte jedoch den Ort, weil sich Jesus und seine Schüler oft dort versammelten. Judas, der eine Schar von Soldaten und einige Diener der Opferpriester und Pharisäer bekommen hatte, ging mit Laternen, Fackeln und Kriegsgerät dorthin. Als nun Jesus sah, was da alles auf ihn zukam, ging er hinaus und sagte zu ihnen: „Wen sucht ihr?” Sie antworteten ihm: „Jesus, den Nazoräer.” Jesus sagte zu ihnen: „Ich bin es.” Auch Judas, der ihn verraten hatte, stand bei ihnen. Als er nun zu ihnen sagte: „Ich bin es”, zogen sie sich zurück und fielen zu Boden. Da fragte er sie nochmals: „Wen sucht ihr?”, und sie sagten: „Jesus, den Nazoräer”. Jesus antwortete: „Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr also mich sucht, dann lasst diese hier gehen”, so dass sich die Worte, die er ausgesprochen hatte, erfüllten, [nämlich]: „Von denen, die du mir gegeben hast, ist nicht ein einziger verloren gegangen.” Da zog Simon Petrus sein Schwert, schlug auf den Diener des obersten Opferpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Name des Dieners war jedoch Malchos (μαλχος, König). Da sagte Jesus zu Petrus: „Stecke dein Schwert in die Scheide/ das Behältnis. Den Becher, den mir der Vater gegeben hat, werde ich gewiss nicht austrinken (ου μη + Konjunktiv Aorist).” Da nahmen die Soldaten, der Anführer der Tausend (χιλιαρχος, Kriegstribun) und die Diener der Juden Jesus fest und fesselten ihn. Sie führten ihn ab, zuerst zu Hannas (ανναν, hebr.: Jahwe ist gnädig?), denn dieser war der Schwiegervater des Kajaphas (καιαφα, aram.: Stein?), des Vorstehers der Opferpriester in jenem Jahr. Kajaphas war allerdings derjenige, der die Juden dahingehend beraten hatte, dass es nützlich sei, wenn ein Mensch anstelle des Volkes zugrunde gerichtet werde. Simon Petrus und noch ein anderer Schüler folgten Jesus. Jener Schüler war jedoch dem Vorsteher der Opferpriester  bekannt, und er ging zusammen mit Jesus in die Residenz des Vorstehers der Opferpriester, Petrus stand aber draußen bei der Tür. Der andere Schüler, der dem Vorsteher der Opferpriester bekannt war, ging also hinaus, redete mit der Türsteherin und führte Petrus hinein. Da sagte das junge Mädchen, die Türsteherin, zu Petrus: „Bist nicht auch du einer der Schüler dieses Menschen?“ Jener sagte: „Ich bin es nicht.“ Die Knechte und die Diener standen bei einem Kohlefeuer, das sie gemacht hatten, weil es kalt war, und wärmten sich. Auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich. Der Vorsteher der Opferpriester befragte nun Jesus bezüglich seiner Schüler und seiner Lehre. Jesus antwortete ihm: „Ich habe in der Öffentlichkeit zur Welt gesprochen, ich habe immer in der Versammlung und in der Opferstätte gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen. Im Verborgenen habe ich gar nichts gesagt. Weshalb fragst du mich? Frage diejenigen, die gehört haben, was ich zu ihnen gesagt habe. Sieh mal, diese wissen, was ich gesagt habe.“ Als er das gesagt hatte, gab einer der Diener, die dabeistanden, Jesus Schläge, und er sagte: „Auf diese Weise antwortest du dem Vorsteher der Opferpriester?“ Jesus antwortete ihm: „Wenn ich Böses gesagt haben sollte, beweise mir, dass es böse ist. Wenn es aber richtig ist, weshalb schlägst du mich dann?“ Hannas sandte ihn gefesselt zu Kajaphas, dem Vorsteher der Opferpriester. Simon Petrus dagegen stand da und wärmte sich. Da sagten sie zu ihm: „Bist nicht auch du einer von seinen Schülern?” Jener verneinte es und sagte: „Ich bin es nicht.” Einer der Knechte des Vorstehers der Opferpriester war mit demjenigen verwandt (συγγενης, wörtl.: mitgeboren), dem Petrus das Ohr abgeschlagen hatte, [und] sagte: „Habe ich dich nicht im Garten bei ihm gesehen?” Da verneinte Petrus noch einmal und sofort krähte [ein/ der] Hahn.

αγουσιν ουν τον ιησουν απο του καιαφα εις το πραιτωριον ην δε πρωια και αυτοι ουκ εισηλθον εις το πραιτωριον ινα μη μιανθωσιν αλλ ινα φαγωσιν το πασχα  εξηλθεν ουν ο πιλατος προς αυτους και ειπεν τινα κατηγοριαν φερετε κατα του ανθρωπου τουτου  απεκριθησαν και ειπον αυτω ει μη ην ουτος κακοποιος ουκ αν σοι παρεδωκαμεν αυτον ειπεν ουν αυτοις ο πιλατος λαβετε αυτον υμεις και κατα τον νομον υμων κρινατε αυτον ειπον ουν αυτω οι ιουδαιοι ημιν ουκ εξεστιν αποκτειναι ουδενα  ινα ο λογος του ιησου πληρωθη ον ειπεν σημαινων ποιω θανατω ημελλεν αποθνησκειν εισηλθεν ουν εις το πραιτωριον παλιν ο πιλατος και εφωνησεν τον ιησουν και ειπεν αυτω συ ει ο βασιλευς των ιουδαιων  απεκριθη αυτω ο ιησους αφ εαυτου συ τουτο λεγεις η αλλοι σοι ειπον περι εμου  απεκριθη ο πιλατος μητι εγω ιουδαιος ειμι το εθνος το σον και οι αρχιερεις παρεδωκαν σε εμοι τι εποιησας απεκριθη ο ιησους η βασιλεια η εμη ουκ εστιν εκ του κοσμου τουτου ει εκ του κοσμου τουτου ην η βασιλεια η εμη οι υπηρεται αν οι εμοι ηγωνιζοντο ινα μη παραδοθω τοις ιουδαιοις νυν δε η βασιλεια η εμη ουκ εστιν εντευθεν  ειπεν ουν αυτω ο πιλατος ουκουν βασιλευς ει συ απεκριθη ο ιησους συ λεγεις οτι βασιλευς ειμι εγω εγω εις τουτο γεγεννημαι και εις τουτο εληλυθα εις τον κοσμον ινα μαρτυρησω τη αληθεια πας ο ων εκ της αληθειας ακουει μου της φωνης  λεγει αυτω ο πιλατος τι εστιν αληθεια και τουτο ειπων παλιν εξηλθεν προς τους ιουδαιους και λεγει αυτοις εγω ουδεμιαν αιτιαν ευρισκω εν αυτω  εστιν δε συνηθεια υμιν ινα ενα υμιν απολυσω εν τω πασχα βουλεσθε ουν υμιν απολυσω τον βασιλεα των ιουδαιων  εκραυγασαν ουν παλιν παντες λεγοντες μη τουτον αλλα τον βαραββαν ην δε ο βαραββας ληστης τοτε ουν ελαβεν ο πιλατος τον ιησουν και εμαστιγωσεν  και οι στρατιωται πλεξαντες στεφανον εξ ακανθων επεθηκαν αυτου τη κεφαλη και ιματιον πορφυρουν περιεβαλον αυτον  και ελεγον χαιρε ο βασιλευς των ιουδαιων και εδιδουν αυτω ραπισματα  εξηλθεν ουν παλιν εξω ο πιλατος και λεγει αυτοις ιδε αγω υμιν αυτον εξω ινα γνωτε οτι εν αυτω ουδεμιαν αιτιαν ευρισκω  εξηλθεν ουν ο ιησους εξω φορων τον ακανθινον στεφανον και το πορφυρουν ιματιον και λεγει αυτοις ιδε ο ανθρωπος  οτε ουν ειδον αυτον οι αρχιερεις και οι υπηρεται εκραυγασαν λεγοντες σταυρωσον σταυρωσον λεγει αυτοις ο πιλατος λαβετε αυτον υμεις και σταυρωσατε εγω γαρ ουχ ευρισκω εν αυτω αιτιαν  απεκριθησαν αυτω οι ιουδαιοι ημεις νομον εχομεν και κατα τον νομον ημων οφειλει αποθανειν οτι εαυτον υιον θεου εποιησεν  οτε ουν ηκουσεν ο πιλατος τουτον τον λογον μαλλον εφοβηθη  και εισηλθεν εις το πραιτωριον παλιν και λεγει τω ιησου ποθεν ει συ ο δε ιησους αποκρισιν ουκ εδωκεν αυτω  λεγει ουν αυτω ο πιλατος εμοι ου λαλεις ουκ οιδας οτι εξουσιαν εχω σταυρωσαι σε και εξουσιαν εχω απολυσαι σε  απεκριθη ο ιησους ουκ ειχες εξουσιαν ουδεμιαν κατ εμου ει μη ην σοι δεδομενον ανωθεν δια τουτο ο παραδιδους με σοι μειζονα αμαρτιαν εχει  εκ τουτου εζητει ο πιλατος απολυσαι αυτον οι δε ιουδαιοι εκραζον λεγοντες εαν τουτον απολυσης ουκ ει φιλος του καισαρος πας ο βασιλεα αυτον ποιων αντιλεγει τω καισαρι  ο ουν πιλατος ακουσας τουτον τον λογον ηγαγεν εξω τον ιησουν και εκαθισεν επι του βηματος εις τοπον λεγομενον λιθοστρωτον εβραιστι δε γαββαθα  ην δε παρασκευη του πασχα ωρα δε ωσει εκτη και λεγει τοις ιουδαιοις ιδε ο βασιλευς υμων  οι δε εκραυγασαν αρον αρον σταυρωσον αυτον λεγει αυτοις ο πιλατος τον βασιλεα υμων σταυρωσω απεκριθησαν οι αρχιερεις ουκ εχομεν βασιλεα ει μη καισαρα  τοτε ουν παρεδωκεν αυτον αυτοις ινα σταυρωθη παρελαβον δε τον ιησουν και απηγαγον  και βασταζων τον σταυρον αυτου εξηλθεν εις τον λεγομενον κρανιου τοπον ος λεγεται εβραιστι γολγοθα  οπου αυτον εσταυρωσαν και μετ αυτου αλλους δυο εντευθεν και εντευθεν μεσον δε τον ιησουν  εγραψεν δε και τιτλον ο πιλατος και εθηκεν επι του σταυρου ην δε γεγραμμενον ιησους ο ναζωραιος ο βασιλευς των ιουδαιων  τουτον ουν τον τιτλον πολλοι ανεγνωσαν των ιουδαιων οτι εγγυς ην της πολεως ο τοπος οπου εσταυρωθη ο ιησους και ην γεγραμμενον εβραιστι ελληνιστι ρωμαιστι  ελεγον ουν τω πιλατω οι αρχιερεις των ιουδαιων μη γραφε ο βασιλευς των ιουδαιων αλλ οτι εκεινος ειπεν βασιλευς ειμι των ιουδαιων  απεκριθη ο πιλατος ο γεγραφα γεγραφα  οι ουν στρατιωται οτε εσταυρωσαν τον ιησουν ελαβον τα ιματια αυτου και εποιησαν τεσσαρα μερη εκαστω στρατιωτη μερος και τον χιτωνα ην δε ο χιτων αρραφος εκ των ανωθεν υφαντος δι ολου  ειπον ουν προς αλληλους μη σχισωμεν αυτον αλλα λαχωμεν περι αυτου τινος εσται ινα η γραφη πληρωθη η λεγουσα διεμερισαντο τα ιματια μου εαυτοις και επι τον ιματισμον μου εβαλον κληρον οι μεν ουν στρατιωται ταυτα εποιησαν ειστηκεισαν δε παρα τω σταυρω του ιησου η μητηρ αυτου και η αδελφη της μητρος αυτου μαρια η του κλωπα και μαρια η μαγδαληνη ιησους ουν ιδων την μητερα και τον μαθητην παρεστωτα ον ηγαπα λεγει τη μητρι αυτου γυναι ιδου ο υιος σου  ειτα λεγει τω μαθητη ιδου η μητηρ σου και απ εκεινης της ωρας ελαβεν αυτην ο μαθητης εις τα ιδια

Dann führten sie Jesus weg von Kajaphas hin zum Palast. Es war am Morgen und sie kamen nicht mit in den Palast hinein, damit sie nicht verunreinigt wurden, sondern das [Lamm des] Passah essen konnten. Da kam Pilatus zu ihnen heraus und sagte: „Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen?” Sie antworteten ihm: „Wenn er nichts Böses getan hätte, hätten wir ihn nicht an Sie ausgeliefert.” Da sagte Pilatus zu ihnen: „Nehmt ihr ihn [in Gewahrsam] und richtet ihn nach eurem Gesetz.” Da sagten die Juden zu ihm: „Uns ist es nicht erlaubt, jemanden hinzurichten”, so dass sich die Worte Jesu erfüllten, die er aussprach, um anzudeuten, zu welchem Tod er bestimmt sei. Daraufhin ging Pilatus wieder in den Palast hinein, rief nach Jesus und sagte zu ihm: „Sie sind der König der Juden?” Jesus antwortete ihm: „Sagen Sie dies aus eigenem Antrieb oder haben andere Ihnen von mir erzählt?” Pilatus antwortete: „Bin ich etwa ein Jude? Ihre Sippe und die Vorsteher der Opferpriester haben Sie an mich ausgeliefert. Was haben Sie getan?” Jesus antwortete: „Mein Königreich ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, hätten meine Diener dafür gekämpft, dass ich nicht den Juden ausgeliefert werde. In der Tat: mein Königreich ist nicht von hier.” Da sagte Pilatus zu ihm: „Dann sind Sie also ein König?” Jesus antwortete: “Sie behaupten/ sagen, dass ich ein König bin. Ich bin hierher hineingeboren worden und in diese Welt gekommen, damit ich die Wahrheit bezeuge. Jeder, der von der Wahrheit ist, hört meine Stimme.” Pilatus sagte zu ihm: „Was ist [schon] Wahrheit?” Als er dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen: „Ich befinde ihn für nicht schuldig. Es ist doch euer Brauch, dass ich einen von euch am [Tag des] Passah freilasse. Wünscht ihr, dass ich euch den König der Juden freilasse?” Da riefen sie wieder alle: „Nicht diesen [hier], sondern den Barabbas (βαραββαν, aram.: Sohn des Vaters).“ Der Barabbas war aber ein Räuber/ Mörder. Infolgedessen nahm Pilatus Jesus und peitschte ihn aus, und die Soldaten flochten eine Krone aus Dornengewächsen, setzten sie ihm auf den Kopf, legten ihm ein purpurrotes Gewand an und sagten: „Sei gegrüßt, oh König der Juden.” Und sie gaben ihm Schläge. Dann ging Pilatus wieder hinaus und sagte zu ihnen: „Seht, ich bringe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich ihn für nicht schuldig befinde.” Jesus kam also heraus, dabei trug er die Dornenkrone und das purpurrote Gewand, und er sagte zu ihnen: „Seht den Menschen an”. Als ihn nun die Vorsteher der Opferpriester und die Diener sahen, riefen sie: „Kreuzige ihn, kreuzige ihn!” Pilatus sagte zu ihnen: „Nehmt ihn und kreuzigt ihn [selbst], denn ich befinde ihn für nicht schuldig.” Die Juden antworteten ihm: „Wir haben [ein] Gesetz, und gemäß unseres Gesetzes verdient er es zu sterben, weil er sich selbst zum Sohn Gottes ernannt hat.” Als nun Pilatus diese Worte (λογον) vernahm, war er in höherem Maße alarmiert. Er ging wiederum in den Palast hinein und sagte zu Jesus: „Woher kommen Sie?” Jesus gab ihm jedoch keine Antwort. Da sagte Pilatus zu ihm: „Mit mir sprechen Sie nicht? Wissen Sie nicht, dass ich sowohl die Macht habe, Sie zu kreuzigen, als auch die Macht, Sie freizulassen?” Jesus antwortete: „Sie hätten überhaupt keine Macht über mich, wenn sie ihnen nicht von oben gegeben wäre. Deshalb hat derjenige die größere Sünde [auf sich geladen], der mich an Sie ausgeliefert hat.” Infolgedessen versuchte Pilatus, ihn freizulassen, aber die Juden riefen: „Wenn Sie diesen hier freilassen, sind Sie kein Freund des Kaisers. Jeder, der sich selbst zum König ernennt, stellt sich gegen den Kaiser.” Als Pilatus diese Worte/Logik (λογον) vernommen hatte, führte er Jesus hinein und setzte sich auf den Richterstuhl, an den Ort, der „steinbepflastert” genannt wurde, auf hebräisch jedoch Gabbatha (γαββαθα). Es war der Tag der Vorbereitung auf das [Fest des] Passah, etwa die sechste Stunde (12 Uhr mittags), und er sagte zu den Juden: „Seht euren König an!” Sie riefen jedoch: „Schaffe ihn fort, schaffe ihn fort, kreuzige ihn!” Pilatus sagte zu ihnen: „Euren König soll ich kreuzigen?” Die Vorsteher der Opferpriester antworteten: „Wir haben keinen König außer dem Kaiser.” Danach lieferte er ihn ihnen aus, um ihn zu kreuzigen. Sie nahmen ihn also in Empfang und führten ihn ab. Als er sich das Kreuz aufgeladen hatte, ging er hinaus [und begab sich] zur sogenannten Schädelstätte, die auf hebräisch Golgotha (γολγοθα) heißt, wo sie ihn kreuzigten zusammen mit zwei anderen, einen auf jeder Seite und in der Mitte Jesus. Pilatus verfasste eine Inschrift und befestigte sie an dem Kreuz. [Darauf] stand geschrieben: „Jesus, der Nazoräer, der König der Juden.” Diese Inschrift lasen gewiss viele der Juden, weil der Ort, an dem sie Jesus kreuzigten, in der Nähe der Stadt war. Und es war auf hebräisch, griechisch und römisch geschrieben. Folglich sagten die jüdischen Vorsteher der Opferpriester zu Pilatus: „Schreibe nicht: „Der König der Juden”, sondern: „Jener sagte: “König der Juden bin ich.”“ Pilatus antwortete: „Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.” Die Soldaten nahmen, als sie Jesus gekreuzigt hatten, seine Kleidungsstücke an sich und teilten sie in vier Teile auf, ein Anteil für jeden Soldaten, auch die Unterwäsche. Der Unterrock war jedoch ohne Naht, von oben ausgehend an einem Stück gewebt. Daher sagten sie zueinander: „Lasst ihn uns nicht aufteilen, sondern durch das Los [, dem Willen der Götter entsprechend,] bestimmen, wem er gehören wird”, so dass sich die Schrift erfüllte, die aussagte: „Meine Oberkleider haben sie untereinander verteilt, und um meinen Unterrock haben sie das Los geworfen”. Dies haben die Soldaten folglich getan. Bei Jesu Kreuz standen seine Mutter, die Schwester seiner Mutter, Maria, die [Frau] des Klopas und Maria, die Magdalenerin. Als Jesus nun seine Mutter sah und als der Schüler, den er lieb hatte, bei ihr stand, sagte er zu seiner Mutter: „Frau, sieh deinen Sohn an.” Dann sagte er zu dem Schüler: „Sieh deine Mutter an”, und von jener Stunde an nahm sie der Schüler bei sich auf.

μετα τουτο ειδως ο ιησους οτι παντα ηδη τετελεσται ινα τελειωθη η γραφη λεγει διψω  σκευος ουν εκειτο οξους μεστον οι δε πλησαντες σπογγον οξους και υσσωπω περιθεντες προσηνεγκαν αυτου τω στοματι  οτε ουν ελαβεν το οξος ο ιησους ειπεν τετελεσται και κλινας την κεφαλην παρεδωκεν το πνευμα οι ουν ιουδαιοι ινα μη μεινη επι του σταυρου τα σωματα εν τω σαββατω επει παρασκευη ην ην γαρ μεγαλη η ημερα εκεινου του σαββατου ηρωτησαν τον πιλατον ινα κατεαγωσιν αυτων τα σκελη και αρθωσιν  ηλθον ουν οι στρατιωται και του μεν πρωτου κατεαξαν τα σκελη και του αλλου του συσταυρωθεντος αυτω  επι δε τον ιησουν ελθοντες ως ειδον αυτον ηδη τεθνηκοτα ου κατεαξαν αυτου τα σκελη  αλλ εις των στρατιωτων λογχη αυτου την πλευραν ενυξεν και ευθυς εξηλθεν αιμα και υδωρ  και ο εωρακως μεμαρτυρηκεν και αληθινη αυτου εστιν η μαρτυρια κακεινος οιδεν οτι αληθη λεγει ινα υμεις πιστευσητε  εγενετο γαρ ταυτα ινα η γραφη πληρωθη οστουν ου συντριβησεται αυτου  και παλιν ετερα γραφη λεγει οψονται εις ον εξεκεντησαν

Danach, als Jesus sah, dass bereits alles ausgeführt war, so dass der Schrift genüge getan war, sagte er: „Ich habe Durst.” Folglich stand da ein Gefäß, das mit [billigem] Landwein/Essig gefüllt war. Nachdem sie einen Schwamm mit dem Landwein/ Essig getränkt und um einen Ysopzweig gewickelt hatten, brachten sie ihn zu seinem Mund. Als Jesus folglich den Landwein/ Essig eingenommen hatte, sagte er: „Es ist vollbracht”, und als er den Kopf zur Seite geneigt hatte, lieferte er den Geist (πνευμα) aus (παρεδωκεν). Die Juden baten nun Pilatus darum, dass sie ihnen [,den Gekreuzigten,] die Beine brechen und sie fortschaffen mögen, damit die Körper nicht am Ruhetag am Kreuz blieben, denn es war der Tag der Vorbereitung [und] weil jener ein bedeutender Tag der Ruhe war. Die Soldaten kamen also und brachen dem Ersten die Beine und auch dem Anderen, der zusammen mit ihm gekreuzigt wurde, als sie hingegen zu Jesus kamen, und sahen, dass er bereits tot war, brachen sie ihm nicht die Beine, sondern einer der Soldaten stach ihm mit einem Speer/ einer Lanze in die Seite, und sofort kamen Blut und Wasser heraus. Derjenige, der es sah, hat es bezeugt und seine Zeugenaussage ist wahr, und jener weiß, dass er aufrichtig spricht, damit auch ihr glauben mögt. Denn dieses geschah, damit sich die Schrift erfüllt: „[Ein] Knochen wird ihm nicht gebrochen werden.” Und eine andere Schriftstelle sagt wiederum: „Sie werden auf den schauen, den sie angestochen haben.”

μετα δε ταυτα ηρωτησεν τον πιλατον ο ιωσηφ ο απο αριμαθαιας ων μαθητης του ιησου κεκρυμμενος δε δια τον φοβον των ιουδαιων ινα αρη το σωμα του ιησου και επετρεψεν ο πιλατος ηλθεν ουν και ηρεν το σωμα του ιησου ηλθεν δε και νικοδημος ο ελθων προς τον ιησουν νυκτος το πρωτον φερων μιγμα σμυρνης και αλοης ωσει λιτρας εκατον ελαβον ουν το σωμα του ιησου και εδησαν αυτο οθονιοις μετα των αρωματων καθως εθος εστιν τοις ιουδαιοις ενταφιαζειν ην δε εν τω τοπω οπου εσταυρωθη κηπος και εν τω κηπω μνημειον καινον εν ω ουδεπω ουδεις ετεθη  εκει ουν δια την παρασκευην των ιουδαιων οτι εγγυς ην το μνημειον εθηκαν τον ιησουν

Nach diesen [Ereignissen] bat Josef von Arimathäa (αριμαθαιας, griech.: sehr-Schüler?), ein Schüler Jesu, jedoch heimlich wegen der Angst vor den Juden, Pilatus [darum], dass er den Körper Jesu fortnehmen dürfe, und Pilatus erlaubte es. Er [,Josef,] kam also und nahm den Körper Jesu fort. Es kam aber auch Nikodemus, der zuvor bei Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte eine Mixtur aus Myrrhe und Aloe mit, etwa hundert Pfund. Sie nahmen nun Jesu Körper und verbanden ihn mit Leinentüchern, zusammen mit den Aromastoffen, so wie es dem Brauch der Juden zur Einbalsamierung entspricht. An dem Ort, wo sie Jesus kreuzigten, gab es einen Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in das noch niemand jemals [hinein]gelegt worden war. Dorthin legten sie also Jesus wegen der [Sabbat]vorbereitung der Juden, weil das Grab in der Nähe war.

τη δε μια των σαββατων μαρια η μαγδαληνη ερχεται πρωι σκοτιας ετι ουσης εις το μνημειον και βλεπει τον λιθον ηρμενον εκ του μνημειου  τρεχει ουν και ερχεται προς σιμωνα πετρον και προς τον αλλον μαθητην ον εφιλει ο ιησους και λεγει αυτοις ηραν τον κυριον εκ του μνημειου και ουκ οιδαμεν που εθηκαν αυτον  εξηλθεν ουν ο πετρος και ο αλλος μαθητης και ηρχοντο εις το μνημειον  ετρεχον δε οι δυο ομου και ο αλλος μαθητης προεδραμεν ταχιον του πετρου και ηλθεν πρωτος εις το μνημειον  και παρακυψας βλεπει κειμενα τα οθονια ου μεντοι εισηλθεν  ερχεται ουν σιμων πετρος ακολουθων αυτω και εισηλθεν εις το μνημειον και θεωρει τα οθονια κειμενα  και το σουδαριον ο ην επι της κεφαλης αυτου ου μετα των οθονιων κειμενον αλλα χωρις εντετυλιγμενον εις ενα τοπον τοτε ουν εισηλθεν και ο αλλος μαθητης ο ελθων πρωτος εις το μνημειον και ειδεν και επιστευσεν  ουδεπω γαρ ηδεισαν την γραφην οτι δει αυτον εκ νεκρων αναστηναι  απηλθον ουν παλιν προς εαυτους οι μαθηται μαρια δε ειστηκει προς το μνημειον κλαιουσα εξω ως ουν εκλαιεν παρεκυψεν εις το μνημειον  και θεωρει δυο αγγελους εν λευκοις καθεζομενους ενα προς τη κεφαλη και ενα προς τοις ποσιν οπου εκειτο το σωμα του ιησου  και λεγουσιν αυτη εκεινοι γυναι τι κλαιεις λεγει αυτοις οτι ηραν τον κυριον μου και ουκ οιδα που εθηκαν αυτον  και ταυτα ειπουσα εστραφη εις τα οπισω και θεωρει τον ιησουν εστωτα και ουκ ηδει οτι ο ιησους εστιν  λεγει αυτη ο ιησους γυναι τι κλαιεις τινα ζητεις εκεινη δοκουσα οτι ο κηπουρος εστιν λεγει αυτω κυριε ει συ εβαστασας αυτον ειπε μοι που αυτον εθηκας καγω αυτον αρω  λεγει αυτη ο ιησους μαρια στραφεισα εκεινη λεγει αυτω ραββουνι ο λεγεται διδασκαλε λεγει αυτη ο ιησους μη μου απτου ουπω γαρ αναβεβηκα προς τον πατερα μου πορευου δε προς τους αδελφους μου και ειπε αυτοις αναβαινω προς τον πατερα μου και πατερα υμων και θεον μου και θεον υμων

Am Tag nach dem Ruhetag kam Maria, die Magdalenerin, früh am morgen, als die Dunkelheit noch da war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab entfernt war. Folglich rannte sie [weg] und kam zu Simon Petrus und zu dem anderen Schüler, den Jesus mochte, und sagte zu ihnen: „Sie haben den Herrn aus dem Grab hinausgeschafft, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.” Also gingen Petrus und der andere Schüler hinaus und kamen zum Grab. Die zwei rannten, alle beide, und der andere Schüler rannte vorneweg, schneller als Petrus, und kam als erster zum Grab. Als er hineinspähte, sah er die Leinentücher daliegen, er ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm nachgefolgt war, an, ging in das Grab hinein und sah die Leinentücher daliegen und das Schweißtuch, das auf seinem [,Jesu,] Kopf war, nicht bei den Leinentüchern, sondern separat zusammengefaltet an einem Ort liegen. Danach ging also auch der andere Schüler, der zuerst zum Grab gekommen war, hinein, und er sah und glaubte, denn sie hatten [bisher] noch nicht die Schrift[stelle] gekannt, [nämlich:] dass er von den Toten auferstehen muss. Also gingen die Schüler wieder nach Hause. Maria stand jedoch weinend vor dem Grab. Als sie nun weinte, spähte sie ins Grab hinein, und sah zwei [Engel]boten in weiß an dem Ort sitzen, wo sie den Körper Jesu hingelegt hatten, einen beim Kopf und einen bei den Füßen. Jene sagten zu ihr: „Frau, wieso weinst du?” Sie sagte zu ihnen: „Sie haben meinen Herrn fortgeschafft, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.” Als sie dies gesagt hatte, drehte sie sich nach hinten um und sah Jesus dastehen, doch sie wusste nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: „Frau, wieso weinst du, wen suchst du?” Jene sagte, weil sie meinte, dass es der Gärtner sei: „Herr, wenn Sie ihn weggebracht haben, sagen Sie mir, wo sie ihn hingelegt haben, und ich werde ihn fortbringen. Jesus sagte zu ihr: „Maria!” Als sich jene umgedreht hatte, sagte sie zu ihm: „[Liebster] Rabbi” (ραββουνι, Kosewort), was Lehrer bedeutet. Jesus sagte zu ihr: „Fasse mich nicht an, denn ich bin noch nicht zum Vater empor gegangen, gehe stattdessen zu meinen Brüdern und sage zu ihnen: „Ich gehe zu meinem Vater und auch eurem Vater, zu meinem Gott und auch eurem Gott empor.””

ερχεται μαρια η μαγδαληνη απαγγελλουσα τοις μαθηταις οτι εωρακεν τον κυριον και ταυτα ειπεν αυτη ουσης ουν οψιας τη ημερα εκεινη τη μια των σαββατων και των θυρων κεκλεισμενων οπου ησαν οι μαθηται συνηγμενοι δια τον φοβον των ιουδαιων ηλθεν ο ιησους και εστη εις το μεσον και λεγει αυτοις ειρηνη υμιν  και τουτο ειπων εδειξεν αυτοις τας χειρας και την πλευραν αυτου εχαρησαν ουν οι μαθηται ιδοντες τον κυριον ειπεν ουν αυτοις ο ιησους παλιν ειρηνη υμιν καθως απεσταλκεν με ο πατηρ καγω πεμπω υμας και τουτο ειπων ενεφυσησεν και λεγει αυτοις λαβετε πνευμα αγιον  αν τινων αφητε τας αμαρτιας αφιενται αυτοις αν τινων κρατητε κεκρατηνται

Maria, die Magdalenerin, kam zu den Schülern und verkündete: „Er sieht (εωρακεν, resultativer Perfekt) den Herrn.” Und dies hat er zu ihr gesagt. Als es an jenem Tag, dem Tag nach dem Passah, bereits spät [abends] geworden war, wobei die Türen an dem Ort, wo sich die Schüler aufhielten, wegen der Angst vor den Juden geschlossen waren, erschien Jesus, stellte sich in die Mitte und sagte: „Friede [zu] euch. Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich seine Schüler, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte also wiederum zu ihnen: „Friede [zu] euch. So wie der Vater mich gesandt hat, sende auch ich euch. Als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: „Nehmt (λαβετε) [den] heiligen Geist/Wind (πνευμα) auf. Wem ihr die Sünden erlasst, sind sie erlassen, und an wessen Sünden ihr festhaltet, dem werden sie festgehalten.”

θωμας δε εις εκ των δωδεκα ο λεγομενος διδυμος ουκ ην μετ αυτων οτε ηλθεν ο ιησους  ελεγον ουν αυτω οι αλλοι μαθηται εωρακαμεν τον κυριον ο δε ειπεν αυτοις εαν μη ιδω εν ταις χερσιν αυτου τον τυπον των ηλων και βαλω τον δακτυλον μου εις τον τυπον των ηλων και βαλω την χειρα μου εις την πλευραν αυτου ου μη πιστευσω  και μεθ ημερας οκτω παλιν ησαν εσω οι μαθηται αυτου και θωμας μετ αυτων ερχεται ο ιησους των θυρων κεκλεισμενων και εστη εις το μεσον και ειπεν ειρηνη υμιν  ειτα λεγει τω θωμα φερε τον δακτυλον σου ωδε και ιδε τας χειρας μου και φερε την χειρα σου και βαλε εις την πλευραν μου και μη γινου απιστος αλλα πιστος  και απεκριθη ο θωμας και ειπεν αυτω ο κυριος μου και ο θεος μου  λεγει αυτω ο ιησους οτι εωρακας με θωμα πεπιστευκας μακαριοι οι μη ιδοντες και πιστευσαντες πολλα μεν ουν και αλλα σημεια εποιησεν ο ιησους ενωπιον των μαθητων αυτου α ουκ εστιν γεγραμμενα εν τω βιβλιω τουτω  ταυτα δε γεγραπται ινα πιστευσητε οτι ο ιησους εστιν ο χριστος ο υιος του θεου και ινα πιστευοντες ζωην εχητε εν τω ονοματι αυτου

Thomas jedoch, einer von den Zwölfen, der Zwilling genannt wurde, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die anderen Schüler zu ihm: „Wir haben den Herrn gesehen/sehen (εωρακαμεν, resultativer Perfekt) den Herrn.” Er aber sagte zu ihnen: „Wenn ich nicht die Nagellöcher in seinen Händen sehe und meinen Finger in die Nagellöcher hineinstecke und meine Hand in seine Seite hineinstecke, werde ich niemals glauben.” Doch nach acht Tagen waren seine Schüler wieder drinnen [im Haus] und Thomas war bei ihnen. Jesus kam bei geschlossenen Türen, stellte sich in die Mitte und sagte „Friede [zu] euch.” Außerdem sagte er zu Thomas: „Stecke deinen Finger hierher und sieh dir meine Hände an, und nimm deine Hand und stecke sie in meine Seite und werde nicht ungläubig, sondern gläubig.” Thomas antwortete: „Mein Herr [ist] auch mein Gott.” Jesus sagte zu ihm: „Weil du mich gesehen hast, Thomas, bist du zum Glauben gekommen? Selig sind die nicht Sehenden und [doch] Glaubenden.” Nun hat zwar Jesus auch viele andere Zeichen vor [den Augen] seiner Schüler vollbracht, die nicht in diesem Buch aufgeschrieben sind, dieses wurde jedoch aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Gesalbte, der Sohn Gottes, ist, und damit ihr wegen des Glaubens Leben in seinem Namen habt.

μετα ταυτα εφανερωσεν εαυτον παλιν ο ιησους τοις μαθηταις επι της θαλασσης της τιβεριαδος εφανερωσεν δε ουτως  ησαν ομου σιμων πετρος και θωμας ο λεγομενος διδυμος και ναθαναηλ ο απο κανα της γαλιλαιας και οι του ζεβεδαιου και αλλοι εκ των μαθητων αυτου δυο  λεγει αυτοις σιμων πετρος υπαγω αλιευειν λεγουσιν αυτω ερχομεθα και ημεις συν σοι εξηλθον και ανεβησαν εις το πλοιον ευθυς και εν εκεινη τη νυκτι επιασαν ουδεν πρωιας δε ηδη γενομενης εστη ο ιησους εις τον αιγιαλον ου μεντοι ηδεισαν οι μαθηται οτι ιησους εστιν  λεγει ουν αυτοις ο ιησους παιδια μη τι προσφαγιον εχετε απεκριθησαν αυτω ου  ο δε ειπεν αυτοις βαλετε εις τα δεξια μερη του πλοιου το δικτυον και ευρησετε εβαλον ουν και ουκ ετι αυτο ελκυσαι ισχυσαν απο του πληθους των ιχθυων  λεγει ουν ο μαθητης εκεινος ον ηγαπα ο ιησους τω πετρω ο κυριος εστιν σιμων ουν πετρος ακουσας οτι ο κυριος εστιν τον επενδυτην διεζωσατο ην γαρ γυμνος και εβαλεν εαυτον εις την θαλασσαν  οι δε αλλοι μαθηται τω πλοιαριω ηλθον ου γαρ ησαν μακραν απο της γης αλλ ως απο πηχων διακοσιων συροντες το δικτυον των ιχθυων ως ουν απεβησαν εις την γην βλεπουσιν ανθρακιαν κειμενην και οψαριον επικειμενον και αρτον  λεγει αυτοις ο ιησους ενεγκατε απο των οψαριων ων επιασατε νυν  ανεβη σιμων πετρος και ειλκυσεν το δικτυον επι της γης μεστον ιχθυων μεγαλων εκατον πεντηκοντατριων και τοσουτων οντων ουκ εσχισθη το δικτυον λεγει αυτοις ο ιησους δευτε αριστησατε ουδεις δε ετολμα των μαθητων εξετασαι αυτον συ τις ει ειδοτες οτι ο κυριος εστιν ερχεται ουν ο ιησους και λαμβανει τον αρτον και διδωσιν αυτοις και το οψαριον ομοιως  τουτο ηδη τριτον εφανερωθη ο ιησους τοις μαθηταις αυτου εγερθεις εκ νεκρων

Danach zeigte sich Jesus nochmals seinen Schülern am Meer von Tiberias, und er zeigte sich folgendermaßen:  Simon Petrus, Thomas [(]der Zwilling und Gottesgeschenk genannt wird [und] aus dem galiläischen Kana kommt[)], die [Söhne] des Zebedäus, und noch zwei andere seiner Schüler waren beisammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: „Ich gehe fort zum Fischen.” Sie sagten zu ihm: „Auch wir kommen mit.” Sie gingen [zum Meer] hinaus und ins Boot, doch in jener Nacht fingen sie nichts. Als es bereits früh am Morgen war, stand Jesus am Strand, doch seine Schüler wussten nicht, dass es Jesus war. Da rief Jesus ihnen zu: „Kinder, habt ihr nichts zu essen?” Sie antworteten ihm: „Nein.” Dann sagte er zu ihnen: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes [aus] und ihr werdet [etwas] finden.” Sie warfen es also aus, doch sie hatten nicht die Kraft, es wieder einzuholen, weil es voller Fische war. Da sagte jener Schüler, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: „Es ist der Herr!” Als Simon Petrus gehört hatte, dass es der Herr sei, zog er seine Oberbekleidung an, denn er war unbekleidet, und warf sich ins Meer. Die anderen Schüler kamen jedoch mit dem Boot [nach], denn sie waren nicht weit, sondern nur etwa zweihundert Ellen, vom Land entfernt, wobei sie das Netz mit den Fischen hinter sich her zogen. Als sie dann an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer und Fische/ Gegrilltes darauf liegen sowie Brot. Jesus sagte zu ihnen: „Bringt [einige] von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt, her. Simon Petrus stieg also ins Boot und zog das Netz, das mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt war, an Land, und obwohl es so viele [Fische] waren, riss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: „Kommt her und frühstückt”, doch keiner der Schüler getraute sich nachzufragen: „Wer sind Sie?”, denn Sie wussten [insgeheim], dass es der Herr war. Da kam Jesus, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den [gegrillten] Fisch. Dieses war bereits das dritte Mal, dass sich Jesus seinen Schülern zeigte, seit er von den Toten auferstanden war.

οτε ουν ηριστησαν λεγει τω σιμωνι πετρω ο ιησους σιμων ιωνα αγαπας με πλειον τουτων λεγει αυτω ναι κυριε συ οιδας οτι φιλω σε λεγει αυτω βοσκε τα αρνια μου  λεγει αυτω παλιν δευτερον σιμων ιωνα αγαπας με λεγει αυτω ναι κυριε συ οιδας οτι φιλω σε λεγει αυτω ποιμαινε τα προβατα μου  λεγει αυτω το τριτον σιμων ιωνα φιλεις με ελυπηθη ο πετρος οτι ειπεν αυτω το τριτον φιλεις με και ειπεν αυτω κυριε συ παντα οιδας συ γινωσκεις οτι φιλω σε λεγει αυτω ο ιησους βοσκε τα προβατα μου αμην αμην λεγω σοι οτε ης νεωτερος εζωννυες σεαυτον και περιεπατεις οπου ηθελες οταν δε γηρασης εκτενεις τας χειρας σου και αλλος σε ζωσει και οισει οπου ου θελεις  τουτο δε ειπεν σημαινων ποιω θανατω δοξασει τον θεον και τουτο ειπων λεγει αυτω ακολουθει μοι επιστραφεις δε ο πετρος βλεπει τον μαθητην ον ηγαπα ο ιησους ακολουθουντα ος και ανεπεσεν εν τω δειπνω επι το στηθος αυτου και ειπεν κυριε τις εστιν ο παραδιδους σε  τουτον ιδων ο πετρος λεγει τω ιησου κυριε ουτος δε τι  λεγει αυτω ο ιησους εαν αυτον θελω μενειν εως ερχομαι τι προς σε συ ακολουθει μοι

Als sie dann frühstückten, sagte Jesus (ιησους, griech.: Ohrenheiler?) zu Simon Petrus: „Simon (σιμωνι, hebr.: Hörender) , [Sohn] des Jona (ιωνα, hebr.: Taube), liebst du mich mehr als diese [hier es tun]?” Er sagte zu ihm: „Ja, Herr. Sie wissen, dass ich Sie mag.” Er sagte zu ihm: „Füttere meine Lämmer.” Nochmals, beim zweiten Mal, sagte er zu ihm: „Simon, [Sohn] des Jona, liebst du mich?” Er sagte zu ihm: „Ja, Herr. Sie wissen, dass ich Sie mag.” Er sagte zu ihm: „Sei der Schäfer meiner Schafe.” Beim dritten Mal sagte er zu ihm: „Simon, [Sohn] des Jona, magst du mich?” Petrus wurde betrübt, weil das dritte Mal zu ihm gesagt wurde: „Magst du mich?”, und er sagte zu ihm: „Herr, Sie wissen alles, Sie wissen, dass ich Sie mag.” Jesus sagte zu ihm: „Füttere meine Schafe. Es ist gewiss wahr, [was] ich dir sage: Als du jung warst, zogst du dich selbst an und liefst umher, wo du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, streckst du deine Hände aus, und ein anderer wird dich anziehen und dich [dahin] führen, wo du nicht hingehen willst.“ Dieses sagte er, um [Petrus] ein Zeichen zu geben, durch welchen Tod er Gott preisen (δοξασει) werde, und als er dies gesagt hatte, sagte er zu ihm: „Folge mir nach!” Als Petrus sich jedoch umgedreht hatte, sah er den Schüler, den Jesus liebte, nachfolgen, derjenige, der sich bei dem Mahl an seine Brust zurücklehnte und sagte: „Herr, wer ist derjenige, der Sie ausliefern/ verraten wird?” Als Petrus diesen nachfolgen sah, sagte er zu Jesus: „Herr, aber was ist mit ihm?” Jesus sagte zu ihm: „Falls ich wollen sollte, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach.”

εξηλθεν ουν ο λογος ουτος εις τους αδελφους οτι ο μαθητης εκεινος ουκ αποθνησκει και ουκ ειπεν αυτω ο ιησους οτι ουκ αποθνησκει αλλ εαν αυτον θελω μενειν εως ερχομαι τι προς σε ουτος εστιν ο μαθητης ο μαρτυρων περι τουτων και γραψας ταυτα και οιδαμεν οτι αληθης εστιν η μαρτυρια αυτου εστιν δε και αλλα πολλα οσα εποιησεν ο ιησους ατινα εαν γραφηται καθ εν ουδε αυτον οιμαι τον κοσμον χωρησαι τα γραφομενα βιβλια αμην

Es verbreitete sich infolgedessen unter den Brüdern die Kunde, dass jener Schüler nicht sterben werde, doch Jesus sagte zu ihm nicht, dass er nicht sterben werde, sondern: „Falls ich wollen sollte, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an?” Dies ist der Schüler, der darüber als Zeuge berichtet und dies aufgeschrieben hat, und wir wissen, dass sein Zeugenbericht wahr ist. Es gibt allerdings noch viele andere [Dinge], die Jesus getan hat, welche, wenn sie zusammengetragen würden [so umfangreich wären], dass vermutlich nicht einmal die Welt die geschriebenen Bücher fassen könnte. Amen.