Vorwort

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um eine zweisprachige Ausgabe des Johannesevangeliums. Der griechische Text geht auf den Nestle 1904 Text zurück und wurde in elektronischer Form von James K. Tauber bezogen (https://github.com/jtauber/gnt-texts?tab=readme-ov-file). Die darin enthaltene Kapitel- und Versnummerierung habe ich jedoch entfernt. Die Übersetzung ins Deutsche habe ich als persönliche Studienhilfe vorgenommen, wobei allerdings der Nestle-Aland Text in gedruckter Form herangezogen wurde, in dem ich normalerweise lese.

Aus meiner Sicht hilft das Lesen im griechischen Text dabei, die Textstruktur zu verstehen, welche im Übersetzungsprozess leider in der Regel verloren geht. Außer ein wenig Altgriechisch-Kenntnissen setzt die Lektüre keine Vorkenntnisse voraus. Insbesondere habe ich keine kirchlichen Dogmen und keine theologischen Konventionen bei der Übersetzung berücksichtigt. Stattdessen war es meine Absicht, auf möglichst unbefangene Art und Weise an den Text heranzugehen und mich vom Heiligen Geist leiten zu lassen.

Während meiner Beschäftigung mit dem griechischen Text habe ich wahrgenommen, dass der Text eine verborgene Kapitel- und Absatzstruktur besitzt, die von der gängigen Kapitel- und Versnummerierung aus dem Mittelalter bzw. der Neuzeit abweicht. Ob diese Einteilung in einer bekannten antiken Bibelhandschrift zu finden ist, weiß ich nicht. Im Laufe der Zeit wurde mir jedoch bewusst, dass sich die Kapiteleinteilung thematisch an den zehn Geboten orientiert, die Absatzgestaltung dagegen an den sieben Schöpfungstagen aus Genesis 1 sowie den sieben Geistesgaben gemäß Jesaia: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit, Gottesfurcht. Die Zählung der Gebote scheint sich dabei an dem jüdischen oder dem christlich-orthodoxen Schema zu orientieren und nicht an dem römisch-katholischen oder dem lutherischen.

Im Laufe meines Lebens hat mich Gott in zunehmender Tiefe diese Dinge sehen lassen. Möge Gott mir dabei helfen, meine Arbeit so zu gestalten, dass sie seinem Willen entspricht.

Juli 2026,        Thomas Rießler

Ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ Λόγος, καὶ ὁ Λόγος ἦν πρὸς τὸν Θεόν, καὶ Θεὸς ἦν ὁ Λόγος. Οὗτος ἦν ἐν ἀρχῇ πρὸς τὸν Θεόν. πάντα δι’ αὐτοῦ ἐγένετο, καὶ χωρὶς αὐτοῦ ἐγένετο οὐδὲ ἕν ὃ γέγονεν. ἐν αὐτῷ ζωὴ ἦν, καὶ ἡ ζωὴ ἦν τὸ φῶς τῶν ἀνθρώπων. καὶ τὸ φῶς ἐν τῇ σκοτίᾳ φαίνει, καὶ ἡ σκοτία αὐτὸ οὐ κατέλαβεν.

Eine herrschende Position hatte die schöpferische Rede / das Gebot (Λόγος) inne (Ἐν ἀρχῇ ἦν), die schöpferische Rede (Λόγος) bezog sich auf Gott und Gott war die schöpferische Rede (Λόγος). Dieses war am Anfang (ἐν ἀρχῇ) bezogen auf Gott. Alles entstand durch es, ohne es entstand nichts, was geschaffen wurde. In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Das Licht scheint in der Dunkelheit, doch die Dunkelheit hat es nicht herabgenommen (κατέλαβεν).

Ἐγένετο ἄνθρωπος, ἀπεσταλμένος παρὰ Θεοῦ, ὄνομα αὐτῷ Ἰωάνης· οὗτος ἦλθεν εἰς μαρτυρίαν, ἵνα μαρτυρήσῃ περὶ τοῦ φωτός, ἵνα πάντες πιστεύσωσιν δι’ αὐτοῦ. οὐκ ἦν ἐκεῖνος τὸ φῶς, ἀλλ’ ἵνα μαρτυρήσῃ περὶ τοῦ φωτός. Ἦν τὸ φῶς τὸ ἀληθινὸν, ὃ φωτίζει πάντα ἄνθρωπον, ἐρχόμενον εἰς τὸν κόσμον. ἐν τῷ κόσμῳ ἦν, καὶ ὁ κόσμος δι’ αὐτοῦ ἐγένετο, καὶ ὁ κόσμος αὐτὸν οὐκ ἔγνω. εἰς τὰ ἴδια ἦλθεν, καὶ οἱ ἴδιοι αὐτὸν οὐ παρέλαβον. ὅσοι δὲ ἔλαβον αὐτόν, ἔδωκεν αὐτοῖς ἐξουσίαν τέκνα Θεοῦ γενέσθαι, τοῖς πιστεύουσιν εἰς τὸ ὄνομα αὐτοῦ, οἳ οὐκ ἐξ αἱμάτων οὐδὲ ἐκ θελήματος σαρκὸς οὐδὲ ἐκ θελήματος ἀνδρὸς ἀλλ’ ἐκ Θεοῦ ἐγεννήθησαν. Καὶ ὁ Λόγος σὰρξ ἐγένετο καὶ ἐσκήνωσεν ἐν ἡμῖν, καὶ ἐθεασάμεθα τὴν δόξαν αὐτοῦ, δόξαν ὡς μονογενοῦς παρὰ Πατρός, πλήρης χάριτος καὶ ἀληθείας. Ἰωάνης μαρτυρεῖ περὶ αὐτοῦ καὶ κέκραγεν λέγων Οὗτος ἦν ὃν εἶπον Ὁ ὀπίσω μου ἐρχόμενος ἔμπροσθέν μου γέγονεν, ὅτι πρῶτός μου ἦν. ὅτι ἐκ τοῦ πληρώματος αὐτοῦ ἡμεῖς πάντες ἐλάβομεν, καὶ χάριν ἀντὶ χάριτος· ὅτι ὁ νόμος διὰ Μωϋσέως ἐδόθη, ἡ χάρις καὶ ἡ ἀλήθεια διὰ Ἰησοῦ Χριστοῦ ἐγένετο. Θεὸν οὐδεὶς ἑώρακεν πώποτε· μονογενὴς Θεὸς ὁ ὢν εἰς τὸν κόλπον τοῦ Πατρὸς, ἐκεῖνος ἐξηγήσατο.

Es wurde ein Mensch geboren, von Gott gesandt, Johannes mit Namen. Jener kam als Zeuge, um das Licht zu bezeugen, damit alle durch ihn glauben mögen. Nicht jener war das Licht, sondern [er war da,] um das Licht zu bezeugen. Das wahrhaftige Licht, das allen Menschen Licht gibt, kam in die Welt. In der Welt war es und die Welt war durch es entstanden, doch die Welt erkannte es nicht. In das Eigene kam es, doch die Eigenen nahmen es nicht an (παρέλαβον). Jenen aber, die es [auf]nahmen (ἔλαβον), gab es die Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glaubten, nicht denen, die einer Blutlinie angehörten und auch nicht denen, die von fleischlichem Willen oder von männlichem Willen gezeugt waren, sondern denen, die von Gott abstammten. Da wurde das Gebot (Λόγος) Fleisch (σὰρξ) und wohnte unter uns. Wir sahen seine Herrlichkeit (δόξαν), [die] Herrlichkeit (δόξαν) eines einzigen vom Vater Gezeugten [theogenen] (μονογενοῦς),, erfüllt von Gnade und Wahrheit. Johannes bekannte im Hinblick auf ihn: „Dieser ist es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, hat Vorrang vor mir, weil er höhergestellt ist als ich.“ Aus seiner Fülle haben wir alle Gnade über Gnade empfangen, denn das  Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen  durch den Gesalbten Jesus. Gott ist noch von niemandem gesehen worden. Der einzige gezeugte (μονογενὴς) Gott, der im Schoß des Vaters ist, jener hat ihn ausgelegt.

Καὶ αὕτη ἐστὶν ἡ μαρτυρία τοῦ Ἰωάνου ὅτε ἀπέστειλαν πρὸς αὐτὸν οἱ Ἰουδαῖοι ἐξ Ἱεροσολύμων ἱερεῖς καὶ Λευείτας ἵνα ἐρωτήσωσιν αὐτόν Σὺ τίς εἶ; καὶ ὡμολόγησεν καὶ οὐκ ἠρνήσατο, καὶ ὡμολόγησεν ὅτι Ἐγὼ οὐκ εἰμὶ ὁ Χριστός. καὶ ἠρώτησαν αὐτόν Τί οὖν; σὺ Ἡλείας εἶ; καὶ λέγει Οὐκ εἰμί. Ὁ προφήτης εἶ σύ; καὶ ἀπεκρίθη Οὔ. εἶπαν οὖν αὐτῷ Τίς εἶ; ἵνα ἀπόκρισιν δῶμεν τοῖς πέμψασιν ἡμᾶς· τί λέγεις περὶ σεαυτοῦ; ἔφη Ἐγὼ φωνὴ βοῶντος ἐν τῇ ἐρήμῳ Εὐθύνατε τὴν ὁδὸν Κυρίου, καθὼς εἶπεν Ἡσαΐας ὁ προφήτης. Καὶ ἀπεσταλμένοι ἦσαν ἐκ τῶν Φαρισαίων. καὶ ἠρώτησαν αὐτὸν καὶ εἶπαν αὐτῷ Τί οὖν βαπτίζεις εἰ σὺ οὐκ εἶ ὁ Χριστὸς οὐδὲ Ἡλείας οὐδὲ ὁ προφήτης; ἀπεκρίθη αὐτοῖς ὁ Ἰωάνης λέγων Ἐγὼ βαπτίζω ἐν ὕδατι· μέσος ὑμῶν στήκει ὃν ὑμεῖς οὐκ οἴδατε, ὁ ὀπίσω μου ἐρχόμενος, οὗ οὐκ εἰμὶ ἐγὼ ἄξιος ἵνα λύσω αὐτοῦ τὸν ἱμάντα τοῦ ὑποδήματος. Ταῦτα ἐν Βηθανίᾳ ἐγένετο πέραν τοῦ Ἰορδάνου, ὅπου ἦν ὁ Ἰωάνης βαπτίζων.

Folgendes ist Johannes Bekenntnis: Als die Juden aus Jerusalem Priester und Leviten zu ihm sandten, fragten sie ihn: „Du! Wer bist du?“. Er bekannte, ohne zu verleugnen. Er bekannte: „Nicht ich bin der Gesalbte.“ Sie fragten ihn: „Wer dann? Bist du Elias („Mein Gott ist der Ich bin, der ich bin“)?“ und er sagte: „Nicht ich bin, der ich bin.“ [Und sie fragten:] „Bist du der Prophet?“ und er antwortete: „Nein.“ Da sagten sie zu ihm: „Wer bist du? [Sag es uns], damit wir denen antworten können, die uns gesandt haben. Was sagst du über dich selbst?“ Er antwortete: „Ich bin eine Stimme, die in der Wüste ruft: Macht den Weg des Herrn eben, was auch der Prophet Jesaja gesagt hat.“ Doch sie waren Abgesandte von den Pharisäern und fragten ihn: „Weshalb taufst du dann  (βαπτίζεις, eintauchen), wenn du weder der Gesalbte noch Elias noch der Prophet bist?“ Johannes antwortete ihnen: „Ich taufe in Wasser. Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt. Er kommt nach mir und hat doch Vorrang vor mir. Ich bin nicht würdig, ihm seine Schnürsenkel zu lösen.“ Dies geschah in Betanien, jenseits des Jordan, wo  Johannes taufte.

Τῇ ἐπαύριον βλέπει τὸν Ἰησοῦν ἐρχόμενον πρὸς αὐτόν, καὶ λέγει Ἴδε ὁ Ἀμνὸς τοῦ Θεοῦ ὁ αἴρων τὴν ἁμαρτίαν τοῦ κόσμου. οὗτός ἐστιν ὑπὲρ οὗ ἐγὼ εἶπον Ὀπίσω μου ἔρχεται ἀνὴρ ὃς ἔμπροσθέν μου γέγονεν, ὅτι πρῶτός μου ἦν. κἀγὼ οὐκ ᾔδειν αὐτόν, ἀλλ’ ἵνα φανερωθῇ τῷ Ἰσραὴλ, διὰ τοῦτο ἦλθον ἐγὼ ἐν ὕδατι βαπτίζων. Καὶ ἐμαρτύρησεν Ἰωάνης λέγων ὅτι Τεθέαμαι τὸ Πνεῦμα καταβαῖνον ὡς περιστερὰν ἐξ οὐρανοῦ, καὶ ἔμεινεν ἐπ’ αὐτόν. κἀγὼ οὐκ ᾔδειν αὐτόν, ἀλλ’ ὁ πέμψας με βαπτίζειν ἐν ὕδατι ἐκεῖνός μοι εἶπεν Ἐφ’ ὃν ἂν ἴδῃς τὸ Πνεῦμα καταβαῖνον καὶ μένον ἐπ’ αὐτόν, οὗτός ἐστιν ὁ βαπτίζων ἐν Πνεύματι Ἁγίῳ. κἀγὼ ἑώρακα, καὶ μεμαρτύρηκα ὅτι οὗτός ἐστιν ὁ Υἱὸς τοῦ Θεοῦ.

Am nächsten Tag sah Johannes Jesus auf sich zukommen und sagte: “Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt. Dieser ist es, von dem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der Vorrang vor mit hat, weil er höhergestellt ist als ich. Auch ich kannte ihn nicht, aber damit es Israel sichtbar werde, deshalb kam ich, in Wasser einzutauchen.“ Johannes bezeugte: „Ich sah den Geist/Wind (Πνεῦμα) wie eine Taube aus dem Himmel herabkommen und auf ihm bleiben. Auch ich kannte ihn nicht, aber derjenige, der mich gesandt, hat in Wasser einzutauchen, jener sagte zu mir: „Auf wen du den Geist/Wind herabkommen und bleiben/wohnen siehst, ist derjenige, der mit dem heiligen Geist tauft“. Und ich habe gesehen und bezeugt, dass dieser der Sohn Gottes ist.“

Τῇ ἐπαύριον πάλιν εἱστήκει ὁ Ἰωάνης καὶ ἐκ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ δύο, καὶ ἐμβλέψας τῷ Ἰησοῦ περιπατοῦντι λέγει Ἴδε ὁ Ἀμνὸς τοῦ Θεοῦ. καὶ ἤκουσαν οἱ δύο μαθηταὶ αὐτοῦ λαλοῦντος καὶ ἠκολούθησαν τῷ Ἰησοῦ. στραφεὶς δὲ ὁ Ἰησοῦς καὶ θεασάμενος αὐτοὺς ἀκολουθοῦντας λέγει αὐτοῖς Τί ζητεῖτε; οἱ δὲ εἶπαν αὐτῷ Ῥαββεί, (ὃ λέγεται μεθερμηνευόμενον Διδάσκαλε,) ποῦ μένεις; λέγει αὐτοῖς Ἔρχεσθε καὶ ὄψεσθε. ἦλθαν οὖν καὶ εἶδαν ποῦ μένει, καὶ παρ’ αὐτῷ ἔμειναν τὴν ἡμέραν ἐκείνην· ὥρα ἦν ὡς δεκάτη. Ἦν Ἀνδρέας ὁ ἀδελφὸς Σίμωνος Πέτρου εἷς ἐκ τῶν δύο τῶν ἀκουσάντων παρὰ Ἰωάνου καὶ ἀκολουθησάντων αὐτῷ· εὑρίσκει οὗτος πρῶτον τὸν ἀδελφὸν τὸν ἴδιον Σίμωνα καὶ λέγει αὐτῷ Εὑρήκαμεν τὸν Μεσσίαν (ὅ ἐστιν μεθερμηνευόμενον Χριστός). ἤγαγεν αὐτὸν πρὸς τὸν Ἰησοῦν. ἐμβλέψας αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς εἶπεν Σὺ εἶ Σίμων ὁ υἱὸς Ἰωάνου, σὺ κληθήσῃ Κηφᾶς (ὃ ἑρμηνεύεται Πέτρος).

Am nächsten Tag stand wiederum Johannes da und auch zwei von seinen Schülern. Als er Jesus umhergehen sah, sagte er: „Sieh, das Lamm Gottes.“ Als seine beiden Schüler hörten, wie er das sagte, folgten sie Jesus nach. Jesus aber drehte sich um und als er sah, wie sie ihm nachfolgten, sagte er zu ihnen: „Was sucht/ wollt (ζητεῖτε) ihr?“ Sie aber sagten zu ihm: „Rabbi“, was übersetzt Lehrer bedeutet, „wo wohnen Sie?“ Er sagte zu ihnen: „Kommt und seht.“ Sie kamen also und sahen, wo er wohnte und sie blieben an jenem Tag bei ihm. Die Stunde war etwa die Zehnte (16 Uhr). Andreas, der Bruder Simon (Σίμωνος, hebr.: Hörender) Petrus' (Πέτρου, Fels/Stein), einer von den Beiden, die Johannes gehört hatten und ihm nachfolgten, machte als erstes seinen eigenen Bruder Simon ausfindig und sagte zu ihm: „Wir haben den Messias gefunden, was übersetzt Gesalbter bedeutet. Er führte ihn zu Jesus. Als Jesus ihn erblickte, sagte er: „Du bist Simon, der Sohn des Johannes. Du wirst Kephas genannt, was übersetzt Fels/Stein (Πέτρος) bedeutet.

Τῇ ἐπαύριον ἠθέλησεν ἐξελθεῖν εἰς τὴν Γαλιλαίαν. καὶ εὑρίσκει Φίλιππον. καὶ λέγει αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς Ἀκολούθει μοι. ἦν δὲ ὁ Φίλιππος ἀπὸ Βηθσαϊδά, ἐκ τῆς πόλεως Ἀνδρέου καὶ Πέτρου. εὑρίσκει Φίλιππος τὸν Ναθαναὴλ καὶ λέγει αὐτῷ Ὃν ἔγραψεν Μωϋσῆς ἐν τῷ νόμῳ καὶ οἱ προφῆται εὑρήκαμεν, Ἰησοῦν υἱὸν τοῦ Ἰωσὴφ τὸν ἀπὸ Ναζαρέτ. καὶ εἶπεν αὐτῷ Ναθαναήλ Ἐκ Ναζαρὲτ δύναταί τι ἀγαθὸν εἶναι; λέγει αὐτῷ ὁ Φίλιππος Ἔρχου καὶ ἴδε. εἶδεν Ἰησοῦς τὸν Ναθαναὴλ ἐρχόμενον πρὸς αὐτὸν καὶ λέγει περὶ αὐτοῦ Ἴδε ἀληθῶς Ἰσραηλείτης, ἐν ᾧ δόλος οὐκ ἔστιν. λέγει αὐτῷ Ναθαναήλ Πόθεν με γινώσκεις; ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτῷ Πρὸ τοῦ σε Φίλιππον φωνῆσαι ὄντα ὑπὸ τὴν συκῆν εἶδόν σε. ἀπεκρίθη αὐτῷ Ναθαναήλ Ῥαββεί, σὺ εἶ ὁ Υἱὸς τοῦ Θεοῦ, σὺ Βασιλεὺς εἶ τοῦ Ἰσραήλ. ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτῷ Ὅτι εἶπόν σοι ὅτι εἶδόν σε ὑποκάτω τῆς συκῆς, πιστεύεις; μείζω τούτων ὄψῃ. καὶ λέγει αὐτῷ Ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, ὄψεσθε τὸν οὐρανὸν ἀνεῳγότα καὶ τοὺς ἀγγέλους τοῦ Θεοῦ ἀναβαίνοντας καὶ καταβαίνοντας ἐπὶ τὸν Υἱὸν τοῦ ἀνθρώπου.

Am nächsten Tag wollte er ins Galiläische (Γαλιλαίαν, hebr.: Kreis der Heiden) gehen und er fand Philippus (Φίλιππον, Pferdefreund). Jesus sagte zu ihm: „Folge mir nach!“ Philippus war aus Bethsaida (Aram.: „Haus des Fischens“), aus der Stadt Andreas und  Simons. Philippus fand Nathanael (Ναθαναὴλ, Gottesgeschenk) und sagte zu ihm: „Der, über den Mose in dem Gesetz geschrieben hat und auch die Propheten, den haben wir gefunden: Jesus, den Sohn Josefs, den aus Nazaret. Nathanael sagte zu ihm: „Aus Nazaret kann etwas Gutes sein?“ Philippus sagte zu ihm: „Komm und sieh.“ Jesus sah Nathanael auf sich zukommen und sagte über ihn: „Sieh an, wahrhaftig, ein Israelit (Ἰσραηλείτης, hebr.: Gottesstreiter), in dem kein Lug und Trug ist!“ Nathanael sagte zu ihm: „Woran haben Sie mich erkannt?“ Jesus antwortete: „Bevor Philippus dich rief, sah ich dich unter dem Feigenbaum.“ Nathanael antwortete ihm: „Rabbi, Sie sind der Sohn Gottes, Sie sind der König Israels!“ Jesus antwortete: „Weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah, glaubst du? Größeres als das/Mehr davon sollst du sehen.“ Und er sagte zu ihm: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Von jetzt an werdet ihr den Himmel geöffnet und die Engel Gottes hinaufsteigen sehen, und hinabsteigen auf den Sohn des Menschen.“

Καὶ τῇ ἡμέρᾳ τῇ τρίτῃ γάμος ἐγένετο ἐν Κανὰ τῆς Γαλιλαίας, καὶ ἦν ἡ μήτηρ τοῦ Ἰησοῦ ἐκεῖ· ἐκλήθη δὲ καὶ ὁ Ἰησοῦς καὶ οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ εἰς τὸν γάμον. καὶ ὑστερήσαντος οἴνου λέγει ἡ μήτηρ τοῦ Ἰησοῦ πρὸς αὐτόν Οἶνον οὐκ ἔχουσιν. καὶ λέγει αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς Τί ἐμοὶ καὶ σοί, γύναι; οὔπω ἥκει ἡ ὥρα μου. λέγει ἡ μήτηρ αὐτοῦ τοῖς διακόνοις Ὅ τι ἂν λέγῃ ὑμῖν, ποιήσατε. ἦσαν δὲ ἐκεῖ λίθιναι ὑδρίαι ἓξ κατὰ τὸν καθαρισμὸν τῶν Ἰουδαίων κείμεναι, χωροῦσαι ἀνὰ μετρητὰς δύο ἢ τρεῖς. λέγει αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Γεμίσατε τὰς ὑδρίας ὕδατος. καὶ ἐγέμισαν αὐτὰς ἕως ἄνω. καὶ λέγει αὐτοῖς Ἀντλήσατε νῦν καὶ φέρετε τῷ ἀρχιτρικλίνῳ. οἱ δὲ ἤνεγκαν. ὡς δὲ ἐγεύσατο ὁ ἀρχιτρίκλινος τὸ ὕδωρ οἶνον γεγενημένον, καὶ οὐκ ᾔδει πόθεν ἐστίν, οἱ δὲ διάκονοι ᾔδεισαν οἱ ἠντληκότες τὸ ὕδωρ, φωνεῖ τὸν νυμφίον ὁ ἀρχιτρίκλινος καὶ λέγει αὐτῷ Πᾶς ἄνθρωπος πρῶτον τὸν καλὸν οἶνον τίθησιν, καὶ ὅταν μεθυσθῶσιν τὸν ἐλάσσω· σὺ τετήρηκας τὸν καλὸν οἶνον ἕως ἄρτι. Ταύτην ἐποίησεν ἀρχὴν τῶν σημείων ὁ Ἰησοῦς ἐν Κανὰ τῆς Γαλιλαίας καὶ ἐφανέρωσεν τὴν δόξαν αὐτοῦ, καὶ ἐπίστευσαν εἰς αὐτὸν οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ. Μετὰ τοῦτο κατέβη εἰς Καφαρναοὺμ αὐτὸς καὶ ἡ μήτηρ αὐτοῦ καὶ οἱ ἀδελφοὶ καὶ οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ, καὶ ἐκεῖ ἔμειναν οὐ πολλὰς ἡμέρας.

Am dritten Tag war eine Hochzeit im galiläischen Kana und Jesu Mutter war dort. Jesus und seine Schüler waren ebenfalls zur Hochzeit eingeladen, und als der Wein ausging kam, sagte Jesu Mutter zu ihm: „Sie haben keinen Wein.“ Jesus sagte zu ihr: „Was mir [gehört, gehört] auch dir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Seine Mutter sagte zu den Dienern: „Was er euch auch sagt, [das] tut ihr.“ Dort standen sechs steinerne Wasserkrüge gemäß den Reinigungsvorschriften der Juden, jeder zwei oder drei Metretas (μετρητὰς, Antikes Volumenmaß von etwa 40 Litern) fassend. Jesus sagte zu ihnen [den Dienern]: „Füllt die Wasserkrüge mit Wasser.“ Und sie füllten sie bis oben hin. Und er sagte zu ihnen: „Entnehmt jetzt daraus und bringt es zum Speisemeister (ἀρχιτρικλίνῳ, Vorsteher der drei Tische).“ Sie taten es. Als aber der Speisemeister das zu Wein gewordene Wasser gekostet hatte, und nicht wusste, woher es war, die Diener aber, die das Wasser entnommen hatten, wussten es, rief der Speisemeister den Bräutigam und sagte zu ihm: „Jeder Mensch setzt zuerst den guten Wein vor und danach, wenn sie benebelt sind, den geringeren/schlechteren. Du hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten!“ Dies vollbrachte Jesus als erstes der Zeichen in dem galiläischen Kana, und seine Herrlichkeit (δόξαν) wurde sichtbar, und seine Schüler glaubten an ihn. Danach ging er nach Kapernaum hinab, er selbst, seine Mutter, seine Brüder und seine Schüler. Viele Tage blieben sie dort nicht.

Καὶ ἐγγὺς ἦν τὸ πάσχα τῶν Ἰουδαίων, καὶ ἀνέβη εἰς Ἱεροσόλυμα ὁ Ἰησοῦς. καὶ εὗρεν ἐν τῷ ἱερῷ τοὺς πωλοῦντας βόας καὶ πρόβατα καὶ περιστερὰς καὶ τοὺς κερματιστὰς καθημένους, καὶ ποιήσας φραγέλλιον ἐκ σχοινίων πάντας ἐξέβαλεν ἐκ τοῦ ἱεροῦ τά τε πρόβατα καὶ τοὺς βόας, καὶ τῶν κολλυβιστῶν ἐξέχεεν τὰ κέρματα καὶ τὰς τραπέζας ἀνέτρεψεν, καὶ τοῖς τὰς περιστερὰς πωλοῦσιν εἶπεν Ἄρατε ταῦτα ἐντεῦθεν, μὴ ποιεῖτε τὸν οἶκον τοῦ Πατρός μου οἶκον ἐμπορίου. ἐμνήσθησαν οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ ὅτι γεγραμμένον ἐστίν Ὁ ζῆλος τοῦ οἴκου σου καταφάγεταί με. ἀπεκρίθησαν οὖν οἱ Ἰουδαῖοι καὶ εἶπαν αὐτῷ Τί σημεῖον δεικνύεις ἡμῖν, ὅτι ταῦτα ποιεῖς; ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτοῖς Λύσατε τὸν ναὸν τοῦτον, καὶ ἐν τρισὶν ἡμέραις ἐγερῶ αὐτόν. εἶπαν οὖν οἱ Ἰουδαῖοι Τεσσεράκοντα καὶ ἓξ ἔτεσιν οἰκοδομήθη ὁ ναὸς οὗτος, καὶ σὺ ἐν τρισὶν ἡμέραις ἐγερεῖς αὐτόν; ἐκεῖνος δὲ ἔλεγεν περὶ τοῦ ναοῦ τοῦ σώματος αὐτοῦ. ὅτε οὖν ἠγέρθη ἐκ νεκρῶν, ἐμνήσθησαν οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ ὅτι τοῦτο ἔλεγεν, καὶ ἐπίστευσαν τῇ γραφῇ καὶ τῷ λόγῳ ὃν εἶπεν ὁ Ἰησοῦς. Ὡς δὲ ἦν ἐν τοῖς Ἱεροσολύμοις ἐν τῷ πάσχα ἐν τῇ ἑορτῇ, πολλοὶ ἐπίστευσαν εἰς τὸ ὄνομα αὐτοῦ, θεωροῦντες αὐτοῦ τὰ σημεῖα ἃ ἐποίει· αὐτὸς δὲ Ἰησοῦς οὐκ ἐπίστευεν αὑτὸν αὐτοῖς διὰ τὸ αὐτὸν γινώσκειν πάντας, καὶ ὅτι οὐ χρείαν εἶχεν ἵνα τις μαρτυρήσῃ περὶ τοῦ ἀνθρώπου· αὐτὸς γὰρ ἐγίνωσκεν τί ἦν ἐν τῷ ἀνθρώπῳ.

Das Passah (πάσχα, hebr: auslassen/übergehen, Verschontwerden) der Juden war nahe, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. Er fand in dem Tempel junge Rinder und Schafe und Tauben und die Geldwechsler dasitzend, und als er eine Peitsche aus Seil gemacht hatte, warf er sie alle aus der Opferstätte hinaus, die mit den Schafen und den Rindern, und den Geldwechslern warf er die Münzen weg, und die Tische warf er um, und zu denen mit den jungen Tauben sagte er: „Schafft (Ἄρατε, hochheben) das von hier weg. Macht nicht das Haus meines Vaters zum Haus des Handels!“ Seine Schüler erinnerten sich, dass geschrieben steht: „Der Eifer deines Hauses hat mich aufgefressen.“ Die Juden antworteten: „Welches Zeichen zeigst du uns, dass du dies tust?“ Jesus antwortete: „Zerstört diesen Tempel und in drei Tagen richte ich ihn wieder auf.“ Da sagten die Juden: „Sechsundvierzig Jahre lang wurde an diesem Tempel gebaut, und du richtest ihn in drei Tagen wieder auf?“ Jener aber sprach von dem Tempel seines Leibes. Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Schüler, dass er ihnen das gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und den Worten/dem Gebot (λογω), die/ das Jesus ausgesprochen hatte. Als er am Fest des Passah in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, als sie die Zeichen sahen, die er vollbrachte. Er selbst aber, Jesus, vertraute sich ihnen nicht an, weil er alles durchschaut hatte, und weil er keinen Bedarf hatte, dass ihm [irgend] jemand Zeugnis über den Menschen ablege. Er selbst hatte nämlich erkannt, was in dem Menschen war.

Ἦν δὲ ἄνθρωπος ἐκ τῶν Φαρισαίων, Νικόδημος ὄνομα αὐτῷ, ἄρχων τῶν Ἰουδαίων· οὗτος ἦλθεν πρὸς αὐτὸν νυκτὸς καὶ εἶπεν αὐτῷ Ῥαββεί, οἴδαμεν ὅτι ἀπὸ Θεοῦ ἐλήλυθας διδάσκαλος· οὐδεὶς γὰρ δύναται ταῦτα τὰ σημεῖα ποιεῖν ἃ σὺ ποιεῖς, ἐὰν μὴ ᾖ ὁ Θεὸς μετ’ αὐτοῦ. ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτῷ Ἀμὴν ἀμὴν λέγω σοι, ἐὰν μή τις γεννηθῇ ἄνωθεν, οὐ δύναται ἰδεῖν τὴν βασιλείαν τοῦ Θεοῦ. λέγει πρὸς αὐτὸν ὁ Νικόδημος Πῶς δύναται ἄνθρωπος γεννηθῆναι γέρων ὤν; μὴ δύναται εἰς τὴν κοιλίαν τῆς μητρὸς αὐτοῦ δεύτερον εἰσελθεῖν καὶ γεννηθῆναι; ἀπεκρίθη Ἰησοῦς Ἀμὴν ἀμὴν λέγω σοι, ἐὰν μή τις γεννηθῇ ἐξ ὕδατος καὶ Πνεύματος, οὐ δύναται εἰσελθεῖν εἰς τὴν βασιλείαν τοῦ Θεοῦ. τὸ γεγεννημένον ἐκ τῆς σαρκὸς σάρξ ἐστιν, καὶ τὸ γεγεννημένον ἐκ τοῦ Πνεύματος πνεῦμά ἐστιν. μὴ θαυμάσῃς ὅτι εἶπόν σοι Δεῖ ὑμᾶς γεννηθῆναι ἄνωθεν. τὸ πνεῦμα ὅπου θέλει πνεῖ, καὶ τὴν φωνὴν αὐτοῦ ἀκούεις, ἀλλ’ οὐκ οἶδας πόθεν ἔρχεται καὶ ποῦ ὑπάγει· οὕτως ἐστὶν πᾶς ὁ γεγεννημένος ἐκ τοῦ Πνεύματος. ἀπεκρίθη Νικόδημος καὶ εἶπεν αὐτῷ Πῶς δύναται ταῦτα γενέσθαι; ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτῷ Σὺ εἶ ὁ διδάσκαλος τοῦ Ἰσραὴλ καὶ ταῦτα οὐ γινώσκεις; ἀμὴν ἀμὴν λέγω σοι ὅτι ὃ οἴδαμεν λαλοῦμεν καὶ ὃ ἑωράκαμεν μαρτυροῦμεν, καὶ τὴν μαρτυρίαν ἡμῶν οὐ λαμβάνετε. εἰ τὰ ἐπίγεια εἶπον ὑμῖν καὶ οὐ πιστεύετε, πῶς ἐὰν εἴπω ὑμῖν τὰ ἐπουράνια πιστεύσετε; καὶ οὐδεὶς ἀναβέβηκεν εἰς τὸν οὐρανὸν εἰ μὴ ὁ ἐκ τοῦ οὐρανοῦ καταβάς, ὁ Υἱὸς τοῦ ἀνθρώπου. καὶ καθὼς Μωϋσῆς ὕψωσεν τὸν ὄφιν ἐν τῇ ἐρήμῳ, οὕτως ὑψωθῆναι δεῖ τὸν Υἱὸν τοῦ ἀνθρώπου, ἵνα πᾶς ὁ πιστεύων ἐν αὐτῷ ἔχῃ ζωὴν αἰώνιον. Οὕτως γὰρ ἠγάπησεν ὁ Θεὸς τὸν κόσμον, ὥστε τὸν Υἱὸν τὸν μονογενῆ ἔδωκεν, ἵνα πᾶς ὁ πιστεύων εἰς αὐτὸν μὴ ἀπόληται ἀλλ’ ἔχῃ ζωὴν αἰώνιον. οὐ γὰρ ἀπέστειλεν ὁ Θεὸς τὸν Υἱὸν εἰς τὸν κόσμον ἵνα κρίνῃ τὸν κόσμον, ἀλλ’ ἵνα σωθῇ ὁ κόσμος δι’ αὐτοῦ. ὁ πιστεύων εἰς αὐτὸν οὐ κρίνεται· ὁ μὴ πιστεύων ἤδη κέκριται, ὅτι μὴ πεπίστευκεν εἰς τὸ ὄνομα τοῦ μονογενοῦς Υἱοῦ τοῦ Θεοῦ. αὕτη δέ ἐστιν ἡ κρίσις, ὅτι τὸ φῶς ἐλήλυθεν εἰς τὸν κόσμον καὶ ἠγάπησαν οἱ ἄνθρωποι μᾶλλον τὸ σκότος ἢ τὸ φῶς· ἦν γὰρ αὐτῶν πονηρὰ τὰ ἔργα. πᾶς γὰρ ὁ φαῦλα πράσσων μισεῖ τὸ φῶς καὶ οὐκ ἔρχεται πρὸς τὸ φῶς, ἵνα μὴ ἐλεγχθῇ τὰ ἔργα αὐτοῦ· ὁ δὲ ποιῶν τὴν ἀλήθειαν ἔρχεται πρὸς τὸ φῶς, ἵνα φανερωθῇ αὐτοῦ τὰ ἔργα ὅτι ἐν Θεῷ ἐστιν εἰργασμένα.

Es gab da einen Menschen von den Pharisäern, Nikodemus (Νικόδημος, Sieg–einfaches Volk) mit Namen, ein Anführer der Juden. Dieser kam nachts zu Jesus und sagte zu ihm: „Rabbi, wir wissen, dass Sie von Gott als Lehrer gekommen sind. Denn niemand kann die Zeichen vollbringen, die Sie vollbringen, wenn Gott nicht mit ihm ist.“ Jesus antwortete: „Es ist gewiss wahr ( Ἀμὴν ἀμὴν, Amen), [was] ich dir sage: Wenn jemand nicht von oben (ἄνωθεν, räumlich/geistig) abstammt (γεννηθῇ), kann er das Königreich Gottes nicht sehen.“ Nikodemus sagte zu ihm: “Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er von den Alten ist? Kann er etwa in den Bauch seiner Mutter zum zweiten Mal hineingehen und geboren werden?“ Jesus antwortete: „Es ist gewiss wahr, [was] ich dir sage: Wenn jemand nicht von Wasser und Wind/Geist (Πνεύματος) abstammt, kann er nicht in das Königreich Gottes hineingehen. Das vom Fleisch Abstammende ist Fleisch, und das vom Geist (Πνεύματος) Abstammende ist Geist (πνεῦμά). Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von oben abstammen. Der Wind (πνεῦμα) weht, wo er will, und du hörst seine Stimme, aber du weißt nicht, woher er kommt oder wohin er geht. So ist jeder, der vom Wind/Geist (Πνεύματος) abstammt.“ Nikodemus antwortete: „Wie kann das sein/geschehen?“ Jesus antwortete: „Du bist der Lehrer Israels und dies verstehst du nicht? Es ist gewiss wahr, [was] ich dir sage: Wir sagen, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir sehen, doch unsere Zeugenaussage nehmt ihr nicht an. Wenn ich euch die irdischen Dinge erzähle und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr dann glauben können, wenn ich euch von den himmlischen Dingen erzähle? Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen, außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist, dem Sohn des Menschen. Und so wie Mose (Μωϋσῆς, der [aus dem Wasser] Herausgezogene) in der Wüste die Schlange hochgehalten hat, so muss man auch den Sohn des Menschen hochhalten, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen von Gott gezeugten [theogenen] (μονογενῆ)  Sohn gegeben hat, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt gesandt, um die Welt zu verurteilen, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, ist nicht verurteilt. Wer aber nicht glaubt, ist bereits verurteilt, weil er nicht an den Namen des einzigen von Gott gezeugten (μονογενοῦς) Sohnes geglaubt hat. Dies aber ist das Urteil: Dass das Licht in die Welt kam und die Menschen die Dunkelheit mehr liebten als das Licht, weil ihre Werke böse waren. Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber Wahres/Gutes tut, kommt zum Licht, damit seine Werke sichtbar werden, weil sie in/durch (ἐν) Gott gemacht sind.“

Μετὰ ταῦτα ἦλθεν ὁ Ἰησοῦς καὶ οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ εἰς τὴν Ἰουδαίαν γῆν, καὶ ἐκεῖ διέτριβεν μετ’ αὐτῶν καὶ ἐβάπτιζεν.ἦν δὲ καὶ Ἰωάνης βαπτίζων ἐν Αἰνὼν ἐγγὺς τοῦ Σαλείμ, ὅτι ὕδατα πολλὰ ἦν ἐκεῖ, καὶ παρεγίνοντο καὶ ἐβαπτίζοντο·οὔπω γὰρ ἦν βεβλημένος εἰς τὴν φυλακὴν Ἰωάνης.Ἐγένετο οὖν ζήτησις ἐκ τῶν μαθητῶν Ἰωάνου μετὰ Ἰουδαίου περὶ καθαρισμοῦ.καὶ ἦλθον πρὸς τὸν Ἰωάνην καὶ εἶπαν αὐτῷ Ῥαββεί, ὃς ἦν μετὰ σοῦ πέραν τοῦ Ἰορδάνου, ᾧ σὺ μεμαρτύρηκας, ἴδε οὗτος βαπτίζει καὶ πάντες ἔρχονται πρὸς αὐτόν.ἀπεκρίθη Ἰωάνης καὶ εἶπεν Οὐ δύναται ἄνθρωπος λαμβάνειν οὐδὲν ἐὰν μὴ ᾖ δεδομένον αὐτῷ ἐκ τοῦ οὐρανοῦ.αὐτοὶ ὑμεῖς μοι μαρτυρεῖτε ὅτι εἶπον Οὐκ εἰμὶ ἐγὼ ὁ Χριστός, ἀλλ’ ὅτι Ἀπεσταλμένος εἰμὶ ἔμπροσθεν ἐκείνου.Ὁ ἔχων τὴν νύμφην νυμφίος ἐστίν· ὁ δὲ φίλος τοῦ νυμφίου ὁ ἑστηκὼς καὶ ἀκούων αὐτοῦ, χαρᾷ χαίρει διὰ τὴν φωνὴν τοῦ νυμφίου. αὕτη οὖν ἡ χαρὰ ἡ ἐμὴ πεπλήρωται.ἐκεῖνον δεῖ αὐξάνειν, ἐμὲ δὲ ἐλαττοῦσθαι.Ὁ ἄνωθεν ἐρχόμενος ἐπάνω πάντων ἐστίν· ὁ ὢν ἐκ τῆς γῆς ἐκ τῆς γῆς ἐστιν καὶ ἐκ τῆς γῆς λαλεῖ. ὁ ἐκ τοῦ οὐρανοῦ ἐρχόμενος ἐπάνω πάντων ἐστίν·ὃ ἑώρακεν καὶ ἤκουσεν, τοῦτο μαρτυρεῖ, καὶ τὴν μαρτυρίαν αὐτοῦ οὐδεὶς λαμβάνει.ὁ λαβὼν αὐτοῦ τὴν μαρτυρίαν ἐσφράγισεν ὅτι ὁ Θεὸς ἀληθής ἐστιν.ὃν γὰρ ἀπέστειλεν ὁ Θεὸς τὰ ῥήματα τοῦ Θεοῦ λαλεῖ· οὐ γὰρ ἐκ μέτρου δίδωσιν τὸ Πνεῦμα.ὁ Πατὴρ ἀγαπᾷ τὸν Υἱόν, καὶ πάντα δέδωκεν ἐν τῇ χειρὶ αὐτοῦ.ὁ πιστεύων εἰς τὸν Υἱὸν ἔχει ζωὴν αἰώνιον· ὁ δὲ ἀπειθῶν τῷ Υἱῷ οὐκ ὄψεται ζωήν, ἀλλ’ ἡ ὀργὴ τοῦ Θεοῦ μένει ἐπ’ αὐτόν.

Danach gingen Jesus und seine Schüler in das Land der Juden. Dort hielt er sich bei ihnen auf und taufte. Auch Johannes taufte in Ainon bei Salim, weil es dort viel Wasser gab. Sie kamen hin und wurden eingetaucht. Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden. Es kam nun zum Streit zwischen den Schülern des Johannes und einem Juden bezüglich der Frage der Reinigung, und sie kamen zu Johannes und sagten zu ihm: „Rabbi, derjenige, der auf der anderen Seite des Jordans bei Ihnen war, den Sei bekannt/bezeugt haben, sehen Sie, dieser tauft und alle kommen zu ihm.“ Johannes antwortete: „Ein Mensch kann sich überhaupt nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel her gegeben wurde. Ihr selbst seit meine Zeugen, dass ich sagte, dass nicht ich der Gesalbte bin, sondern dass ich ein vor ihm Abgesandter bin. Wer die Braut hat, ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams aber, der dasteht und ihm mit Freuden zuhört, freut sich wegen der Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun vollkommen. Jener muss stärker werden, ich aber schwächer. Wer von oben kommt, steht über allen. Wer von der Erde kommt, ist von der Erde und spricht von der Erde. Wer vom Himmel kommt, steht über allen. Was er gesehen und gehört hat, das bezeugt er, doch seine Zeugenaussage nimmt niemand an. Wer seine Zeugenaussage annimmt, hat bekräftigt, dass Gott aufrichtig ist. Denn derjenige, den Gott gesandt hat, spricht die Worte Gottes. Denn nicht mit Maß gibt Gott den Geist. Der Vater liebt den Sohn, alles hat er in seine Hände gegeben. Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben. Wer aber dem Sohn ungehorsam ist, wird kein Leben sehen, sondern der Zorn Gottes wird auf ihm bleiben.“

Ὡς οὖν ἔγνω ὁ Κύριος ὅτι ἤκουσαν οἱ Φαρισαῖοι ὅτι Ἰησοῦς πλείονας μαθητὰς ποιεῖ καὶ βαπτίζει ἢ Ἰωάνης,—καίτοιγε Ἰησοῦς αὐτὸς οὐκ ἐβάπτιζεν ἀλλ’ οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ,—ἀφῆκεν τὴν Ἰουδαίαν καὶ ἀπῆλθεν πάλιν εἰς τὴν Γαλιλαίαν.Ἔδει δὲ αὐτὸν διέρχεσθαι διὰ τῆς Σαμαρίας.ἔρχεται οὖν εἰς πόλιν τῆς Σαμαρίας λεγομένην Συχὰρ, πλησίον τοῦ χωρίου ὃ ἔδωκεν Ἰακὼβ Ἰωσὴφ τῷ υἱῷ αὐτοῦ·ἦν δὲ ἐκεῖ πηγὴ τοῦ Ἰακώβ. ὁ οὖν Ἰησοῦς κεκοπιακὼς ἐκ τῆς ὁδοιπορίας ἐκαθέζετο οὕτως ἐπὶ τῇ πηγῇ· ὥρα ἦν ὡς ἕκτη.ἔρχεται γυνὴ ἐκ τῆς Σαμαρίας ἀντλῆσαι ὕδωρ. λέγει αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς Δός μοι πεῖν.οἱ γὰρ μαθηταὶ αὐτοῦ ἀπεληλύθεισαν εἰς τὴν πόλιν, ἵνα τροφὰς ἀγοράσωσιν.λέγει οὖν αὐτῷ ἡ γυνὴ ἡ Σαμαρεῖτις Πῶς σὺ Ἰουδαῖος ὢν παρ’ ἐμοῦ πεῖν αἰτεῖς γυναικὸς Σαμαρείτιδος οὔσης; οὐ γὰρ συνχρῶνται Ἰουδαῖοι Σαμαρείταις. ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτῇ Εἰ ᾔδεις τὴν δωρεὰν τοῦ Θεοῦ, καὶ τίς ἐστιν ὁ λέγων σοι Δός μοι πεῖν, σὺ ἂν ᾔτησας αὐτὸν καὶ ἔδωκεν ἄν σοι ὕδωρ ζῶν.λέγει αὐτῷ Κύριε, οὔτε ἄντλημα ἔχεις καὶ τὸ φρέαρ ἐστὶν βαθύ· πόθεν οὖν ἔχεις τὸ ὕδωρ τὸ ζῶν;μὴ σὺ μείζων εἶ τοῦ πατρὸς ἡμῶν Ἰακώβ, ὃς ἔδωκεν ἡμῖν τὸ φρέαρ, καὶ αὐτὸς ἐξ αὐτοῦ ἔπιεν καὶ οἱ υἱοὶ αὐτοῦ καὶ τὰ θρέμματα αὐτοῦ;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτῇ Πᾶς ὁ πίνων ἐκ τοῦ ὕδατος τούτου διψήσει πάλιν·ὃς δ’ ἂν πίῃ ἐκ τοῦ ὕδατος οὗ ἐγὼ δώσω αὐτῷ, οὐ μὴ διψήσει εἰς τὸν αἰῶνα, ἀλλὰ τὸ ὕδωρ ὃ δώσω αὐτῷ γενήσεται ἐν αὐτῷ πηγὴ ὕδατος ἁλλομένου εἰς ζωὴν αἰώνιον.λέγει πρὸς αὐτὸν ἡ γυνή Κύριε, δός μοι τοῦτο τὸ ὕδωρ, ἵνα μὴ διψῶ μηδὲ διέρχωμαι ἐνθάδε ἀντλεῖν.λέγει αὐτῇ Ὕπαγε φώνησον τὸν ἄνδρα σου καὶ ἐλθὲ ἐνθάδε.ἀπεκρίθη ἡ γυνὴ καὶ εἶπεν Οὐκ ἔχω ἄνδρα. λέγει αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς Καλῶς εἶπες ὅτι Ἄνδρα οὐκ ἔχω·πέντε γὰρ ἄνδρας ἔσχες, καὶ νῦν ὃν ἔχεις οὐκ ἔστιν σου ἀνήρ· τοῦτο ἀληθὲς εἴρηκας.λέγει αὐτῷ ἡ γυνή Κύριε, θεωρῶ ὅτι προφήτης εἶ σύ.οἱ πατέρες ἡμῶν ἐν τῷ ὄρει τούτῳ προσεκύνησαν· καὶ ὑμεῖς λέγετε ὅτι ἐν Ἱεροσολύμοις ἐστὶν ὁ τόπος ὅπου προσκυνεῖν δεῖ.λέγει αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς Πίστευέ μοι, γύναι, ὅτι ἔρχεται ὥρα ὅτε οὔτε ἐν τῷ ὄρει τούτῳ οὔτε ἐν Ἱεροσολύμοις προσκυνήσετε τῷ Πατρί.ὑμεῖς προσκυνεῖτε ὃ οὐκ οἴδατε, ἡμεῖς προσκυνοῦμεν ὃ οἴδαμεν, ὅτι ἡ σωτηρία ἐκ τῶν Ἰουδαίων ἐστίν·ἀλλὰ ἔρχεται ὥρα καὶ νῦν ἐστιν, ὅτε οἱ ἀληθινοὶ προσκυνηταὶ προσκυνήσουσιν τῷ Πατρὶ ἐν πνεύματι καὶ ἀληθείᾳ· καὶ γὰρ ὁ Πατὴρ τοιούτους ζητεῖ τοὺς προσκυνοῦντας αὐτόν·Πνεῦμα ὁ Θεός, καὶ τοὺς προσκυνοῦντας ἐν πνεύματι καὶ ἀληθείᾳ δεῖ προσκυνεῖν.λέγει αὐτῷ ἡ γυνή Οἶδα ὅτι Μεσσίας ἔρχεται, ὁ λεγόμενος Χριστός· ὅταν ἔλθῃ ἐκεῖνος, ἀναγγελεῖ ἡμῖν ἅπαντα.λέγει αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς Ἐγώ εἰμι, ὁ λαλῶν σοι.

Als der Herr nun erkannte, dass die Pharisäer gehört hatten, dass Jesus mehr Schüler gewonnen und getauft hat als Johannes, jedoch taufte Jesus nicht selbst, sondern seine Schüler, verließ er das Judäische (Ἰουδαίαν, Gepriesene) und ging wieder fort ins Galiäische (Γαλιλαίαν, Kreis der Heiden). Er musste aber Samarien durchschreiten. Er kam nun an eine samaritische Stadt, die Sychar genannt wurde, in der Nähe des Grundstücks, das Jakob Josef, seinem Sohn, gegeben hatte. Dort war eine Quelle Jakobs. Jesus setzte sich nun, erschöpft von der Reise, an die Quelle. Es war etwa die sechste Stunde (12 Uhr). Als eine Samariterin kam, um Wasser zu entnehmen, sagte Jesus: „Gib mir zu trinken!“ Seine Schüler waren nämlich in die Stadt gegangen, um dort Lebensmittel zu kaufen. Da sagte die Samariterin zu ihm: „Wieso bittest du, ein Jude, mich, eine Samariterin, dir Wasser zu geben?“ Die Juden hatten nämlich keinen Umgang mit den Samaritern. Jesus antwortete: „Wenn du die Gabe Gottes kennen würdest, und wüsstest, wer derjenige ist, der zu dir sagt: „Gib mir zu trinken“, dann würdest du ihn bitten und er würde dir lebendiges Wasser geben.“ Die Frau sagte zu ihm: „Herr, Sie haben nichts zum Schöpfen und der Brunnen ist tief. Woher haben Sie denn das lebendige Wasser? Sind Sie etwa bedeutender als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen, aus dem er selbst und seine Söhne und sein Vieh getrunken haben, gegeben hat?“ Jesus antwortete: „Jeder, der von diesem Wasser trinkt, bekommt wieder Durst. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, bekommt niemals mehr Durst, sondern das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle, die bis ins ewige Leben sprudelt.“ Die Frau sagte zu ihm: „Herr, geben Sie mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und ich nicht mehr herkomme, um zu schöpfen.“ Jesus sagte zu ihr: „Geh, rufe deinen Mann, und komm hierher.“ Die Frau antwortete: „Ich habe keinen Mann.“ Jesus sagte: „Gut hast du das gesagt: „[Einen] Mann habe ich nicht.“ Fünf Männer hattest du nämlich, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Das hast du richtig gesagt.“ Die Frau sagte zu ihm: „Herr, ich sehe, dass Sie ein Prophet sind. Unsere Väter haben an diesem Berg angebetet, und ihr sagt, dass Jerusalem der Ort ist, an dem man anbeten muss.“ Jesus antwortete: „Glaube mir, Frau, dass die Stunde kommt, an der ihr weder an diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt. Wir beten an, was wir kennen, weil die Rettung von den Juden kommt. Aber es kommt die Stunde, und jetzt ist sie da, in der die wahren Anbeter den Vater im Geist (πνεύματι) und in der Wahrheit anbeten werden, denn auch der Vater sucht solche als Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn Anbetenden müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ Die Frau sagte zu ihm: „Ich weiß, dass der Messias kommt, was Gesalbter bedeutet. Wenn jener kommt, wird er uns alles verkünden.“ Jesus sagte zu ihr: „Ich bin ich (εγω ειμι), derjenige, der mit dir spricht.“

Καὶ ἐπὶ τούτῳ ἦλθαν οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ, καὶ ἐθαύμαζον ὅτι μετὰ γυναικὸς ἐλάλει· οὐδεὶς μέντοι εἶπεν Τί ζητεῖς ἢ τί λαλεῖς μετ’ αὐτῆς;ἀφῆκεν οὖν τὴν ὑδρίαν αὐτῆς ἡ γυνὴ καὶ ἀπῆλθεν εἰς τὴν πόλιν, καὶ λέγει τοῖς ἀνθρώποιςΔεῦτε ἴδετε ἄνθρωπον ὃς εἶπέν μοι πάντα ἃ ἐποίησα· μήτι οὗτός ἐστιν ὁ Χριστός;ἐξῆλθον ἐκ τῆς πόλεως καὶ ἤρχοντο πρὸς αὐτόν.Ἐν τῷ μεταξὺ ἠρώτων αὐτὸν οἱ μαθηταὶ λέγοντες Ῥαββεί, φάγε.ὁ δὲ εἶπεν αὐτοῖς Ἐγὼ βρῶσιν ἔχω φαγεῖν ἣν ὑμεῖς οὐκ οἴδατε.ἔλεγον οὖν οἱ μαθηταὶ πρὸς ἀλλήλους Μή τις ἤνεγκεν αὐτῷ φαγεῖν;λέγει αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Ἐμὸν βρῶμά ἐστιν ἵνα ποιῶ τὸ θέλημα τοῦ πέμψαντός με καὶ τελειώσω αὐτοῦ τὸ ἔργον.οὐχ ὑμεῖς λέγετε ὅτι Ἔτι τετράμηνός ἐστιν καὶ ὁ θερισμὸς ἔρχεται; ἰδοὺ λέγω ὑμῖν, ἐπάρατε τοὺς ὀφθαλμοὺς ὑμῶν καὶ θεάσασθε τὰς χώρας, ὅτι λευκαί εἰσιν πρὸς θερισμόν. ἤδηὁ θερίζων μισθὸν λαμβάνει καὶ συνάγει καρπὸν εἰς ζωὴν αἰώνιον, ἵνα ὁ σπείρων ὁμοῦ χαίρῃ καὶ ὁ θερίζων.ἐν γὰρ τούτῳ ὁ λόγος ἐστὶν ἀληθινὸς ὅτι ἄλλος ἐστὶν ὁ σπείρων καὶ ἄλλος ὁ θερίζων.ἐγὼ ἀπέστειλα ὑμᾶς θερίζειν ὃ οὐχ ὑμεῖς κεκοπιάκατε· ἄλλοι κεκοπιάκασιν, καὶ ὑμεῖς εἰς τὸν κόπον αὐτῶν εἰσεληλύθατε.

Und daraufhin kamen seine Schüler und wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach. Keiner sagte jedoch: „Was möchten/suchen (ζητεῖς) Sie?“, oder: „Was reden Sie mit ihr?“ Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und ging fort in die Stadt, und sie sagte zu den Menschen: „Kommt her, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Ob das etwa der Gesalbte ist?“ Da kamen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm. In der Zwischenzeit baten ihn seine Schüler: „Rabbi, essen Sie!“ Er aber sagte zu ihnen: „Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt.“ Da sagten seine Schüler zueinander: „Hat ihm etwa jemand etwas zu Essen gebracht?“ Jesus sagte zu ihnen: „Meine Speise ist, dass ich den Willen desjenigen tue, der mich gesandt hat, und seine Werke vollende. Sagt ihr nicht: „Noch vier Monate, dann kommt die Ernte?“ Seht, ich sage euch: Macht eure Augen auf und seht, dass die Felder bereits weiß zur Ernte sind. Auch der Erntende empfängt Lohn und sammelt die Frucht zum ewigen Leben, damit sich der Säende ebenso freut wie der Erntende, denn darin hat das Sprichwort recht,  dass der Eine der Säende und der Andere der Erntende ist. Ich habe euch gesandt, zu ernten, was ihr euch nicht  erarbeitet habt. Andere haben sich abgemüht/gearbeitet, und ihr seid in ihre Mühe/Arbeit eingetreten.“

Ἐκ δὲ τῆς πόλεως ἐκείνης πολλοὶ ἐπίστευσαν εἰς αὐτὸν τῶν Σαμαρειτῶν διὰ τὸν λόγον τῆς γυναικὸς μαρτυρούσης ὅτι Εἶπέν μοι πάντα ἃ ἐποίησα.ὡς οὖν ἦλθον πρὸς αὐτὸν οἱ Σαμαρεῖται, ἠρώτων αὐτὸν μεῖναι παρ’ αὐτοῖς· καὶ ἔμεινεν ἐκεῖ δύο ἡμέρας.καὶ πολλῷ πλείους ἐπίστευσαν διὰ τὸν λόγον αὐτοῦ,τῇ τε γυναικὶ ἔλεγον ὅτι Οὐκέτι διὰ τὴν σὴν λαλιὰν πιστεύομεν· αὐτοὶ γὰρ ἀκηκόαμεν, καὶ οἴδαμεν ὅτι οὗτός ἐστιν ἀληθῶς ὁ Σωτὴρ τοῦ κόσμου.Μετὰ δὲ τὰς δύο ἡμέρας ἐξῆλθεν ἐκεῖθεν εἰς τὴν Γαλιλαίαν.αὐτὸς γὰρ Ἰησοῦς ἐμαρτύρησεν ὅτι προφήτης ἐν τῇ ἰδίᾳ πατρίδι τιμὴν οὐκ ἔχει.ὅτε οὖν ἦλθεν εἰς τὴν Γαλιλαίαν, ἐδέξαντο αὐτὸν οἱ Γαλιλαῖοι, πάντα ἑωρακότες ὅσα ἐποίησεν ἐν Ἱεροσολύμοις ἐν τῇ ἑορτῇ· καὶ αὐτοὶ γὰρ ἦλθον εἰς τὴν ἑορτήν.

Aus jener Stadt glaubten viele Samariter an ihn wegen der Worte der Frau, die bezeugte: „Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe“. Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben und er blieb dort zwei Tage lang. Wegen seiner Worte kamen noch viel mehr Leute zum Glauben, doch zu der Frau sagten sie: „Nicht mehr wegen deines Geschwätzes glauben wir. Ihn selbst haben wir gehört und wir wissen, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Gesalbte, ist.“ Aber nach den zwei Tagen ging er von dort weg, und er ging ins Galiläische. Denn Jesus wurde Zeuge, dass ein Prophet in seinem Vaterland keine Ehre hat. Als er nun ins Galiläische kam, nahmen ihn die Galiläer gastlich auf. Diese hatten gesehen, was er am Fest in Jerusalem getan hatte. Auch sie waren nämlich zum Fest gekommen.

Ἦλθεν οὖν πάλιν εἰς τὴν Κανὰ τῆς Γαλιλαίας, ὅπου ἐποίησεν τὸ ὕδωρ οἶνον. Καὶ ἦν τις βασιλικὸς οὗ ὁ υἱὸς ἠσθένει ἐν Καφαρναούμ·οὗτος ἀκούσας ὅτι Ἰησοῦς ἥκει ἐκ τῆς Ἰουδαίας εἰς τὴν Γαλιλαίαν, ἀπῆλθεν πρὸς αὐτὸν καὶ ἠρώτα ἵνα καταβῇ καὶ ἰάσηται αὐτοῦ τὸν υἱόν· ἤμελλεν γὰρ ἀποθνήσκειν.εἶπεν οὖν ὁ Ἰησοῦς πρὸς αὐτόν Ἐὰν μὴ σημεῖα καὶ τέρατα ἴδητε, οὐ μὴ πιστεύσητε.λέγει πρὸς αὐτὸν ὁ βασιλικός Κύριε, κατάβηθι πρὶν ἀποθανεῖν τὸ παιδίον μου.λέγει αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς Πορεύου· ὁ υἱός σου ζῇ. ἐπίστευσεν ὁ ἄνθρωπος τῷ λόγῳ ὃν εἶπεν αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς, καὶ ἐπορεύετο.ἤδη δὲ αὐτοῦ καταβαίνοντος οἱ δοῦλοι ὑπήντησαν αὐτῷ λέγοντες ὅτι ὁ παῖς αὐτοῦ ζῇ.ἐπύθετο οὖν τὴν ὥραν παρ’ αὐτῶν ἐν ᾗ κομψότερον ἔσχεν· εἶπαν οὖν αὐτῷ ὅτι Ἐχθὲς ὥραν ἑβδόμην ἀφῆκεν αὐτὸν ὁ πυρετός.ἔγνω οὖν ὁ πατὴρ ὅτι ἐκείνῃ τῇ ὥρᾳ ἐν ᾗ εἶπεν αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς Ὁ υἱός σου ζῇ· καὶ ἐπίστευσεν αὐτὸς καὶ ἡ οἰκία αὐτοῦ ὅλη.Τοῦτο δὲ πάλιν δεύτερον σημεῖον ἐποίησεν ὁ Ἰησοῦς ἐλθὼν ἐκ τῆς Ἰουδαίας εἰς τὴν Γαλιλαίαν.

Da ging Jesus wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es gab einen Fürsten, dessen Sohn in Kapernaum krank war. Als dieser Fürst hörte, dass Jesus aus dem Judäischen ins Galiläische kam, ging er fort, zu ihm hin, und bat ihn, dass er herabkommen und seinen Sohn heilen möge, denn er war dabei zu sterben. Da sagte Jesus zu ihm: „Wenn ihr keine Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht.“ Der Fürst sagte zu ihm: „Herr, kommen Sie herab, bevor mein kleines Kind stirbt.“ Jesus sagte zu ihm: „Gehen Sie, Ihr Sohn lebt.“ Und der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus ausgesprochen hatte und ging. Aber schon während er hinabging, begegneten ihm seine Diener und berichteten: „Ihr Sohn lebt!“ Da erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in der es ihm begann besser zu gehen, und sie sagten zu ihm: „Gestern zur siebten Stunde (13 Uhr) verließ ihn das Fieber.“ Da erkannte der Vater, dass es zu jener Stunde war, in der ihm Jesus gesagt hatte, dass sein Sohn lebt, und er selbst sowie sein ganzes Haus glaubten. Wiederum vollbrachte Jesus dieses zweite Zeichen, als er vom Judäischen/Gepriesenen ins Galiläische/zu den Heiden kam.

Μετὰ ταῦτα ἦν ἑορτὴ τῶν Ἰουδαίων, καὶ ἀνέβη Ἰησοῦς εἰς Ἱεροσόλυμα.Ἔστιν δὲ ἐν τοῖς Ἱεροσολύμοις ἐπὶ τῇ προβατικῇ κολυμβήθρα, ἡ ἐπιλεγομένη Ἑβραϊστὶ Βηθζαθά, πέντε στοὰς ἔχουσα.ἐν ταύταις κατέκειτο πλῆθος τῶν ἀσθενούντων, τυφλῶν, χωλῶν, ξηρῶν(, ἐκδεχομένων τὴν τοῦ ὕδατος κίνησιν.ἄγγελος γὰρ κατὰ καιρὸν κατέβαινεν ἐν τῇ κολυμβήθρᾳ καὶ ἐτάρασσε τὸ ὕδωρ· ὁ οὖν πρῶτος ἐμβὰς μετὰ τὴν ταραχὴν τοῦ ὕδατος ὑγιὴς ἐγίνετο, ᾧ δήποτε κατείχετο νοσήματι).ἦν δέ τις ἄνθρωπος ἐκεῖ τριάκοντα καὶ ὀκτὼ ἔτη ἔχων ἐν τῇ ἀσθενείᾳ αὐτοῦ·τοῦτον ἰδὼν ὁ Ἰησοῦς κατακείμενον, καὶ γνοὺς ὅτι πολὺν ἤδη χρόνον ἔχει, λέγει αὐτῷ Θέλεις ὑγιὴς γενέσθαι;ἀπεκρίθη αὐτῷ ὁ ἀσθενῶν Κύριε, ἄνθρωπον οὐκ ἔχω, ἵνα ὅταν ταραχθῇ τὸ ὕδωρ βάλῃ με εἰς τὴν κολυμβήθραν· ἐν ᾧ δὲ ἔρχομαι ἐγὼ, ἄλλος πρὸ ἐμοῦ καταβαίνει.λέγει αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς Ἔγειρε ἆρον τὸν κράβαττόν σου καὶ περιπάτει.καὶ εὐθέως ἐγένετο ὑγιὴς ὁ ἄνθρωπος, καὶ ἦρεν τὸν κράβαττον αὐτοῦ καὶ περιεπάτει. Ἦν δὲ σάββατον ἐν ἐκείνῃ τῇ ἡμέρᾳ.ἔλεγον οὖν οἱ Ἰουδαῖοι τῷ τεθεραπευμένῳ Σάββατόν ἐστιν, καὶ οὐκ ἔξεστίν σοι ἆραι τὸν κράβαττον.ὃς δὲ ἀπεκρίθη αὐτοῖς Ὁ ποιήσας με ὑγιῆ, ἐκεῖνός μοι εἶπεν Ἆρον τὸν κράβαττόν σου καὶ περιπάτει.ἠρώτησαν αὐτόν Τίς ἐστιν ὁ ἄνθρωπος ὁ εἰπών σοι Ἆρον καὶ περιπάτει;ὁ δὲ ἰαθεὶς οὐκ ᾔδει τίς ἐστιν· ὁ γὰρ Ἰησοῦς ἐξένευσεν ὄχλου ὄντος ἐν τῷ τόπῳ.

Danach war ein Fest der Juden, und Jesus ging nach Jerusalem hinauf. In Jerusalem gibt es aber in der Nähe des Schaftores ein Wasserbecken, das auf Hebräisch Bethesda (βηθεσδα, hebr.: „Haus der Gnade“ oder „Gott gibt Genesung“) heißt und fünf Säulenhallen hat. In diesen lagen eine große Zahl von erblindeten, lahmen und ausgezehrten Kranken, die auf eine Bewegung des Wassers warteten. Ein Engelbote stieg nämlich gelegentlich in das Wasserbecken herab und brachte das Wasser in Bewegung. Wer dann als Erster nach dem Aufwühlen des Wassers hineinstieg, wurde gesund, an welcher Krankheit er auch litt. Dort war allerdings ein Mensch, der bereits achtunddreißig Jahre lang krank war. Als Jesus diesen daliegen sah und als er erkannte, dass er bereits lange Zeit krank war, sagte er zu ihm: „Willst du gesund werden?“ Der Kranke antwortete ihm: „Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald sich das Wasser bewegt, in das Wasserbecken bringt. Bis ich aber ankomme, steigt ein anderer vor mir hinab.“ Jesus sagte zu ihm: „Steh auf, hebe  deine Liege auf und geh umher.“ Und der Mensch wurde sofort gesund, hob seine Liege auf und ging umher. Jener Tag war aber der Ruhetag (σαββατον, Sabbat). Da sagten die Juden zu dem Therapierten: „Es ist Ruhetag und es ist dir nicht erlaubt, deine Liege umherzutragen.“ Er antwortete ihnen: „Derjenige, der mich gesund gemacht hat, jener sagte zu mir: “Hebe deine Liege auf und geh umher.“.“ Da fragten sie ihn: „Wer ist dieser Mensch, der zu dir gesagt hat: „Hebe deine Liege auf und geh umher.“?“ Der Geheilte wusste aber nicht, wer es ist, denn Jesus war den Leuten an diesem Ort aus dem Weg gegangen.

Μετὰ ταῦτα εὑρίσκει αὐτὸν ὁ Ἰησοῦς ἐν τῷ ἱερῷ καὶ εἶπεν αὐτῷ Ἴδε ὑγιὴς γέγονας· μηκέτι ἁμάρτανε, ἵνα μὴ χεῖρόν σοί τι γένηται.ἀπῆλθεν ὁ ἄνθρωπος καὶ εἶπεν τοῖς Ἰουδαίοις ὅτι Ἰησοῦς ἐστιν ὁ ποιήσας αὐτὸν ὑγιῆ.καὶ διὰ τοῦτο ἐδίωκον οἱ Ἰουδαῖοι τὸν Ἰησοῦν, ὅτι ταῦτα ἐποίει ἐν σαββάτῳ.ὁ δὲ ἀπεκρίνατο αὐτοῖς Ὁ Πατήρ μου ἕως ἄρτι ἐργάζεται, κἀγὼ ἐργάζομαι·διὰ τοῦτο οὖν μᾶλλον ἐζήτουν αὐτὸν οἱ Ἰουδαῖοι ἀποκτεῖναι, ὅτι οὐ μόνον ἔλυεν τὸ σάββατον, ἀλλὰ καὶ Πατέρα ἴδιον ἔλεγεν τὸν Θεόν, ἴσον ἑαυτὸν ποιῶν τῷ Θεῷ.Ἀπεκρίνατο οὖν ὁ Ἰησοῦς καὶ ἔλεγεν αὐτοῖς Ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, οὐ δύναται ὁ Υἱὸς ποιεῖν ἀφ’ ἑαυτοῦ οὐδὲν, ἂν μή τι βλέπῃ τὸν Πατέρα ποιοῦντα· ἃ γὰρ ἂν ἐκεῖνος ποιῇ, ταῦτα καὶ ὁ Υἱὸς ὁμοίως ποιεῖ.ὁ γὰρ Πατὴρ φιλεῖ τὸν Υἱὸν καὶ πάντα δείκνυσιν αὐτῷ ἃ αὐτὸς ποιεῖ, καὶ μείζονα τούτων δείξει αὐτῷ ἔργα, ἵνα ὑμεῖς θαυμάζητε.ὥσπερ γὰρ ὁ Πατὴρ ἐγείρει τοὺς νεκροὺς καὶ ζωοποιεῖ, οὕτως καὶ ὁ Υἱὸς οὓς θέλει ζωοποιεῖ.οὐδὲ γὰρ ὁ Πατὴρ κρίνει οὐδένα, ἀλλὰ τὴν κρίσιν πᾶσαν δέδωκεν τῷ Υἱῷ,ἵνα πάντες τιμῶσι τὸν Υἱὸν καθὼς τιμῶσι τὸν Πατέρα. ὁ μὴ τιμῶν τὸν Υἱὸν οὐ τιμᾷ τὸν Πατέρα τὸν πέμψαντα αὐτόν.ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν ὅτι ὁ τὸν λόγον μου ἀκούων καὶ πιστεύων τῷ πέμψαντί με ἔχει ζωὴν αἰώνιον, καὶ εἰς κρίσιν οὐκ ἔρχεται ἀλλὰ μεταβέβηκεν ἐκ τοῦ θανάτου εἰς τὴν ζωήν.ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν ὅτι ἔρχεται ὥρα καὶ νῦν ἐστιν ὅτε οἱ νεκροὶ ἀκούσουσιν τῆς φωνῆς τοῦ Υἱοῦ τοῦ Θεοῦ καὶ οἱ ἀκούσαντες ζήσουσιν.ὥσπερ γὰρ ὁ Πατὴρ ἔχει ζωὴν ἐν ἑαυτῷ, οὕτως καὶ τῷ Υἱῷ ἔδωκεν ζωὴν ἔχειν ἐν ἑαυτῷ.καὶ ἐξουσίαν ἔδωκεν αὐτῷ κρίσιν ποιεῖν, ὅτι Υἱὸς ἀνθρώπου ἐστίν.μὴ θαυμάζετε τοῦτο, ὅτι ἔρχεται ὥρα ἐν ᾗ πάντες οἱ ἐν τοῖς μνημείοις ἀκούσουσιν τῆς φωνῆς αὐτοῦκαὶ ἐκπορεύσονται οἱ τὰ ἀγαθὰ ποιήσαντες εἰς ἀνάστασιν ζωῆς, οἱ τὰ φαῦλα πράξαντες εἰς ἀνάστασιν κρίσεως.

Danach fand ihn Jesus in der Opferstätte und sagte zu ihm: „Sieh mal, du bist gesund geworden. Sündige nicht mehr, damit dir nicht noch etwas Schlimmeres passiert.“ Der Mensch ging weg und verkündete den Juden, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte. Und deshalb verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat/Ruhetag getan hatte. Jesus antwortete ihnen: “Mein Vater müht sich bis auf den heutigen Tag, und auch ich mühe mich.“ Deshalb versuchten die Juden erst recht, ihn zu töten, weil er nicht nur den Ruhetag gebrochen hatte (ελυεν), sondern auch noch Gott seinen eigenen Vater genannt und sich damit Gott gleich gemacht hatte. Da antwortete ihnen Jesus: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Der Sohn kann aus sich selbst heraus nichts tun, wenn er nicht den Vater etwas tun sieht. Was jener auch tut, das tut der Sohn ebenso. Der Vater mag den Sohn und er zeigt dem Sohn alles, was er selbst tut. Und noch Bedeutenderes als dies: Er wird ihm Taten zeigen, dass ihr staunen werdet. Denn so wie der Vater die Toten auferstehen lässt und sie belebt, so belebt auch der Sohn, wen er will. Der Vater verurteilt niemanden, sondern er hat dem Sohn alles Richten überlassen, damit alle den Sohn genauso ehren, wie sie auch den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Derjenige, der meine Gebote/Worte (λογον) hört und demjenigen glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und wird nicht verurteilt, sondern ist vom Tod ins Leben hinüber getreten. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Die Stunde kommt, und jetzt ist sie da, in der die Toten die Stimme des Gottessohnes hören und die Hörenden leben werden. Denn so wie der Vater [das] Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, [das] Leben in sich zu haben. Gott hat ihm auch die Macht gegeben, Gericht zu halten, weil er [der] Menschensohn ist. Wundert euch nicht darüber, dass die Stunde kommt, in der alle in den Gräbern seine Stimme hören werden, und diejenigen, die Gutes getan haben, werden zum ewigen Leben herauskommen, diejenigen aber, die Böses getan haben, werden zur Verurteilung auferstehen.

Οὐ δύναμαι ἐγὼ ποιεῖν ἀπ’ ἐμαυτοῦ οὐδέν· καθὼς ἀκούω κρίνω, καὶ ἡ κρίσις ἡ ἐμὴ δικαία ἐστίν, ὅτι οὐ ζητῶ τὸ θέλημα τὸ ἐμὸν ἀλλὰ τὸ θέλημα τοῦ πέμψαντός με.Ἐὰν ἐγὼ μαρτυρῶ περὶ ἐμαυτοῦ, ἡ μαρτυρία μου οὐκ ἔστιν ἀληθής·ἄλλος ἐστὶν ὁ μαρτυρῶν περὶ ἐμοῦ, καὶ οἶδα ὅτι ἀληθής ἐστιν ἡ μαρτυρία ἣν μαρτυρεῖ περὶ ἐμοῦ.ὑμεῖς ἀπεστάλκατε πρὸς Ἰωάνην, καὶ μεμαρτύρηκεν τῇ ἀληθείᾳ·ἐγὼ δὲ οὐ παρὰ ἀνθρώπου τὴν μαρτυρίαν λαμβάνω, ἀλλὰ ταῦτα λέγω ἵνα ὑμεῖς σωθῆτε.ἐκεῖνος ἦν ὁ λύχνος ὁ καιόμενος καὶ φαίνων, ὑμεῖς δὲ ἠθελήσατε ἀγαλλιαθῆναι πρὸς ὥραν ἐν τῷ φωτὶ αὐτοῦ.ἐγὼ δὲ ἔχω τὴν μαρτυρίαν μείζω τοῦ Ἰωάνου· τὰ γὰρ ἔργα ἃ δέδωκέν μοι ὁ Πατὴρ ἵνα τελειώσω αὐτά, αὐτὰ τὰ ἔργα ἃ ποιῶ, μαρτυρεῖ περὶ ἐμοῦ ὅτι ὁ Πατήρ με ἀπέσταλκεν.καὶ ὁ πέμψας με Πατὴρ, ἐκεῖνος μεμαρτύρηκεν περὶ ἐμοῦ. οὔτε φωνὴν αὐτοῦ πώποτε ἀκηκόατε οὔτε εἶδος αὐτοῦ ἑωράκατε,καὶ τὸν λόγον αὐτοῦ οὐκ ἔχετε ἐν ὑμῖν μένοντα, ὅτι ὃν ἀπέστειλεν ἐκεῖνος, τούτῳ ὑμεῖς οὐ πιστεύετε.ἐραυνᾶτε τὰς γραφάς, ὅτι ὑμεῖς δοκεῖτε ἐν αὐταῖς ζωὴν αἰώνιον ἔχειν· καὶ ἐκεῖναί εἰσιν αἱ μαρτυροῦσαι περὶ ἐμοῦ·καὶ οὐ θέλετε ἐλθεῖν πρός με ἵνα ζωὴν ἔχητε.Δόξαν παρὰ ἀνθρώπων οὐ λαμβάνω,ἀλλὰ ἔγνωκα ὑμᾶς ὅτι τὴν ἀγάπην τοῦ Θεοῦ οὐκ ἔχετε ἐν ἑαυτοῖς.ἐγὼ ἐλήλυθα ἐν τῷ ὀνόματι τοῦ Πατρός μου, καὶ οὐ λαμβάνετέ με· ἐὰν ἄλλος ἔλθῃ ἐν τῷ ὀνόματι τῷ ἰδίῳ, ἐκεῖνον λήμψεσθε.πῶς δύνασθε ὑμεῖς πιστεῦσαι, δόξαν παρὰ ἀλλήλων λαμβάνοντες, καὶ τὴν δόξαν τὴν παρὰ τοῦ μόνου Θεοῦ οὐ ζητεῖτε;μὴ δοκεῖτε ὅτι ἐγὼ κατηγορήσω ὑμῶν πρὸς τὸν Πατέρα· ἔστιν ὁ κατηγορῶν ὑμῶν Μωϋσῆς, εἰς ὃν ὑμεῖς ἠλπίκατε.εἰ γὰρ ἐπιστεύετε Μωϋσεῖ, ἐπιστεύετε ἂν ἐμοί· περὶ γὰρ ἐμοῦ ἐκεῖνος ἔγραψεν.εἰ δὲ τοῖς ἐκείνου γράμμασιν οὐ πιστεύετε, πῶς τοῖς ἐμοῖς ῥήμασιν πιστεύσετε;

Aus mir selbst heraus kann ich nichts tun. So, wie ich es höre, urteile ich, und mein Urteil ist gerecht, weil ich nicht meinen eigenen Willen verfolge, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat. Wenn ich mich selbst bekenne, ist mein Bekenntnis nicht recht. Es ist ein anderer, der  mich bekennt, und ich weiß, dass sein Bekenntnis zu mir wahr ist. Ihr habt [eure Leute] zu Johannes gesandt, und er hat die Wahrheit bekannt. Ich aber nehme kein menschliches  Bekenntnis an, sondern ich sage dies, damit ihr gerettet werdet. Jener war die brennende und Licht gebende Lampe, ihr aber wolltet euch nur eine Stunde lang an seinem Licht erfreuen. Ich habe ein bedeutenderes Bekennen als dasjenige des Johannes, denn die Werke, die mir der Vater übertragen hat, damit ich sie vollende, diese Werke, die ich vollbringe, bezeugen, dass der Vater mich gesandt hat. Auch der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mich bezeugt. Weder seine Stimme habt ihr jemals gehört, noch seine Gestalt habt ihr gesehen. Auch seine Worte bleiben/wohnen nicht in euch, so dass ihr demjenigen, den er gesandt hat, dieses nicht glaubt. Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, durch sie ewiges Leben zu haben, und jene sind es [auch], die mich bezeugen, doch ihr wollt nicht zu mir kommen, um Leben zu haben. Menschliche Ehrungen (δοξαν) nehme ich nicht an, vielmehr habe ich euch durchschaut, dass ihr [nämlich] die Liebe Gottes nicht in euch habt. Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den nehmt ihr an. Wie könnt ihr Glauben haben, wenn ihr Ehrungen gegenseitig annehmt, und die Ehrung, die vom alleinigen Gott kommt, nicht anstrebt. Meint nicht, dass ich euch beim Vater anklagen werde. Mose wird euch anklagen; derjenige, auf den ihr eure Hoffnungen setzt. Wenn ihr Mose glaubt, habt ihr auch mir geglaubt, denn über mich hat er geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr dann meinen Worten glauben?“

Μετὰ ταῦτα ἀπῆλθεν ὁ Ἰησοῦς πέραν τῆς θαλάσσης τῆς Γαλιλαίας τῆς Τιβεριάδος.ἠκολούθει δὲ αὐτῷ ὄχλος πολύς, ὅτι ἑώρων τὰ σημεῖα ἃ ἐποίει ἐπὶ τῶν ἀσθενούντων.ἀνῆλθεν δὲ εἰς τὸ ὄρος Ἰησοῦς, καὶ ἐκεῖ ἐκάθητο μετὰ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ.ἦν δὲ ἐγγὺς τὸ πάσχα, ἡ ἑορτὴ τῶν Ἰουδαίων.ἐπάρας οὖν τοὺς ὀφθαλμοὺς ὁ Ἰησοῦς καὶ θεασάμενος ὅτι πολὺς ὄχλος ἔρχεται πρὸς αὐτὸν, λέγει πρὸς Φίλιππον Πόθεν ἀγοράσωμεν ἄρτους ἵνα φάγωσιν οὗτοι;τοῦτο δὲ ἔλεγεν πειράζων αὐτόν· αὐτὸς γὰρ ᾔδει τί ἔμελλεν ποιεῖν.ἀπεκρίθη αὐτῷ ὁ Φίλιππος Διακοσίων δηναρίων ἄρτοι οὐκ ἀρκοῦσιν αὐτοῖς, ἵνα ἕκαστος βραχύ τι λάβῃ.λέγει αὐτῷ εἷς ἐκ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ, Ἀνδρέας ὁ ἀδελφὸς Σίμωνος ΠέτρουἜστιν παιδάριον ὧδε ὃς ἔχει πέντε ἄρτους κριθίνους καὶ δύο ὀψάρια· ἀλλὰ ταῦτα τί ἐστιν εἰς τοσούτους;εἶπεν ὁ Ἰησοῦς Ποιήσατε τοὺς ἀνθρώπους ἀναπεσεῖν. ἦν δὲ χόρτος πολὺς ἐν τῷ τόπῳ. ἀνέπεσαν οὖν οἱ ἄνδρες τὸν ἀριθμὸν ὡς πεντακισχίλιοι.ἔλαβεν οὖν τοὺς ἄρτους ὁ Ἰησοῦς καὶ εὐχαριστήσας διέδωκεν τοῖς ἀνακειμένοις, ὁμοίως καὶ ἐκ τῶν ὀψαρίων ὅσον ἤθελον.ὡς δὲ ἐνεπλήσθησαν, λέγει τοῖς μαθηταῖς αὐτοῦ Συναγάγετε τὰ περισσεύσαντα κλάσματα, ἵνα μή τι ἀπόληται.συνήγαγον οὖν, καὶ ἐγέμισαν δώδεκα κοφίνους κλασμάτων ἐκ τῶν πέντε ἄρτων τῶν κριθίνων ἃ ἐπερίσσευσαν τοῖς βεβρωκόσιν.Οἱ οὖν ἄνθρωποι ἰδόντες ὃ ἐποίησεν σημεῖον ἔλεγον ὅτι Οὗτός ἐστιν ἀληθῶς ὁ προφήτης ὁ ἐρχόμενος εἰς τὸν κόσμον.Ἰησοῦς οὖν γνοὺς ὅτι μέλλουσιν ἔρχεσθαι καὶ ἁρπάζειν αὐτὸν ἵνα ποιήσωσιν βασιλέα, ἀνεχώρησεν πάλιν εἰς τὸ ὄρος αὐτὸς μόνος.Ὡς δὲ ὀψία ἐγένετο, κατέβησαν οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ ἐπὶ τὴν θάλασσαν,καὶ ἐμβάντες εἰς πλοῖον ἤρχοντο πέραν τῆς θαλάσσης εἰς Καφαρναούμ. καὶ σκοτία ἤδη ἐγεγόνει καὶ οὔπω ἐληλύθει πρὸς αὐτοὺς ὁ Ἰησοῦς,ἥ τε θάλασσα ἀνέμου μεγάλου πνέοντος διεγείρετο.ἐληλακότες οὖν ὡς σταδίους εἴκοσι πέντε ἢ τριάκοντα θεωροῦσιν τὸν Ἰησοῦν περιπατοῦντα ἐπὶ τῆς θαλάσσης καὶ ἐγγὺς τοῦ πλοίου γινόμενον, καὶ ἐφοβήθησαν.ὁ δὲ λέγει αὐτοῖς Ἐγώ εἰμι, μὴ φοβεῖσθε.ἤθελον οὖν λαβεῖν αὐτὸν εἰς τὸ πλοῖον, καὶ εὐθέως ἐγένετο τὸ πλοῖον ἐπὶ τῆς γῆς εἰς ἣν ὑπῆγον.

Danach ging Jesus auf die andere Seite des galiläischen Meeres, des Meeres von Tiberias, und viele Leute folgten ihm, weil sie die Zeichen gesehen hatten, die er an den Kranken getan hatte. Jesus ging jedoch auf den Berg, und dort setzte er sich mit seinen Schülern hin. Das Passah, das Fest der Juden, war nahe.  Da richtete Jesus die Augen nach oben, und als er gesehen hatte, dass viele Leute zu ihm kamen, sagte er zu Philippus: „Woher werden wir das Brot kaufen, um diesen [hier] Essen zu geben?“ Das sagte er aber, um ihn zu prüfen (πειραζων), er wusste nämlich bereits, was er tun würde. Philippus antwortete ihm: „Brot für zweihundert Denare wäre nicht genug, damit jeder von ihnen ein kleines Stück nehmen (λαβη) könnte.“ Einer seiner Schüler, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: „Es ist ein kleines Kind hier, das fünf Gerstenbrote und zwei Stück Fleisch/Fisch (οψαρια)  hat. Aber was ist das für so viele!“ Jesus sagte: „Veranlasst, dass sich die Menschen hinsetzen.“ Es war viel Gras an dem Ort. Da  setzten sich die Männer hin, etwa fünftausend an der Zahl. Jesus nahm (ελαβεν) die Brote, und als er gedankt hatte, gab er sie den Schülern, und die Schüler [gaben sie] den Dasitzenden auf dieselbe Weise, und von dem Fleisch/den Fischen [gaben die Schüler ihnen] soviel sie wollten. Als sie gesättigt waren, sagte er zu seinen Schülern: „Sammelt die übrig gebliebenen Stücke ein, damit nichts verloren geht.“ Sie sammelten also ein und füllten zwölf Körbe mit Stücken von den fünf Gerstenbroten, die von den Essenden übrig gelassen worden waren. Die Menschen, als sie sahen, dass Jesus ein Zeichen getan hatte, sagten: „Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt gekommen ist.“ Als Jesus erkannte, dass sie im Begriff waren, ihn zu rauben (αρπαζειν), um ihn zum König zu machen, ging er zurück auf den Berg, er allein. Als es aber Abend geworden war, gingen seine Schüler zum Meer hinab, und als sie in das Boot gestiegen waren, brachen sie nach Kapernaum auf, zur gegenüberliegenden Seite des Meeres. Es war bereits dunkel geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen. Das Meer wurde aufgewühlt, weil ein starker Wind (ανεμου) wehte (πνεοντος). Als sie etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien (σταδιους, Antikes Längenmaß, entspricht 200 Schritten) weit gefahren waren, sahen sie Jesus auf dem Meer umhergehen und in die Nähe des Bootes kommen, und sie hatten Angst. Er aber sagte zu ihnen: „Ich bin es, habt keine Angst.“ Da wollten sie ihn zu sich ins Boot nehmen (λαβειν), und sofort gelangte das Boot an Land, dahin, wohin sie sich auf den Weg gemacht hatten.

Τῇ ἐπαύριον ὁ ὄχλος ὁ ἑστηκὼς πέραν τῆς θαλάσσης εἶδον ὅτι πλοιάριον ἄλλο οὐκ ἦν ἐκεῖ εἰ μὴ ἕν, καὶ ὅτι οὐ συνεισῆλθεν τοῖς μαθηταῖς αὐτοῦ ὁ Ἰησοῦς εἰς τὸ πλοῖον ἀλλὰ μόνοι οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ ἀπῆλθον·ἀλλὰ ἦλθεν πλοιάρια ἐκ Τιβεριάδος ἐγγὺς τοῦ τόπου ὅπου ἔφαγον τὸν ἄρτον εὐχαριστήσαντος τοῦ Κυρίου.ὅτε οὖν εἶδεν ὁ ὄχλος ὅτι Ἰησοῦς οὐκ ἔστιν ἐκεῖ οὐδὲ οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ, ἐνέβησαν αὐτοὶ εἰς τὰ πλοιάρια καὶ ἦλθον εἰς Καφαρναοὺμ ζητοῦντες τὸν Ἰησοῦν.καὶ εὑρόντες αὐτὸν πέραν τῆς θαλάσσης εἶπον αὐτῷ Ῥαββεί, πότε ὧδε γέγονας;ἀπεκρίθη αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς καὶ εἶπεν Ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, ζητεῖτέ με οὐχ ὅτι εἴδετε σημεῖα, ἀλλ’ ὅτι ἐφάγετε ἐκ τῶν ἄρτων καὶ ἐχορτάσθητε.ἐργάζεσθε μὴ τὴν βρῶσιν τὴν ἀπολλυμένην, ἀλλὰ τὴν βρῶσιν τὴν μένουσαν εἰς ζωὴν αἰώνιον, ἣν ὁ Υἱὸς τοῦ ἀνθρώπου ὑμῖν δώσει· τοῦτον γὰρ ὁ Πατὴρ ἐσφράγισεν ὁ Θεός.εἶπον οὖν πρὸς αὐτόν Τί ποιῶμεν ἵνα ἐργαζώμεθα τὰ ἔργα τοῦ Θεοῦ;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτοῖς Τοῦτό ἐστιν τὸ ἔργον τοῦ Θεοῦ, ἵνα πιστεύητε εἰς ὃν ἀπέστειλεν ἐκεῖνος.

Am nächsten Tag sahen die Leute, die auf der anderen Seite des Meeres standen, dass kein anderes Boot dort war, außer dem einen, in das seine Schüler hineingestiegen waren, und dass Jesus nicht zusammen mit seinen Schülern das Boot betreten hatte, sondern nur seine Schüler fortgefahren waren. Es kamen aber Boote aus Tiberias in die Nähe des Ortes, wo sie unter der Danksagung des Herrn das Brot gegessen hatten. Als nun die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Schüler dort waren, stiegen auch sie in die Boote und fuhren nach Kapernaum, um Jesus zu suchen. Und als sie ihn auf der anderen Seite des Meeres fanden, sagten sie zu ihm: „Rabbi, wie sind Sie hierher gekommen?“ Jesus antwortete ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Ihr sucht mich nicht, weil ihr [ein] Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht für vergängliche Speise, sondern für die Speise, die bis zum ewigen Leben Bestand hat, die der Menschensohn euch geben wird, denn ihn hat Gott Vater beglaubigt.“ Da sagten sie zu ihm: „Was sollen wir tun, damit wir die Werke Gottes verrichten?“ Jesus antwortete ihnen: „Folgendes ist das Werk Gottes: Dass ihr an den glaubt, den jener gesandt hat.“

εἶπον οὖν αὐτῷ Τί οὖν ποιεῖς σὺ σημεῖον, ἵνα ἴδωμεν καὶ πιστεύσωμέν σοι; τί ἐργάζῃ;οἱ πατέρες ἡμῶν τὸ μάννα ἔφαγον ἐν τῇ ἐρήμῳ, καθώς ἐστιν γεγραμμένον Ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ ἔδωκεν αὐτοῖς φαγεῖν.εἶπεν οὖν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, οὐ Μωϋσῆς δέδωκεν ὑμῖν τὸν ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ, ἀλλ’ ὁ Πατήρ μου δίδωσιν ὑμῖν τὸν ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ τὸν ἀληθινόν·ὁ γὰρ ἄρτος τοῦ Θεοῦ ἐστιν ὁ καταβαίνων ἐκ τοῦ οὐρανοῦ καὶ ζωὴν διδοὺς τῷ κόσμῳ.εἶπον οὖν πρὸς αὐτόν Κύριε, πάντοτε δὸς ἡμῖν τὸν ἄρτον τοῦτον.εἶπεν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Ἐγώ εἰμι ὁ ἄρτος τῆς ζωῆς· ὁ ἐρχόμενος πρὸς ἐμὲ οὐ μὴ πεινάσῃ, καὶ ὁ πιστεύων εἰς ἐμὲ οὐ μὴ διψήσει πώποτε.ἀλλ’ εἶπον ὑμῖν ὅτι καὶ ἑωράκατέ με καὶ οὐ πιστεύετε.Πᾶν ὃ δίδωσίν μοι ὁ Πατὴρ πρὸς ἐμὲ ἥξει, καὶ τὸν ἐρχόμενον πρός με οὐ μὴ ἐκβάλω ἔξω,ὅτι καταβέβηκα ἀπὸ τοῦ οὐρανοῦ οὐχ ἵνα ποιῶ τὸ θέλημα τὸ ἐμὸν ἀλλὰ τὸ θέλημα τοῦ πέμψαντός με.τοῦτο δέ ἐστιν τὸ θέλημα τοῦ πέμψαντός με, ἵνα πᾶν ὃ δέδωκέν μοι μὴ ἀπολέσω ἐξ αὐτοῦ, ἀλλὰ ἀναστήσω αὐτὸ ἐν τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ.τοῦτο γάρ ἐστιν τὸ θέλημα τοῦ Πατρός μου, ἵνα πᾶς ὁ θεωρῶν τὸν Υἱὸν καὶ πιστεύων εἰς αὐτὸν ἔχῃ ζωὴν αἰώνιον, καὶ ἀναστήσω αὐτὸν ἐγὼ ἐν τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ.Ἐγόγγυζον οὖν οἱ Ἰουδαῖοι περὶ αὐτοῦ ὅτι εἶπεν Ἐγώ εἰμι ὁ ἄρτος ὁ καταβὰς ἐκ τοῦ οὐρανοῦ,καὶ ἔλεγον Οὐχ οὗτός ἐστιν Ἰησοῦς ὁ υἱὸς Ἰωσήφ, οὗ ἡμεῖς οἴδαμεν τὸν πατέρα καὶ τὴν μητέρα; πῶς νῦν λέγει ὅτι Ἐκ τοῦ οὐρανοῦ καταβέβηκα;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτοῖς Μὴ γογγύζετε μετ’ ἀλλήλων.οὐδεὶς δύναται ἐλθεῖν πρός με ἐὰν μὴ ὁ Πατὴρ ὁ πέμψας με ἑλκύσῃ αὐτόν, κἀγὼ ἀναστήσω αὐτὸν ἐν τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ.ἔστιν γεγραμμένον ἐν τοῖς προφήταις Καὶ ἔσονται πάντες διδακτοὶ Θεοῦ· πᾶς ὁ ἀκούσας παρὰ τοῦ Πατρὸς καὶ μαθὼν ἔρχεται πρὸς ἐμέ.οὐχ ὅτι τὸν Πατέρα ἑώρακέν τις, εἰ μὴ ὁ ὢν παρὰ τοῦ Θεοῦ, οὗτος ἑώρακεν τὸν Πατέρα.ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, ὁ πιστεύων ἔχει ζωὴν αἰώνιον.ἐγώ εἰμι ὁ ἄρτος τῆς ζωῆς.οἱ πατέρες ὑμῶν ἔφαγον ἐν τῇ ἐρήμῳ τὸ μάννα καὶ ἀπέθανον·οὗτός ἐστιν ὁ ἄρτος ὁ ἐκ τοῦ οὐρανοῦ καταβαίνων, ἵνα τις ἐξ αὐτοῦ φάγῃ καὶ μὴ ἀποθάνῃ.ἐγώ εἰμι ὁ ἄρτος ὁ ζῶν ὁ ἐκ τοῦ οὐρανοῦ καταβάς· ἐάν τις φάγῃ ἐκ τούτου τοῦ ἄρτου, ζήσει εἰς τὸν αἰῶνα· καὶ ὁ ἄρτος δὲ ὃν ἐγὼ δώσω ἡ σάρξ μού ἐστιν ὑπὲρ τῆς τοῦ κόσμου ζωῆς.

Da sagten sie zu ihm: „Welches Zeichen vollbringen Sie nun, damit wir [es] sehen und ihnen glauben? Was führen Sie herbei? Unsere Väter aßen das Manna in der Wüste, so wie es geschrieben steht: „Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen.““ Da sagte Jesus zu ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Nicht Mose (der [aus dem Wasser] Herausgezogene) hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel, denn das Brot Gottes ist derjenige, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt.“ Da sagten sie zu ihm: „Herr, geben Sie uns dieses Brot immer.“ Jesus sagte zu ihnen: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird keinen Hunger haben, und wer an mich glaubt, wird niemals (ου ... πωποτε) mehr Durst haben. Aber ich sagte zu euch, dass ihr mich sowohl gesehen, als auch mir nicht geglaubt habt. Jeder, den mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und denjenigen, der zu mir kommt, stoße ich nicht hinaus, weil ich nicht vom Himmel herabgekommen bin, um meinen eigenen Willen auszuführen, sondern den Willen desjenigen, der mich gesandt hat. Dies ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat: Dass ich keinen von [all] denen verliere, die er mir gegeben hat, sondern dass ich sie am letzten Tag auferwecke. Dies ist der Wille desjenigen, der mich gesandt hat: Dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben haben soll, und ich ihn am letzten Tag auferwecken werde.“ Da tuschelten die Juden über ihn, weil er gesagt hatte: „Ich bin das Brot, das vom Himmel herabkam“ Und sie sagten: „Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, von dem wir den Vater und die Mutter kennen? Wieso sagt dieser jetzt: „Vom Himmel kam ich herab““ Da antwortete ihnen Jesus: „Tuschelt nicht miteinander. Niemand kann zu mir kommen, wenn ihn nicht der Vater, der mich gesandt hat, herbeizieht, und ich ihn am letzten Tag auferwecken werde. In den Propheten steht geschrieben: „Sie werden alle von Gott belehrt sein.“ Folglich kommt jeder zu mir, der vom Vater gehört hat und Schüler ist. Nicht, dass schon [irgend] jemand den Vater gesehen hätte, außer demjenigen, der von Gott ist. Dieser hat den Vater gesehen. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wer an mich glaubt, hat ewiges Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter aßen das Manna in der Wüste, doch sie starben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabkommt, damit, wenn jemand davon isst, er nicht stirbt. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabkam. Wenn jemand von diesem Brot isst, wird er ewig  leben. Überdies (και  … δε) ist das Brot, das ich gebe, mein Fleisch, das ich um des Lebens der Welt willen gebe.“

Ἐμάχοντο οὖν πρὸς ἀλλήλους οἱ Ἰουδαῖοι λέγοντες Πῶς δύναται οὗτος ἡμῖν δοῦναι τὴν σάρκα φαγεῖν;εἶπεν οὖν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, ἐὰν μὴ φάγητε τὴν σάρκα τοῦ Υἱοῦ τοῦ ἀνθρώπου καὶ πίητε αὐτοῦ τὸ αἷμα, οὐκ ἔχετε ζωὴν ἐν ἑαυτοῖς.ὁ τρώγων μου τὴν σάρκα καὶ πίνων μου τὸ αἷμα ἔχει ζωὴν αἰώνιον, κἀγὼ ἀναστήσω αὐτὸν τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ.ἡ γὰρ σάρξ μου ἀληθής ἐστιν βρῶσις, καὶ τὸ αἷμά μου ἀληθής ἐστιν πόσις.ὁ τρώγων μου τὴν σάρκα καὶ πίνων μου τὸ αἷμα ἐν ἐμοὶ μένει κἀγὼ ἐν αὐτῷ.καθὼς ἀπέστειλέν με ὁ ζῶν Πατὴρ κἀγὼ ζῶ διὰ τὸν Πατέρα, καὶ ὁ τρώγων με κἀκεῖνος ζήσει δι’ ἐμέ.οὗτός ἐστιν ὁ ἄρτος ὁ ἐξ οὐρανοῦ καταβάς, οὐ καθὼς ἔφαγον οἱ πατέρες καὶ ἀπέθανον· ὁ τρώγων τοῦτον τὸν ἄρτον ζήσει εἰς τὸν αἰῶνα.Ταῦτα εἶπεν ἐν συναγωγῇ διδάσκων ἐν Καφαρναούμ.Πολλοὶ οὖν ἀκούσαντες ἐκ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ εἶπαν Σκληρός ἐστιν ὁ λόγος οὗτος· τίς δύναται αὐτοῦ ἀκούειν;εἰδὼς δὲ ὁ Ἰησοῦς ἐν ἑαυτῷ ὅτι γογγύζουσιν περὶ τούτου οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ, εἶπεν αὐτοῖς Τοῦτο ὑμᾶς σκανδαλίζει;ἐὰν οὖν θεωρῆτε τὸν Υἱὸν τοῦ ἀνθρώπου ἀναβαίνοντα ὅπου ἦν τὸ πρότερον;τὸ πνεῦμά ἐστιν τὸ ζωοποιοῦν, ἡ σὰρξ οὐκ ὠφελεῖ οὐδέν· τὰ ῥήματα ἃ ἐγὼ λελάληκα ὑμῖν πνεῦμά ἐστιν καὶ ζωή ἐστιν.ἀλλ’ εἰσὶν ἐξ ὑμῶν τινες οἳ οὐ πιστεύουσιν. ᾔδει γὰρ ἐξ ἀρχῆς ὁ Ἰησοῦς τίνες εἰσὶν οἱ μὴ πιστεύοντες καὶ τίς ἐστιν ὁ παραδώσων αὐτόν.καὶ ἔλεγεν Διὰ τοῦτο εἴρηκα ὑμῖν ὅτι οὐδεὶς δύναται ἐλθεῖν πρός με ἐὰν μὴ ᾖ δεδομένον αὐτῷ ἐκ τοῦ Πατρός.Ἐκ τούτου πολλοὶ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ ἀπῆλθον εἰς τὰ ὀπίσω καὶ οὐκέτι μετ’ αὐτοῦ περιεπάτουν.εἶπεν οὖν ὁ Ἰησοῦς τοῖς δώδεκα Μὴ καὶ ὑμεῖς θέλετε ὑπάγειν;ἀπεκρίθη αὐτῷ Σίμων Πέτρος Κύριε, πρὸς τίνα ἀπελευσόμεθα; ῥήματα ζωῆς αἰωνίου ἔχεις·καὶ ἡμεῖς πεπιστεύκαμεν καὶ ἐγνώκαμεν ὅτι σὺ εἶ ὁ Ἅγιος τοῦ Θεοῦ.ἀπεκρίθη αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Οὐκ ἐγὼ ὑμᾶς τοὺς δώδεκα ἐξελεξάμην; καὶ ἐξ ὑμῶν εἷς διάβολός ἐστιν.ἔλεγεν δὲ τὸν Ἰούδαν Σίμωνος Ἰσκαριώτου· οὗτος γὰρ ἔμελλεν παραδιδόναι αὐτόν, εἷς ἐκ τῶν δώδεκα.Καὶ μετὰ ταῦτα περιεπάτει ὁ Ἰησοῦς ἐν τῇ Γαλιλαίᾳ· οὐ γὰρ ἤθελεν ἐν τῇ Ἰουδαίᾳ περιπατεῖν, ὅτι ἐζήτουν αὐτὸν οἱ Ἰουδαῖοι ἀποκτεῖναι.

 Da stritten die Juden miteinander und sagten: “Wie kann dieser uns das Fleisch zu essen geben?“ Jesus sagte zu ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag auferwecken. Denn mein Fleisch ist in Wahrheit [eine] Speise, und mein Blut ist in Wahrheit [ein] Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt/wohnt in mir und ich in ihm. Sowie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich durch den Vater lebe, wird auch der mich Essende durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herab kam. Nicht so wie eure Väter das Manna aßen und starben, wer dieses Brot isst, lebt ewig. Dies sagte er in der Versammlung/Synagoge (συναγωγη), als er in Kapernaum lehrte. Viele von seinen Schülern, die dies gehört hatten, sagten: „Unbequem/Hart ist diese Rede (λογος). Wer mag sie hören?“ Jesus aber wusste von selbst, dass seine Schüler über ihn murrten/tuschelten, sagte zu ihnen: „Daran nehmt ihr Anstoß? Etwa auch, wenn ihr den Menschensohn dahin hinaufgehen seht, wo er zuerst war? Der Geist ist das lebendig Machende, das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch sage, sind Geist und Leben. Aber es sind einige unter euch, die nicht glauben.“ Jesus wusste nämlich von Anfang an, wer die diejenigen waren, die nicht an ihn glaubten und wer derjenige sein würde, der ihn verrät. Er sagte: „Deshalb habe ich zu euch gesagt, dass niemand zu mir kommen kann, wenn es ihm nicht von meinem Vater gegeben ist.“ Infolgedessen gingen viele seiner Schüler zurück und reisten nicht mehr mit ihm umher. Jesus sagte nun zu den Zwölf: „Wollt etwa auch ihr fortgehen?“ Simon Petrus antwortete ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Worte ewigen Lebens haben Sie, und wir haben geglaubt und erkannt, dass Sie der Gesalbte, der Sohn des lebendigen Gottes sind.“ Jesus antwortete ihnen: „Habe nicht ich euch, die Zwölf, ausgewählt? Doch einer von euch ist verleumderisch/teuflisch (διαβολος).“ Er sagte es aber zum Judas des Simon Iskariot, denn dieser war dazu bestimmt, ihn zu verraten, einer von den Zwölf. Danach wanderte Jesus im Galiläischen umher. Er wollte nämlich nicht im Judäischen umhergehen, weil die Juden versuchten, ihn zu töten.

ἦν δὲ ἐγγὺς ἡ ἑορτὴ τῶν Ἰουδαίων ἡ σκηνοπηγία.εἶπον οὖν πρὸς αὐτὸν οἱ ἀδελφοὶ αὐτοῦ Μετάβηθι ἐντεῦθεν καὶ ὕπαγε εἰς τὴν Ἰουδαίαν, ἵνα καὶ οἱ μαθηταί σου θεωρήσουσιν τὰ ἔργα σοῦ ἃ ποιεῖς·οὐδεὶς γάρ τι ἐν κρυπτῷ ποιεῖ καὶ ζητεῖ αὐτὸς ἐν παρρησίᾳ εἶναι. εἰ ταῦτα ποιεῖς, φανέρωσον σεαυτὸν τῷ κόσμῳ.οὐδὲ γὰρ οἱ ἀδελφοὶ αὐτοῦ ἐπίστευον εἰς αὐτόν.λέγει οὖν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Ὁ καιρὸς ὁ ἐμὸς οὔπω πάρεστιν, ὁ δὲ καιρὸς ὁ ὑμέτερος πάντοτέ ἐστιν ἕτοιμος.οὐ δύναται ὁ κόσμος μισεῖν ὑμᾶς, ἐμὲ δὲ μισεῖ, ὅτι ἐγὼ μαρτυρῶ περὶ αὐτοῦ ὅτι τὰ ἔργα αὐτοῦ πονηρά ἐστιν.ὑμεῖς ἀνάβητε εἰς τὴν ἑορτήν· ἐγὼ οὔπω ἀναβαίνω εἰς τὴν ἑορτὴν ταύτην, ὅτι ὁ ἐμὸς καιρὸς οὔπω πεπλήρωται.ταῦτα δὲ εἰπὼν αὐτοῖς ἔμεινεν ἐν τῇ Γαλιλαίᾳ.Ὡς δὲ ἀνέβησαν οἱ ἀδελφοὶ αὐτοῦ εἰς τὴν ἑορτήν, τότε καὶ αὐτὸς ἀνέβη, οὐ φανερῶς ἀλλὰ ὡς ἐν κρυπτῷ.οἱ οὖν Ἰουδαῖοι ἐζήτουν αὐτὸν ἐν τῇ ἑορτῇ καὶ ἔλεγον Ποῦ ἐστιν ἐκεῖνος;καὶ γογγυσμὸς περὶ αὐτοῦ ἦν πολὺς ἐν τοῖς ὄχλοις· οἱ μὲν ἔλεγον ὅτι Ἀγαθός ἐστιν, ἄλλοι δὲ ἔλεγον Οὔ, ἀλλὰ πλανᾷ τὸν ὄχλον.οὐδεὶς μέντοι παρρησίᾳ ἐλάλει περὶ αὐτοῦ διὰ τὸν φόβον τῶν Ἰουδαίων.

Das Laubhüttenfest/ Sukkot (σκηνοπηγια), das Fest der Juden, war nahe. Da sagten seine Brüder zu ihm: „Geh von hier weg und geh ins Land der Juden, damit deine Schüler die Taten sehen, die du vollbringst. Denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht [doch] in der Öffentlichkeit zu sein. Wenn du das tust, machst du dich selbst berühmt/ sichtbar (φανερωσον). Auch seine Brüder glaubten nämlich nicht an ihn. Da sagte Jesus zu ihnen: „Meine Zeit ist noch nicht gekommen, eure Zeit aber ist immer gekommen. Euch kann die Welt nicht hassen, mich aber hasst sie, weil ich bezeuge, dass ihre Werke böse sind. Geht ihr hinauf zu diesem Fest, ich gehe noch nicht hinauf zu diesem Fest, weil meine Zeit noch nicht zur Fülle gelangt ist.“ Als er dies gesagt hatte, blieb er im Galiläischen (Kreis der Heiden). Als aber seine Brüder hinaufgingen, da ging auch er zum Fest hinauf, nicht öffentlich (φανερως), sondern im Verborgenen (κρυπτω). Die Juden suchten ihn auf dem Fest und sagten: „Wo steckt er?“ und die Leute tuschelten viel über ihn. Die einen sagten: „Er ist rechtschaffen“, aber andere sagten: „Nein, er täuscht die Leute“, jedoch sprach niemand öffentlich über ihn, aus Angst vor den Juden.

Ἤδη δὲ τῆς ἑορτῆς μεσούσης ἀνέβη Ἰησοῦς εἰς τὸ ἱερὸν καὶ ἐδίδασκεν.ἐθαύμαζον οὖν οἱ Ἰουδαῖοι λέγοντες Πῶς οὗτος γράμματα οἶδεν μὴ μεμαθηκώς;ἀπεκρίθη οὖν αὐτοῖς Ἰησοῦς καὶ εἶπεν Ἡ ἐμὴ διδαχὴ οὐκ ἔστιν ἐμὴ ἀλλὰ τοῦ πέμψαντός με·ἐάν τις θέλῃ τὸ θέλημα αὐτοῦ ποιεῖν, γνώσεται περὶ τῆς διδαχῆς, πότερον ἐκ τοῦ Θεοῦ ἐστιν ἢ ἐγὼ ἀπ’ ἐμαυτοῦ λαλῶ.ὁ ἀφ’ ἑαυτοῦ λαλῶν τὴν δόξαν τὴν ἰδίαν ζητεῖ· ὁ δὲ ζητῶν τὴν δόξαν τοῦ πέμψαντος αὐτὸν, οὗτος ἀληθής ἐστιν καὶ ἀδικία ἐν αὐτῷ οὐκ ἔστιν.οὐ Μωϋσῆς ἔδωκεν ὑμῖν τὸν νόμον; καὶ οὐδεὶς ἐξ ὑμῶν ποιεῖ τὸν νόμον. τί με ζητεῖτε ἀποκτεῖναι;ἀπεκρίθη ὁ ὄχλος Δαιμόνιον ἔχεις· τίς σε ζητεῖ ἀποκτεῖναι;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτοῖς Ἓν ἔργον ἐποίησα καὶ πάντες θαυμάζετε.διὰ τοῦτο Μωϋσῆς δέδωκεν ὑμῖν τὴν περιτομήν, —οὐχ ὅτι ἐκ τοῦ Μωϋσέως ἐστὶν ἀλλ’ ἐκ τῶν πατέρων,— καὶ ἐν σαββάτῳ περιτέμνετε ἄνθρωπον.εἰ περιτομὴν λαμβάνει ἄνθρωπος ἐν σαββάτῳ ἵνα μὴ λυθῇ ὁ νόμος Μωϋσέως, ἐμοὶ χολᾶτε ὅτι ὅλον ἄνθρωπον ὑγιῆ ἐποίησα ἐν σαββάτῳ;μὴ κρίνετε κατ’ ὄψιν, ἀλλὰ τὴν δικαίαν κρίσιν κρίνατε.Ἔλεγον οὖν τινες ἐκ τῶν Ἱεροσολυμειτῶν Οὐχ οὗτός ἐστιν ὃν ζητοῦσιν ἀποκτεῖναι;καὶ ἴδε παρρησίᾳ λαλεῖ καὶ οὐδὲν αὐτῷ λέγουσιν. Μή ποτε ἀληθῶς ἔγνωσαν οἱ ἄρχοντες ὅτι οὗτός ἐστιν ὁ Χριστός;ἀλλὰ τοῦτον οἴδαμεν πόθεν ἐστίν· ὁ δὲ Χριστὸς ὅταν ἔρχηται, οὐδεὶς γινώσκει πόθεν ἐστίν.ἔκραξεν οὖν ἐν τῷ ἱερῷ διδάσκων ὁ Ἰησοῦς καὶ λέγων Κἀμὲ οἴδατε καὶ οἴδατε πόθεν εἰμί· καὶ ἀπ’ ἐμαυτοῦ οὐκ ἐλήλυθα, ἀλλ’ ἔστιν ἀληθινὸς ὁ πέμψας με, ὃν ὑμεῖς οὐκ οἴδατε·ἐγὼ οἶδα αὐτόν, ὅτι παρ’ αὐτοῦ εἰμι κἀκεῖνός με ἀπέστειλεν.Ἐζήτουν οὖν αὐτὸν πιάσαι, καὶ οὐδεὶς ἐπέβαλεν ἐπ’ αὐτὸν τὴν χεῖρα, ὅτι οὔπω ἐληλύθει ἡ ὥρα αὐτοῦ.Ἐκ τοῦ ὄχλου δὲ πολλοὶ ἐπίστευσαν εἰς αὐτόν, καὶ ἔλεγον Ὁ Χριστὸς ὅταν ἔλθῃ, μὴ πλείονα σημεῖα ποιήσει ὧν οὗτος ἐποίησεν;Ἤκουσαν οἱ Φαρισαῖοι τοῦ ὄχλου γογγύζοντος περὶ αὐτοῦ ταῦτα, καὶ ἀπέστειλαν οἱ ἀρχιερεῖς καὶ οἱ Φαρισαῖοι ὑπηρέτας ἵνα πιάσωσιν αὐτόν.εἶπεν οὖν ὁ Ἰησοῦς Ἔτι χρόνον μικρὸν μεθ’ ὑμῶν εἰμι καὶ ὑπάγω πρὸς τὸν πέμψαντά με.ζητήσετέ με καὶ οὐχ εὑρήσετέ, καὶ ὅπου εἰμὶ ἐγὼ ὑμεῖς οὐ δύνασθε ἐλθεῖν.εἶπον οὖν οἱ Ἰουδαῖοι πρὸς ἑαυτούς Ποῦ οὗτος μέλλει πορεύεσθαι, ὅτι ἡμεῖς οὐχ εὑρήσομεν αὐτόν; μὴ εἰς τὴν Διασπορὰν τῶν Ἑλλήνων μέλλει πορεύεσθαι καὶ διδάσκειν τοὺς Ἕλληνας;τίς ἐστιν ὁ λόγος οὗτος ὃν εἶπεν Ζητήσετέ με καὶ οὐχ εὑρήσετέ, καὶ ὅπου εἰμὶ ἐγὼ ὑμεῖς οὐ δύνασθε ἐλθεῖν;

Als aber bereits die Hälfte des Festes vorüber war, ging Jesus zur Opferstätte hinauf und lehrte. Die Juden staunten und sagten: „Wie kann er die Schriften kennen, obwohl er keiner unserer Schüler ist?“ Jesus antwortete ihnen: „Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von demjenigen, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen zu tun wünscht, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist, oder ob ich aus mir selbst spreche. Wer aus sich selbst spricht, sucht den eigenen Ruhm (δοξαν). Wer aber den guten Ruf (δοξαν) bei demjenigen sucht, der ihn gesandt hat, der ist aufrichtig, und es ist keine Ungerechtigkeit in ihm. Hat euch nicht Mose das Gesetz gegeben? Doch keiner von euch hält sich an das Gesetz. Weshalb versucht ihr mich zu töten?“ Die Leute antworteten: „Einen Dämon hast du [in dir]. Wer versucht, dich zu töten?“ Jesus antwortete ihnen: „Eine Tat habe ich vollbracht und ihr alle wundert euch. Mose hat euch die Beschneidung nicht deshalb gegeben, weil sie von Mose ist, sondern weil sie von den Vätern ist und am Sabbat beschneidet ihr einen Menschen. Wenn es wahr ist, dass ein Mensch seine Beschneidung am Sabbat empfängt, damit das Gesetz des Mose nicht verletzt wird, [weshalb] zürnt ihr mir dann, weil ich am Sabbat einen ganzen Menschen gesund gemacht habe? Urteilt nicht dem Anschein nach, sondern urteilt gerecht.“ Da sagten einige Jerusalemer: „Ist er nicht derjenige, den sie zu töten suchen? Und seht, er spricht in der Öffentlichkeit, und sie sagen nichts zu ihm. Vielleicht haben die Herrschenden in der Tat erkannt, dass er in Wahrheit der Gesalbte ist. Aber von diesem [hier] wissen wir [ja], woher er ist. Wenn aber der Gesalbte kommt, wird niemand wissen, woher er ist.“ Da rief Jesus belehrend in der heiligen Opferstätte: „Sogar mich (καμε, steigernd) kennt ihr und wisst, woher ich bin, und doch (και, kontrastierend) bin ich nicht von mir selbst gekommen, sondern es ist in Wahrheit derjenige, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. Ich kenne ihn, weil ich von ihm bin. Jener hat mich gesandt.“ Da versuchten sie ihn zu verhaften, doch niemand legte Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war. Aber viele von den Leuten glaubten an ihn und sagten: „Wird etwa der Gesalbte, wenn er kommt, mehr Zeichen vollbringen als dieser hier vollbracht hat?“ Die Pharisäer hörten, wie die Leute dies über ihn tuschelten, und so schickten die Pharisäer und die Oberpriester Gehilfen, um ihn zu verhaften. Da sagte Jesus zu ihnen: „Noch kurze Zeit bin ich bei euch und [dann] gehe ich zu demjenigen, der mich gesandt hat. Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen.“ Da sagten die Juden zueinander: „Wohin beabsichtigt er zu verreisen, dass wir ihn nicht finden werden? Beabsichtigt er etwa, in die Verbannung unter die Griechen zu gehen und die Griechen zu lehren? Was sind das für Sachen (λογος), die er aussprach: „Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen.“

Ἐν δὲ τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ τῇ μεγάλῃ τῆς ἑορτῆς εἱστήκει ὁ Ἰησοῦς, καὶ ἔκραξεν λέγων Ἐάν τις διψᾷ, ἐρχέσθω πρός με καὶ πινέτω.ὁ πιστεύων εἰς ἐμέ, καθὼς εἶπεν ἡ γραφή, ποταμοὶ ἐκ τῆς κοιλίας αὐτοῦ ῥεύσουσιν ὕδατος ζῶντος.τοῦτο δὲ εἶπεν περὶ τοῦ Πνεύματος οὗ ἔμελλον λαμβάνειν οἱ πιστεύσαντες εἰς αὐτόν· οὔπω γὰρ ἦν Πνεῦμα, ὅτι Ἰησοῦς οὐδέπω ἐδοξάσθη.Ἐκ τοῦ ὄχλου οὖν ἀκούσαντες τῶν λόγων τούτων ἔλεγον Οὗτός ἐστιν ἀληθῶς ὁ προφήτης·ἄλλοι ἔλεγον Οὗτός ἐστιν ὁ Χριστός· οἱ δὲ ἔλεγον Μὴ γὰρ ἐκ τῆς Γαλιλαίας ὁ Χριστὸς ἔρχεται;οὐχ ἡ γραφὴ εἶπεν ὅτι ἐκ τοῦ σπέρματος Δαυεὶδ, καὶ ἀπὸ Βηθλεὲμ τῆς κώμης ὅπου ἦν Δαυεὶδ, ἔρχεται ὁ Χριστός;σχίσμα οὖν ἐγένετο ἐν τῷ ὄχλῳ δι’ αὐτόν·τινὲς δὲ ἤθελον ἐξ αὐτῶν πιάσαι αὐτόν, ἀλλ’ οὐδεὶς ἐπέβαλεν ἐπ’ αὐτὸν τὰς χεῖρας.Ἦλθον οὖν οἱ ὑπηρέται πρὸς τοὺς ἀρχιερεῖς καὶ Φαρισαίους, καὶ εἶπον αὐτοῖς ἐκεῖνοι Διὰ τί οὐκ ἠγάγετε αὐτόν;ἀπεκρίθησαν οἱ ὑπηρέται Οὐδέποτε ἐλάλησεν οὕτως ἄνθρωπος, ὡς οὗτος λαλεῖ ὁ ἄνθρωπος.ἀπεκρίθησαν οὖν αὐτοῖς οἱ Φαρισαῖοι Μὴ καὶ ὑμεῖς πεπλάνησθε;μή τις ἐκ τῶν ἀρχόντων ἐπίστευσεν εἰς αὐτὸν ἢ ἐκ τῶν Φαρισαίων;ἀλλὰ ὁ ὄχλος οὗτος ὁ μὴ γινώσκων τὸν νόμον ἐπάρατοί εἰσιν.λέγει Νικόδημος πρὸς αὐτούς, ὁ ἐλθὼν πρὸς αὐτὸν πρότερον, εἷς ὢν ἐξ αὐτῶνΜὴ ὁ νόμος ἡμῶν κρίνει τὸν ἄνθρωπον ἐὰν μὴ ἀκούσῃ πρῶτον παρ’ αὐτοῦ καὶ γνῷ τί ποιεῖ;ἀπεκρίθησαν καὶ εἶπαν αὐτῷ Μὴ καὶ σὺ ἐκ τῆς Γαλιλαίας εἶ; ἐραύνησον καὶ ἴδε ὅτι ἐκ τῆς Γαλιλαίας προφήτης οὐκ ἐγείρεται.(Καὶ ἐπορεύθη ἕκαστος εἰς τὸν οἶκον αὐτοῦ.Ἰησοῦς δὲ ἐπορεύθη εἰς τὸ ὄρος τῶν ἐλαιῶν.

Aber am letzten Tag, dem Höhepunkt des Festes, stellte sich Jesus hin und rief: “Wenn jemand Durst hat, soll er zu mir kommen und trinken. Wer an mich glaubt [wird sein] wie die Schrift gesagt hat: Flüsse lebendigen Wassers werden aus seinem Innern heraus fließen.“ Das sagte er über den Geist (πνευματος), den diejenigen, die an ihn glauben, aufnehmen sollten. Es war noch kein heiliger Geist da, weil Jesus noch nicht  gerühmt (εδοξασθη) war. Da sagten viele von den Leuten, welche die Worte gehört hatten: „Dieser hier ist wahrhaftig der Prophet.“ Andere sagten: „Da ist der Gesalbte.“ Aber andere sagten: „Kommt denn der Gesalbte etwa aus Galiläa [dem Kreis der Heiden]? Sagt nicht die Schrift, dass der Gesalbte aus dem Samen Davids und aus Bethlehem, der Stadt Davids, kommt?“ Die Leute waren sich also seinetwegen uneins. Einige von ihnen wollten ihn verhaften, aber niemand legte Hand an ihn. Die Gehilfen kamen also zu den Oberpriestern und den Pharisäern, und jene sagten zu ihnen: „Weshalb habt ihr ihn nicht mitgebracht?“ Die Gehilfen antworteten: „Noch nie hat ein Mensch so gesprochen wie dieser Mensch.“ Da antworteten ihnen die Pharisäer: „Habt etwa auch ihr euch täuschen lassen? Hat etwa einer von den Herrschenden an ihn geglaubt, oder einer von den Pharisäern? Aber das gemeine Volk [tut es], diese Gesetzesunkundigen, verflucht sind sie.“ Nikodemus (Sieger aus dem Proletariat) sagte zu ihnen: „Verurteilt unser Gesetz etwa einen Menschen, wenn man ihn nicht zuerst gehört hat und weiß, was er tut?“ Da antworteten sie ihm: „Bist etwa auch du aus dem Galiläischen? Forsche nach und sieh, dass ein Prophet nicht aus dem Galiläischen erweckt wird.“ Und ein jeder ging heim in sein Haus. Jesus ging jedoch zum Ölberg.

Ὄρθρου δὲ πάλιν παρεγένετο εἰς τὸ ἱερόν, καὶ πᾶς ὁ λαὸς ἤρχετο πρὸς αὐτόν. καὶ καθίσας ἐδίδασκεν αὐτούς.ἄγουσι δὲ οἱ γραμματεῖς καὶ οἱ Φαρισαῖοι πρὸς αὐτὸν γυναῖκα ἐν μοιχείᾳ κατειλημμένην, καὶ στήσαντες αὐτὴν ἐν μέσῳ,λέγουσιν αὐτῷ, Διδάσκαλε, αὕτη ἡ γυνὴ κατελήφθη ἐπαυτοφώρῳ μοιχευομένη.ἐν δὲ τῷ νόμῳ Μωσῆς ἡμῖν ἐνετείλατο τὰς τοιαύτας λιθοβολεῖσθαι· σὺ οὖν τί λέγεις;τοῦτο δὲ ἔλεγον πειράζοντες αὐτόν, ἵνα ἔχωσι κατηγορεῖν αὐτοῦ. ὁ δὲ Ἰησοῦς κάτω κύψας, τῷ δακτύλῳ ἔγραφεν εἰς τὴν γῆν·ὡς δὲ ἐπέμενον ἐρωτῶντες αὐτόν, ἀνάκυψας εἶπε πρὸς αὐτοὺς, Ὁ ἀναμάρτητος ὑμῶν πρῶτος τὸν λίθον ἐπ’ αὐτῇ βαλέτω.καὶ πάλιν κάτω κύψας ἔγραφεν εἰς τὴν γῆν.οἱ δὲ, ἀκούσαντες καὶ ὑπὸ τῆς συνειδήσεως ἐλεγχόμενοι, ἐξήρχοντο εἷς καθεῖς, ἀρξάμενοι ἀπὸ τῶν πρεσβυτέρων ἕως τῶν ἐσχάτων· καὶ κατελείφθη μόνος ὁ Ἰησοῦς, καὶ ἡ γυνὴ ἐν μέσῳ ἑστῶσα.ἀνακύψας δὲ ὁ Ἰησοῦς, καὶ μηδένα θεασάμενος πλὴν τῆς γυναικὸς, εἶπεν αὐτῇ, Ἡ γυνὴ, ποῦ εἰσιν ἐκεῖνοι οἱ κατήγοροί σου; οὐδείς σε κατέκρινεν;ἡ δὲ εἶπεν, Οὐδείς, κύριε. εἶπε δὲ αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς, Οὐδὲ ἐγώ σε κατακρίνω· πορεύου καὶ μηκέτι ἁμάρτανε.)Πάλιν οὖν αὐτοῖς ἐλάλησεν ὁ Ἰησοῦς λέγων Ἐγώ εἰμι τὸ φῶς τοῦ κόσμου· ὁ ἀκολουθῶν μοι οὐ μὴ περιπατήσῃ ἐν τῇ σκοτίᾳ, ἀλλ’ ἕξει τὸ φῶς τῆς ζωῆς.εἶπον οὖν αὐτῷ οἱ Φαρισαῖοι Σὺ περὶ σεαυτοῦ μαρτυρεῖς· ἡ μαρτυρία σου οὐκ ἔστιν ἀληθής.ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτοῖς Κἂν ἐγὼ μαρτυρῶ περὶ ἐμαυτοῦ, ἀληθής ἐστιν ἡ μαρτυρία μου, ὅτι οἶδα πόθεν ἦλθον καὶ ποῦ ὑπάγω· ὑμεῖς δὲ οὐκ οἴδατε πόθεν ἔρχομαι ἢ ποῦ ὑπάγω.ὑμεῖς κατὰ τὴν σάρκα κρίνετε, ἐγὼ οὐ κρίνω οὐδένα.καὶ ἐὰν κρίνω δὲ ἐγώ, ἡ κρίσις ἡ ἐμὴ ἀληθινή ἐστιν, ὅτι μόνος οὐκ εἰμί, ἀλλ’ ἐγὼ καὶ ὁ πέμψας με.καὶ ἐν τῷ νόμῳ δὲ τῷ ὑμετέρῳ γέγραπται ὅτι δύο ἀνθρώπων ἡ μαρτυρία ἀληθής ἐστιν.ἐγώ εἰμι ὁ μαρτυρῶν περὶ ἐμαυτοῦ, καὶ μαρτυρεῖ περὶ ἐμοῦ ὁ πέμψας με Πατήρ.ἔλεγον οὖν αὐτῷ Ποῦ ἐστιν ὁ Πατήρ σου; ἀπεκρίθη Ἰησοῦς Οὔτε ἐμὲ οἴδατε οὔτε τὸν Πατέρα μου· εἰ ἐμὲ ᾔδειτε, καὶ τὸν Πατέρα μου ἂν ᾔδειτε.Ταῦτα τὰ ῥήματα ἐλάλησεν ἐν τῷ γαζοφυλακίῳ διδάσκων ἐν τῷ ἱερῷ· καὶ οὐδεὶς ἐπίασεν αὐτόν, ὅτι οὔπω ἐληλύθει ἡ ὥρα αὐτοῦ.

Aber frühmorgens fand er sich wieder in der Opferstätte ein. Alles Volk kam zu ihm, und er lehrte sie im Sitzen (καθισας). Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau zu ihm, die beim Ehebruch ertappt (κατειλημμενην) worden war, und als sie die Frau in die Mitte gestellt hatten, sagten sie zu ihm: „Lehrer, diese Frau wurde auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt. In dem Gesetz gebot uns jedoch Mose dieselbigen zu steinigen. Sie nun, was sagen Sie?“ Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen (πειραζοντες), damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber schrieb nach unten gebückt (κατω κυψας) mit dem Finger auf die Erde. Als sie aber damit fortfuhren ihn zu fragen, richtete er sich auf (ανακυψας) und sagte zu ihnen: „Der Sündlose unter euch werfe als erster den Stein auf sie.“ Und als er sich wieder nach unten gebückt hatte, schrieb er [wieder] auf die Erde. Als sie dies hörten, und als sie durch ihr Gewissen beschämt waren, gingen sie hinaus, einer nach dem anderen, angefangen bei den Ältesten [und] bis zum Letzten. Jesus blieb allein zurück, und die Frau stand in der Mitte. Als sich Jesus aber wieder aufgerichtet hatte und als er niemanden außer der Frau sah, sagte er zu ihr: „Frau, wo sind diejenigen, die dich angeklagt haben? Hat dich keiner verurteilt?“ Da sagte sie zu ihm: „Niemand, Herr.“ Da sagte Jesus zu ihr: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige nicht mehr.“ Jesus sprach nochmals mit ihnen und sagte: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, geht nicht im Dunkeln umher, sondern hat das Licht des Lebens.” Da sagten die Pharisäer zu ihm: „Sie legen Zeugnis über sich selbst ab. Ihre Zeugenaussage ist nicht glaubwürdig.” Jesus antwortete ihnen: „Auch wenn ich mich selbst bezeuge, ist meine Zeugenaussage doch wahr, weil ich weiß, woher ich kam und wohin ich gehe. Ihr aber wisst nicht, woher ich komme und wohin ich gehe. Ihr verurteilt wegen des Fleisches, ich verurteile niemanden. Aber auch wenn ich urteile, ist mein Urteil gerecht, weil ich nicht alleine bin, sondern [weil] ich zusammen mit dem Vater bin, der mich gesandt hat. In eurem Gesetz steht geschrieben, dass die [gleichlautende] Zeugenaussage zweier Menschen wahr ist. Ich bin es, der über sich selbst bezeugt und auch der Vater, der mich gesandt hat, bezeugt mich.“ Da sagten sie zu ihm: „Wo ist ihr Vater?“ Jesus antwortete ihnen: „Weder mich kennt ihr, noch meinen Vater. Wenn ihr mich kennen würdet, so würdet ihr auch meinen Vater kennen.“ Diese Worte sagte Jesus, als er in der Schatzkammer der Opferstätte lehrte, und niemand nahm ihn fest, weil seine Stunde noch nicht gekommen war.

Εἶπεν οὖν πάλιν αὐτοῖς Ἐγὼ ὑπάγω καὶ ζητήσετέ με, καὶ ἐν τῇ ἁμαρτίᾳ ὑμῶν ἀποθανεῖσθε· ὅπου ἐγὼ ὑπάγω ὑμεῖς οὐ δύνασθε ἐλθεῖν.ἔλεγον οὖν οἱ Ἰουδαῖοι Μήτι ἀποκτενεῖ ἑαυτὸν, ὅτι λέγει Ὅπου ἐγὼ ὑπάγω ὑμεῖς οὐ δύνασθε ἐλθεῖν;καὶ ἔλεγεν αὐτοῖς Ὑμεῖς ἐκ τῶν κάτω ἐστέ, ἐγὼ ἐκ τῶν ἄνω εἰμί· ὑμεῖς ἐκ τούτου τοῦ κόσμου ἐστέ, ἐγὼ οὐκ εἰμὶ ἐκ τοῦ κόσμου τούτου.εἶπον οὖν ὑμῖν ὅτι ἀποθανεῖσθε ἐν ταῖς ἁμαρτίαις ὑμῶν· ἐὰν γὰρ μὴ πιστεύσητε ὅτι ἐγώ εἰμι, ἀποθανεῖσθε ἐν ταῖς ἁμαρτίαις ὑμῶν.ἔλεγον οὖν αὐτῷ Σὺ τίς εἶ; εἶπεν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Τὴν ἀρχὴν ὅ τι καὶ λαλῶ ὑμῖν;πολλὰ ἔχω περὶ ὑμῶν λαλεῖν καὶ κρίνειν· ἀλλ’ ὁ πέμψας με ἀληθής ἐστιν, κἀγὼ ἃ ἤκουσα παρ’ αὐτοῦ, ταῦτα λαλῶ εἰς τὸν κόσμον.οὐκ ἔγνωσαν ὅτι τὸν Πατέρα αὐτοῖς ἔλεγεν.εἶπεν οὖν ὁ Ἰησοῦς Ὅταν ὑψώσητε τὸν Υἱὸν τοῦ ἀνθρώπου, τότε γνώσεσθε ὅτι ἐγώ εἰμι, καὶ ἀπ’ ἐμαυτοῦ ποιῶ οὐδέν, ἀλλὰ καθὼς ἐδίδαξέν με ὁ Πατὴρ, ταῦτα λαλῶ.καὶ ὁ πέμψας με μετ’ ἐμοῦ ἐστιν· οὐκ ἀφῆκέν με μόνον, ὅτι ἐγὼ τὰ ἀρεστὰ αὐτῷ ποιῶ πάντοτε.Ταῦτα αὐτοῦ λαλοῦντος πολλοὶ ἐπίστευσαν εἰς αὐτόν.

Jesus sagte nochmals zu ihnen: „Ich gehe fort, ihr werdet mich suchen, und ihr werdet an euren Sünden sterben. Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen.“ Außerdem sagte er zu ihnen: „Ihr seid von unten, ich bin von oben. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. Ich habe euch also gesagt: Ihr werdet an euren Sünden sterben. Wenn ihr nämlich nicht glaubt, dass ich bin, der ich bin (εγω ειμι), werdet ihr an euren Sünden sterben.“ Da sagten sie zu ihm: „Du, wer bist du [schon]?“ Jesus sagte zu ihnen: „Seit jeher (την αρχην) das, was ich euch sage/gebiete (λαλω). Vieles habe ich über euch zu sagen und [an euch] zu verurteilen, jedoch hat derjenige recht, der mich gesandt hat und ich sage der Welt das, was ich von ihm gehört habe.“ Sie erkannten nicht, dass er  damit den Vater meinte. Da sagte Jesus zu ihnen: „Zu dem Zeitpunkt, wo ihr den Menschensohn hochhaltet, zu diesem Zeitpunkt werdet ihr erkennen, dass ich bin, der ich bin (εγω ειμι) und dass ich nichts aus mir selbst heraus tue, sondern dass ich das sage, was mich mein Vater gelehrt hat. Derjenige, der mich gesandt hat, ist bei mir. Der Vater hat mich nicht allein gelassen, weil ich immer das tue, was ihm gefällt.“ Als er das zu ihnen gesagt hatte, glaubten viele an ihn.

Ἔλεγεν οὖν ὁ Ἰησοῦς πρὸς τοὺς πεπιστευκότας αὐτῷ Ἰουδαίους Ἐὰν ὑμεῖς μείνητε ἐν τῷ λόγῳ τῷ ἐμῷ, ἀληθῶς μαθηταί μού ἐστε,καὶ γνώσεσθε τὴν ἀλήθειαν, καὶ ἡ ἀλήθεια ἐλευθερώσει ὑμᾶς.ἀπεκρίθησαν πρὸς αὐτόν Σπέρμα Ἀβραάμ ἐσμεν, καὶ οὐδενὶ δεδουλεύκαμεν πώποτε· πῶς σὺ λέγεις ὅτι Ἐλεύθεροι γενήσεσθε;ἀπεκρίθη αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν ὅτι πᾶς ὁ ποιῶν τὴν ἁμαρτίαν δοῦλός ἐστιν τῆς ἁμαρτίας.ὁ δὲ δοῦλος οὐ μένει ἐν τῇ οἰκίᾳ εἰς τὸν αἰῶνα· ὁ υἱὸς μένει εἰς τὸν αἰῶνα.ἐὰν οὖν ὁ Υἱὸς ὑμᾶς ἐλευθερώσῃ, ὄντως ἐλεύθεροι ἔσεσθε.οἶδα ὅτι σπέρμα Ἀβραάμ ἐστε· ἀλλὰ ζητεῖτέ με ἀποκτεῖναι, ὅτι ὁ λόγος ὁ ἐμὸς οὐ χωρεῖ ἐν ὑμῖν.ἃ ἐγὼ ἑώρακα παρὰ τῷ Πατρὶ λαλῶ· καὶ ὑμεῖς οὖν ἃ ἠκούσατε παρὰ τοῦ πατρὸς ποιεῖτε.ἀπεκρίθησαν καὶ εἶπαν αὐτῷ Ὁ πατὴρ ἡμῶν Ἀβραάμ ἐστιν. λέγει αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Εἰ τέκνα τοῦ Ἀβραάμ ἐστε, τὰ ἔργα τοῦ Ἀβραὰμ ποιεῖτε·νῦν δὲ ζητεῖτέ με ἀποκτεῖναι, ἄνθρωπον ὃς τὴν ἀλήθειαν ὑμῖν λελάληκα, ἣν ἤκουσα παρὰ τοῦ Θεοῦ· τοῦτο Ἀβραὰμ οὐκ ἐποίησεν.ὑμεῖς ποιεῖτε τὰ ἔργα τοῦ πατρὸς ὑμῶν. εἶπαν αὐτῷ Ἡμεῖς ἐκ πορνείας οὐκ ἐγεννήθημεν, ἕνα Πατέρα ἔχομεν τὸν Θεόν.εἶπεν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Εἰ ὁ Θεὸς Πατὴρ ὑμῶν ἦν, ἠγαπᾶτε ἂν ἐμέ· ἐγὼ γὰρ ἐκ τοῦ Θεοῦ ἐξῆλθον καὶ ἥκω· οὐδὲ γὰρ ἀπ’ ἐμαυτοῦ ἐλήλυθα, ἀλλ’ ἐκεῖνός με ἀπέστειλεν.διὰ τί τὴν λαλιὰν τὴν ἐμὴν οὐ γινώσκετε; ὅτι οὐ δύνασθε ἀκούειν τὸν λόγον τὸν ἐμόν.ὑμεῖς ἐκ τοῦ πατρὸς τοῦ διαβόλου ἐστὲ καὶ τὰς ἐπιθυμίας τοῦ πατρὸς ὑμῶν θέλετε ποιεῖν. ἐκεῖνος ἀνθρωποκτόνος ἦν ἀπ’ ἀρχῆς, καὶ ἐν τῇ ἀληθείᾳ οὐκ ἔστηκεν, ὅτι οὐκ ἔστιν ἀλήθεια ἐν αὐτῷ. ὅταν λαλῇ τὸ ψεῦδος, ἐκ τῶν ἰδίων λαλεῖ, ὅτι ψεύστης ἐστὶν καὶ ὁ πατὴρ αὐτοῦ.ἐγὼ δὲ ὅτι τὴν ἀλήθειαν λέγω, οὐ πιστεύετέ μοι.τίς ἐξ ὑμῶν ἐλέγχει με περὶ ἁμαρτίας; εἰ ἀλήθειαν λέγω, διὰ τί ὑμεῖς οὐ πιστεύετέ μοι;ὁ ὢν ἐκ τοῦ Θεοῦ τὰ ῥήματα τοῦ Θεοῦ ἀκούει· διὰ τοῦτο ὑμεῖς οὐκ ἀκούετε, ὅτι ἐκ τοῦ Θεοῦ οὐκ ἐστέ.

Da sagte Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: „Wenn ihr an meinen Geboten/Worten (λογω) festhaltet, seid ihr wahrhaftig meine Schüler. Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Sie antworteten ihm: „Samen Abrahams sind wir, und wir haben niemals irgendwem gedient. Wieso sagen Sie, dass wir befreit werden?“ Jesus antwortete ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Jeder, der sündigt, ist ein Knecht der Sünde. Der Knecht bleibt aber nicht auf ewig im Haus, der Sohn bleibt ewig. Wenn euch also der Sohn befreit, werdet ihr wirklich frei sein. Ich weiß, dass ihr Samen Abrahams seid, aber ihr versucht mich zu töten, weil meine Gebote/Worte (λογος) keinen Platz in euch finden. Was ich in der Gegenwart des Vaters gesehen habe, erzähle ich. Führt ihr nun aus, was ihr in der Gegenwart eures Vaters gesehen habt.“ Sie antworteten ihm: „Abraham ist unser Vater.“ Jesus sagte zu ihnen: „Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, würdet ihr die Taten Abrahams vollbringen. Nun aber versucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die er vom Vater gehört hat. Dies hat Abraham nicht getan. Vollbringt ihr die Taten eures Vaters.“ Da sagten sie zu ihm: „In Hurerei sind wir nicht gezeugt worden. Einen Vater haben wir: Gott.“ Da sagte Jesus zu ihnen: „Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben, denn von Gott bin ich weggegangen und gekommen. Denn auch aus eigenem Antrieb bin ich nicht gekommen, sondern jener hat mich gesandt. Weshalb versteht ihr mein Gerede (λαλιαν) nicht? Weil ihr meine Worte (λογον) nicht hören könnt! Ihr seid vom verleumderischen/ teuflischen Vater und die Gelüste eures Vaters wollt ihr ausleben. Jener war von Anfang an ein Menschenmörder, und an der Wahrheit hat er nicht festgehalten, weil keine Wahrheit in ihm ist. Jedes mal, wenn er eine Lüge sagt, spricht er von seinem Privatbesitz, weil er ein Lügner und der Vater derselben ist. Mir aber glaubt ihr nicht, weil ich euch die Wahrheit sage. Wer von euch überführt mich der Sünde? Wenn ich euch die Wahrheit sage, weshalb glaubt ihr mir [dann] nicht? Wer von Gott ist, hört die Worte Gottes. Deshalb hört ihr nicht, weil ihr nicht von Gott seid.“

Ἀπεκρίθησαν οἱ Ἰουδαῖοι καὶ εἶπαν αὐτῷ Οὐ καλῶς λέγομεν ἡμεῖς ὅτι Σαμαρείτης εἶ σὺ καὶ δαιμόνιον ἔχεις;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς Ἐγὼ δαιμόνιον οὐκ ἔχω, ἀλλὰ τιμῶ τὸν Πατέρα μου, καὶ ὑμεῖς ἀτιμάζετέ με.ἐγὼ δὲ οὐ ζητῶ τὴν δόξαν μου· ἔστιν ὁ ζητῶν καὶ κρίνων.ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, ἐάν τις τὸν ἐμὸν λόγον τηρήσῃ, θάνατον οὐ μὴ θεωρήσῃ εἰς τὸν αἰῶνα.εἶπαν αὐτῷ οἱ Ἰουδαῖοι Νῦν ἐγνώκαμεν ὅτι δαιμόνιον ἔχεις. Ἀβραὰμ ἀπέθανεν καὶ οἱ προφῆται, καὶ σὺ λέγεις Ἐάν τις τὸν λόγον μου τηρήσῃ, οὐ μὴ γεύσηται θανάτου εἰς τὸν αἰῶνα.μὴ σὺ μείζων εἶ τοῦ πατρὸς ἡμῶν Ἀβραάμ, ὅστις ἀπέθανεν; καὶ οἱ προφῆται ἀπέθανον· τίνα σεαυτὸν ποιεῖς;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς Ἐὰν ἐγὼ δοξάσω ἐμαυτόν, ἡ δόξα μου οὐδέν ἐστιν· ἔστιν ὁ Πατήρ μου ὁ δοξάζων με, ὃν ὑμεῖς λέγετε ὅτι Θεὸς ἡμῶν ἐστιν,καὶ οὐκ ἐγνώκατε αὐτόν, ἐγὼ δὲ οἶδα αὐτόν. κἂν εἴπω ὅτι οὐκ οἶδα αὐτόν, ἔσομαι ὅμοιος ὑμῖν ψεύστης· ἀλλὰ οἶδα αὐτὸν καὶ τὸν λόγον αὐτοῦ τηρῶ.Ἀβραὰμ ὁ πατὴρ ὑμῶν ἠγαλλιάσατο ἵνα ἴδῃ τὴν ἡμέραν τὴν ἐμήν, καὶ εἶδεν καὶ ἐχάρη.εἶπαν οὖν οἱ Ἰουδαῖοι πρὸς αὐτόν Πεντήκοντα ἔτη οὔπω ἔχεις καὶ Ἀβραὰμ ἑώρακας;εἶπεν αὐτοῖς Ἰησοῦς Ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, πρὶν Ἀβραὰμ γενέσθαι ἐγὼ εἰμί.ἦραν οὖν λίθους ἵνα βάλωσιν ἐπ’ αὐτόν· Ἰησοῦς δὲ ἐκρύβη καὶ ἐξῆλθεν ἐκ τοῦ ἱεροῦ.

Da antworteten ihm die Juden: „Sagen wir nicht zurecht, dass du ein Samariter bist und einen Dämon [in dir] hast?“ Jesus antwortete ihnen: „Einen Dämon habe ich nicht [in mir], sondern ich ehre (τιμω) meinen Vater, und ihr entehrt mich. Ich suche/begehre (ζητω) aber nicht meinen eigenen Ruhm. Wer nach etwas trachtet (ζητων), urteilt auch. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wenn jemand mein Wort/ Gebot (λογον) bewahrt, wird er auf ewig den Tod nicht erblicken.“ Da sagten die Juden zu ihm: „Jetzt haben wir erkannt, dass du einen Dämon [in dir] hast. Abraham ist gestorben und auch die Propheten, und du sagst: „Wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er auf ewig den Tod nicht kosten.“ Bist du etwa bedeutender als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Auch die Propheten sind gestorben. Wofür hältst du dich?“ Jesus antwortete: „Wenn ich mich selbst   rühme (δοξαζω), ist mein Ruhm (δοξα) nichts wert. Er ist mein Vater, der mich rühmt (δοξαζων), von dem ihr sagt, dass er euer Gott ist. Doch ihr erkennt ihn nicht, ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen würde, dass ich ihn nicht kenne, wäre ich ein ebensolcher Lügner wie ihr. Aber ich kenne ihn, und sein Wort bewahre ich. Euer Vater Abraham freute sich darauf, auf dass er meinen Tag sähe. Er hat ihn sowohl gesehen als auch sich gefreut.“ Da sagten die Juden zu ihm: „Du bist noch keine fünfzig Jahre alt, und Abraham willst du gesehen haben?“ Jesus antwortete ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: „Bevor Abraham geboren wurde, bin ich der, der ich bin (εγω ειμι).“ Da hoben sie Steine auf, um ihn zu bewerfen. Jesus verhüllte sich jedoch, und ging, durch ihre Mitte hindurch marschierend, aus der Opferstätte hinaus. Auf diese Weise ging er hinaus.

Καὶ παράγων εἶδεν ἄνθρωπον τυφλὸν ἐκ γενετῆς.καὶ ἠρώτησαν αὐτὸν οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ λέγοντες Ῥαββεί, τίς ἥμαρτεν, οὗτος ἢ οἱ γονεῖς αὐτοῦ, ἵνα τυφλὸς γεννηθῇ;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς Οὔτε οὗτος ἥμαρτεν οὔτε οἱ γονεῖς αὐτοῦ, ἀλλ’ ἵνα φανερωθῇ τὰ ἔργα τοῦ Θεοῦ ἐν αὐτῷ.ἡμᾶς δεῖ ἐργάζεσθαι τὰ ἔργα τοῦ πέμψαντός με ἕως ἡμέρα ἐστίν· ἔρχεται νὺξ ὅτε οὐδεὶς δύναται ἐργάζεσθαι.ὅταν ἐν τῷ κόσμῳ ὦ, φῶς εἰμι τοῦ κόσμου.ταῦτα εἰπὼν ἔπτυσεν χαμαὶ καὶ ἐποίησεν πηλὸν ἐκ τοῦ πτύσματος, καὶ ἐπέθηκεν αὐτοῦ τὸν πηλὸν ἐπὶ τοὺς ὀφθαλμούς,καὶ εἶπεν αὐτῷ Ὕπαγε νίψαι εἰς τὴν κολυμβήθραν τοῦ Σιλωάμ (ὃ ἑρμηνεύεται Ἀπεσταλμένος). ἀπῆλθεν οὖν καὶ ἐνίψατο, καὶ ἦλθεν βλέπων.Οἱ οὖν γείτονες καὶ οἱ θεωροῦντες αὐτὸν τὸ πρότερον, ὅτι προσαίτης ἦν, ἔλεγον Οὐχ οὗτός ἐστιν ὁ καθήμενος καὶ προσαιτῶν;ἄλλοι ἔλεγον ὅτι Οὗτός ἐστιν· ἄλλοι ἔλεγον Οὐχί, ἀλλὰ ὅμοιος αὐτῷ ἐστιν. ἐκεῖνος ἔλεγεν ὅτι Ἐγώ εἰμι.ἔλεγον οὖν αὐτῷ Πῶς οὖν ἠνεῴχθησάν σου οἱ ὀφθαλμοί;ἀπεκρίθη ἐκεῖνος Ὁ ἄνθρωπος ὁ λεγόμενος Ἰησοῦς πηλὸν ἐποίησεν καὶ ἐπέχρισέν μου τοὺς ὀφθαλμοὺς καὶ εἶπέν μοι ὅτι Ὕπαγε εἰς τὸν Σιλωὰμ καὶ νίψαι· ἀπελθὼν οὖν καὶ νιψάμενος ἀνέβλεψα.καὶ εἶπαν αὐτῷ Ποῦ ἐστιν ἐκεῖνος; λέγει Οὐκ οἶδα.

Als er weitergegangen war, sah er einen Menschen, der von Geburt an blind war. Da fragten ihn seine Schüler: „Rabbi, wer hat gesündigt: dieser [hier] oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde.“ Jesus antwortete ihnen: „Nicht dieser [hier] hat gesündigt und auch nicht seine Eltern, sondern [es ist so], damit die Werke Gottes an ihm sichtbar werden. Ich muss die Werke desjenigen, der mich gesandt hat, vollbringen, solange es Tag ist. Es kommt die Nacht, in der niemand etwas tun kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte aus dem Speichel einen Brei und bestrich die Augen des Blinden mit dem Brei. Und er sagte zu ihm: „Geh fort, wasche dich im Wasserbecken Siloam (σιλωαμ), was übersetzt Abgesandter bedeutet. Er ging also fort, wusch sich und konnte wieder sehen. Da sagten seine Nachbarn und diejenigen, die ihn früher als Bettler gesehen hatten: „Ist das nicht derjenige, der dasaß und bettelte?“ Andere sagten: „Er ist es.“ Die Übrigen sagten: „Er sieht ihm ähnlich.“ Jener aber sagte: „Ich bin [es].“ Da sagten sie zu ihm: „Wie sind dir die Augen geöffnet worden?“ Er antwortete: „Der Mensch, den sie Jesus nennen, hat einen Brei gemacht und mir damit die Augen bestrichen, und er hat zu mir gesagt: „Geh fort zum Wasserbecken Siloam und wasche dich.“ Ich bin also weggegangen und als ich mich gewaschen hatte, konnte ich wieder sehen.“ Da sagten sie zu ihm: „Wo ist er?“ Er sagte: „Ich weiß es nicht.“

Ἄγουσιν αὐτὸν πρὸς τοὺς Φαρισαίους, τόν ποτε τυφλόν.ἦν δὲ σάββατον ἐν ᾗ ἡμέρᾳ τὸν πηλὸν ἐποίησεν ὁ Ἰησοῦς καὶ ἀνέῳξεν αὐτοῦ τοὺς ὀφθαλμούς.πάλιν οὖν ἠρώτων αὐτὸν καὶ οἱ Φαρισαῖοι πῶς ἀνέβλεψεν. ὁ δὲ εἶπεν αὐτοῖς Πηλὸν ἐπέθηκέν μου ἐπὶ τοὺς ὀφθαλμούς, καὶ ἐνιψάμην, καὶ βλέπω.ἔλεγον οὖν ἐκ τῶν Φαρισαίων τινές Οὐκ ἔστιν οὗτος παρὰ Θεοῦ ὁ ἄνθρωπος, ὅτι τὸ σάββατον οὐ τηρεῖ. ἄλλοι ἔλεγον Πῶς δύναται ἄνθρωπος ἁμαρτωλὸς τοιαῦτα σημεῖα ποιεῖν; καὶ σχίσμα ἦν ἐν αὐτοῖς.λέγουσιν οὖν τῷ τυφλῷ πάλιν Τί σὺ λέγεις περὶ αὐτοῦ, ὅτι ἠνέῳξέν σου τοὺς ὀφθαλμούς; ὁ δὲ εἶπεν ὅτι Προφήτης ἐστίν.

Sie führten [nun] den zuvor Blinden zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat/Ruhetag, als Jesus den Brei gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte. Da fragten ihn auch die Pharisäer nochmals: „Wie kommt es, dass du wieder sehen kannst?“ Er sagte zu ihnen: „Einen Brei hat er mir auf die Augen gestrichen, ich habe mich gewaschen und ich konnte sehen.“ Da sagten einige von den Pharisäern: „Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht einhält.“ Die Anderen sagten: „Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen vollbringen?“ und sie waren sich uneins. Da sagten sie wiederum zum Blinden: „Was sagst du über ihn, dazu, dass er dir die Augen geöffnet hat?“ Er sagte: „Er ist ein Prophet.“

οὐκ ἐπίστευσαν οὖν οἱ Ἰουδαῖοι περὶ αὐτοῦ ὅτι ἦν τυφλὸς καὶ ἀνέβλεψεν, ἕως ὅτου ἐφώνησαν τοὺς γονεῖς αὐτοῦ τοῦ ἀναβλέψαντοςκαὶ ἠρώτησαν αὐτοὺς λέγοντες Οὗτός ἐστιν ὁ υἱὸς ὑμῶν, ὃν ὑμεῖς λέγετε ὅτι τυφλὸς ἐγεννήθη; πῶς οὖν βλέπει ἄρτι;ἀπεκρίθησαν οὖν οἱ γονεῖς αὐτοῦ καὶ εἶπαν Οἴδαμεν ὅτι οὗτός ἐστιν ὁ υἱὸς ἡμῶν καὶ ὅτι τυφλὸς ἐγεννήθη·πῶς δὲ νῦν βλέπει οὐκ οἴδαμεν, ἢ τίς ἤνοιξεν αὐτοῦ τοὺς ὀφθαλμοὺς ἡμεῖς οὐκ οἴδαμεν· αὐτὸν ἐρωτήσατε, ἡλικίαν ἔχει, αὐτὸς περὶ ἑαυτοῦ λαλήσει.ταῦτα εἶπαν οἱ γονεῖς αὐτοῦ ὅτι ἐφοβοῦντο τοὺς Ἰουδαίους· ἤδη γὰρ συνετέθειντο οἱ Ἰουδαῖοι ἵνα ἐάν τις αὐτὸν ὁμολογήσῃ Χριστόν, ἀποσυνάγωγος γένηται.διὰ τοῦτο οἱ γονεῖς αὐτοῦ εἶπαν ὅτι Ἡλικίαν ἔχει, αὐτὸν ἐπερωτήσατε.

Da glaubten die Juden nicht, dass er blind gewesen war und jetzt wieder sehen konnte, solange sie nicht die Eltern des wieder Sehenden gerufen hatten. Und sie fragten sie: „Dies ist euer Sohn, von dem ihr behauptet, dass er blind geboren wurde? Wie kommt es, dass er jetzt sieht?“ Seine Eltern antworteten ihnen: „Wir wissen, dass dies unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde. Wie es aber gekommen ist, dass er jetzt sieht, wissen wir nicht, und wir wissen auch nicht, wer ihm die Augen geöffnet hat. Er ist erwachsen, fragt ihn selbst. Er spricht für sich selbst.“ Seine Eltern sagten dies, weil sie Angst vor den Juden hatten. Die Juden hatten die Sache nämlich so eingefädelt, dass man von der Versammlung ausgeschlossen wurde, wenn man bekannte, dass er [Jesus] der Gesalbte sei. Deshalb sagten seine Eltern: „Er ist erwachsen, fragt ihn selbst.“

Ἐφώνησαν οὖν τὸν ἄνθρωπον ἐκ δευτέρου ὃς ἦν τυφλὸς, καὶ εἶπαν αὐτῷ Δὸς δόξαν τῷ Θεῷ· ἡμεῖς οἴδαμεν ὅτι οὗτος ὁ ἄνθρωπος ἁμαρτωλός ἐστιν.ἀπεκρίθη οὖν ἐκεῖνος Εἰ ἁμαρτωλός ἐστιν οὐκ οἶδα· ἓν οἶδα, ὅτι τυφλὸς ὢν ἄρτι βλέπω.εἶπαν οὖν αὐτῷ Τί ἐποίησέν σοι; πῶς ἤνοιξέν σου τοὺς ὀφθαλμούς;ἀπεκρίθη αὐτοῖς Εἶπον ὑμῖν ἤδη καὶ οὐκ ἠκούσατε· τί πάλιν θέλετε ἀκούειν; μὴ καὶ ὑμεῖς θέλετε αὐτοῦ μαθηταὶ γενέσθαι;καὶ ἐλοιδόρησαν αὐτὸν καὶ εἶπαν Σὺ μαθητὴς εἶ ἐκείνου, ἡμεῖς δὲ τοῦ Μωϋσέως ἐσμὲν μαθηταί·ἡμεῖς οἴδαμεν ὅτι Μωϋσεῖ λελάληκεν ὁ Θεός, τοῦτον δὲ οὐκ οἴδαμεν πόθεν ἐστίν.ἀπεκρίθη ὁ ἄνθρωπος καὶ εἶπεν αὐτοῖς Ἐν τούτῳ γὰρ τὸ θαυμαστόν ἐστιν, ὅτι ὑμεῖς οὐκ οἴδατε πόθεν ἐστίν, καὶ ἤνοιξέν μου τοὺς ὀφθαλμούς.οἴδαμεν ὅτι ὁ Θεὸς ἁμαρτωλῶν οὐκ ἀκούει, ἀλλ’ ἐάν τις θεοσεβὴς ᾖ καὶ τὸ θέλημα αὐτοῦ ποιῇ, τούτου ἀκούει.ἐκ τοῦ αἰῶνος οὐκ ἠκούσθη ὅτι ἠνέῳξέν τις ὀφθαλμοὺς τυφλοῦ γεγεννημένου·εἰ μὴ ἦν οὗτος παρὰ Θεοῦ, οὐκ ἠδύνατο ποιεῖν οὐδέν.ἀπεκρίθησαν καὶ εἶπαν αὐτῷ Ἐν ἁμαρτίαις σὺ ἐγεννήθης ὅλος, καὶ σὺ διδάσκεις ἡμᾶς; καὶ ἐξέβαλον αὐτὸν ἔξω.Ἤκουσεν Ἰησοῦς ὅτι ἐξέβαλον αὐτὸν ἔξω, καὶ εὑρὼν αὐτὸν εἶπεν Σὺ πιστεύεις εἰς τὸν Υἱὸν τοῦ ἀνθρώπου;ἀπεκρίθη ἐκεῖνος καὶ εἶπεν Καὶ τίς ἐστιν, Κύριε, ἵνα πιστεύσω εἰς αὐτόν;εἶπεν αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς Καὶ ἑώρακας αὐτὸν καὶ ὁ λαλῶν μετὰ σοῦ ἐκεῖνός ἐστιν.ὁ δὲ ἔφη Πιστεύω, Κύριε· καὶ προσεκύνησεν αὐτῷ.

Da riefen sie zum zweiten Mal den Menschen, der blind gewesen war, und sie sagten zu ihm: „Gib Gott die Ehre (δοξαν)! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist.“ Da antwortete jener: „Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Eins weiß ich: dass ich blind war und jetzt wieder sehe.“  Da sagten sie wiederum zu ihm: „Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen geöffnet?“ Er antwortete ihnen: „Ich hab's euch bereits gesagt und ihr habt nicht zugehört. Was wollt ihr sonst noch hören? Wollt etwa auch ihr seine Schüler werden?“ Da beschimpften sie ihn und sagten: „Du bist ein Schüler von jenem, wir aber sind Schüler des Mose. Wir wissen, dass Gott zu Mose (der [aus dem Wasser] Herausgezogene) gesprochen hat, von diesem hier aber wissen wir nicht, woher er ist.“ Der Mensch antwortete ihnen: „Darin steckt freilich etwas Sonderbares, dass ihr nicht wisst, woher er ist und mir hat er die Augen geöffnet. Wir wissen, dass Gott keine Sünder erhört, wenn aber jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den erhört er. Seit Menschengedenken hat man noch nicht gehört, dass die Augen eines Blindgeborenen geöffnet wurden. Wenn er nicht von Gott wäre, hätte er nichts ausrichten können.“ Sie antworteten ihm: „Ganz in Sünden bist du geboren und du belehrst uns?“ Und sie warfen ihn hinaus. Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten, und als er ihn fand, sagte er zu ihm: „Glaubst du an den Sohn Gottes?“ Jener antwortete: „Wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube?“ Da sagte Jesus zu ihm: „Sowohl ( και … και) derjenige, den du gesehen hast, als auch derjenige, der mit dir spricht, jener ist es.“ Da sagte er: „Ich glaube, Herr.“ Und er warf sich zur Anbetung vor ihm nieder.

καὶ εἶπεν ὁ Ἰησοῦς Εἰς κρίμα ἐγὼ εἰς τὸν κόσμον τοῦτον ἦλθον, ἵνα οἱ μὴ βλέποντες βλέπωσιν καὶ οἱ βλέποντες τυφλοὶ γένωνται.ἤκουσαν ἐκ τῶν Φαρισαίων ταῦτα οἱ μετ’ αὐτοῦ ὄντες, καὶ εἶπαν αὐτῷ Μὴ καὶ ἡμεῖς τυφλοί ἐσμεν;εἶπεν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Εἰ τυφλοὶ ἦτε, οὐκ ἂν εἴχετε ἁμαρτίαν· νῦν δὲ λέγετε ὅτι Βλέπομεν· ἡ ἁμαρτία ὑμῶν μένει.Ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, ὁ μὴ εἰσερχόμενος διὰ τῆς θύρας εἰς τὴν αὐλὴν τῶν προβάτων ἀλλὰ ἀναβαίνων ἀλλαχόθεν, ἐκεῖνος κλέπτης ἐστὶν καὶ λῃστής·ὁ δὲ εἰσερχόμενος διὰ τῆς θύρας ποιμήν ἐστιν τῶν προβάτων.τούτῳ ὁ θυρωρὸς ἀνοίγει, καὶ τὰ πρόβατα τῆς φωνῆς αὐτοῦ ἀκούει, καὶ τὰ ἴδια πρόβατα φωνεῖ κατ’ ὄνομα καὶ ἐξάγει αὐτά.ὅταν τὰ ἴδια πάντα ἐκβάλῃ, ἔμπροσθεν αὐτῶν πορεύεται, καὶ τὰ πρόβατα αὐτῷ ἀκολουθεῖ, ὅτι οἴδασιν τὴν φωνὴν αὐτοῦ·ἀλλοτρίῳ δὲ οὐ μὴ ἀκολουθήσουσιν, ἀλλὰ φεύξονται ἀπ’ αὐτοῦ, ὅτι οὐκ οἴδασιν τῶν ἀλλοτρίων τὴν φωνήν.Ταύτην τὴν παροιμίαν εἶπεν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς· ἐκεῖνοι δὲ οὐκ ἔγνωσαν τίνα ἦν ἃ ἐλάλει αὐτοῖς.

Da sagte Jesus: „Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die nicht Sehenden sehen mögen und die Sehenden erblinden mögen.“ und so hörten es die Pharisäer, die bei ihm waren. Sie sagten zu ihm: „Sind etwa auch wir blind?“ Jesus sagte zu ihnen: „Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. So aber sagt ihr: „Wir sehen.“ Folglich bleibt eure Sünde bestehen. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wer nicht durch die Tür in den Schafpferch gelangt, sondern anderswo hinein steigt, der ist ein Dieb und Räuber. Wer aber durch die Tür hineingelangt, ist der Schafhirte. Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören seine Stimme, und die eigenen Schafe nennt er beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er die eigenen Schafe hinaus gebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. Einem Fremden aber folgen sie nicht, sondern sie fliehen vor ihm, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen.“ Dies erzählte ihnen Jesus als Gleichnis, jene verstanden aber nicht, was es war, was er ihnen [damit] sagte.

Εἶπεν οὖν πάλιν ὁ Ἰησοῦς Ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν ὅτι ἐγώ εἰμι ἡ θύρα τῶν προβάτων.πάντες ὅσοι ἦλθον πρὸ ἐμοῦ κλέπται εἰσὶν καὶ λῃσταί· ἀλλ’ οὐκ ἤκουσαν αὐτῶν τὰ πρόβατα.ἐγώ εἰμι ἡ θύρα· δι’ ἐμοῦ ἐάν τις εἰσέλθῃ, σωθήσεται, καὶ εἰσελεύσεται καὶ ἐξελεύσεται καὶ νομὴν εὑρήσει.ὁ κλέπτης οὐκ ἔρχεται εἰ μὴ ἵνα κλέψῃ καὶ θύσῃ καὶ ἀπολέσῃ· ἐγὼ ἦλθον ἵνα ζωὴν ἔχωσιν καὶ περισσὸν ἔχωσιν.ἐγώ εἰμι ὁ ποιμὴν ὁ καλός. ὁ ποιμὴν ὁ καλὸς τὴν ψυχὴν αὐτοῦ τίθησιν ὑπὲρ τῶν προβάτων·ὁ μισθωτὸς καὶ οὐκ ὢν ποιμήν, οὗ οὐκ ἔστιν τὰ πρόβατα ἴδια, θεωρεῖ τὸν λύκον ἐρχόμενον καὶ ἀφίησιν τὰ πρόβατα καὶ φεύγει,— καὶ ὁ λύκος ἁρπάζει αὐτὰ καὶ σκορπίζει·—ὅτι μισθωτός ἐστιν καὶ οὐ μέλει αὐτῷ περὶ τῶν προβάτων.ἐγώ εἰμι ὁ ποιμὴν ὁ καλός, καὶ γινώσκω τὰ ἐμὰ καὶ γινώσκουσί με τὰ ἐμά,καθὼς γινώσκει με ὁ Πατὴρ κἀγὼ γινώσκω τὸν Πατέρα, καὶ τὴν ψυχήν μου τίθημι ὑπὲρ τῶν προβάτων.

Da sagte Jesus abermals zu ihnen: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber, aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden, und er wird sowohl hineingehen als auch herausgehen und Futter finden. Der Dieb kommt zu nichts anderem als zum Stehlen und Schlachten und Töten. Ich bin gekommen, damit sie Leben und Überfluss haben. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte gibt sein Leben (ψυχην) für die Schafe. Der Söldner aber, der kein Hirte ist [und] dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, gibt die Schafe preis und flieht. Der Wolf packt sie und reißt die Schafe auseinander. Der Söldner dagegen flieht, weil er ein Söldner ist und ihm nichts an den Schafen liegt. Ich bin der gute Hirte. Ich erkenne die meinen, und ich werde von den meinen erkannt, genauso wie der Vater mich erkennt und ich den Vater erkenne. Ich opfere mein Leben für die Schafe.

καὶ ἄλλα πρόβατα ἔχω ἃ οὐκ ἔστιν ἐκ τῆς αὐλῆς ταύτης· κἀκεῖνα δεῖ με ἀγαγεῖν, καὶ τῆς φωνῆς μου ἀκούσουσιν, καὶ γενήσεται μία ποίμνη, εἷς ποιμήν.διὰ τοῦτό με ὁ Πατὴρ ἀγαπᾷ ὅτι ἐγὼ τίθημι τὴν ψυχήν μου, ἵνα πάλιν λάβω αὐτήν.οὐδεὶς ἦρεν αὐτὴν ἀπ’ ἐμοῦ, ἀλλ’ ἐγὼ τίθημι αὐτὴν ἀπ’ ἐμαυτοῦ. ἐξουσίαν ἔχω θεῖναι αὐτήν, καὶ ἐξουσίαν ἔχω πάλιν λαβεῖν αὐτήν· ταύτην τὴν ἐντολὴν ἔλαβον παρὰ τοῦ Πατρός μου.Σχίσμα πάλιν ἐγένετο ἐν τοῖς Ἰουδαίοις διὰ τοὺς λόγους τούτους.ἔλεγον δὲ πολλοὶ ἐξ αὐτῶν Δαιμόνιον ἔχει καὶ μαίνεται· τί αὐτοῦ ἀκούετε;ἄλλοι ἔλεγον Ταῦτα τὰ ῥήματα οὐκ ἔστιν δαιμονιζομένου· μὴ δαιμόνιον δύναται τυφλῶν ὀφθαλμοὺς ἀνοῖξαι;

Auch [noch] andere Schafe habe ich, die nicht aus diesem Pferch sind. Auch jene muss ich führen, und sie werden meine Stimme hören, es wird eine Herde [und] ein Hirte sein. Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben gebe, um es wieder [an mich] zu nehmen. Niemand nimmt es mir weg, sondern ich gebe es aus freien Stücken. Ich habe die Erlaubnis, es hinzugeben, und ich habe die Erlaubnis, es wieder an mich zu nehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater angenommen.“ Die Juden waren sich wegen dieser Worte wieder uneins. Viele von ihnen sagten daher: „Einen Dämon hat er in sich und ist verrückt. Weshalb hört ihr ihm [noch] zu?“ Wieder andere sagten: „Diese Worte sind nicht dämonischen Ursprungs. Kann etwa ein Dämon die Augen eines Blinden öffnen?“

Ἐγένετο τότε τὰ ἐνκαίνια ἐν τοῖς Ἱεροσολύμοις· χειμὼν ἦν·καὶ περιεπάτει ὁ Ἰησοῦς ἐν τῷ ἱερῷ ἐν τῇ στοᾷ τοῦ Σολομῶνος.ἐκύκλωσαν οὖν αὐτὸν οἱ Ἰουδαῖοι καὶ ἔλεγον αὐτῷ Ἕως πότε τὴν ψυχὴν ἡμῶν αἴρεις; εἰ σὺ εἶ ὁ Χριστός, εἰπὸν ἡμῖν παρρησίᾳ.ἀπεκρίθη αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Εἶπον ὑμῖν, καὶ οὐ πιστεύετε· τὰ ἔργα ἃ ἐγὼ ποιῶ ἐν τῷ ὀνόματι τοῦ Πατρός μου, ταῦτα μαρτυρεῖ περὶ ἐμοῦ·ἀλλὰ ὑμεῖς οὐ πιστεύετε, ὅτι οὐκ ἐστὲ ἐκ τῶν προβάτων τῶν ἐμῶν.τὰ πρόβατα τὰ ἐμὰ τῆς φωνῆς μου ἀκούουσιν, κἀγὼ γινώσκω αὐτά, καὶ ἀκολουθοῦσίν μοι,κἀγὼ δίδωμι αὐτοῖς ζωὴν αἰώνιον, καὶ οὐ μὴ ἀπόλωνται εἰς τὸν αἰῶνα, καὶ οὐχ ἁρπάσει τις αὐτὰ ἐκ τῆς χειρός μου.ὁ Πατήρ μου ὃ δέδωκέν μοι πάντων μεῖζόν ἐστιν, καὶ οὐδεὶς δύναται ἁρπάζειν ἐκ τῆς χειρὸς τοῦ Πατρός.ἐγὼ καὶ ὁ Πατὴρ ἕν ἐσμεν.

Das Fest der Tempelweihe ereignete sich in Jerusalem. Es war Winter, und Jesus ging in der Opferstätte umher, in der Säulenhalle Salomos. Da umringten ihn die Juden und sagten zu ihm: „Bis wann erhöhen (αιρεις) Sie unsere Seele (ψυχην)? Wenn Sie der Gesalbte sind, sagen Sie es uns offen.“ Jesus antwortete ihnen: „Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt es nicht. Die Taten, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, diese bezeugen mich. Aber wie ich euch bereits sagte: Ihr glaubt nicht, weil ihr nicht von meinen Schafen seid. Meine Schafe hören meine Stimme, ich erkenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nie mehr verloren. Niemand wird sie mit Gewalt meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist mächtiger als alle anderen, niemand kann [etwas] der Hand des Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.“

Ἐβάστασαν πάλιν λίθους οἱ Ἰουδαῖοι ἵνα λιθάσωσιν αὐτόν.ἀπεκρίθη αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Πολλὰ ἔργα ἔδειξα ὑμῖν καλὰ ἐκ τοῦ Πατρός· διὰ ποῖον αὐτῶν ἔργον ἐμὲ λιθάζετε;ἀπεκρίθησαν αὐτῷ οἱ Ἰουδαῖοι Περὶ καλοῦ ἔργου οὐ λιθάζομέν σε ἀλλὰ περὶ βλασφημίας, καὶ ὅτι σὺ ἄνθρωπος ὢν ποιεῖς σεαυτὸν Θεόν.ἀπεκρίθη αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Οὐκ ἔστιν γεγραμμένον ἐν τῷ νόμῳ ὑμῶν ὅτι Ἐγὼ εἶπα Θεοί ἐστε;εἰ ἐκείνους εἶπεν θεοὺς πρὸς οὓς ὁ λόγος τοῦ Θεοῦ ἐγένετο, καὶ οὐ δύναται λυθῆναι ἡ γραφή,ὃν ὁ Πατὴρ ἡγίασεν καὶ ἀπέστειλεν εἰς τὸν κόσμον ὑμεῖς λέγετε ὅτι Βλασφημεῖς, ὅτι εἶπον Υἱὸς τοῦ Θεοῦ εἰμι;εἰ οὐ ποιῶ τὰ ἔργα τοῦ Πατρός μου, μὴ πιστεύετέ μοι·εἰ δὲ ποιῶ, κἂν ἐμοὶ μὴ πιστεύητε, τοῖς ἔργοις πιστεύετε, ἵνα γνῶτε καὶ γινώσκητε ὅτι ἐν ἐμοὶ ὁ Πατὴρ κἀγὼ ἐν τῷ Πατρί.Ἐζήτουν οὖν αὐτὸν πάλιν πιάσαι· καὶ ἐξῆλθεν ἐκ τῆς χειρὸς αὐτῶν.Καὶ ἀπῆλθεν πάλιν πέραν τοῦ Ἰορδάνου εἰς τὸν τόπον ὅπου ἦν Ἰωάνης τὸ πρῶτον βαπτίζων, καὶ ἔμενεν ἐκεῖ.καὶ πολλοὶ ἦλθον πρὸς αὐτὸν καὶ ἔλεγον ὅτι Ἰωάνης μὲν σημεῖον ἐποίησεν οὐδέν, πάντα δὲ ὅσα εἶπεν Ἰωάνης περὶ τούτου ἀληθῆ ἦν.καὶ πολλοὶ ἐπίστευσαν εἰς αὐτὸν ἐκεῖ.

Da hoben die Juden wieder Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus antwortete ihnen: „Von Seiten meines Vaters habe ich euch viele gute Taten gezeigt. Wegen welcher dieser Taten steinigt ihr mich?“ Die Juden antworteten: „Wegen guter Taten steinigen wir dich nicht, sondern wegen Gotteslästerung, und weil du als Mensch dich selbst zu Gott machst.“ Jesus antwortete ihnen: „Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: „Ich sagte: Götter seid ihr.“ Wenn jene „Götter“ sagten, an die das Wort Gottes erging - und die Schrift, die der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, kann man nicht rückgängig machen - , [dann] sagt ihr: „Du lästerst Gott!“, weil ich sagte, dass ich der Sohn Gottes sei? Wenn ich die Taten meines Vaters nicht vollbringe, [dann] glaubt mir nicht! Wenn ich sie aber vollbringe, dann glaubt an meine Taten, selbst wenn ihr nicht an mich glaubt, damit ihr erkennt und glaubt, dass der Vater in mir ist und ich in ihm.“ Da versuchten sie wieder, ihn zu verhaften, doch er entkam aus ihren Händen. Und er ging wieder auf die andere Seite des Jordan, an den Ort, wo Johannes zuerst eintauchte, und dort blieb er. Viele [Menschen] kamen zu ihm und sagten: „Johannes hat zwar kein einziges Zeichen vollbracht, aber alles, was Johannes über ihn sagte, hat gestimmt.“ Und so glaubten dort viele [Leute] an ihn.

Ἦν δέ τις ἀσθενῶν, Λάζαρος ἀπὸ Βηθανίας, ἐκ τῆς κώμης Μαρίας καὶ Μάρθας τῆς ἀδελφῆς αὐτῆς.ἦν δὲ Μαριὰμ ἡ ἀλείψασα τὸν Κύριον μύρῳ καὶ ἐκμάξασα τοὺς πόδας αὐτοῦ ταῖς θριξὶν αὐτῆς, ἧς ὁ ἀδελφὸς Λάζαρος ἠσθένει.ἀπέστειλαν οὖν αἱ ἀδελφαὶ πρὸς αὐτὸν λέγουσαι Κύριε, ἴδε ὃν φιλεῖς ἀσθενεῖ.ἀκούσας δὲ ὁ Ἰησοῦς εἶπεν Αὕτη ἡ ἀσθένεια οὐκ ἔστιν πρὸς θάνατον ἀλλ’ ὑπὲρ τῆς δόξης τοῦ Θεοῦ, ἵνα δοξασθῇ ὁ Υἱὸς τοῦ Θεοῦ δι’ αὐτῆς.ἠγάπα δὲ ὁ Ἰησοῦς τὴν Μάρθαν καὶ τὴν ἀδελφὴν αὐτῆς καὶ τὸν Λάζαρον.ὡς οὖν ἤκουσεν ὅτι ἀσθενεῖ, τότε μὲν ἔμεινεν ἐν ᾧ ἦν τόπῳ δύο ἡμέρας·ἔπειτα μετὰ τοῦτο λέγει τοῖς μαθηταῖς Ἄγωμεν εἰς τὴν Ἰουδαίαν πάλιν.λέγουσιν αὐτῷ οἱ μαθηταί Ῥαββεί, νῦν ἐζήτουν σε λιθάσαι οἱ Ἰουδαῖοι, καὶ πάλιν ὑπάγεις ἐκεῖ;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς Οὐχὶ δώδεκα ὧραί εἰσιν τῆς ἡμέρας; ἐάν τις περιπατῇ ἐν τῇ ἡμέρᾳ, οὐ προσκόπτει, ὅτι τὸ φῶς τοῦ κόσμου τούτου βλέπει·ἐὰν δέ τις περιπατῇ ἐν τῇ νυκτί, προσκόπτει, ὅτι τὸ φῶς οὐκ ἔστιν ἐν αὐτῷ.ταῦτα εἶπεν, καὶ μετὰ τοῦτο λέγει αὐτοῖς Λάζαρος ὁ φίλος ἡμῶν κεκοίμηται· ἀλλὰ πορεύομαι ἵνα ἐξυπνίσω αὐτόν.εἶπαν οὖν οἱ μαθηταὶ αὐτῷ Κύριε, εἰ κεκοίμηται, σωθήσεται.εἰρήκει δὲ ὁ Ἰησοῦς περὶ τοῦ θανάτου αὐτοῦ· ἐκεῖνοι δὲ ἔδοξαν ὅτι περὶ τῆς κοιμήσεως τοῦ ὕπνου λέγει.τότε οὖν εἶπεν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς παρρησίᾳ Λάζαρος ἀπέθανεν,καὶ χαίρω δι’ ὑμᾶς, ἵνα πιστεύσητε, ὅτι οὐκ ἤμην ἐκεῖ· ἀλλὰ ἄγωμεν πρὸς αὐτόν.εἶπεν οὖν Θωμᾶς ὁ λεγόμενος Δίδυμος τοῖς συνμαθηταῖς Ἄγωμεν καὶ ἡμεῖς ἵνα ἀποθάνωμεν μετ’ αὐτοῦ.

Es gab [da] einen Kranken, Lazarus aus Bethanien, aus dem Dorf Marias und Marthas, seiner Schwestern. Maria war diejenige, die den Herrn mit Duftöl salbte und seine Füße mit ihren Haaren trocknete. Daher sandten seine Schwestern [jemanden] mit der Nachricht zu ihm: „Herr, ihr Freund ist krank!“ Als es Jesus hörte, sagte er jedoch: „Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern sie dient dem Ruhm (δοξης) Gottes, damit der Sohn Gottes durch sie gerühmt (δοξασθη) werde.“ Jesus liebte Martha, ihre Schwester und Lazarus. Aus diesen Gründen blieb er, als er hörte, dass [Lazarus] krank war, zwei Tage lang an dem Ort, wo er war. Hinterher nach diesen [zwei Tagen] sagte er zu seinen Schülern: „Gehen wir wieder ins Judäische.“ Seine Schüler entgegneten ihm: „Rabbi, gerade erst haben die Juden versucht, Sie zu steinigen und Sie gehen wieder dorthin?“ Jesus antwortete ihnen: „Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn man tagsüber umherwandert, fällt man nicht hin, weil das Tageslicht scheint. Wenn man aber nachts umherwandert, fällt man hin, weil man kein Licht bei sich hat.“ Dies sprach er [Jesus] aus, und danach sagte er zu ihnen: „Unser Freund Lazarus hat sich zur Ruhe gelegt. Nun lasst uns denn hingehen, um ihn aufzuwecken.“ Da sagten seine Schüler zu ihm: „Herr, wenn er sich zur Ruhe gelegt hat, wird er gerettet werden.“ Jesus hatte aber von seinem Tod gesprochen, jene meinten (εδοξαν) jedoch, dass er von der Ruhe des Schlafs gesprochen hätte. Erst danach sagte er offen zu ihnen: „Lazarus ist gestorben, und [doch] freue ich mich euretwegen, [darüber], dass ihr glauben sollt (ινα + Konjunktiv, Apposition), weil ich nicht dort [anwesend] war. Doch gehen wir zu ihm.“ Da sagte Thomas, was „Zwilling“ bedeutet, zu seinen Mitschülern: „Gehen auch wir [dahin], um zusammen mit ihm zu sterben (ινα + Konjunktiv, Zweck-Ergebnis).“

Ἐλθὼν οὖν ὁ Ἰησοῦς εὗρεν αὐτὸν τέσσαρας ἤδη ἡμέρας ἔχοντα ἐν τῷ μνημείῳ.ἦν δὲ Βηθανία ἐγγὺς τῶν Ἱεροσολύμων ὡς ἀπὸ σταδίων δεκαπέντε.πολλοὶ δὲ ἐκ τῶν Ἰουδαίων ἐληλύθεισαν πρὸς τὴν Μάρθαν καὶ Μαριὰμ, ἵνα παραμυθήσωνται αὐτὰς περὶ τοῦ ἀδελφοῦ.ἡ οὖν Μάρθα ὡς ἤκουσεν ὅτι Ἰησοῦς ἔρχεται, ὑπήντησεν αὐτῷ· Μαριὰμ δὲ ἐν τῷ οἴκῳ ἐκαθέζετο.εἶπεν οὖν ἡ Μάρθα πρὸς Ἰησοῦν Κύριε, εἰ ἦς ὧδε, οὐκ ἂν ἀπέθανεν ὁ ἀδελφός μου.καὶ νῦν οἶδα ὅτι ὅσα ἂν αἰτήσῃ τὸν Θεὸν δώσει σοι ὁ Θεός.λέγει αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς Ἀναστήσεται ὁ ἀδελφός σου.λέγει αὐτῷ ἡ Μάρθα Οἶδα ὅτι ἀναστήσεται ἐν τῇ ἀναστάσει ἐν τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ.εἶπεν αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς Ἐγώ εἰμι ἡ ἀνάστασις καὶ ἡ ζωή· ὁ πιστεύων εἰς ἐμὲ κἂν ἀποθάνῃ ζήσεται,καὶ πᾶς ὁ ζῶν καὶ πιστεύων εἰς ἐμὲ οὐ μὴ ἀποθάνῃ εἰς τὸν αἰῶνα· πιστεύεις τοῦτο;λέγει αὐτῷ Ναί, Κύριε· ἐγὼ πεπίστευκα ὅτι σὺ εἶ ὁ Χριστὸς ὁ Υἱὸς τοῦ Θεοῦ ὁ εἰς τὸν κόσμον ἐρχόμενος.καὶ τοῦτο εἰποῦσα ἀπῆλθεν καὶ ἐφώνησεν Μαριὰμ τὴν ἀδελφὴν αὐτῆς λάθρᾳ εἰποῦσα Ὁ Διδάσκαλος πάρεστιν καὶ φωνεῖ σε.ἐκείνη δὲ ὡς ἤκουσεν, ἐγείρεται ταχὺ καὶ ἤρχετο πρὸς αὐτόν·οὔπω δὲ ἐληλύθει ὁ Ἰησοῦς εἰς τὴν κώμην, ἀλλ’ ἦν ἔτι ἐν τῷ τόπῳ ὅπου ὑπήντησεν αὐτῷ ἡ Μάρθα.οἱ οὖν Ἰουδαῖοι οἱ ὄντες μετ’ αὐτῆς ἐν τῇ οἰκίᾳ καὶ παραμυθούμενοι αὐτήν, ἰδόντες τὴν Μαριὰμ ὅτι ταχέως ἀνέστη καὶ ἐξῆλθεν, ἠκολούθησαν αὐτῇ, δόξαντες ὅτι ὑπάγει εἰς τὸ μνημεῖον ἵνα κλαύσῃ ἐκεῖ.ἡ οὖν Μαριὰμ ὡς ἦλθεν ὅπου ἦν Ἰησοῦς, ἰδοῦσα αὐτὸν ἔπεσεν αὐτοῦ πρὸς τοὺς πόδας, λέγουσα αὐτῷ Κύριε, εἰ ἦς ὧδε, οὐκ ἄν μου ἀπέθανεν ὁ ἀδελφός.Ἰησοῦς οὖν ὡς εἶδεν αὐτὴν κλαίουσαν καὶ τοὺς συνελθόντας αὐτῇ Ἰουδαίους κλαίοντας, ἐνεβριμήσατο τῷ πνεύματι καὶ ἐτάραξεν ἑαυτόν,καὶ εἶπεν Ποῦ τεθείκατε αὐτόν; λέγουσιν αὐτῷ Κύριε, ἔρχου καὶ ἴδε.ἐδάκρυσεν ὁ Ἰησοῦς.ἔλεγον οὖν οἱ Ἰουδαῖοι Ἴδε πῶς ἐφίλει αὐτόν.τινὲς δὲ ἐξ αὐτῶν εἶπαν Οὐκ ἐδύνατο οὗτος ὁ ἀνοίξας τοὺς ὀφθαλμοὺς τοῦ τυφλοῦ ποιῆσαι ἵνα καὶ οὗτος μὴ ἀποθάνῃ;Ἰησοῦς οὖν πάλιν ἐμβριμώμενος ἐν ἑαυτῷ ἔρχεται εἰς τὸ μνημεῖον· ἦν δὲ σπήλαιον, καὶ λίθος ἐπέκειτο ἐπ’ αὐτῷ.λέγει ὁ Ἰησοῦς Ἄρατε τὸν λίθον. λέγει αὐτῷ ἡ ἀδελφὴ τοῦ τετελευτηκότος Μάρθα Κύριε, ἤδη ὄζει· τεταρταῖος γάρ ἐστιν.λέγει αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς Οὐκ εἶπόν σοι ὅτι ἐὰν πιστεύσῃς ὄψῃ τὴν δόξαν τοῦ Θεοῦ;ἦραν οὖν τὸν λίθον. ὁ δὲ Ἰησοῦς ἦρεν τοὺς ὀφθαλμοὺς ἄνω καὶ εἶπεν Πάτερ, εὐχαριστῶ σοι ὅτι ἤκουσάς μου.ἐγὼ δὲ ᾔδειν ὅτι πάντοτέ μου ἀκούεις· ἀλλὰ διὰ τὸν ὄχλον τὸν περιεστῶτα εἶπον, ἵνα πιστεύσωσιν ὅτι σύ με ἀπέστειλας.καὶ ταῦτα εἰπὼν φωνῇ μεγάλῃ ἐκραύγασεν Λάζαρε, δεῦρο ἔξω.ἐξῆλθεν ὁ τεθνηκὼς δεδεμένος τοὺς πόδας καὶ τὰς χεῖρας κειρίαις, καὶ ἡ ὄψις αὐτοῦ σουδαρίῳ περιεδέδετο. λέγει αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Λύσατε αὐτὸν καὶ ἄφετε αὐτὸν ὑπάγειν.

Als Jesus [dort] ankam, fand er ihn bereits vier Tage im Grab liegen. Bethanien lag in der Nähe von Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt, und viele der Juden waren mit Rücksicht auf Martha und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Martha hörte, dass Jesus kam, ging sie ihm entgegen, Maria blieb jedoch daheim sitzen. Da sagte Martha zu Jesus: „Herr, wenn Sie hier gewesen wären, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.” Aber auch unter diesen Umständen (και νυν) weiß ich, dass ihnen Gott geben wird, um was Sie ihn auch bitten mögen. Jesus sagte zu ihr: „Dein Bruder wird auferstehen.” Martha sagte zu ihm: „Ich weiß, dass er auferstehen wird: Bei der Auferstehung am letzten Tag.” Jesus sprach zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt wird auch dann leben, wenn er stirbt. Und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nie mehr sterben. Glaubst du [mir] das?” Sie sagte zu ihm: „Ja [sicher], Herr, ich bin zum Glauben gekommen, dass Sie der Gesalbte sind, der Sohn Gottes, der in die Welt kommt.“ Als sie dies gesagt hatte, ging sie fort, rief ihre Schwester Maria, und sprach heimlich: „Der Lehrer ist da und ruft dich!” Als jene es hörte, stand sie schnell auf und ging zu ihm. Jesus war nämlich noch nicht ins Dorf gekommen, sondern er blieb an dem Ort, wo Martha ihm begegnet war. Da folgten ihr die Juden, die bei ihr im Haus waren und sie trösteten, als sie sahen, dass sie schnell aufstand und hinausging, weil sie meinten, dass sie zum Grab gehe, um dort zu weinen. Maria warf sich zu seinen Füßen, als sie zu dem Ort kam, an dem Jesus war und als sie ihn sah, und sie sagte zu ihm: „Herr, wenn Sie hier gewesen wären, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.” Als Jesus sie nun heulen sah, und wie auch die Juden, die sie begleiteten, heulten, zürnte er dem Geist und geriet in Aufregung. Und er sagte: „Wo habt ihr ihn hingelegt?” Sie sagten zu ihm: „Herr, kommen Sie und sehen Sie.” Jesus (Gott rettet) brach in Tränen aus. Da sagten die Juden: „Seht, wie sehr er ihn gemocht hat.” Einige von ihnen sagten jedoch: „Konnte derjenige, der die Augen des Blinden geöffnet hat, es nicht bewerkstelligen, dass er auch nicht stirbt?” Jesus ging nun, wieder erzürnt, zum Grab. Es war eine Höhle, und ein Stein lag davor/darauf. Jesus sagte: „Entfernt (αρατε, hochheben) den Stein.” Martha, die Schwester des Verstorbenen, sagte: „Herr, es riecht schon! Es ist ja [bereits] der vierte Tag!” Jesus sagte zu ihr: „Habe ich dir nicht gesagt, dass du – wenn du glaubst – die Herrlichkeit (δοξαν) Gottes sehen wirst?” Da entfernten sie den Stein [von dem Ort], wo der Verstorbene lag. Jesus richtete die Augen nach oben und sagte: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich weiß, dass du mich immer erhörst, aber ich sagte es wegen der umstehenden Leute, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.” Und als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: „Lazarus, her zu mir, heraus!” Und der Verstorbene kam heraus, seine Hände und Füße waren mit Tüchern verbunden, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umwickelt. Jesus sage zu ihnen: „Bindet ihn los und lasst ihn fortgehen.”

Πολλοὶ οὖν ἐκ τῶν Ἰουδαίων, οἱ ἐλθόντες πρὸς τὴν Μαριὰμ καὶ θεασάμενοι ὃ ἐποίησεν, ἐπίστευσαν εἰς αὐτόν·τινὲς δὲ ἐξ αὐτῶν ἀπῆλθον πρὸς τοὺς Φαρισαίους καὶ εἶπαν αὐτοῖς ἃ ἐποίησεν Ἰησοῦς.Συνήγαγον οὖν οἱ ἀρχιερεῖς καὶ οἱ Φαρισαῖοι συνέδριον, καὶ ἔλεγον Τί ποιοῦμεν, ὅτι οὗτος ὁ ἄνθρωπος πολλὰ ποιεῖ σημεῖα;ἐὰν ἀφῶμεν αὐτὸν οὕτως, πάντες πιστεύσουσιν εἰς αὐτόν, καὶ ἐλεύσονται οἱ Ῥωμαῖοι καὶ ἀροῦσιν ἡμῶν καὶ τὸν τόπον καὶ τὸ ἔθνος.εἷς δέ τις ἐξ αὐτῶν Καϊάφας, ἀρχιερεὺς ὢν τοῦ ἐνιαυτοῦ ἐκείνου, εἶπεν αὐτοῖς Ὑμεῖς οὐκ οἴδατε οὐδέν,οὐδὲ λογίζεσθε ὅτι συμφέρει ὑμῖν ἵνα εἷς ἄνθρωπος ἀποθάνῃ ὑπὲρ τοῦ λαοῦ καὶ μὴ ὅλον τὸ ἔθνος ἀπόληται.τοῦτο δὲ ἀφ’ ἑαυτοῦ οὐκ εἶπεν, ἀλλὰ ἀρχιερεὺς ὢν τοῦ ἐνιαυτοῦ ἐκείνου ἐπροφήτευσεν ὅτι ἔμελλεν Ἰησοῦς ἀποθνήσκειν ὑπὲρ τοῦ ἔθνους,καὶ οὐχ ὑπὲρ τοῦ ἔθνους μόνον, ἀλλ’ ἵνα καὶ τὰ τέκνα τοῦ Θεοῦ τὰ διεσκορπισμένα συναγάγῃ εἰς ἕν.ἀπ’ ἐκείνης οὖν τῆς ἡμέρας ἐβουλεύσαντο ἵνα ἀποκτείνωσιν αὐτόν.

Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus tat, glaubten nun an ihn. Einige von ihnen gingen jedoch zu den Pharisäern und erzählten ihnen, was Jesus getan hatte. Da versammelten sich die oberen Opferpriester und die Pharisäer zum obersten Gericht (συνεδριον) und sagten: „Was unternehmen wir im Hinblick darauf, dass dieser Mensch viele Zeichen vollbringt? Wenn wir ihn so weitermachen lassen, werden [noch] alle an ihn glauben, und [dann] werden die Römer kommen und uns das Land und das Volk  wegnehmen (αρουσιν).” Einer von ihnen, Kajaphas, der in diesem Jahr der oberste Opferpriester war, sagte zu ihnen: „Ihr habt überhaupt nichts verstanden. Ihr habt nicht bedacht, dass es vorteilhaft für uns ist, wenn ein Mensch für das Volk stirbt, damit nicht das ganze Geschlecht verloren geht.” Dies sagte er jedoch nicht von sich aus, sondern als oberster Opferpriester dieses Jahres sagte er voraus, dass Jesus dazu bestimmt war (εμελλεν), für das Geschlecht zu sterben, und nicht nur für das Geschlecht allein, sondern auch, damit er die verstreuten Kinder Gottes zu einer Einheit verbinde. Von diesem Tag an waren sie jedenfalls entschlossen, ihn zu töten.

Ὁ οὖν Ἰησοῦς οὐκέτι παρρησίᾳ περιεπάτει ἐν τοῖς Ἰουδαίοις, ἀλλὰ ἀπῆλθεν ἐκεῖθεν εἰς τὴν χώραν ἐγγὺς τῆς ἐρήμου, εἰς Ἐφραὶμ λεγομένην πόλιν, κἀκεῖ ἔμεινεν μετὰ τῶν μαθητῶν.Ἦν δὲ ἐγγὺς τὸ πάσχα τῶν Ἰουδαίων, καὶ ἀνέβησαν πολλοὶ εἰς Ἱεροσόλυμα ἐκ τῆς χώρας πρὸ τοῦ πάσχα, ἵνα ἁγνίσωσιν ἑαυτούς.ἐζήτουν οὖν τὸν Ἰησοῦν καὶ ἔλεγον μετ’ ἀλλήλων ἐν τῷ ἱερῷ ἑστηκότες Τί δοκεῖ ὑμῖν; ὅτι οὐ μὴ ἔλθῃ εἰς τὴν ἑορτήν;δεδώκεισαν δὲ οἱ ἀρχιερεῖς καὶ οἱ Φαρισαῖοι ἐντολὰς ἵνα ἐάν τις γνῷ ποῦ ἐστιν μηνύσῃ, ὅπως πιάσωσιν αὐτόν.

Da wanderte Jesus nicht mehr öffentlich im Judäischen umher, sondern er ging von dort weg und in das Land, das in der Nähe der Wüste lag, in die Ephraim genannte Stadt. Dort hielt er sich zusammen mit seinen Schülern auf.  Das Passah der Juden war nahe, und viele [Leute] gingen vor dem Passah aus dem Land hinauf nach Jerusalem, um sich dort zu entsühnen. Sie suchten Jesus (Gott rettet) und sagten zueinander, als sie in der Opferstätte standen: „Was meint ihr dazu, dass er nicht zum Fest gekommen ist?” Die oberen Opferpriester und die Pharisäer hatten aber sogar den Befehl erlassen, dass sein Aufenthaltsort von demjenigen zu melden sei, der ihn gesehen habe, so dass sie ihn verhaften könnten.

Ὁ οὖν Ἰησοῦς πρὸ ἓξ ἡμερῶν τοῦ πάσχα ἦλθεν εἰς Βηθανίαν, ὅπου ἦν Λάζαρος, ὃν ἤγειρεν ἐκ νεκρῶν Ἰησοῦς.ἐποίησαν οὖν αὐτῷ δεῖπνον ἐκεῖ, καὶ ἡ Μάρθα διηκόνει, ὁ δὲ Λάζαρος εἷς ἦν ἐκ τῶν ἀνακειμένων σὺν αὐτῷ·ἡ οὖν Μαριὰμ λαβοῦσα λίτραν μύρου νάρδου πιστικῆς πολυτίμου ἤλειψεν τοὺς πόδας τοῦ Ἰησοῦ καὶ ἐξέμαξεν ταῖς θριξὶν αὐτῆς τοὺς πόδας αὐτοῦ· ἡ δὲ οἰκία ἐπληρώθη ἐκ τῆς ὀσμῆς τοῦ μύρου.λέγει δὲ Ἰούδας ὁ Ἰσκαριώτης εἷς τῶν μαθητῶν αὐτοῦ, ὁ μέλλων αὐτὸν παραδιδόναιΔιὰ τί τοῦτο τὸ μύρον οὐκ ἐπράθη τριακοσίων δηναρίων καὶ ἐδόθη πτωχοῖς;εἶπεν δὲ τοῦτο οὐχ ὅτι περὶ τῶν πτωχῶν ἔμελεν αὐτῷ, ἀλλ’ ὅτι κλέπτης ἦν καὶ τὸ γλωσσόκομον ἔχων τὰ βαλλόμενα ἐβάσταζεν.εἶπεν οὖν ὁ Ἰησοῦς Ἄφες αὐτήν, ἵνα εἰς τὴν ἡμέραν τοῦ ἐνταφιασμοῦ μου τηρήσῃ αὐτό·τοὺς πτωχοὺς γὰρ πάντοτε ἔχετε μεθ’ ἑαυτῶν, ἐμὲ δὲ οὐ πάντοτε ἔχετε.Ἔγνω οὖν ὁ ὄχλος πολὺς ἐκ τῶν Ἰουδαίων ὅτι ἐκεῖ ἐστιν, καὶ ἦλθον οὐ διὰ τὸν Ἰησοῦν μόνον, ἀλλ’ ἵνα καὶ τὸν Λάζαρον ἴδωσιν ὃν ἤγειρεν ἐκ νεκρῶν.ἐβουλεύσαντο δὲ οἱ ἀρχιερεῖς ἵνα καὶ τὸν Λάζαρον ἀποκτείνωσιν,ὅτι πολλοὶ δι’ αὐτὸν ὑπῆγον τῶν Ἰουδαίων καὶ ἐπίστευον εἰς τὸν Ἰησοῦν.

Jesus ging sechs Tage vor dem Passah nach Bethanien, dahin wo Lazarus, der Verstorbene, den er von den Toten auferweckt hatte, war. Daher bereiteten sie ihm dort ein Mahl zu. Martha bediente, und Lazarus war einer von denen, die mit am Tisch saßen/ lagen. Als nun Maria ein Pfund reines, kostbares Nardenöl genommen hatte, salbte sie die Füße Jesu. Sie trocknete seine Füße mit ihren Haaren, und das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt. Da sagte einer von seinen Schülern, Judas des Simon Iskariot, der dazu bestimmt war, ihn zu verraten: „Warum wurde dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und [der Erlös] den Armen gegeben?” Dies sagte er aber nicht, weil es ihm um die Armen ging, sondern weil er ein Dieb war und [weil] er die Kasse verwaltete und das Wechselgeld einsackte. Da sagte Jesus: „Lass sie es aufbewahren bis zum Tag meiner Einbalsamierung. Die Armen habt ihr ja immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer.” Da bemerkten viele der jüdischen Leute, dass er sich dort aufhielt, und sie kamen nicht nur wegen Jesus allein, sondern auch, damit sie Lazarus, den er von den Toten auferweckt hatte, sehen könnten. Die oberen Opferpriester beschlossen jedoch, dass sie auch Lazarus umbringen würden, weil viele durch ihn den Juden entzogen wurden und [nun] an Jesus glaubten.

Τῇ ἐπαύριον ὁ ὄχλος πολὺς ὁ ἐλθὼν εἰς τὴν ἑορτήν, ἀκούσαντες ὅτι ἔρχεται Ἰησοῦς εἰς Ἱεροσόλυμα,ἔλαβον τὰ βαΐα τῶν φοινίκων καὶ ἐξῆλθον εἰς ὑπάντησιν αὐτῷ, καὶ ἐκραύγαζον Ὡσαννά, εὐλογημένος ὁ ἐρχόμενος ἐν ὀνόματι Κυρίου, καὶ ὁ Βασιλεὺς τοῦ Ἰσραήλ.εὑρὼν δὲ ὁ Ἰησοῦς ὀνάριον ἐκάθισεν ἐπ’ αὐτό, καθώς ἐστιν γεγραμμένονΜὴ φοβοῦ, θυγάτηρ Σιών· ἰδοὺ ὁ Βασιλεύς σου ἔρχεται, καθήμενος ἐπὶ πῶλον ὄνου.Ταῦτα οὐκ ἔγνωσαν αὐτοῦ οἱ μαθηταὶ τὸ πρῶτον, ἀλλ’ ὅτε ἐδοξάσθη Ἰησοῦς τότε ἐμνήσθησαν ὅτι ταῦτα ἦν ἐπ’ αὐτῷ γεγραμμένα καὶ ταῦτα ἐποίησαν αὐτῷ.Ἐμαρτύρει οὖν ὁ ὄχλος ὁ ὢν μετ’ αὐτοῦ ὅτε τὸν Λάζαρον ἐφώνησεν ἐκ τοῦ μνημείου καὶ ἤγειρεν αὐτὸν ἐκ νεκρῶν.διὰ τοῦτο καὶ ὑπήντησεν αὐτῷ ὁ ὄχλος, ὅτι ἤκουσαν τοῦτο αὐτὸν πεποιηκέναι τὸ σημεῖον.οἱ οὖν Φαρισαῖοι εἶπαν πρὸς ἑαυτούς Θεωρεῖτε ὅτι οὐκ ὠφελεῖτε οὐδέν· ἴδε ὁ κόσμος ὀπίσω αὐτοῦ ἀπῆλθεν.Ἦσαν δὲ Ἕλληνές τινες ἐκ τῶν ἀναβαινόντων ἵνα προσκυνήσωσιν ἐν τῇ ἑορτῇ·οὗτοι οὖν προσῆλθον Φιλίππῳ τῷ ἀπὸ Βηθσαϊδὰ τῆς Γαλιλαίας, καὶ ἠρώτων αὐτὸν λέγοντες Κύριε, θέλομεν τὸν Ἰησοῦν ἰδεῖν.ἔρχεται ὁ Φίλιππος καὶ λέγει τῷ Ἀνδρέᾳ· ἔρχεται Ἀνδρέας καὶ Φίλιππος καὶ λέγουσιν τῷ Ἰησοῦ.ὁ δὲ Ἰησοῦς ἀποκρίνεται αὐτοῖς λέγων Ἐλήλυθεν ἡ ὥρα ἵνα δοξασθῇ ὁ Υἱὸς τοῦ ἀνθρώπου.ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, ἐὰν μὴ ὁ κόκκος τοῦ σίτου πεσὼν εἰς τὴν γῆν ἀποθάνῃ, αὐτὸς μόνος μένει· ἐὰν δὲ ἀποθάνῃ, πολὺν καρπὸν φέρει.ὁ φιλῶν τὴν ψυχὴν αὐτοῦ ἀπολλύει αὐτήν, καὶ ὁ μισῶν τὴν ψυχὴν αὐτοῦ ἐν τῷ κόσμῳ τούτῳ εἰς ζωὴν αἰώνιον φυλάξει αὐτήν.ἐὰν ἐμοί τις διακονῇ, ἐμοὶ ἀκολουθείτω, καὶ ὅπου εἰμὶ ἐγὼ, ἐκεῖ καὶ ὁ διάκονος ὁ ἐμὸς ἔσται· ἐάν τις ἐμοὶ διακονῇ, τιμήσει αὐτὸν ὁ Πατήρ.νῦν ἡ ψυχή μου τετάρακται, καὶ τί εἴπω; Πάτερ, σῶσόν με ἐκ τῆς ὥρας ταύτης. ἀλλὰ διὰ τοῦτο ἦλθον εἰς τὴν ὥραν ταύτην.Πάτερ, δόξασόν σου τὸ ὄνομα. ἦλθεν οὖν φωνὴ ἐκ τοῦ οὐρανοῦ Καὶ ἐδόξασα καὶ πάλιν δοξάσω.ὁ οὖν ὄχλος ὁ ἑστὼς καὶ ἀκούσας ἔλεγεν βροντὴν γεγονέναι· ἄλλοι ἔλεγον Ἄγγελος αὐτῷ λελάληκεν.ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν Οὐ δι’ ἐμὲ ἡ φωνὴ αὕτη γέγονεν ἀλλὰ δι’ ὑμᾶς.νῦν κρίσις ἐστὶν τοῦ κόσμου τούτου· νῦν ὁ ἄρχων τοῦ κόσμου τούτου ἐκβληθήσεται ἔξω·κἀγὼ ἐὰν ὑψωθῶ ἐκ τῆς γῆς, πάντας ἑλκύσω πρὸς ἐμαυτόν.τοῦτο δὲ ἔλεγεν σημαίνων ποίῳ θανάτῳ ἤμελλεν ἀποθνήσκειν.ἀπεκρίθη οὖν αὐτῷ ὁ ὄχλος Ἡμεῖς ἠκούσαμεν ἐκ τοῦ νόμου ὅτι ὁ Χριστὸς μένει εἰς τὸν αἰῶνα, καὶ πῶς λέγεις σὺ ὅτι δεῖ ὑψωθῆναι τὸν Υἱὸν τοῦ ἀνθρώπου; τίς ἐστιν οὗτος ὁ Υἱὸς τοῦ ἀνθρώπου;εἶπεν οὖν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Ἔτι μικρὸν χρόνον τὸ φῶς ἐν ὑμῖν ἐστιν. περιπατεῖτε ὡς τὸ φῶς ἔχετε, ἵνα μὴ σκοτία ὑμᾶς καταλάβῃ· καὶ ὁ περιπατῶν ἐν τῇ σκοτίᾳ οὐκ οἶδεν ποῦ ὑπάγει.ὡς τὸ φῶς ἔχετε, πιστεύετε εἰς τὸ φῶς, ἵνα υἱοὶ φωτὸς γένησθε. Ταῦτα ἐλάλησεν Ἰησοῦς, καὶ ἀπελθὼν ἐκρύβη ἀπ’ αὐτῶν.

Als am nächsten Tag viele Leute, die zum Fest gekommen waren, hörten, dass Jesus nach Jerusalem kommen sollte, nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus, um ihm zu begegnen, und sie riefen: „Heil (ωσαννα)! Gepriesen sei der im Namen des Herrn Kommende, der König Israels.“ Als Jesus aber einen Esel gefunden hatte, setzte er sich auf ihn, so wie es geschrieben steht: „Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Sieh, dein König kommt auf einem jungen Esel sitzend.” Seine Schüler verstanden es aber zunächst nicht. Als Jesus jedoch gerühmt (εδοξασθη) war, da erinnerten sie sich, dass es über ihn geschrieben stand. Und dies hat er getan. Da bezeugten die Leute, die bei ihm waren, dass er Lazarus aus dem Grab gerufen und von den Toten auferweckt hatte. Deshalb gingen ihm die Leute entgegen, weil sie hörten, dass er dieses Zeichen getan hatte. Da sagten die Pharisäer zueinander: „Seht ihr, es nützt nichts. Seht, die Welt läuft ihm nach.” Es waren einige Griechen unter denen, die hinaufgegangen waren, um auf dem Fest anzubeten. Diese kamen nun zu Philippus, dem aus Bethsaida in Galiläa, und sie baten ihn: „Herr, wir möchten gerne Jesus sehen.” Philippus kam zu Andreas und sagte es zu ihm und Andreas und Philippus sagten es wiederum zu Jesus. Da antwortete ihnen Jesus: „Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn gerühmt (δοξασθη) wird. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wenn der Samen des Weizens nicht stirbt, sobald er auf die Erde gefallen ist, bleibt er allein. Wenn er jedoch stirbt, bringt er viel Frucht. Wer an seinem Leben (ψυχην) hängt, wird es verlieren, und wer sein Leben (ψυχην) in dieser Welt hasst, wird es bis zum ewigen Leben (ζωην αιωνιον) behalten. Wenn mir jemand dienen will, muss er mir nachfolgen, und da wo ich bin, wird auch mein Diener sein. Wenn mir jemand dient, wird ihn mein Vater ehren. Jetzt ist meine Seele (ψυχη) betrübt/ beunruhigt (τεταρακται), aber was soll ich sagen? Vater, rette mich? Aber deswegen bin ich ja hierher gekommen. Vater, bringe deinen Namen zu Ehren (δοξασον)!” Es ertönte eine Stimme aus dem Himmel: „Ich bringe ihn [jetzt] zu Ehren (εδοξασα), und auch [in der Zukunft] werde ich ihn zu Ehren bringen (δοξασω).” Da sagten die Leute, die dabeistanden und es gehört hatten: „Es hat gedonnert!” Andere sagten: „Ein Engel hat zu ihm gesprochen!” Jesus antwortete: „Nicht meinetwegen ist diese Stimme gekommen, sondern euretwegen. Jetzt wird Gericht über die Welt gehalten, jetzt wird der Herrscher der Welt verbannt, und ich werde, sobald ich von der Erde aus hochgehalten werde, alle zu mir ziehen.” Dies sagte er, um anzudeuten, zu welchem Tod er bestimmt war. Die Leute antworteten ihm: „Laut dem Gesetz soll der Gesalbte ewig [bei uns] bleiben. Und was hast du gesagt: dass man den Sohn des Menschen hochhalten muss? Wer soll das sein, der Sohn des Menschen?” Da sagte Jesus zu ihnen: „Nur noch kurze Zeit ist das Licht bei euch. Geht umher, solange ihr Licht habt, damit euch die Dunkelheit nicht herabzieht. Wer in der Dunkelheit umherläuft, weiß nicht, wohin er geht. Glaubt an das Licht, solange ihr es habt, damit ihr Söhne des Lichts werdet.” Dies sagte Jesus, und als er fortgegangen war, verbarg er sich vor ihnen.

Τοσαῦτα δὲ αὐτοῦ σημεῖα πεποιηκότος ἔμπροσθεν αὐτῶν οὐκ ἐπίστευον εἰς αὐτόν,ἵνα ὁ λόγος Ἡσαΐου τοῦ προφήτου πληρωθῇ ὃν εἶπεν Κύριε, τίς ἐπίστευσεν τῇ ἀκοῇ ἡμῶν; καὶ ὁ βραχίων Κυρίου τίνι ἀπεκαλύφθη;διὰ τοῦτο οὐκ ἠδύναντο πιστεύειν, ὅτι πάλιν εἶπεν ἩσαΐαςΤετύφλωκεν αὐτῶν τοὺς ὀφθαλμοὺς καὶ ἐπώρωσεν αὐτῶν τὴν καρδίαν, ἵνα μὴ ἴδωσιν τοῖς ὀφθαλμοῖς καὶ νοήσωσιν τῇ καρδίᾳ καὶ στραφῶσιν, καὶ ἰάσομαι αὐτούς.ταῦτα εἶπεν Ἡσαΐας ὅτι εἶδεν τὴν δόξαν αὐτοῦ, καὶ ἐλάλησεν περὶ αὐτοῦ.ὅμως μέντοι καὶ ἐκ τῶν ἀρχόντων πολλοὶ ἐπίστευσαν εἰς αὐτόν, ἀλλὰ διὰ τοὺς Φαρισαίους οὐχ ὡμολόγουν, ἵνα μὴ ἀποσυνάγωγοι γένωνται·ἠγάπησαν γὰρ τὴν δόξαν τῶν ἀνθρώπων μᾶλλον ἤπερ τὴν δόξαν τοῦ Θεοῦ.Ἰησοῦς δὲ ἔκραξεν καὶ εἶπεν Ὁ πιστεύων εἰς ἐμὲ οὐ πιστεύει εἰς ἐμὲ ἀλλὰ εἰς τὸν πέμψαντά με,καὶ ὁ θεωρῶν ἐμὲ θεωρεῖ τὸν πέμψαντά με.ἐγὼ φῶς εἰς τὸν κόσμον ἐλήλυθα, ἵνα πᾶς ὁ πιστεύων εἰς ἐμὲ ἐν τῇ σκοτίᾳ μὴ μείνῃ.καὶ ἐάν τίς μου ἀκούσῃ τῶν ῥημάτων καὶ μὴ φυλάξῃ, ἐγὼ οὐ κρίνω αὐτόν· οὐ γὰρ ἦλθον ἵνα κρίνω τὸν κόσμον, ἀλλ’ ἵνα σώσω τὸν κόσμον.ὁ ἀθετῶν ἐμὲ καὶ μὴ λαμβάνων τὰ ῥήματά μου ἔχει τὸν κρίνοντα αὐτόν· ὁ λόγος ὃν ἐλάλησα, ἐκεῖνος κρινεῖ αὐτὸν ἐν τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ·ὅτι ἐγὼ ἐξ ἐμαυτοῦ οὐκ ἐλάλησα, ἀλλ’ ὁ πέμψας με Πατὴρ αὐτός μοι ἐντολὴν δέδωκεν τί εἴπω καὶ τί λαλήσω.καὶ οἶδα ὅτι ἡ ἐντολὴ αὐτοῦ ζωὴ αἰώνιός ἐστιν. ἃ οὖν ἐγὼ λαλῶ, καθὼς εἴρηκέν μοι ὁ Πατήρ, οὕτως λαλῶ.

[Doch] obwohl er so viele Zeichen in ihrer Gegenwart vollbracht hatte, glaubten sie nicht an ihn, so dass sich die Worte Jesaias, des Propheten, erfüllten, der sagte: „Herr, wer hat unserer Kunde geglaubt, und der Arm des Herrn, wem ist er offenbart worden?” Deshalb konnten sie nicht glauben, weil Jesaia ferner sagte: „Er hat ihre Augen geblendet und ihre Herzen versteinert, damit sie nicht mit ihren Augen sehen und mit dem Herzen wahrnehmen und umkehren und ich sie heile.” Jesaia sagte dies, als er seine Herrlichkeit (δοξαν) sah, von ihm hat er geredet. Nichtsdestotrotz glaubten auch viele der Mächtigen an ihn. Wegen der Pharisäer bekannten sie es jedoch nicht, damit sie nicht von der Versammlung ausgeschlossen würden, denn die Anerkennung (δοξαν) durch Menschen bedeutete ihnen mehr als die Anerkennung (δοξαν) durch Gott. Jesus rief: „Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an denjenigen, der mich gesandt hat, und wer mich sieht, sieht denjenigen, der mich gesandt hat. Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Dunkelheit bleibe. Wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, richte ich ihn nicht. Denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten. Wer mich abweist und meine Worte nicht annimmt, hat seinen Richter. Die Worte, die ich ausgesprochen habe, jene werden ihn am letzten Tag richten. Denn ich spreche nicht aus freien Stücken, sondern mein Vater, der mich gesandt hat, hat mir geboten, was ich sagen und reden soll. Und ich weiß, dass seine Gebote ewiges Leben sind. Was ich also rede, rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.“

Πρὸ δὲ τῆς ἑορτῆς τοῦ πάσχα εἰδὼς ὁ Ἰησοῦς ὅτι ἦλθεν αὐτοῦ ἡ ὥρα ἵνα μεταβῇ ἐκ τοῦ κόσμου τούτου πρὸς τὸν Πατέρα, ἀγαπήσας τοὺς ἰδίους τοὺς ἐν τῷ κόσμῳ, εἰς τέλος ἠγάπησεν αὐτούς.καὶ δείπνου γινομένου, τοῦ διαβόλου ἤδη βεβληκότος εἰς τὴν καρδίαν ἵνα παραδοῖ αὐτὸν Ἰούδας Σίμωνος Ἰσκαριώτης,εἰδὼς ὅτι πάντα ἔδωκεν αὐτῷ ὁ Πατὴρ εἰς τὰς χεῖρας, καὶ ὅτι ἀπὸ Θεοῦ ἐξῆλθεν καὶ πρὸς τὸν Θεὸν ὑπάγει,ἐγείρεται ἐκ τοῦ δείπνου καὶ τίθησιν τὰ ἱμάτια, καὶ λαβὼν λέντιον διέζωσεν ἑαυτόν·εἶτα βάλλει ὕδωρ εἰς τὸν νιπτῆρα, καὶ ἤρξατο νίπτειν τοὺς πόδας τῶν μαθητῶν καὶ ἐκμάσσειν τῷ λεντίῳ ᾧ ἦν διεζωσμένος.ἔρχεται οὖν πρὸς Σίμωνα Πέτρον· λέγει αὐτῷ Κύριε, σύ μου νίπτεις τοὺς πόδας;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτῷ Ὃ ἐγὼ ποιῶ σὺ οὐκ οἶδας ἄρτι, γνώσῃ δὲ μετὰ ταῦτα.λέγει αὐτῷ Πέτρος Οὐ μὴ νίψῃς μου τοὺς πόδας εἰς τὸν αἰῶνα. ἀπεκρίθη Ἰησοῦς αὐτῷ Ἐὰν μὴ νίψω σε, οὐκ ἔχεις μέρος μετ’ ἐμοῦ.λέγει αὐτῷ Σίμων Πέτρος Κύριε, μὴ τοὺς πόδας μου μόνον ἀλλὰ καὶ τὰς χεῖρας καὶ τὴν κεφαλήν.λέγει αὐτῷ Ἰησοῦς Ὁ λελουμένος οὐκ ἔχει χρείαν εἰ μὴ τοὺς πόδας νίψασθαι, ἀλλ’ ἔστιν καθαρὸς ὅλος· καὶ ὑμεῖς καθαροί ἐστε, ἀλλ’ οὐχὶ πάντες.ᾔδει γὰρ τὸν παραδιδόντα αὐτόν· διὰ τοῦτο εἶπεν ὅτι Οὐχὶ πάντες καθαροί ἐστε.

Als Jesus vor dem Fest des Passah wusste, dass seine Stunde gekommen war, diese Welt zu verlassen und zum Vater hinüberzugehen, liebte er die Seinen bis zum Tod/Ende (τελος), nachdem er sie [bereits] in der Welt geliebt hatte (αγαπησας, Partizip Aorist: zeitlich). Und nachdem eine Mahlzeit stattgefunden hatte, wurde sogleich dem Judas des Simon Iskariot vom Verleumder/ Teufel eingegeben (του διαβολου … βεβληκοτος εις την καρδιαν, Absoluter Genitiv Perfekt), dass er ihn ausliefern/ verraten soll. Als Jesus wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte, und dass er von Gott weggegangen war und [nun] zu Gott heimkehren würde, erhob er sich von der Mahlzeit, legte sein Gewand ab, nahm sich ein Tuch und band es als Schürze um. Dann goss er Wasser in das Waschbecken und begann, die Füße der Schüler zu waschen und sie mit dem Tuch, das er als Schürze umgebunden hatte, zu trocknen. Er kam nun zu Simon Petrus und jener sagte zu ihm: „Herr, Sie waschen mir die Füße?” Jesus antwortete ihm: „Was ich tue, kennst du jetzt [noch] nicht, doch später wirst du es verstehen.“ Simon Petrus sagte zu ihm: „Niemals werden Sie meine Füße waschen!” Jesus antwortete ihm: „Wenn ich deine Füße nicht waschen soll, bist du kein Teil von mir.” Simon Petrus sagte zu ihm: „Herr, [waschen Sie] nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und den Kopf.” Jesus sagte zu ihm: „Wer gebadet hat, braucht außer den Füßen nichts zu waschen, vielmehr ist  er ganz rein. Ihr seid rein, jedoch nicht alle.” Er wusste nämlich, wer ihn verraten würde, deshalb sagte er: „Ihr seid nicht alle rein.”

Ὅτε οὖν ἔνιψεν τοὺς πόδας αὐτῶν καὶ ἔλαβεν τὰ ἱμάτια αὐτοῦ καὶ ἀνέπεσεν πάλιν, εἶπεν αὐτοῖς Γινώσκετε τί πεποίηκα ὑμῖν;ὑμεῖς φωνεῖτέ με Ὁ Διδάσκαλος καὶ ὁ Κύριος, καὶ καλῶς λέγετε· εἰμὶ γάρ.εἰ οὖν ἐγὼ ἔνιψα ὑμῶν τοὺς πόδας ὁ Κύριος καὶ ὁ Διδάσκαλος, καὶ ὑμεῖς ὀφείλετε ἀλλήλων νίπτειν τοὺς πόδας·ὑπόδειγμα γὰρ ἔδωκα ὑμῖν ἵνα καθὼς ἐγὼ ἐποίησα ὑμῖν καὶ ὑμεῖς ποιῆτε.ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, οὐκ ἔστιν δοῦλος μείζων τοῦ κυρίου αὐτοῦ, οὐδὲ ἀπόστολος μείζων τοῦ πέμψαντος αὐτόν.εἰ ταῦτα οἴδατε, μακάριοί ἐστε ἐὰν ποιῆτε αὐτά.οὐ περὶ πάντων ὑμῶν λέγω· ἐγὼ οἶδα τίνας ἐξελεξάμην· ἀλλ’ ἵνα ἡ γραφὴ πληρωθῇ Ὁ τρώγων μου τὸν ἄρτον ἐπῆρεν ἐπ’ ἐμὲ τὴν πτέρναν αὐτοῦ.ἀπ’ ἄρτι λέγω ὑμῖν πρὸ τοῦ γενέσθαι, ἵνα πιστεύητε ὅταν γένηται ὅτι ἐγώ εἰμι.ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, ὁ λαμβάνων ἄν τινα πέμψω ἐμὲ λαμβάνει, ὁ δὲ ἐμὲ λαμβάνων λαμβάνει τὸν πέμψαντά με.

Nachdem er nun ihre Füße gewaschen, sein Gewand angezogen und sich wieder an den Tisch gelegt hatte, sagte er zu ihnen: „Versteht ihr, was ich für euch getan habe? Ihr nennt mich „der Lehrer” und „der Herr”, und zu Recht sagt ihr es, denn ich bin es. Wenn also ich, euer Herr und Lehrer, euch die Füße gewaschen habe, sollt auch ihr euch gegenseitig die Füße waschen. Ein Vorbild sollt ihr euch nämlich daran nehmen,  damit auch ihr das tut, was ich für euch getan habe. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Der Diener ist nicht bedeutender als sein Herr, und auch ein Abgesandter ist nicht bedeutender als derjenige, der ihn gesandt hat. Wenn ihr darüber Bescheid wisst, seid ihr selig, sofern ihr euch daran haltet. Nicht von euch allen sage ich es. Ich weiß, wen ich erwählt habe. Aber, damit sich die Schrift erfülle: “Wer zusammen mit mir ins Brot beißt, hat seine Ferse gegen mich erhoben.” Von jetzt an sage ich es euch, bevor es geschieht, damit ihr glauben mögt, sobald es geschieht: Ich bin, der ich bin (εγω ειμι). Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wer denjenigen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf. Wer mich jedoch aufnimmt, nimmt denjenigen auf, der mich gesandt hat.”

Ταῦτα εἰπὼν Ἰησοῦς ἐταράχθη τῷ πνεύματι καὶ ἐμαρτύρησεν καὶ εἶπεν Ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν ὅτι εἷς ἐξ ὑμῶν παραδώσει με.ἔβλεπον εἰς ἀλλήλους οἱ μαθηταὶ ἀπορούμενοι περὶ τίνος λέγει.ἦν ἀνακείμενος εἷς ἐκ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ ἐν τῷ κόλπῳ τοῦ Ἰησοῦ, ὃν ἠγάπα ὁ Ἰησοῦς·νεύει οὖν τούτῳ Σίμων Πέτρος καὶ λέγει αὐτῷ Εἰπὲ τίς ἐστιν περὶ οὗ λέγει.ἀναπεσὼν ἐκεῖνος οὕτως ἐπὶ τὸ στῆθος τοῦ Ἰησοῦ λέγει αὐτῷ Κύριε, τίς ἐστιν;ἀποκρίνεται οὖν ὁ Ἰησοῦς Ἐκεῖνός ἐστιν ᾧ ἐγὼ βάψω τὸ ψωμίον καὶ δώσω αὐτῷ. βάψας οὖν τὸ ψωμίον λαμβάνει καὶ δίδωσιν Ἰούδᾳ Σίμωνος Ἰσκαριώτου.καὶ μετὰ τὸ ψωμίον τότε εἰσῆλθεν εἰς ἐκεῖνον ὁ Σατανᾶς. λέγει οὖν αὐτῷ Ἰησοῦς Ὃ ποιεῖς ποίησον τάχιον.τοῦτο δὲ οὐδεὶς ἔγνω τῶν ἀνακειμένων πρὸς τί εἶπεν αὐτῷ·τινὲς γὰρ ἐδόκουν, ἐπεὶ τὸ γλωσσόκομον εἶχεν Ἰούδας, ὅτι λέγει αὐτῷ Ἰησοῦς Ἀγόρασον ὧν χρείαν ἔχομεν εἰς τὴν ἑορτήν, ἢ τοῖς πτωχοῖς ἵνα τι δῷ.λαβὼν οὖν τὸ ψωμίον ἐκεῖνος ἐξῆλθεν εὐθύς· ἦν δὲ νύξ.Ὅτε οὖν ἐξῆλθεν, λέγει Ἰησοῦς Νῦν ἐδοξάσθη ὁ Υἱὸς τοῦ ἀνθρώπου, καὶ ὁ Θεὸς ἐδοξάσθη ἐν αὐτῷ·εἰ ὁ Θεὸς ἐδοξάσθη ἐν αὐτῷ, καὶ ὁ Θεὸς δοξάσει αὐτὸν ἐν αὑτῷ, καὶ εὐθὺς δοξάσει αὐτόν.τεκνία, ἔτι μικρὸν μεθ’ ὑμῶν εἰμι· ζητήσετέ με, καὶ καθὼς εἶπον τοῖς Ἰουδαίοις ὅτι Ὅπου ἐγὼ ὑπάγω ὑμεῖς οὐ δύνασθε ἐλθεῖν, καὶ ὑμῖν λέγω ἄρτι.ἐντολὴν καινὴν δίδωμι ὑμῖν, ἵνα ἀγαπᾶτε ἀλλήλους, καθὼς ἠγάπησα ὑμᾶς ἵνα καὶ ὑμεῖς ἀγαπᾶτε ἀλλήλους.ἐν τούτῳ γνώσονται πάντες ὅτι ἐμοὶ μαθηταί ἐστε, ἐὰν ἀγάπην ἔχητε ἐν ἀλλήλοις.Λέγει αὐτῷ Σίμων Πέτρος Κύριε, ποῦ ὑπάγεις; ἀπεκρίθη Ἰησοῦς Ὅπου ὑπάγω οὐ δύνασαί μοι νῦν ἀκολουθῆσαι, ἀκολουθήσεις δὲ ὕστερον.λέγει αὐτῷ Πέτρος Κύριε, διὰ τί οὐ δύναμαί σοι ἀκολουθῆσαι ἄρτι; τὴν ψυχήν μου ὑπὲρ σοῦ θήσω.ἀποκρίνεται Ἰησοῦς Τὴν ψυχήν σου ὑπὲρ ἐμοῦ θήσεις; ἀμὴν ἀμὴν λέγω σοι, οὐ μὴ ἀλέκτωρ φωνήσῃ ἕως οὗ ἀρνήσῃ με τρίς.

Als Jesus dies gesagt hatte, wurde sein Geist betrübt/ beunruhigt (εταραχθη) und er bezeugte: „Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Einer von euch wird mich verraten.” Seine Schüler sahen einander an, ratlos/ verlegen darüber, wen er wohl gemeint hatte. Einer seiner Schüler lehnte an Jesu Bauch, einer, den Jesus lieb hatte. Da nickte Simon Petrus diesem zu, damit er nachfrage, wer es sei, den er meine. Da lehnte sich jener zurück an Jesu Brust und sagte zu ihm: „Herr, wer ist es?” Jesus antwortete: „Jener ist es, dem ich den Bissen preisgebe, nachdem ich ihn eingetunkt/eingetaucht (βαψας) habe.” Und als er den Bissen eingetunkt hatte, gab er ihn dem Judas des Simon Iskariot. Und nach dem Bissen – [erst] dann  – drang Satan (σατανας, Satan/Anfeinder) in ihn ein. Da sagte Jesus zu ihm: „Was du tust, das tue schnell!” Keiner von denen, die dalagen, begriff jedoch, zu wem er es gesagt hatte. Einige meinten nämlich - da Judas die Kasse verwaltete - , dass Jesus zu ihm sagte: „Kaufe, was wir zum Fest brauchen”, oder dass er den Armen etwas geben solle. Als jener den Bissen geschluckt hatte, ging er sofort hinaus. Es war Nacht. Als er hinausgegangen war, sagte Jesus: „Jetzt wird der Sohn des Menschen gerühmt (εδοξασθη) und [auch] der Gott in ihm wird gerühmt (εδοξασθη). Wenn der Gott in ihm gerühmt wird (εδοξασθη), wird auch der Gott in ihm ihn selbst ([den Sohn des Menschen]) rühmen (δοξασει), schnurstracks/ ohne weiteres wird er ihn rühmen (δοξασει). Kinder, [nur] noch kurze Zeit bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich bereits den Juden gesagt habe: Wo ich hingehe, könnt ihr nicht hinkommen. Euch sage ich es jetzt. Ein neues Gebot gebe ich euch: Dass ihr einander so lieben sollt, wie ich euch geliebt habe, so dass auch ihr einander lieb habt. Dadurch werden alle erkennen, dass ihr meine Schüler seid: Wenn ihr Liebe füreinander habt.“ Petrus sagte zu ihm: „Herr, wohin gehen Sie?” Jesus antwortete ihm: „Wohin ich gehe, kannst du mir im Moment nicht folgen, später jedoch wirst du mir nachfolgen.” Petrus sagte zu ihm: „Herr, weshalb kann ich Ihnen jetzt nicht nachfolgen? Mein Leben (ψυχην)  gebe ich für Sie.” Jesus antwortete ihm: „Dein Leben (ψυχην) gibst du für mich? Es ist gewiss wahr, [was] ich dir sage: Der Hahn wird nicht eher krähen [als] bis du mich dreimal verleugnet hast.

Μὴ ταρασσέσθω ὑμῶν ἡ καρδία· πιστεύετε εἰς τὸν Θεόν, καὶ εἰς ἐμὲ πιστεύετε.ἐν τῇ οἰκίᾳ τοῦ Πατρός μου μοναὶ πολλαί εἰσιν· εἰ δὲ μή, εἶπον ἂν ὑμῖν· ὅτι πορεύομαι ἑτοιμάσαι τόπον ὑμῖν·καὶ ἐὰν πορευθῶ καὶ ἑτοιμάσω τόπον ὑμῖν, πάλιν ἔρχομαι καὶ παραλήμψομαι ὑμᾶς πρὸς ἐμαυτόν, ἵνα ὅπου εἰμὶ ἐγὼ καὶ ὑμεῖς ἦτε.καὶ ὅπου ἐγὼ ὑπάγω οἴδατε τὴν ὁδόν.Λέγει αὐτῷ Θωμᾶς Κύριε, οὐκ οἴδαμεν ποῦ ὑπάγεις· πῶς οἴδαμεν τὴν ὁδὸν;λέγει αὐτῷ Ἰησοῦς Ἐγώ εἰμι ἡ ὁδὸς καὶ ἡ ἀλήθεια καὶ ἡ ζωή· οὐδεὶς ἔρχεται πρὸς τὸν Πατέρα εἰ μὴ δι’ ἐμοῦ.εἰ ἐγνώκειτέ με, καὶ τὸν Πατέρα μου ἂν ᾔδειτε· ἀπ’ ἄρτι γινώσκετε αὐτὸν καὶ ἑωράκατε.Λέγει αὐτῷ Φίλιππος Κύριε, δεῖξον ἡμῖν τὸν Πατέρα, καὶ ἀρκεῖ ἡμῖν.λέγει αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς Τοσοῦτον χρόνον μεθ’ ὑμῶν εἰμι καὶ οὐκ ἔγνωκάς με, Φίλιππε; ὁ ἑωρακὼς ἐμὲ ἑώρακεν τὸν Πατέρα· πῶς σὺ λέγεις Δεῖξον ἡμῖν τὸν Πατέρα;οὐ πιστεύεις ὅτι ἐγὼ ἐν τῷ Πατρὶ καὶ ὁ Πατὴρ ἐν ἐμοί ἐστιν; τὰ ῥήματα ἃ ἐγὼ λέγω ὑμῖν ἀπ’ ἐμαυτοῦ οὐ λαλῶ· ὁ δὲ Πατὴρ ἐν ἐμοὶ μένων ποιεῖ τὰ ἔργα αὐτοῦ.πιστεύετέ μοι ὅτι ἐγὼ ἐν τῷ Πατρὶ καὶ ὁ Πατὴρ ἐν ἐμοί· εἰ δὲ μή, διὰ τὰ ἔργα αὐτὰ πιστεύετε.ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, ὁ πιστεύων εἰς ἐμὲ τὰ ἔργα ἃ ἐγὼ ποιῶ κἀκεῖνος ποιήσει, καὶ μείζονα τούτων ποιήσει, ὅτι ἐγὼ πρὸς τὸν Πατέρα πορεύομαι·καὶ ὅ τι ἂν αἰτήσητε ἐν τῷ ὀνόματί μου, τοῦτο ποιήσω, ἵνα δοξασθῇ ὁ Πατὴρ ἐν τῷ Υἱῷ.ἐάν τι αἰτήσητέ με ἐν τῷ ὀνόματί μου, ἐγὼ ποιήσω.Ἐὰν ἀγαπᾶτέ με, τὰς ἐντολὰς τὰς ἐμὰς τηρήσετε.κἀγὼ ἐρωτήσω τὸν Πατέρα καὶ ἄλλον Παράκλητον δώσει ὑμῖν ἵνα ᾖ μεθ’ ὑμῶν εἰς τὸν αἰῶνα,τὸ Πνεῦμα τῆς ἀληθείας, ὃ ὁ κόσμος οὐ δύναται λαβεῖν, ὅτι οὐ θεωρεῖ αὐτὸ οὐδὲ γινώσκει· ὑμεῖς γινώσκετε αὐτό, ὅτι παρ’ ὑμῖν μένει καὶ ἐν ὑμῖν ἔσται.οὐκ ἀφήσω ὑμᾶς ὀρφανούς, ἔρχομαι πρὸς ὑμᾶς.ἔτι μικρὸν καὶ ὁ κόσμος με οὐκέτι θεωρεῖ, ὑμεῖς δὲ θεωρεῖτέ με, ὅτι ἐγὼ ζῶ καὶ ὑμεῖς ζήσετε.ἐν ἐκείνῃ τῇ ἡμέρᾳ γνώσεσθε ὑμεῖς ὅτι ἐγὼ ἐν τῷ Πατρί μου καὶ ὑμεῖς ἐν ἐμοὶ κἀγὼ ἐν ὑμῖν.ὁ ἔχων τὰς ἐντολάς μου καὶ τηρῶν αὐτὰς, ἐκεῖνός ἐστιν ὁ ἀγαπῶν με· ὁ δὲ ἀγαπῶν με ἀγαπηθήσεται ὑπὸ τοῦ Πατρός μου, κἀγὼ ἀγαπήσω αὐτὸν καὶ ἐμφανίσω αὐτῷ ἐμαυτόν.

Eure Herzen (καρδια) sollen nicht in Aufruhr geraten! Glaubt an Gott, und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt, dass ich fortgehe, um euch eine Bleibe zu bereiten? Wenn ich gegangen bin und euch eine Bleibe bereitet habe, komme ich wieder zurück und nehme euch zu mir, damit ihr dort seid, wo ich bin. Ihr wisst, wohin ich gehe, und ihr kennt den Weg.” Thomas sagte zu ihm: „Herr, wir wissen nicht, wohin Sie gehen. Wie können wir da den Weg kennen?” Jesus sagte zu ihm: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, habt ihr auch meinen Vater erkannt, und von jetzt ab erkennt ihr ihn und seht ihn.” Philippus sagte zu ihm: „Herr, zeigen Sie uns den Vater und es soll uns genügen.” Jesus sagte zu ihm: „So lange Zeit bin ich bei euch gewesen, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie ist es möglich, dass du sagst: „Zeigen Sie uns den Vater”? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich euch sage, sage ich nicht aus eigenem Antrieb. Der Vater, der in mir wohnt, er selbst vollbringt diese Taten. Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist. Falls aber nicht, dann glaubt mir wegen seiner Taten.  Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Wer an mich glaubt, wird dieselben Taten wie ich vollbringen, und [sogar] noch mehr davon wird er vollbringen, weil ich zu meinem Vater gehe und das tun werde, was ihr in meinem Namen erbittet, damit der Vater im Sohn gerühmt wird (δοξασθη). Wenn ihr in meinem Namen bittet, werde ich es tun. Wenn ihr mich liebt, müsst ihr meine Gebote halten, ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Ratgeber (παρακλητον, Paraklet) geben, der für immer bei euch bleiben soll: der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht aufnehmen (λαβειν) kann, weil sie ihn weder sieht noch erkennt. Ihr jedoch erkennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht der Verwaisung preisgeben, ich komme zu euch. Noch kurze Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen, ihr jedoch seht mich, weil ich lebe und [weil] ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater [bin], ihr in mir [seid] und ich in euch [bin]. Wer meine Gebote [empfangen] hat und sie einhält, der liebt mich. Wer mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm zeigen.“

Λέγει αὐτῷ Ἰούδας, οὐχ ὁ Ἰσκαριώτης Κύριε, καὶ τί γέγονεν ὅτι ἡμῖν μέλλεις ἐμφανίζειν σεαυτὸν καὶ οὐχὶ τῷ κόσμῳ;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς καὶ εἶπεν αὐτῷ Ἐάν τις ἀγαπᾷ, με τὸν λόγον μου τηρήσει, καὶ ὁ Πατήρ μου ἀγαπήσει αὐτόν, καὶ πρὸς αὐτὸν ἐλευσόμεθα καὶ μονὴν παρ’ αὐτῷ ποιησόμεθα.ὁ μὴ ἀγαπῶν με τοὺς λόγους μου οὐ τηρεῖ· καὶ ὁ λόγος ὃν ἀκούετε οὐκ ἔστιν ἐμὸς ἀλλὰ τοῦ πέμψαντός με Πατρός.Ταῦτα λελάληκα ὑμῖν παρ’ ὑμῖν μένων·ὁ δὲ Παράκλητος, τὸ Πνεῦμα τὸ Ἅγιον ὃ πέμψει ὁ Πατὴρ ἐν τῷ ὀνόματί μου, ἐκεῖνος ὑμᾶς διδάξει πάντα καὶ ὑπομνήσει ὑμᾶς πάντα ἃ εἶπον ὑμῖν ἐγώ.Εἰρήνην ἀφίημι ὑμῖν, εἰρήνην τὴν ἐμὴν δίδωμι ὑμῖν· οὐ καθὼς ὁ κόσμος δίδωσιν ἐγὼ δίδωμι ὑμῖν. μὴ ταρασσέσθω ὑμῶν ἡ καρδία μηδὲ δειλιάτω.ἠκούσατε ὅτι ἐγὼ εἶπον ὑμῖν Ὑπάγω καὶ ἔρχομαι πρὸς ὑμᾶς. εἰ ἠγαπᾶτέ με, ἐχάρητε ἄν ὅτι πορεύομαι πρὸς τὸν Πατέρα, ὅτι ὁ Πατὴρ μείζων μού ἐστιν.καὶ νῦν εἴρηκα ὑμῖν πρὶν γενέσθαι, ἵνα ὅταν γένηται πιστεύσητε.οὐκέτι πολλὰ λαλήσω μεθ’ ὑμῶν, ἔρχεται γὰρ ὁ τοῦ κόσμου ἄρχων· καὶ ἐν ἐμοὶ οὐκ ἔχει οὐδέν,ἀλλ’ ἵνα γνῷ ὁ κόσμος ὅτι ἀγαπῶ τὸν Πατέρα, καὶ καθὼς ἐνετείλατο μοι ὁ Πατὴρ, οὕτως ποιῶ. Ἐγείρεσθε, ἄγωμεν ἐντεῦθεν.

Judas, nicht der Iskariot, sagte zu ihm: „Herr, was ist geschehen, dass Sie sich uns zeigen wollen, aber nicht der Welt?“ Jesus antwortete: „Wenn mich jemand liebt, wird er meine Worte bewahren und mein Vater wird ihn lieben. Wir werden zu ihm kommen und eine Wohnung bei ihm errichten. Wer mich nicht liebt, bewahrt meine Worte nicht. Die Worte, die ihr hört, sind nicht die meinen, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Das habe ich gesagt, solange ich bei euch war. Der Ratgeber, der Geist der Wahrheit, den der Vater in meinem Namen sendet, jener wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. [Den] Frieden nehme ich euch, meinen eigenen Frieden gebe ich euch. Ich gebe euch nicht auf dieselbe Art wie die Welt gibt. Eure Herzen sollen nicht in Aufruhr geraten und sich nicht ängstigen. Hört, was ich euch gesagt habe: Ich gehe fort und komme [wieder] zu euch. Wenn ihr mich geliebt habt, habt ihr euch gefreut, als ich sagte, dass ich zum Vater gehe. Denn der Vater ist bedeutender/ größer als ich. Jetzt habe ich es zu euch gesagt, bevor es eintreffen wird, damit ihr glauben werdet, wenn es eintrifft. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn der Herrscher dieser Welt kommt. An mir hat er keinen Anteil. Aber [es sei so,] damit die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater geboten hat. Steht auf! Gehen wir von hier weg.

Ἐγώ εἰμι ἡ ἄμπελος ἡ ἀληθινή, καὶ ὁ Πατήρ μου ὁ γεωργός ἐστιν.πᾶν κλῆμα ἐν ἐμοὶ μὴ φέρον καρπὸν, αἴρει αὐτό, καὶ πᾶν τὸ καρπὸν φέρον, καθαίρει αὐτὸ ἵνα καρπὸν πλείονα φέρῃ.ἤδη ὑμεῖς καθαροί ἐστε διὰ τὸν λόγον ὃν λελάληκα ὑμῖν·μείνατε ἐν ἐμοί, κἀγὼ ἐν ὑμῖν. καθὼς τὸ κλῆμα οὐ δύναται καρπὸν φέρειν ἀφ’ ἑαυτοῦ ἐὰν μὴ μένῃ ἐν τῇ ἀμπέλῳ, οὕτως οὐδὲ ὑμεῖς ἐὰν μὴ ἐν ἐμοὶ μένητε.ἐγώ εἰμι ἡ ἄμπελος, ὑμεῖς τὰ κλήματα. ὁ μένων ἐν ἐμοὶ κἀγὼ ἐν αὐτῷ, οὗτος φέρει καρπὸν πολύν, ὅτι χωρὶς ἐμοῦ οὐ δύνασθε ποιεῖν οὐδέν.ἐὰν μή τις μένῃ ἐν ἐμοί, ἐβλήθη ἔξω ὡς τὸ κλῆμα καὶ ἐξηράνθη, καὶ συνάγουσιν αὐτὰ καὶ εἰς τὸ πῦρ βάλλουσιν, καὶ καίεται.ἐὰν μείνητε ἐν ἐμοὶ καὶ τὰ ῥήματά μου ἐν ὑμῖν μείνῃ, ὃ ἐὰν θέλητε αἰτήσασθε καὶ γενήσεται ὑμῖν.ἐν τούτῳ ἐδοξάσθη ὁ Πατήρ μου, ἵνα καρπὸν πολὺν φέρητε καὶ γενήσεσθε ἐμοὶ μαθηταί.καθὼς ἠγάπησέν με ὁ Πατήρ, κἀγὼ ὑμᾶς ἠγάπησα· μείνατε ἐν τῇ ἀγάπῃ τῇ ἐμῇ.ἐὰν τὰς ἐντολάς μου τηρήσητε, μενεῖτε ἐν τῇ ἀγάπῃ μου, καθὼς ἐγὼ τοῦ Πατρός μου τὰς ἐντολὰς τετήρηκα καὶ μένω αὐτοῦ ἐν τῇ ἀγάπῃ.Ταῦτα λελάληκα ὑμῖν ἵνα ἡ χαρὰ ἡ ἐμὴ ἐν ὑμῖν ᾖ καὶ ἡ χαρὰ ὑμῶν πληρωθῇ.αὕτη ἐστὶν ἡ ἐντολὴ ἡ ἐμὴ, ἵνα ἀγαπᾶτε ἀλλήλους καθὼς ἠγάπησα ὑμᾶς.μείζονα ταύτης ἀγάπην οὐδεὶς ἔχει, ἵνα τις τὴν ψυχὴν αὐτοῦ θῇ ὑπὲρ τῶν φίλων αὐτοῦ.ὑμεῖς φίλοι μού ἐστε, ἐὰν ποιῆτε ὃ ἐγὼ ἐντέλλομαι ὑμῖν.οὐκέτι λέγω ὑμᾶς δούλους, ὅτι ὁ δοῦλος οὐκ οἶδεν τί ποιεῖ αὐτοῦ ὁ κύριος· ὑμᾶς δὲ εἴρηκα φίλους, ὅτι πάντα ἃ ἤκουσα παρὰ τοῦ Πατρός μου ἐγνώρισα ὑμῖν.οὐχ ὑμεῖς με ἐξελέξασθε, ἀλλ’ ἐγὼ ἐξελεξάμην ὑμᾶς, καὶ ἔθηκα ὑμᾶς ἵνα ὑμεῖς ὑπάγητε καὶ καρπὸν φέρητε καὶ ὁ καρπὸς ὑμῶν μένῃ, ἵνα ὅ τι ἂν αἰτήσητε τὸν Πατέρα ἐν τῷ ὀνόματί μου δῷ ὑμῖν.ταῦτα ἐντέλλομαι ὑμῖν, ἵνα ἀγαπᾶτε ἀλλήλους.Εἰ ὁ κόσμος ὑμᾶς μισεῖ, γινώσκετε ὅτι ἐμὲ πρῶτον ὑμῶν μεμίσηκεν.εἰ ἐκ τοῦ κόσμου ἦτε, ὁ κόσμος ἂν τὸ ἴδιον ἐφίλει· ὅτι δὲ ἐκ τοῦ κόσμου οὐκ ἐστέ, ἀλλ’ ἐγὼ ἐξελεξάμην ὑμᾶς ἐκ τοῦ κόσμου, διὰ τοῦτο μισεῖ ὑμᾶς ὁ κόσμος.

Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede meiner Reben, die keine Frucht trägt, schneidet er ab (αιρει), und alles, was Frucht trägt, reinigt/ entsündigt (καθαιρει) er, damit es [noch] mehr Frucht trage. Ihr seid bereits rein (καθαροι) durch die Worte/ Gebote (λογον), die ich euch gesagt habe. Bleibt in mir und auch ich [bleibe] in euch. So wie die Rebe aus eigener Kraft keine Frucht tragen kann, wenn sie nicht im Weinstock bleibt, so könnt auch ihr [es] nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der trägt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten. Wenn jemand nicht in mir bleibt, wird er wie eine Rebe hinausgeworfen, getrocknet, [wieder] eingesammelt, ins Feuer geworfen und verbrannt. Wenn ihr in mir bleibt, bleiben auch meine Worte in euch. Was ihr auch wollt: bittet [darum] und es wird nach eurem Willen geschehen. Dadurch wird mein Vater gerühmt (εδοξασθη), dass ihr viel Frucht tragt und meine Schüler werdet. So wie der Vater mich liebt, liebe auch ich euch. Ihr bleibt in meiner Liebe, wenn ihr meine Gebote haltet. Bleibt in meiner Liebe, so wie ich die Gebote meines Vaters halte und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich zu euch gesagt, damit meine Freude in euch bleibt und eure Freude zur Fülle gelangt. Dies ist mein Gebot (εντολη): Dass ihr einander so liebt wie ich euch liebe. Eine größere Liebe als diese gibt es nicht, dass jemand sein Leben (ψυχην) für seinen Freund gibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr das tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr meine Diener, weil ein Diener nicht weiß, was sein Herr tut. Euch aber nenne ich Freunde, weil ich euch alles bekanntgebe, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt und euch dazu berufen, dass ihr fortgeht und Frucht tragt und dass eure Frucht Bestand hat, damit euch der Vater gibt, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: dass ihr einander liebt. Wenn euch die Welt hasst, bedenkt, dass sie mich bereits vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wärt, würde die Welt das Ihre mögen. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern [weil] ich euch aus der Welt heraus auserwählt habe, deshalb hasst euch die Welt.

μνημονεύετε τοῦ λόγου οὗ ἐγὼ εἶπον ὑμῖν Οὐκ ἔστιν δοῦλος μείζων τοῦ κυρίου αὐτοῦ· εἰ ἐμὲ ἐδίωξαν, καὶ ὑμᾶς διώξουσιν· εἰ τὸν λόγον μου ἐτήρησαν, καὶ τὸν ὑμέτερον τηρήσουσιν.ἀλλὰ ταῦτα πάντα ποιήσουσιν εἰς ὑμᾶς διὰ τὸ ὄνομά μου, ὅτι οὐκ οἴδασιν τὸν πέμψαντά με.εἰ μὴ ἦλθον καὶ ἐλάλησα αὐτοῖς, ἁμαρτίαν οὐκ εἴχοσαν· νῦν δὲ πρόφασιν οὐκ ἔχουσιν περὶ τῆς ἁμαρτίας αὐτῶν.ὁ ἐμὲ μισῶν καὶ τὸν Πατέρα μου μισεῖ.εἰ τὰ ἔργα μὴ ἐποίησα ἐν αὐτοῖς ἃ οὐδεὶς ἄλλος ἐποίησεν, ἁμαρτίαν οὐκ εἴχοσαν· νῦν δὲ καὶ ἑωράκασιν καὶ μεμισήκασιν καὶ ἐμὲ καὶ τὸν Πατέρα μου.ἀλλ’ ἵνα πληρωθῇ ὁ λόγος ὁ ἐν τῷ νόμῳ αὐτῶν γεγραμμένος ὅτι Ἐμίσησάν με δωρεάν.Ὅταν ἔλθῃ ὁ Παράκλητος ὃν ἐγὼ πέμψω ὑμῖν παρὰ τοῦ Πατρός, τὸ Πνεῦμα τῆς ἀληθείας ὃ παρὰ τοῦ Πατρὸς ἐκπορεύεται, ἐκεῖνος μαρτυρήσει περὶ ἐμοῦ·καὶ ὑμεῖς δὲ μαρτυρεῖτε, ὅτι ἀπ’ ἀρχῆς μετ’ ἐμοῦ ἐστε.Ταῦτα λελάληκα ὑμῖν ἵνα μὴ σκανδαλισθῆτε.ἀποσυναγώγους ποιήσουσιν ὑμᾶς· ἀλλ’ ἔρχεται ὥρα ἵνα πᾶς ὁ ἀποκτείνας ὑμᾶς δόξῃ λατρείαν προσφέρειν τῷ Θεῷ.καὶ ταῦτα ποιήσουσιν ὅτι οὐκ ἔγνωσαν τὸν Πατέρα οὐδὲ ἐμέ.ἀλλὰ ταῦτα λελάληκα ὑμῖν ἵνα ὅταν ἔλθῃ ἡ ὥρα αὐτῶν μνημονεύητε αὐτῶν, ὅτι ἐγὼ εἶπον ὑμῖν. ταῦτα δὲ ὑμῖν ἐξ ἀρχῆς οὐκ εἶπον, ὅτι μεθ’ ὑμῶν ἤμην.νῦν δὲ ὑπάγω πρὸς τὸν πέμψαντά με, καὶ οὐδεὶς ἐξ ὑμῶν ἐρωτᾷ με Ποῦ ὑπάγεις;ἀλλ’ ὅτι ταῦτα λελάληκα ὑμῖν, ἡ λύπη πεπλήρωκεν ὑμῶν τὴν καρδίαν.ἀλλ’ ἐγὼ τὴν ἀλήθειαν λέγω ὑμῖν, συμφέρει ὑμῖν ἵνα ἐγὼ ἀπέλθω. ἐὰν γὰρ μὴ ἀπέλθω, ὁ Παράκλητος οὐ μὴ ἔλθῃ πρὸς ὑμᾶς· ἐὰν δὲ πορευθῶ, πέμψω αὐτὸν πρὸς ὑμᾶς.καὶ ἐλθὼν ἐκεῖνος ἐλέγξει τὸν κόσμον περὶ ἁμαρτίας καὶ περὶ δικαιοσύνης καὶ περὶ κρίσεως·περὶ ἁμαρτίας μέν, ὅτι οὐ πιστεύουσιν εἰς ἐμέ·περὶ δικαιοσύνης δέ, ὅτι πρὸς τὸν Πατέρα ὑπάγω καὶ οὐκέτι θεωρεῖτέ με·περὶ δὲ κρίσεως, ὅτι ὁ ἄρχων τοῦ κόσμου τούτου κέκριται.Ἔτι πολλὰ ἔχω ὑμῖν λέγειν, ἀλλ’ οὐ δύνασθε βαστάζειν ἄρτι·ὅταν δὲ ἔλθῃ ἐκεῖνος, τὸ Πνεῦμα τῆς ἀληθείας, ὁδηγήσει ὑμᾶς εἰς τὴν ἀλήθειαν πᾶσαν· οὐ γὰρ λαλήσει ἀφ’ ἑαυτοῦ, ἀλλ’ ὅσα ἀκούει λαλήσει, καὶ τὰ ἐρχόμενα ἀναγγελεῖ ὑμῖν.ἐκεῖνος ἐμὲ δοξάσει, ὅτι ἐκ τοῦ ἐμοῦ λήμψεται καὶ ἀναγγελεῖ ὑμῖν.πάντα ὅσα ἔχει ὁ Πατὴρ ἐμά ἐστιν· διὰ τοῦτο εἶπον ὅτι ἐκ τοῦ ἐμοῦ λαμβάνει καὶ ἀναγγελεῖ ὑμῖν.Μικρὸν καὶ οὐκέτι θεωρεῖτέ με, καὶ πάλιν μικρὸν καὶ ὄψεσθέ με.

Erinnert euch der Ratschläge (λογου), die ich zu euch gesagt habe: Der Diener ist nicht bedeutender als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. Wenn sie meinen Ratschlag (λογον) bewahrt haben, werden sie auch den Euren bewahren. All dies werden sie euch jedoch wegen meines Namens antun, weil sie denjenigen, der mich gesandt hat, nicht kennen. Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen gesprochen hätte, hätten sie keine Sünde auf sich geladen. Jetzt aber haben sie keine Entschuldigung mehr für ihre Sünden. Wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater. Wenn ich nicht diese Taten in ihrer Mitte vollbracht hätte, die niemand sonst zuwege gebracht hat, hätten sie keine Sünde auf sich geladen. Jetzt aber haben sie mich sowohl gesehen als auch gehasst, sowohl mich als auch meinen Vater. Es soll jedoch so sein, damit sich die Prophezeiung (λογος) erfüllt, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: “Sie haben mich umsonst/ grundlos gehasst.” Wenn aber der Ratgeber gekommen ist, den ich vom Vater zu euch senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, wird jener Zeugnis über mich ablegen. Und auch ihr bezeugt, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr nicht zur Sünde verleitet werdet/ euch ärgert. Von der Versammlung werden sie euch ausschließen, aber es kommt die Stunde, in der alle, die euch umbringen, glauben, Gott damit einen Gefallen zu tun. Dies werden sie euch antun, weil sie weder meinen Vater noch mich erkennen. Ich habe es jedoch zu euch gesagt, damit, sobald die Stunde gekommen ist, ihr euch daran erinnert, dass ich es zu euch gesagt habe. Nicht von Anfang an habe ich euch dies gesagt, weil ich bei euch war. Jetzt aber gehe ich zu demjenigen, der mich gesandt hat und keiner von euch fragt mich: „Wo gehen Sie hin?“, sondern Trauer erfüllt eure Herzen, weil ich euch dies gesagt habe. Ich sage euch jedoch die Wahrheit: Es ist besser für euch, dass ich fortgehe. Wenn ich nämlich nicht fortginge, käme der Ratgeber nicht zu euch. Wenn ich jedoch fortgegangen bin, werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er angekommen ist, wird er die Welt tadeln in Bezug auf die Sünde, in Bezug auf die Gerechtigkeit und in Bezug auf die Verurteilung. Einerseits in Bezug auf die Sünde, weil sie nicht an mich geglaubt haben. Andererseits in Bezug auf die Gerechtigkeit, weil ich zu meinem Vater gehe, und ihr mich nicht mehr sehen werdet. In Bezug auf die Verurteilung jedoch, weil der Herrscher dieser Welt verurteilt ist. Noch vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht verkraften. Sobald jener jedoch gekommen ist, der Geist der Wahrheit, wird er euch in alle Wahrheit führen. Er wird nämlich nicht aus freien Stücken reden, sondern das sagen, was er gehört hat, und er wird euch die zukünftigen Dinge verkünden. Jener wird mich rühmen (δοξασει), weil er von mir empfangen hat und an euch verkünden wird. Alles, was der Vater hat, gehört mir. Deshalb sagte ich, dass er von mir empfangen hat und an euch verkünden wird. Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wiederum kurze Zeit später seht ihr mich [wieder], weil ich zum Vater gehe.“

Εἶπαν οὖν ἐκ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ πρὸς ἀλλήλους Τί ἐστιν τοῦτο ὃ λέγει ἡμῖν Μικρὸν καὶ οὐ θεωρεῖτέ με, καὶ πάλιν μικρὸν καὶ ὄψεσθέ με; καί Ὅτι ὑπάγω πρὸς τὸν Πατέρα;ἔλεγον οὖν Τοῦτο τί ἐστιν ὃ λέγει τὸ μικρόν; οὐκ οἴδαμεν τί λαλεῖ.ἔγνω Ἰησοῦς ὅτι ἤθελον αὐτὸν ἐρωτᾶν, καὶ εἶπεν αὐτοῖς Περὶ τούτου ζητεῖτε μετ’ ἀλλήλων ὅτι εἶπον Μικρὸν καὶ οὐ θεωρεῖτέ με, καὶ πάλιν μικρὸν καὶ ὄψεσθέ με;ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν ὅτι κλαύσετε καὶ θρηνήσετε ὑμεῖς, ὁ δὲ κόσμος χαρήσεται· ὑμεῖς λυπηθήσεσθε, ἀλλ’ ἡ λύπη ὑμῶν εἰς χαρὰν γενήσεται.ἡ γυνὴ ὅταν τίκτῃ λύπην ἔχει, ὅτι ἦλθεν ἡ ὥρα αὐτῆς· ὅταν δὲ γεννήσῃ τὸ παιδίον, οὐκέτι μνημονεύει τῆς θλίψεως διὰ τὴν χαρὰν ὅτι ἐγεννήθη ἄνθρωπος εἰς τὸν κόσμον.καὶ ὑμεῖς οὖν νῦν μὲν λύπην ἔχετε· πάλιν δὲ ὄψομαι ὑμᾶς, καὶ χαρήσεται ὑμῶν ἡ καρδία, καὶ τὴν χαρὰν ὑμῶν οὐδεὶς αἴρει ἀφ’ ὑμῶν.καὶ ἐν ἐκείνῃ τῇ ἡμέρᾳ ἐμὲ οὐκ ἐρωτήσετε οὐδέν. ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, ἄν τι αἰτήσητε τὸν Πατέρα δώσει ὑμῖν ἐν τῷ ὀνόματί μου.ἕως ἄρτι οὐκ ᾐτήσατε οὐδὲν ἐν τῷ ὀνόματί μου· αἰτεῖτε, καὶ λήμψεσθε, ἵνα ἡ χαρὰ ὑμῶν ᾖ πεπληρωμένη.Ταῦτα ἐν παροιμίαις λελάληκα ὑμῖν· ἔρχεται ὥρα ὅτε οὐκέτι ἐν παροιμίαις λαλήσω ὑμῖν, ἀλλὰ παρρησίᾳ περὶ τοῦ Πατρὸς ἀπαγγελῶ ὑμῖν.ἐν ἐκείνῃ τῇ ἡμέρᾳ ἐν τῷ ὀνόματί μου αἰτήσεσθε, καὶ οὐ λέγω ὑμῖν ὅτι ἐγὼ ἐρωτήσω τὸν Πατέρα περὶ ὑμῶν·αὐτὸς γὰρ ὁ Πατὴρ φιλεῖ ὑμᾶς, ὅτι ὑμεῖς ἐμὲ πεφιλήκατε καὶ πεπιστεύκατε ὅτι ἐγὼ παρὰ τοῦ Θεοῦ ἐξῆλθον.ἐξῆλθον ἐκ τοῦ Πατρὸς καὶ ἐλήλυθα εἰς τὸν κόσμον· πάλιν ἀφίημι τὸν κόσμον καὶ πορεύομαι πρὸς τὸν Πατέρα.Λέγουσιν οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ Ἴδε νῦν ἐν παρρησίᾳ λαλεῖς, καὶ παροιμίαν οὐδεμίαν λέγεις.νῦν οἴδαμεν ὅτι οἶδας πάντα καὶ οὐ χρείαν ἔχεις ἵνα τίς σε ἐρωτᾷ· ἐν τούτῳ πιστεύομεν ὅτι ἀπὸ Θεοῦ ἐξῆλθες.ἀπεκρίθη αὐτοῖς Ἰησοῦς Ἄρτι πιστεύετε;ἰδοὺ ἔρχεται ὥρα καὶ ἐλήλυθεν ἵνα σκορπισθῆτε ἕκαστος εἰς τὰ ἴδια κἀμὲ μόνον ἀφῆτε· καὶ οὐκ εἰμὶ μόνος, ὅτι ὁ Πατὴρ μετ’ ἐμοῦ ἐστιν.ταῦτα λελάληκα ὑμῖν ἵνα ἐν ἐμοὶ εἰρήνην ἔχητε. ἐν τῷ κόσμῳ θλῖψιν ἔχετε· ἀλλὰ θαρσεῖτε, ἐγὼ νενίκηκα τὸν κόσμον.

Da sagten seine Schüler zueinander: „Wie ist das zu verstehen, was er uns gesagt hat: „Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wiederum kurze Zeit später seht ihr mich [wieder]?“ und: „Ich gehe zum Vater.“ Sie sagten also: „Was bedeutet das, was er gesagt hat: „Kurze Zeit.“ Wir verstehen nicht, was er sagt.“ Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und er sagte zu ihnen: „Deshalb zankt (ζητειτε) ihr miteinander, weil ich sagte: „Kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wiederum kurze Zeit später seht ihr mich [wieder].“ Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen. Ihr werdet Schmerz empfinden, aber eure Schmerzen werden sich in Freude verwandeln. Die Frau hat Schmerzen, wenn sie gebiert, weil ihre Stunde gekommen ist. Nachdem jedoch das Kind geboren wurde, erinnert sie sich nicht länger an die Schmerzen wegen der Freude, dass ein Mensch in die Welt gekommen ist. Auch ihr habt nun zwar einerseits Schmerzen, andererseits werde ich euch wieder sehen und euer Herz wird sich erfreuen und niemand wird euch eure Freude nehmen. An jenem Tag werdet ihr mir keine Fragen stellen. Es ist gewiss wahr, [was] ich euch sage: Egal, worum ihr den Vater in meinem Namen bitten werdet, er wird es euch geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet und ihr werdet [es] empfangen, damit eure Freude zur Fülle gelangt. Dies habe ich euch als Gleichnis erzählt, es kommt jedoch die Stunde, in der ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch sprechen werde, sondern euch in aller Offenheit den Vater verkünden werde. An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten. Ich sage nicht zu euch, dass ich den Vater für euch bitten werde, denn der Vater selbst mag euch, weil ihr mich gemocht habt und geglaubt habt, dass ich vom Vater gekommen bin. Vom Vater bin ich weggegangen und in die Welt gekommen, umgekehrt verlasse ich die Welt und gehe zum Vater [zurück].“ Seine Schüler sagten zu ihm: „Sehen Sie, jetzt reden Sie offen mit uns und erzählen uns keine Gleichnisse mehr. Jetzt wissen wir, dass Sie alles wissen, und dass Sie niemanden brauchen, der sie fragt. Daher glauben wir, dass Sie von Gott gekommen sind.“ Jesus antwortete ihnen: „Jetzt glaubt ihr? Seht doch, es kommt die Stunde, und jetzt ist sie gekommen, in der ihr zerstreut werdet, ein jeder an seinen eigenen Ort, und ihr mich allein lasst. Doch bin ich nicht allein, weil der Vater bei mir ist. Dies habe ich euch erzählt, damit ihr meinen Frieden habt. In der Welt habt ihr Schmerzen/Bedrängnis. Aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.“

Ταῦτα ἐλάλησεν Ἰησοῦς, καὶ ἐπάρας τοὺς ὀφθαλμοὺς αὐτοῦ εἰς τὸν οὐρανὸν εἶπεν Πάτερ, ἐλήλυθεν ἡ ὥρα· δόξασόν σου τὸν Υἱόν, ἵνα ὁ Υἱὸς δοξάσῃ σέ,καθὼς ἔδωκας αὐτῷ ἐξουσίαν πάσης σαρκός, ἵνα πᾶν ὃ δέδωκας αὐτῷ δώσῃ αὐτοῖς ζωὴν αἰώνιον.αὕτη δέ ἐστιν ἡ αἰώνιος ζωὴ, ἵνα γινώσκωσιν σὲ τὸν μόνον ἀληθινὸν Θεὸν καὶ ὃν ἀπέστειλας Ἰησοῦν Χριστόν.ἐγώ σε ἐδόξασα ἐπὶ τῆς γῆς, τὸ ἔργον τελειώσας ὃ δέδωκάς μοι ἵνα ποιήσω·καὶ νῦν δόξασόν με σύ, Πάτερ, παρὰ σεαυτῷ τῇ δόξῃ ᾗ εἶχον πρὸ τοῦ τὸν κόσμον εἶναι παρὰ σοί.Ἐφανέρωσά σου τὸ ὄνομα τοῖς ἀνθρώποις οὓς ἔδωκάς μοι ἐκ τοῦ κόσμου. σοὶ ἦσαν κἀμοὶ αὐτοὺς ἔδωκας, καὶ τὸν λόγον σου τετήρηκαν.νῦν ἔγνωκαν ὅτι πάντα ὅσα δέδωκάς μοι παρὰ σοῦ εἰσιν·ὅτι τὰ ῥήματα ἃ ἔδωκάς μοι δέδωκα αὐτοῖς, καὶ αὐτοὶ ἔλαβον, καὶ ἔγνωσαν ἀληθῶς ὅτι παρὰ σοῦ ἐξῆλθον, καὶ ἐπίστευσαν ὅτι σύ με ἀπέστειλας.Ἐγὼ περὶ αὐτῶν ἐρωτῶ· οὐ περὶ τοῦ κόσμου ἐρωτῶ, ἀλλὰ περὶ ὧν δέδωκάς μοι, ὅτι σοί εἰσιν,καὶ τὰ ἐμὰ πάντα σά ἐστιν καὶ τὰ σὰ ἐμά, καὶ δεδόξασμαι ἐν αὐτοῖς.καὶ οὐκέτι εἰμὶ ἐν τῷ κόσμῳ, καὶ αὐτοὶ ἐν τῷ κόσμῳ εἰσίν, κἀγὼ πρὸς σὲ ἔρχομαι. Πάτερ ἅγιε, τήρησον αὐτοὺς ἐν τῷ ὀνόματί σου ᾧ δέδωκάς μοι, ἵνα ὦσιν ἓν καθὼς ἡμεῖς.ὅτε ἤμην μετ’ αὐτῶν, ἐγὼ ἐτήρουν αὐτοὺς ἐν τῷ ὀνόματί σου ᾧ δέδωκάς μοι, καὶ ἐφύλαξα, καὶ οὐδεὶς ἐξ αὐτῶν ἀπώλετο εἰ μὴ ὁ υἱὸς τῆς ἀπωλείας, ἵνα ἡ γραφὴ πληρωθῇ.νῦν δὲ πρὸς σὲ ἔρχομαι, καὶ ταῦτα λαλῶ ἐν τῷ κόσμῳ ἵνα ἔχωσιν τὴν χαρὰν τὴν ἐμὴν πεπληρωμένην ἐν ἑαυτοῖς.ἐγὼ δέδωκα αὐτοῖς τὸν λόγον σου, καὶ ὁ κόσμος ἐμίσησεν αὐτούς, ὅτι οὐκ εἰσὶν ἐκ τοῦ κόσμου καθὼς ἐγὼ οὐκ εἰμὶ ἐκ τοῦ κόσμου.οὐκ ἐρωτῶ ἵνα ἄρῃς αὐτοὺς ἐκ τοῦ κόσμου, ἀλλ’ ἵνα τηρήσῃς αὐτοὺς ἐκ τοῦ πονηροῦ.ἐκ τοῦ κόσμου οὐκ εἰσὶν καθὼς ἐγὼ οὐκ εἰμὶ ἐκ τοῦ κόσμου.ἁγίασον αὐτοὺς ἐν τῇ ἀληθείᾳ· ὁ λόγος ὁ σὸς ἀλήθειά ἐστιν.καθὼς ἐμὲ ἀπέστειλας εἰς τὸν κόσμον, κἀγὼ ἀπέστειλα αὐτοὺς εἰς τὸν κόσμον·καὶ ὑπὲρ αὐτῶν ἐγὼ ἁγιάζω ἐμαυτόν, ἵνα ὦσιν καὶ αὐτοὶ ἡγιασμένοι ἐν ἀληθείᾳ.Οὐ περὶ τούτων δὲ ἐρωτῶ μόνον, ἀλλὰ καὶ περὶ τῶν πιστευόντων διὰ τοῦ λόγου αὐτῶν εἰς ἐμέ,ἵνα πάντες ἓν ὦσιν, καθὼς σύ, Πατήρ, ἐν ἐμοὶ κἀγὼ ἐν σοί, ἵνα καὶ αὐτοὶ ἐν ἡμῖν ὦσιν, ἵνα ὁ κόσμος πιστεύῃ ὅτι σύ με ἀπέστειλας.κἀγὼ τὴν δόξαν ἣν δέδωκάς μοι δέδωκα αὐτοῖς, ἵνα ὦσιν ἓν καθὼς ἡμεῖς ἕν·ἐγὼ ἐν αὐτοῖς καὶ σὺ ἐν ἐμοί, ἵνα ὦσιν τετελειωμένοι εἰς ἕν, ἵνα γινώσκῃ ὁ κόσμος ὅτι σύ με ἀπέστειλας καὶ ἠγάπησας αὐτοὺς καθὼς ἐμὲ ἠγάπησας.Πατήρ, ὃ δέδωκάς μοι, θέλω ἵνα ὅπου εἰμὶ ἐγὼ κἀκεῖνοι ὦσιν μετ’ ἐμοῦ, ἵνα θεωρῶσιν τὴν δόξαν τὴν ἐμὴν, ἣν δέδωκάς μοι ὅτι ἠγάπησάς με πρὸ καταβολῆς κόσμου.Πατὴρ δίκαιε, καὶ ὁ κόσμος σε οὐκ ἔγνω, ἐγὼ δέ σε ἔγνων, καὶ οὗτοι ἔγνωσαν ὅτι σύ με ἀπέστειλας·καὶ ἐγνώρισα αὐτοῖς τὸ ὄνομά σου καὶ γνωρίσω, ἵνα ἡ ἀγάπη ἣν ἠγάπησάς με ἐν αὐτοῖς ᾖ κἀγὼ ἐν αὐτοῖς.

Jesus redete [von] diesen [Dingen], richtete seine Augen nach oben zum Himmel und sagte: „Vater, die Stunde ist gekommen. Rühme (δοξασον) deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich rühme (δοξαση), auf die gleiche Weise wie du ihm Macht über alles Fleisch gegeben hast, damit er all denen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe. Dies ist das ewige Leben: Dass man dich erkennt, den einzig wahren Gott, und denjenigen, den du gesandt hast, den gesalbten Jesus. Ich habe dich auf der Erde gerühmt (εδοξασα), indem ich die Taten vollendet habe, die du mir zu tun aufgetragen hast. Rühme (δοξασον) du jetzt mich, Vater, nach deinem Urteil (παρα σεαυτω, in geistiger Beziehung) mit der Herrlichkeit (δοξη), die ich hatte, bevor die Welt bei dir war. Zeige (εφανερωσα, sichtbar machen) den Menschen, die du mir aus der Welt heraus gegeben hast, deinen Namen. Dir haben sie gehört, mir hast du sie gegeben und deine Gebote haben sie gehalten. Nun haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist, [und] dass ich die Worte, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben habe. Sie haben es aufgenommen und wirklich erkannt, dass ich von dir gekommen bin, und sie haben geglaubt, dass du mich gesandt hast. Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern für diejenigen, die du mir gegeben hast, weil sie dir gehören. Alles, was mir gehört, gehört dir, und was dir gehört, gehört mir. Durch sie werde ich gerühmt (δεδοξασμαι). Ich bin nicht mehr in der Welt, doch sie sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie, die du mir gegeben hast, in deinem Namen, damit sie eins sind, wie auch wir [es sind]. Als ich bei ihnen in der Welt war, habe ich sie in deinem Namen bewahrt. Diejenigen, die du mir gegeben hast, habe ich bewacht, und keiner von ihnen ist zugrunde gegangen außer dem Sohn des Verderbens, so dass sich die Schrift erfüllt hat. Doch jetzt komme ich zu dir. Dies sage ich in der Welt, damit meine Freude in ihnen zur Fülle gelangt. Ich gab ihnen deine Worte, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, so wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht darum, dass du sie aus der Welt heraus emporziehst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst. Von der Welt sind sie nicht, so wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie durch deine Wahrheit. Deine Worte sind die Wahrheit. So wie du mich in die Welt gesandt hast, sende auch ich sie in die Welt und um ihretwillen heilige ich mich, damit auch sie durch die Wahrheit geheiligt sind. Nicht nur für diese allein bitte ich, sondern auch für diejenigen, die durch ihre Worte an mich glauben, damit sie alle eins sind, ebenso wie du in mir bist und ich in dir bin, damit auch sie in uns eins sind, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Die Herrlichkeit (δοξαν), die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins sind, wie auch wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, damit sie zur Einheit vollendet werden und damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt und sie so geliebt hast, wie du mich geliebt hast. Vater, ich möchte, dass diejenigen, die du mir gegeben hast bei mir sind, an demselben Ort wie ich, dass sie meine Herrlichkeit (δοξαν) sehen, die du mir gegeben hast, [und dass sie sehen,] dass du mich vor [der]  Erschaffung (καταβολης) der Welt geliebt hast. Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich jedoch habe dich erkannt, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Ich habe ihnen deinen Namen zu erkennen gegeben und ich werde ihn zukünftig zu erkennen geben, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und ich in ihnen bin.“

Ταῦτα εἰπὼν Ἰησοῦς ἐξῆλθεν σὺν τοῖς μαθηταῖς αὐτοῦ πέραν τοῦ χειμάρρου τῶν Κέδρων, ὅπου ἦν κῆπος, εἰς ὃν εἰσῆλθεν αὐτὸς καὶ οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ.ᾔδει δὲ καὶ Ἰούδας ὁ παραδιδοὺς αὐτὸν τὸν τόπον, ὅτι πολλάκις συνήχθη Ἰησοῦς ἐκεῖ μετὰ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ.ὁ οὖν Ἰούδας λαβὼν τὴν σπεῖραν καὶ ἐκ τῶν ἀρχιερέων καὶ ἐκ τῶν Φαρισαίων ὑπηρέτας ἔρχεται ἐκεῖ μετὰ φανῶν καὶ λαμπάδων καὶ ὅπλων.Ἰησοῦς οὖν εἰδὼς πάντα τὰ ἐρχόμενα ἐπ’ αὐτὸν ἐξῆλθεν καὶ λέγει αὐτοῖς Τίνα ζητεῖτε;ἀπεκρίθησαν αὐτῷ Ἰησοῦν τὸν Ναζωραῖον. λέγει αὐτοῖς Ἐγώ εἰμι. εἱστήκει δὲ καὶ Ἰούδας ὁ παραδιδοὺς αὐτὸν μετ’ αὐτῶν.ὡς οὖν εἶπεν αὐτοῖς Ἐγώ εἰμι, ἀπῆλθαν εἰς τὰ ὀπίσω καὶ ἔπεσαν χαμαί.πάλιν οὖν ἐπηρώτησεν αὐτούς Τίνα ζητεῖτε; οἱ δὲ εἶπαν Ἰησοῦν τὸν Ναζωραῖον.ἀπεκρίθη Ἰησοῦς Εἶπον ὑμῖν ὅτι ἐγώ εἰμι· εἰ οὖν ἐμὲ ζητεῖτε, ἄφετε τούτους ὑπάγειν·ἵνα πληρωθῇ ὁ λόγος ὃν εἶπεν, ὅτι Οὓς δέδωκάς μοι, οὐκ ἀπώλεσα ἐξ αὐτῶν οὐδένα.Σίμων οὖν Πέτρος ἔχων μάχαιραν εἵλκυσεν αὐτὴν καὶ ἔπαισεν τὸν τοῦ ἀρχιερέως δοῦλον καὶ ἀπέκοψεν αὐτοῦ τὸ ὠτάριον τὸ δεξιόν. ἦν δὲ ὄνομα τῷ δούλῳ Μάλχος.εἶπεν οὖν ὁ Ἰησοῦς τῷ Πέτρῳ Βάλε τὴν μάχαιραν εἰς τὴν θήκην· τὸ ποτήριον ὃ δέδωκέν μοι ὁ Πατήρ, οὐ μὴ πίω αὐτό;Ἡ οὖν σπεῖρα καὶ ὁ χιλίαρχος καὶ οἱ ὑπηρέται τῶν Ἰουδαίων συνέλαβον τὸν Ἰησοῦν καὶ ἔδησαν αὐτὸν,καὶ ἤγαγον πρὸς Ἅνναν πρῶτον· ἦν γὰρ πενθερὸς τοῦ Καϊάφα, ὃς ἦν ἀρχιερεὺς τοῦ ἐνιαυτοῦ ἐκείνου·ἦν δὲ Καϊάφας ὁ συμβουλεύσας τοῖς Ἰουδαίοις ὅτι συμφέρει ἕνα ἄνθρωπον ἀποθανεῖν ὑπὲρ τοῦ λαοῦ.Ἠκολούθει δὲ τῷ Ἰησοῦ Σίμων Πέτρος καὶ ἄλλος μαθητής. ὁ δὲ μαθητὴς ἐκεῖνος ἦν γνωστὸς τῷ ἀρχιερεῖ, καὶ συνεισῆλθεν τῷ Ἰησοῦ εἰς τὴν αὐλὴν τοῦ ἀρχιερέως,ὁ δὲ Πέτρος εἱστήκει πρὸς τῇ θύρᾳ ἔξω. ἐξῆλθεν οὖν ὁ μαθητὴς ὁ ἄλλος ὁ γνωστὸς τοῦ ἀρχιερέως καὶ εἶπεν τῇ θυρωρῷ, καὶ εἰσήγαγεν τὸν Πέτρον.λέγει οὖν τῷ Πέτρῳ ἡ παιδίσκη ἡ θυρωρός Μὴ καὶ σὺ ἐκ τῶν μαθητῶν εἶ τοῦ ἀνθρώπου τούτου; λέγει ἐκεῖνος Οὐκ εἰμί.εἱστήκεισαν δὲ οἱ δοῦλοι καὶ οἱ ὑπηρέται ἀνθρακιὰν πεποιηκότες, ὅτι ψῦχος ἦν, καὶ ἐθερμαίνοντο· ἦν δὲ καὶ ὁ Πέτρος μετ’ αὐτῶν ἑστὼς καὶ θερμαινόμενος.Ὁ οὖν ἀρχιερεὺς ἠρώτησεν τὸν Ἰησοῦν περὶ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ καὶ περὶ τῆς διδαχῆς αὐτοῦ.ἀπεκρίθη αὐτῷ Ἰησοῦς Ἐγὼ παρρησίᾳ λελάληκα τῷ κόσμῳ· ἐγὼ πάντοτε ἐδίδαξα ἐν συναγωγῇ καὶ ἐν τῷ ἱερῷ, ὅπου πάντες οἱ Ἰουδαῖοι συνέρχονται, καὶ ἐν κρυπτῷ ἐλάλησα οὐδέν.τί με ἐρωτᾷς; ἐρώτησον τοὺς ἀκηκοότας τί ἐλάλησα αὐτοῖς· ἴδε οὗτοι οἴδασιν ἃ εἶπον ἐγώ.ταῦτα δὲ αὐτοῦ εἰπόντος εἷς παρεστηκὼς τῶν ὑπηρετῶν ἔδωκεν ῥάπισμα τῷ Ἰησοῦ εἰπών Οὕτως ἀποκρίνῃ τῷ ἀρχιερεῖ;ἀπεκρίθη αὐτῷ Ἰησοῦς Εἰ κακῶς ἐλάλησα, μαρτύρησον περὶ τοῦ κακοῦ· εἰ δὲ καλῶς, τί με δέρεις;ἀπέστειλεν οὖν αὐτὸν ὁ Ἄννας δεδεμένον πρὸς Καϊάφαν τὸν ἀρχιερέα.Ἦν δὲ Σίμων Πέτρος ἑστὼς καὶ θερμαινόμενος. εἶπον οὖν αὐτῷ Μὴ καὶ σὺ ἐκ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ εἶ; ἠρνήσατο ἐκεῖνος καὶ εἶπεν Οὐκ εἰμί.λέγει εἷς ἐκ τῶν δούλων τοῦ ἀρχιερέως, συγγενὴς ὢν οὗ ἀπέκοψεν Πέτρος τὸ ὠτίον Οὐκ ἐγώ σε εἶδον ἐν τῷ κήπῳ μετ’ αὐτοῦ;πάλιν οὖν ἠρνήσατο Πέτρος, καὶ εὐθέως ἀλέκτωρ ἐφώνησεν.

Als Jesus dies gesagt hatte, ging er mit seinen Schülern hinaus, auf die andere Seite des Wildbachs Kedron, wo ein Garten war, in den er selbst und seine Schüler hineingingen. Auch Judas, der ihn verriet, kannte den Ort, weil sich Jesus und seine Schüler oft dort versammelten. Judas, der eine Schar von Soldaten und einige Diener der Opferpriester und Pharisäer bekommen hatte, ging mit Laternen, Fackeln und Kriegsgerät dorthin. Als nun Jesus sah, was da alles auf ihn zukam, ging er hinaus und sagte zu ihnen: „Wen sucht ihr?” Sie antworteten ihm: „Jesus, den Nazoräer.” Jesus sagte zu ihnen: „Ich bin es.” Auch Judas, der ihn verraten hatte, stand bei ihnen. Als er nun zu ihnen sagte: „Ich bin es”, zogen sie sich zurück und fielen zu Boden. Da fragte er sie nochmals: „Wen sucht ihr?”, und sie sagten: „Jesus, den Nazoräer”. Jesus antwortete: „Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr also mich sucht, dann lasst diese hier gehen”, so dass sich die Worte, die er ausgesprochen hatte, erfüllten, [nämlich]: „Von denen, die du mir gegeben hast, ist nicht ein einziger verloren gegangen.” Da zog Simon Petrus sein Schwert, schlug auf den Diener des obersten Opferpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Name des Dieners war jedoch Malchos (μαλχος, König). Da sagte Jesus zu Petrus: „Stecke dein Schwert in die Scheide. Den Becher, den mir der Vater gegeben hat, werde ich gewiss nicht austrinken (ου μη + Konjunktiv Aorist).” Da nahmen die Soldaten, der Kriegstribun (χιλιαρχος, Anführer der Tausend) und die Diener der Juden Jesus fest und fesselten ihn. Sie führten ihn ab, zuerst zu Hannas, denn dieser war der Schwiegervater des Kajaphas, des Vorstehers der Opferpriester in jenem Jahr. Kajaphas war allerdings derjenige, der die Juden dahingehend beraten hatte, dass es nützlich sei, wenn ein Mensch anstelle des Volkes zugrunde gerichtet werde. Simon Petrus und noch ein anderer Schüler folgten Jesus. Jener Schüler war jedoch dem Vorsteher der Opferpriester  bekannt, und er ging zusammen mit Jesus in die Residenz des Vorstehers der Opferpriester, Petrus stand aber draußen bei der Tür. Der andere Schüler, der dem Vorsteher der Opferpriester bekannt war, ging also hinaus, redete mit der Türsteherin und führte Petrus hinein. Da sagte das junge Mädchen, die Türsteherin, zu Petrus: „Bist nicht auch du einer der Schüler dieses Menschen?“ Jener sagte: „Ich bin es nicht.“ Die Knechte und die Diener standen bei einem Kohlefeuer, das sie gemacht hatten, weil es kalt war, und wärmten sich. Auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich. Der Vorsteher der Opferpriester befragte nun Jesus bezüglich seiner Schüler und seiner Lehre. Jesus antwortete ihm: „Ich habe in der Öffentlichkeit zur Welt gesprochen, ich habe immer in der Versammlung und in der Opferstätte gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen. Im Verborgenen habe ich gar nichts gesagt. Weshalb fragst du mich? Frage diejenigen, die gehört haben, was ich zu ihnen gesagt habe. Sieh mal, diese wissen, was ich gesagt habe.“ Als er das gesagt hatte, gab einer der Diener, die dabeistanden, Jesus Schläge, und er sagte: „Auf diese Weise antwortest du dem Vorsteher der Opferpriester?“ Jesus antwortete ihm: „Wenn ich Böses gesagt haben sollte, beweise mir, dass es böse ist. Wenn es aber richtig ist, weshalb schlägst du mich dann?“ Hannas sandte ihn gefesselt zu Kajaphas, dem Vorsteher der Opferpriester. Simon Petrus dagegen stand da und wärmte sich. Da sagten sie zu ihm: „Bist nicht auch du einer von seinen Schülern?” Jener verneinte es und sagte: „Ich bin es nicht.” Einer der Knechte des Vorstehers der Opferpriester war mit demjenigen verwandt (συγγενης, wörtl.: mitgeboren), dem Petrus das Ohr abgeschlagen hatte, [und] sagte: „Habe ich dich nicht im Garten bei ihm gesehen?” Da verneinte Petrus noch einmal und sofort krähte [ein/ der] Hahn.

Ἄγουσιν οὖν τὸν Ἰησοῦν ἀπὸ τοῦ Καϊάφα εἰς τὸ πραιτώριον· ἦν δὲ πρωΐ· καὶ αὐτοὶ οὐκ εἰσῆλθον εἰς τὸ πραιτώριον, ἵνα μὴ μιανθῶσιν ἀλλὰ φάγωσιν τὸ πάσχα.ἐξῆλθεν οὖν ὁ Πειλᾶτος ἔξω πρὸς αὐτοὺς καὶ φησίν Τίνα κατηγορίαν φέρετε τοῦ ἀνθρώπου τούτου;ἀπεκρίθησαν καὶ εἶπαν αὐτῷ Εἰ μὴ ἦν οὗτος κακὸν ποιῶν, οὐκ ἄν σοι παρεδώκαμεν αὐτόν.εἶπεν οὖν αὐτοῖς ὁ Πειλᾶτος Λάβετε αὐτὸν ὑμεῖς, καὶ κατὰ τὸν νόμον ὑμῶν κρίνατε αὐτόν. εἶπον αὐτῷ οἱ Ἰουδαῖοι Ἡμῖν οὐκ ἔξεστιν ἀποκτεῖναι οὐδένα·ἵνα ὁ λόγος τοῦ Ἰησοῦ πληρωθῇ ὃν εἶπεν σημαίνων ποίῳ θανάτῳ ἤμελλεν ἀποθνήσκειν.Εἰσῆλθεν οὖν πάλιν εἰς τὸ πραιτώριον ὁ Πειλᾶτος καὶ ἐφώνησεν τὸν Ἰησοῦν καὶ εἶπεν αὐτῷ Σὺ εἶ ὁ Βασιλεὺς τῶν Ἰουδαίων;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς Ἀφ’ ἑαυτοῦ σὺ τοῦτο λέγεις, ἢ ἄλλοι εἶπόν σοι περὶ ἐμοῦ;ἀπεκρίθη ὁ Πειλᾶτος Μήτι ἐγὼ Ἰουδαῖός εἰμι; τὸ ἔθνος τὸ σὸν καὶ οἱ ἀρχιερεῖς παρέδωκάν σε ἐμοί· τί ἐποίησας;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς· Ἡ βασιλεία ἡ ἐμὴ οὐκ ἔστιν ἐκ τοῦ κόσμου τούτου· εἰ ἐκ τοῦ κόσμου τούτου ἦν ἡ βασιλεία ἡ ἐμή, οἱ ὑπηρέται ἂν οἱ ἐμοὶ ἠγωνίζοντο, ἵνα μὴ παραδοθῶ τοῖς Ἰουδαίοις· νῦν δὲ ἡ βασιλεία ἡ ἐμὴ οὐκ ἔστιν ἐντεῦθεν.εἶπεν οὖν αὐτῷ ὁ Πειλᾶτος Οὐκοῦν βασιλεὺς εἶ σύ; ἀπεκρίθη ὁ Ἰησοῦς Σὺ λέγεις ὅτι βασιλεύς εἰμι. ἐγὼ εἰς τοῦτο γεγέννημαι καὶ εἰς τοῦτο ἐλήλυθα εἰς τὸν κόσμον, ἵνα μαρτυρήσω τῇ ἀληθείᾳ· πᾶς ὁ ὢν ἐκ τῆς ἀληθείας ἀκούει μου τῆς φωνῆς.λέγει αὐτῷ ὁ Πειλᾶτος Τί ἐστιν ἀλήθεια; Καὶ τοῦτο εἰπὼν πάλιν ἐξῆλθεν πρὸς τοὺς Ἰουδαίους, καὶ λέγει αὐτοῖς Ἐγὼ οὐδεμίαν εὑρίσκω ἐν αὐτῷ αἰτίαν.ἔστιν δὲ συνήθεια ὑμῖν ἵνα ἕνα ἀπολύσω ὑμῖν ἐν τῷ πάσχα· βούλεσθε οὖν ἀπολύσω ὑμῖν τὸν Βασιλέα τῶν Ἰουδαίων;ἐκραύγασαν οὖν πάλιν λέγοντες Μὴ τοῦτον, ἀλλὰ τὸν Βαραββᾶν. ἦν δὲ ὁ Βαραββᾶς λῃστής.Τότε οὖν ἔλαβεν ὁ Πειλᾶτος τὸν Ἰησοῦν καὶ ἐμαστίγωσεν.καὶ οἱ στρατιῶται πλέξαντες στέφανον ἐξ ἀκανθῶν ἐπέθηκαν αὐτοῦ τῇ κεφαλῇ, καὶ ἱμάτιον πορφυροῦν περιέβαλον αὐτόν,καὶ ἤρχοντο πρὸς αὐτὸν καὶ ἔλεγον Χαῖρε ὁ Βασιλεὺς τῶν Ἰουδαίων· καὶ ἐδίδοσαν αὐτῷ ῥαπίσματα.Καὶ ἐξῆλθεν πάλιν ἔξω ὁ Πειλᾶτος καὶ λέγει αὐτοῖς Ἴδε ἄγω ὑμῖν αὐτὸν ἔξω, ἵνα γνῶτε ὅτι οὐδεμίαν αἰτίαν εὑρίσκω ἐν αὐτῷ.ἐξῆλθεν οὖν ὁ Ἰησοῦς ἔξω, φορῶν τὸν ἀκάνθινον στέφανον καὶ τὸ πορφυροῦν ἱμάτιον. καὶ λέγει αὐτοῖς Ἰδοὺ ὁ ἄνθρωπος.ὅτε οὖν εἶδον αὐτὸν οἱ ἀρχιερεῖς καὶ οἱ ὑπηρέται, ἐκραύγασαν λέγοντες Σταύρωσον σταύρωσον. λέγει αὐτοῖς ὁ Πειλᾶτος Λάβετε αὐτὸν ὑμεῖς καὶ σταυρώσατε· ἐγὼ γὰρ οὐχ εὑρίσκω ἐν αὐτῷ αἰτίαν.ἀπεκρίθησαν αὐτῷ οἱ Ἰουδαῖοι Ἡμεῖς νόμον ἔχομεν, καὶ κατὰ τὸν νόμον ὀφείλει ἀποθανεῖν, ὅτι Υἱὸν Θεοῦ ἑαυτὸν ἐποίησεν.Ὅτε οὖν ἤκουσεν ὁ Πειλᾶτος τοῦτον τὸν λόγον, μᾶλλον ἐφοβήθη,καὶ εἰσῆλθεν εἰς τὸ πραιτώριον πάλιν καὶ λέγει τῷ Ἰησοῦ Πόθεν εἶ σύ; ὁ δὲ Ἰησοῦς ἀπόκρισιν οὐκ ἔδωκεν αὐτῷ.λέγει οὖν αὐτῷ ὁ Πειλᾶτος Ἐμοὶ οὐ λαλεῖς; οὐκ οἶδας ὅτι ἐξουσίαν ἔχω ἀπολῦσαί σε καὶ ἐξουσίαν ἔχω σταυρῶσαί σε;ἀπεκρίθη Ἰησοῦς Οὐκ εἶχες ἐξουσίαν κατ’ ἐμοῦ οὐδεμίαν εἰ μὴ ἦν δεδομένον σοι ἄνωθεν· διὰ τοῦτο ὁ παραδούς μέ σοι μείζονα ἁμαρτίαν ἔχει.ἐκ τούτου ὁ Πειλᾶτος ἐζήτει ἀπολῦσαι αὐτόν· οἱ δὲ Ἰουδαῖοι ἐκραύγασαν λέγοντες Ἐὰν τοῦτον ἀπολύσῃς, οὐκ εἶ φίλος τοῦ Καίσαρος· πᾶς ὁ βασιλέα ἑαυτὸν ποιῶν ἀντιλέγει τῷ Καίσαρι.Ὁ οὖν Πειλᾶτος ἀκούσας τῶν λόγων τούτων ἤγαγεν ἔξω τὸν Ἰησοῦν, καὶ ἐκάθισεν ἐπὶ βήματος εἰς τόπον λεγόμενον Λιθόστρωτον, Ἑβραϊστὶ δὲ Γαββαθα.ἦν δὲ Παρασκευὴ τοῦ πάσχα, ὥρα ἦν ὡς ἕκτη· καὶ λέγει τοῖς Ἰουδαίοις Ἴδε ὁ Βασιλεὺς ὑμῶν.ἐκραύγασαν οὖν ἐκεῖνοι Ἆρον ἆρον, σταύρωσον αὐτόν. λέγει αὐτοῖς ὁ Πειλᾶτος Τὸν Βασιλέα ὑμῶν σταυρώσω; ἀπεκρίθησαν οἱ ἀρχιερεῖς Οὐκ ἔχομεν βασιλέα εἰ μὴ Καίσαρα.τότε οὖν παρέδωκεν αὐτὸν αὐτοῖς ἵνα σταυρωθῇ. Παρέλαβον οὖν τὸν Ἰησοῦν·καὶ βαστάζων ἑαυτῷ τὸν σταυρὸν ἐξῆλθεν εἰς τὸν λεγόμενον Κρανίου τόπον, ὃ λέγεται Ἑβραϊστὶ Γολγοθᾶ,ὅπου αὐτὸν ἐσταύρωσαν, καὶ μετ’ αὐτοῦ ἄλλους δύο ἐντεῦθεν καὶ ἐντεῦθεν, μέσον δὲ τὸν Ἰησοῦν.ἔγραψεν δὲ καὶ τίτλον ὁ Πειλᾶτος καὶ ἔθηκεν ἐπὶ τοῦ σταυροῦ· ἦν δὲ γεγραμμένον ΙΗΣΟΥΣ Ο ΝΑΖΩΡΑΙΟΣ Ο ΒΑΣΙΛΕΥΣ ΤΩΝ ΙΟΥΔΑΙΩΝ.τοῦτον οὖν τὸν τίτλον πολλοὶ ἀνέγνωσαν τῶν Ἰουδαίων, ὅτι ἐγγὺς ἦν ὁ τόπος τῆς πόλεως ὅπου ἐσταυρώθη ὁ Ἰησοῦς· καὶ ἦν γεγραμμένον Ἑβραϊστί, Ῥωμαϊστί, Ἑλληνιστί.ἔλεγον οὖν τῷ Πειλάτῳ οἱ ἀρχιερεῖς τῶν Ἰουδαίων Μὴ γράφε Ὁ Βασιλεὺς τῶν Ἰουδαίων, ἀλλ’ ὅτι ἐκεῖνος εἶπεν Βασιλεύς εἰμι τῶν Ἰουδαίων.ἀπεκρίθη ὁ Πειλᾶτος Ὃ γέγραφα, γέγραφα.Οἱ οὖν στρατιῶται, ὅτε ἐσταύρωσαν τὸν Ἰησοῦν, ἔλαβον τὰ ἱμάτια αὐτοῦ καὶ ἐποίησαν τέσσερα μέρη, ἑκάστῳ στρατιώτῃ μέρος, καὶ τὸν χιτῶνα. ἦν δὲ ὁ χιτὼν ἄραφος, ἐκ τῶν ἄνωθεν ὑφαντὸς δι’ ὅλου.εἶπαν οὖν πρὸς ἀλλήλους Μὴ σχίσωμεν αὐτόν, ἀλλὰ λάχωμεν περὶ αὐτοῦ τίνος ἔσται· ἵνα ἡ γραφὴ πληρωθῇ Διεμερίσαντο τὰ ἱμάτιά μου ἑαυτοῖς καὶ ἐπὶ τὸν ἱματισμόν μου ἔβαλον κλῆρον. Οἱ μὲν οὖν στρατιῶται ταῦτα ἐποίησαν.εἱστήκεισαν δὲ παρὰ τῷ σταυρῷ τοῦ Ἰησοῦ ἡ μήτηρ αὐτοῦ καὶ ἡ ἀδελφὴ τῆς μητρὸς αὐτοῦ, Μαρία ἡ τοῦ Κλωπᾶ καὶ Μαρία ἡ Μαγδαληνή.Ἰησοῦς οὖν ἰδὼν τὴν μητέρα καὶ τὸν μαθητὴν παρεστῶτα ὃν ἠγάπα, λέγει τῇ μητρί Γύναι, ἴδε ὁ υἱός σου.εἶτα λέγει τῷ μαθητῇ Ἴδε ἡ μήτηρ σου. καὶ ἀπ’ ἐκείνης τῆς ὥρας ἔλαβεν ὁ μαθητὴς αὐτὴν εἰς τὰ ἴδια.Μετὰ τοῦτο εἰδὼς ὁ Ἰησοῦς ὅτι ἤδη πάντα τετέλεσται, ἵνα τελειωθῇ ἡ γραφὴ, λέγει Διψῶ.σκεῦος ἔκειτο ὄξους μεστόν· σπόγγον οὖν μεστὸν τοῦ ὄξους ὑσσώπῳ περιθέντες προσήνεγκαν αὐτοῦ τῷ στόματι.ὅτε οὖν ἔλαβεν τὸ ὄξος ὁ Ἰησοῦς εἶπεν Τετέλεσται, καὶ κλίνας τὴν κεφαλὴν παρέδωκεν τὸ πνεῦμα.Οἱ οὖν Ἰουδαῖοι, ἐπεὶ Παρασκευὴ ἦν, ἵνα μὴ μείνῃ ἐπὶ τοῦ σταυροῦ τὰ σώματα ἐν τῷ σαββάτῳ, ἦν γὰρ μεγάλη ἡ ἡμέρα ἐκείνου τοῦ σαββάτου, ἠρώτησαν τὸν Πειλᾶτον ἵνα κατεαγῶσιν αὐτῶν τὰ σκέλη καὶ ἀρθῶσιν.ἦλθον οὖν οἱ στρατιῶται, καὶ τοῦ μὲν πρώτου κατέαξαν τὰ σκέλη καὶ τοῦ ἄλλου τοῦ συνσταυρωθέντος αὐτῷ·ἐπὶ δὲ τὸν Ἰησοῦν ἐλθόντες, ὡς εἶδον ἤδη αὐτὸν τεθνηκότα, οὐ κατέαξαν αὐτοῦ τὰ σκέλη,ἀλλ’ εἷς τῶν στρατιωτῶν λόγχῃ αὐτοῦ τὴν πλευρὰν ἔνυξεν, καὶ ἐξῆλθεν εὐθὺς αἷμα καὶ ὕδωρ.καὶ ὁ ἑωρακὼς μεμαρτύρηκεν, καὶ ἀληθινὴ αὐτοῦ ἐστιν ἡ μαρτυρία, καὶ ἐκεῖνος οἶδεν ὅτι ἀληθῆ λέγει, ἵνα καὶ ὑμεῖς πιστεύητε.ἐγένετο γὰρ ταῦτα ἵνα ἡ γραφὴ πληρωθῇ Ὀστοῦν οὐ συντριβήσεται αὐτοῦ.καὶ πάλιν ἑτέρα γραφὴ λέγει Ὄψονται εἰς ὃν ἐξεκέντησαν.

Dann führten sie Jesus weg von Kajaphas hin zum Palast. Es war am Morgen und sie kamen nicht mit in den Palast hinein, damit sie nicht verunreinigt wurden, sondern das [Lamm des] Passah essen konnten. Da kam Pilatus zu ihnen heraus und sagte: „Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen?” Sie antworteten ihm: „Wenn er nichts Böses getan hätte, hätten wir ihn nicht an Sie ausgeliefert.” Da sagte Pilatus zu ihnen: „Nehmt ihr ihn [in Gewahrsam] und richtet ihn nach eurem Gesetz.” Da sagten die Juden zu ihm: „Uns ist es nicht erlaubt, jemanden hinzurichten”, so dass sich die Worte Jesu erfüllten, die er aussprach, um anzudeuten, zu welchem Tod er bestimmt sei. Daraufhin ging Pilatus wieder in den Palast hinein, rief nach Jesus und sagte zu ihm: „Sie sind [also] der König der Juden?” Jesus antwortete ihm: „Sagen Sie dies aus eigenem Antrieb oder haben andere Ihnen von mir erzählt?” Pilatus antwortete: „Bin ich etwa ein Jude? Ihr Volk und die Vorsteher der Opferpriester haben Sie an mich ausgeliefert. Was haben Sie getan?” Jesus antwortete: „Mein Königreich ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, hätten meine Diener dafür gekämpft, dass ich nicht den Juden ausgeliefert werde. In der Tat: mein Königreich ist nicht von hier.” Da sagte Pilatus zu ihm: „Dann sind Sie also ein König?” Jesus antwortete: “Sie behaupten/ sagen, dass ich ein König bin. Ich bin hierher hineingeboren worden und in diese Welt gekommen, damit ich die Wahrheit bezeuge. Jeder, der von der Wahrheit ist, hört meine Stimme.” Pilatus sagte zu ihm: „Was ist [schon] Wahrheit?” Als er dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen: „Ich befinde ihn für nicht schuldig. Es ist doch euer Brauch, dass ich einen von euch am [Tag des] Passah freilasse. Wünscht ihr, dass ich euch den König der Juden freilasse?” Da riefen sie wieder alle: „Nicht diesen [hier], sondern Barabbas (βαραββαν, aram.: Sohn des Vaters).“ Barabbas war ein Räuber/ Mörder. Infolgedessen nahm Pilatus Jesus und peitschte ihn aus und die Soldaten flochten eine Krone aus Dornengewächsen, setzten sie ihm auf den Kopf, legten ihm ein purpurrotes Gewand an und sagten: „Sei gegrüßt, oh König der Juden.” Und sie gaben ihm Schläge. Dann ging Pilatus wieder hinaus und sagte zu ihnen: „Seht, ich bringe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich ihn für nicht schuldig befinde.” Jesus kam also heraus, dabei trug er die Dornenkrone und das purpurrote Gewand, und er sagte zu ihnen: „Seht den Menschen an”. Als ihn nun die Vorsteher der Opferpriester und die Diener sahen, riefen sie: „Kreuzige ihn, kreuzige ihn!” Pilatus sagte zu ihnen: „Nehmt ihn und kreuzigt ihn [selbst], denn ich befinde ihn für nicht schuldig.” Die Juden antworteten ihm: „Wir haben [ein] Gesetz, und gemäß unseres Gesetzes verdient er es zu sterben, weil er sich selbst zum Sohn Gottes ernannt hat.” Als nun Pilatus diese Worte (λογον) vernahm, war er in höherem Maße alarmiert. Er ging wiederum in den Palast hinein und sagte zu Jesus: „Woher kommen Sie?” Jesus gab ihm jedoch keine Antwort. Da sagte Pilatus zu ihm: „Mit mir sprechen Sie nicht? Wissen Sie nicht, dass ich sowohl die Macht habe, Sie zu kreuzigen, als auch die Macht, Sie freizulassen?” Jesus antwortete: „Sie hätten überhaupt keine Macht über mich, wenn sie ihnen nicht von oben gegeben wäre. Deshalb hat derjenige die größere Sünde [auf sich geladen], der mich an Sie ausgeliefert hat.” Infolgedessen versuchte Pilatus, ihn freizulassen, aber die Juden riefen: „Wenn Sie diesen hier freilassen, sind Sie kein Freund des Kaisers. Jeder, der sich selbst zum König ernennt, stellt sich gegen den Kaiser.” Als Pilatus diese Worte/Logik (λογον) vernommen hatte, führte er Jesus hinein und setzte sich auf den Richterstuhl, an den Ort, der „steinbepflastert” genannt wurde, auf hebräisch jedoch Gabbatha (γαββαθα). Es war der Tag der Vorbereitung auf das [Fest des] Passah, etwa die sechste Stunde (12 Uhr mittags), und er sagte zu den Juden: „Seht euren König an!” Sie riefen jedoch: „Schaffe ihn fort, schaffe ihn fort, kreuzige ihn!” Pilatus sagte zu ihnen: „Euren König soll ich kreuzigen?” Die Vorsteher der Opferpriester antworteten: „Wir haben keinen König außer dem Kaiser.” Danach lieferte er ihn ihnen aus, um ihn zu kreuzigen. Sie nahmen ihn also in Empfang und führten ihn ab. Als er sich das Kreuz aufgeladen hatte, ging er hinaus [und begab sich] zur sogenannten Schädelstätte, die auf hebräisch Golgotha (γολγοθα) heißt, wo sie ihn kreuzigten zusammen mit zwei anderen, einen auf jeder Seite und in der Mitte Jesus. Pilatus verfasste eine Inschrift und befestigte sie an dem Kreuz. [Darauf] stand geschrieben: „Jesus, der Nazoräer, der König der Juden.” Diese Inschrift lasen gewiss viele der Juden, weil der Ort, an dem sie Jesus kreuzigten, in der Nähe der Stadt war. Und es war auf hebräisch, griechisch und römisch geschrieben. Da sagten die jüdischen Vorsteher der Opferpriester zu Pilatus: „Schreibe nicht: „Der König der Juden”, sondern: „Jener sagte: “König der Juden bin ich.”“ Pilatus antwortete: „Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.” Die Soldaten nahmen, als sie Jesus gekreuzigt hatten, seine Kleidungsstücke an sich und teilten sie in vier Teile auf, ein Anteil für jeden Soldaten, auch die Unterwäsche. Der Unterrock war jedoch ohne Naht, von oben ausgehend an einem Stück gewebt. Daher sagten sie zueinander: „Lasst ihn uns nicht aufteilen, sondern durch das Los ([, dem Willen der Götter entsprechend,]) bestimmen, wem er gehören wird”, so dass sich die Schrift erfüllte, die aussagte: „Meine Oberkleider haben sie untereinander verteilt, und um meinen Unterrock haben sie das Los geworfen”. Dies haben die Soldaten folglich getan. Bei Jesu Kreuz standen seine Mutter, die Schwester seiner Mutter, Maria, die [Frau] des Klopas und Maria, die Magdalenerin. Als Jesus nun seine Mutter sah und als der Schüler, den er lieb hatte, bei ihr stand, sagte er zu seiner Mutter: „Frau, sieh deinen Sohn an.” Dann sagte er zu dem Schüler: „Sieh deine Mutter an”, und von jener Stunde an nahm sie der Schüler bei sich auf. Danach, als Jesus sah, dass bereits alles ausgeführt war, so dass der Schrift genüge getan war, sagte er: „Ich habe Durst.” Folglich stand da ein Gefäß, das mit [billigem] Landwein/Essig gefüllt war. Nachdem sie einen Schwamm mit dem Landwein/ Essig getränkt und um einen Ysopzweig gewickelt hatten, brachten sie ihn zu seinem Mund. Als Jesus folglich den Landwein/ Essig eingenommen hatte, sagte er: „Es ist vollbracht”, und als er den Kopf zur Seite geneigt hatte, überließ (παρεδωκεν) er den Geist (πνευμα). Die Juden baten nun Pilatus darum, dass sie ihnen [,den Gekreuzigten,] die Beine brechen und sie fortschaffen mögen, damit die Körper nicht am Sabbat/Ruhetag am Kreuz blieben, denn es war der Tag der Vorbereitung [und] weil jener ein bedeutender Tag der Ruhe war. Die Soldaten kamen also und brachen dem Ersten die Beine und auch dem Anderen, der zusammen mit ihm gekreuzigt wurde, als sie hingegen zu Jesus kamen, und sahen, dass er bereits tot war, brachen sie ihm nicht die Beine, sondern einer der Soldaten stach ihm mit einem Speer/ einer Lanze in die Seite, und sofort kamen Blut und Wasser heraus. Derjenige, der es sah, hat es bezeugt und seine Zeugenaussage ist wahr, und jener weiß, dass er aufrichtig spricht, damit auch ihr glauben mögt. Denn dieses geschah, damit sich die Schrift erfüllt: „[Ein] Knochen wird ihm nicht gebrochen werden.” Und eine andere Schriftstelle sagt wiederum: „Sie werden auf den schauen, den sie angestochen haben.”

Μετὰ δὲ ταῦτα ἠρώτησεν τὸν Πειλᾶτον Ἰωσὴφ ἀπὸ Ἁριμαθαίας, ὢν μαθητὴς τοῦ Ἰησοῦ κεκρυμμένος δὲ διὰ τὸν φόβον τῶν Ἰουδαίων, ἵνα ἄρῃ τὸ σῶμα τοῦ Ἰησοῦ· καὶ ἐπέτρεψεν ὁ Πειλᾶτος. ἦλθεν οὖν καὶ ἦρεν τὸ σῶμα αὐτοῦ.ἦλθεν δὲ καὶ Νικόδημος, ὁ ἐλθὼν πρὸς αὐτὸν νυκτὸς τὸ πρῶτον, φέρων μίγμα σμύρνης καὶ ἀλόης ὡς λίτρας ἑκατόν.ἔλαβον οὖν τὸ σῶμα τοῦ Ἰησοῦ καὶ ἔδησαν αὐτὸ ὀθονίοις μετὰ τῶν ἀρωμάτων, καθὼς ἔθος ἐστὶν τοῖς Ἰουδαίοις ἐνταφιάζειν.ἦν δὲ ἐν τῷ τόπῳ ὅπου ἐσταυρώθη κῆπος, καὶ ἐν τῷ κήπῳ μνημεῖον καινόν, ἐν ᾧ οὐδέπω οὐδεὶς ἦν τεθειμένος·ἐκεῖ οὖν διὰ τὴν Παρασκευὴν τῶν Ἰουδαίων, ὅτι ἐγγὺς ἦν τὸ μνημεῖον, ἔθηκαν τὸν Ἰησοῦν.

Nach diesen [Ereignissen] bat Josef von Arimathäa (αριμαθαιας, αρι-ματαιος, sehr eitel?), ein Schüler Jesu (jedoch heimlich wegen der Angst vor den Juden) Pilatus [darum], dass er den Körper Jesu fortnehmen dürfe und Pilatus erlaubte es. Er [,Josef,] kam also und nahm den Körper Jesu fort. Es kam aber auch Nikodemus, der zuvor bei Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte eine Mixtur aus Myrrhe und Aloe mit, etwa hundert Pfund. Sie nahmen nun Jesu Körper und verbanden ihn mit Leinentüchern, zusammen mit den Aromastoffen/Gewürzen, so wie es dem Brauch der Juden zur Einbalsamierung entspricht. An dem Ort, wo sie Jesus kreuzigten, gab es einen Garten und in dem Garten war ein neues Grab, in das noch niemals irgendjemand [hinein]gelegt worden war. Dorthin legten sie also Jesus aus Rücksicht auf den Tag der Vorbereitung [auf das Fest] der Juden, weil das Grab in der Nähe war.

Τῇ δὲ μιᾷ τῶν σαββάτων Μαρία ἡ Μαγδαληνὴ ἔρχεται πρωῒ σκοτίας ἔτι οὔσης εἰς τὸ μνημεῖον, καὶ βλέπει τὸν λίθον ἠρμένον ἐκ τοῦ μνημείου.τρέχει οὖν καὶ ἔρχεται πρὸς Σίμωνα Πέτρον καὶ πρὸς τὸν ἄλλον μαθητὴν ὃν ἐφίλει ὁ Ἰησοῦς, καὶ λέγει αὐτοῖς Ἦραν τὸν Κύριον ἐκ τοῦ μνημείου, καὶ οὐκ οἴδαμεν ποῦ ἔθηκαν αὐτόν.

Am Tag nach dem Sabbat/Ruhetag kam Maria die Magdalenerin früh am morgen als die Dunkelheit noch da war zum Grab und sah (βλεπει), dass der Stein vom Grab entfernt war. Sie rannte [weg] und kam zu Simon Petrus und zu dem anderen Schüler, den Jesus mochte, und sagte zu ihnen: „Sie haben den Herrn aus dem Grab hinausgeschafft und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.”

Ἐξῆλθεν οὖν ὁ Πέτρος καὶ ὁ ἄλλος μαθητής, καὶ ἤρχοντο εἰς τὸ μνημεῖον.ἔτρεχον δὲ οἱ δύο ὁμοῦ· καὶ ὁ ἄλλος μαθητὴς προέδραμεν τάχιον τοῦ Πέτρου καὶ ἦλθεν πρῶτος εἰς τὸ μνημεῖον,καὶ παρακύψας βλέπει κείμενα τὰ ὀθόνια, οὐ μέντοι εἰσῆλθεν.ἔρχεται οὖν καὶ Σίμων Πέτρος ἀκολουθῶν αὐτῷ, καὶ εἰσῆλθεν εἰς τὸ μνημεῖον· καὶ θεωρεῖ τὰ ὀθόνια κείμενα,καὶ τὸ σουδάριον, ὃ ἦν ἐπὶ τῆς κεφαλῆς αὐτοῦ, οὐ μετὰ τῶν ὀθονίων κείμενον ἀλλὰ χωρὶς ἐντετυλιγμένον εἰς ἕνα τόπον.

Also gingen Petrus und der andere Schüler hinaus und kamen zum Grab. Die zwei rannten alle beide und der andere Schüler rannte vorneweg, schneller als Petrus, und kam als erster zum Grab. Als er hineinspähte, sah (βλεπει) er die Leinentücher daliegen, er ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus an, der ihm nachgefolgt war, ging in das Grab hinein und betrachtete (θεωρει) die daliegenden Leinentücher und das Schweißtuch, das auf seinem [,Jesu,] Kopf war. Es lag nicht bei den Leinentüchern, sondern separat zusammengefaltet an einem [anderen] Ort.

τότε οὖν εἰσῆλθεν καὶ ὁ ἄλλος μαθητὴς ὁ ἐλθὼν πρῶτος εἰς τὸ μνημεῖον, καὶ εἶδεν καὶ ἐπίστευσεν·οὐδέπω γὰρ ᾔδεισαν τὴν γραφὴν, ὅτι δεῖ αὐτὸν ἐκ νεκρῶν ἀναστῆναι.ἀπῆλθον οὖν πάλιν πρὸς αὑτοὺς οἱ μαθηταί.

Danach ging also auch der andere Schüler, der zuerst zum Grab gekommen war, hinein und er sah genau hin / erkannte (ειδεν, ὁράω, Aorist) und glaubte, denn sie hatten [bisher] noch nicht die Schrift[stelle] gekannt, [nämlich:] dass er von den Toten auferstehen muss. Also gingen die Schüler wieder nach Hause.

Μαρία δὲ εἱστήκει πρὸς τῷ μνημείῳ ἔξω κλαίουσα. ὡς οὖν ἔκλαιεν, παρέκυψεν εἰς τὸ μνημεῖον,καὶ θεωρεῖ δύο ἀγγέλους ἐν λευκοῖς καθεζομένους, ἕνα πρὸς τῇ κεφαλῇ καὶ ἕνα πρὸς τοῖς ποσίν, ὅπου ἔκειτο τὸ σῶμα τοῦ Ἰησοῦ.καὶ λέγουσιν αὐτῇ ἐκεῖνοι Γύναι, τί κλαίεις; λέγει αὐτοῖς ὅτι Ἦραν τὸν Κύριόν μου, καὶ οὐκ οἶδα ποῦ ἔθηκαν αὐτόν.ταῦτα εἰποῦσα ἐστράφη εἰς τὰ ὀπίσω, καὶ θεωρεῖ τὸν Ἰησοῦν ἑστῶτα, καὶ οὐκ ᾔδει ὅτι Ἰησοῦς ἐστιν.λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς Γύναι, τί κλαίεις; τίνα ζητεῖς; ἐκείνη δοκοῦσα ὅτι ὁ κηπουρός ἐστιν, λέγει αὐτῷ Κύριε, εἰ σὺ ἐβάστασας αὐτόν, εἰπέ μοι ποῦ ἔθηκας αὐτόν, κἀγὼ αὐτὸν ἀρῶ.λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς Μαριάμ. στραφεῖσα ἐκείνη λέγει αὐτῷ Ἑβραϊστί· Ῥαββουνεί (ὃ λέγεται Διδάσκαλε).λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς Μή μου ἅπτου, οὔπω γὰρ ἀναβέβηκα πρὸς τὸν Πατέρα· πορεύου δὲ πρὸς τοὺς ἀδελφούς μου καὶ εἰπὲ αὐτοῖς Ἀναβαίνω πρὸς τὸν Πατέρα μου καὶ Πατέρα ὑμῶν καὶ Θεόν μου καὶ Θεὸν ὑμῶν.ἔρχεται Μαριὰμ ἡ Μαγδαληνὴ ἀγγέλλουσα τοῖς μαθηταῖς ὅτι Ἑώρακα τὸν Κύριον, καὶ ταῦτα εἶπεν αὐτῇ.

Maria stand jedoch weinend vor dem Grab. Als sie nun weinte, spähte sie ins Grab hinein, und erblickte (θεωρει) zwei [Engel]boten in weiß an dem Ort sitzen, wo sie den Körper Jesu hingelegt hatten, einen beim Kopf und einen bei den Füßen. Jene sagten zu ihr: „Frau, wieso weinst du?” Sie sagte zu ihnen: „Sie haben meinen Herrn fortgeschafft und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.” Als sie dies gesagt hatte, drehte sie sich [kurz] um und nahm den dastehen Jesus wahr (θεωρει), doch sie wusste nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: „Frau, wieso weinst du, wen suchst du?” Jene sagte, weil sie meinte, dass es der Gärtner sei: „Herr, wenn Sie ihn weggebracht haben, sagen Sie mir, wo sie ihn hingelegt haben und ich werde ihn fortbringen. Jesus sagte zu ihr: „Maria!” Als sich jene umgedreht hatte, sagte sie zu ihm: „[Liebster] Rabbi!” (ραββουνι), was Lehrer bedeutet. Jesus sagte zu ihr: „Fasse mich nicht an, denn ich bin noch nicht zum Vater empor gegangen. Gehe stattdessen zu meinen Brüdern und sage zu ihnen: „Ich gehe zu meinem Vater und auch eurem Vater, zu meinem Gott und auch eurem Gott empor.”” Maria die Magdalenerin kam zu den Schülern und verkündete: „Er schaut den Herrn (εωρακεν, ὁράω, Perfekt).” Dies hat er [in der Tat] zu ihr gesagt.

Οὔσης οὖν ὀψίας τῇ ἡμέρᾳ ἐκείνῃ τῇ μιᾷ σαββάτων, καὶ τῶν θυρῶν κεκλεισμένων ὅπου ἦσαν οἱ μαθηταὶ διὰ τὸν φόβον τῶν Ἰουδαίων, ἦλθεν ὁ Ἰησοῦς καὶ ἔστη εἰς τὸ μέσον, καὶ λέγει αὐτοῖς Εἰρήνη ὑμῖν.καὶ τοῦτο εἰπὼν ἔδειξεν καὶ τὰς χεῖρας καὶ τὴν πλευρὰν αὐτοῖς. ἐχάρησαν οὖν οἱ μαθηταὶ ἰδόντες τὸν Κύριον.εἶπεν οὖν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς πάλιν Εἰρήνη ὑμῖν· καθὼς ἀπέσταλκέν με ὁ Πατήρ, κἀγὼ πέμπω ὑμᾶς.καὶ τοῦτο εἰπὼν ἐνεφύσησεν καὶ λέγει αὐτοῖς Λάβετε Πνεῦμα Ἅγιον.ἄν τινων ἀφῆτε τὰς ἁμαρτίας, ἀφέωνται αὐτοῖς· ἄν τινων κρατῆτε, κεκράτηνται.

Als es an jenem Tag, dem Tag nach dem Passah, bereits spät [abends] geworden war, wobei die Türen an dem Ort, wo sich die Schüler aufhielten, wegen der Angst vor den Juden geschlossen waren, erschien Jesus, stellte sich in die Mitte und sagte: „Friede [sei mit] euch!“ und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich seine Schüler, als sie den Herrn sahen (ιδοντες, ὁράω, Partizip Aorist). Jesus sagte wiederum zu ihnen: „Friede [sei mit] euch! So wie der Vater mich gesandt hat, sende auch ich euch.“ Als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: „Nehmt (λαβετε) [den] heiligen Geist / Wind (πνευμα) auf. Wem ihr die Sünden erlasst, dem sind sie erlassen und an wessen Sünden ihr festhaltet, den werden sie festhalten.”

Θωμᾶς δὲ εἷς ἐκ τῶν δώδεκα, ὁ λεγόμενος Δίδυμος, οὐκ ἦν μετ’ αὐτῶν ὅτε ἦλθεν Ἰησοῦς.ἔλεγον οὖν αὐτῷ οἱ ἄλλοι μαθηταί Ἑωράκαμεν τὸν Κύριον. ὁ δὲ εἶπεν αὐτοῖς Ἐὰν μὴ ἴδω ἐν ταῖς χερσὶν αὐτοῦ τὸν τύπον τῶν ἥλων καὶ βάλω τὸν δάκτυλόν μου εἰς τὸν τόπον τῶν ἥλων καὶ βάλω μου τὴν χεῖρα εἰς τὴν πλευρὰν αὐτοῦ, οὐ μὴ πιστεύσω.Καὶ μεθ’ ἡμέρας ὀκτὼ πάλιν ἦσαν ἔσω οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ, καὶ Θωμᾶς μετ’ αὐτῶν. ἔρχεται ὁ Ἰησοῦς τῶν θυρῶν κεκλεισμένων, καὶ ἔστη εἰς τὸ μέσον καὶ εἶπεν Εἰρήνη ὑμῖν.εἶτα λέγει τῷ Θωμᾷ Φέρε τὸν δάκτυλόν σου ὧδε καὶ ἴδε τὰς χεῖράς μου, καὶ φέρε τὴν χεῖρά σου καὶ βάλε εἰς τὴν πλευράν μου, καὶ μὴ γίνου ἄπιστος ἀλλὰ πιστός.ἀπεκρίθη Θωμᾶς καὶ εἶπεν αὐτῷ Ὁ Κύριός μου καὶ ὁ Θεός μου.λέγει αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς Ὅτι ἑώρακάς με, πεπίστευκας; μακάριοι οἱ μὴ ἰδόντες καὶ πιστεύσαντες.

Thomas jedoch, einer von den Zwölfen, der Zwilling genannt wurde, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die anderen Schüler zu ihm: „Wir schauen den Herrn / haben den Herrn gesehen (εωρακαμεν, ὁράω, Perfekt).” Er aber sagte zu ihnen: „Wenn ich nicht die Nagellöcher in seinen Händen gesehen (ιδω, ὁράω, Aorist), meinen Finger in die Nagellöcher hineingesteckt und meine Hand in seine Seite hineingesteckt habe, werde ich niemals glauben.” Nach acht Tagen waren die Schüler wieder drinnen [im Haus] und Thomas war bei ihnen. Jesus kam bei geschlossenen Türen, stellte sich in die Mitte und sagte „Friede [sei mit] euch!” Außerdem sagte er zu Thomas: „Stecke deinen Finger hierher und sieh (ιδε, ὁράω, Aorist) dir meine Hände an! Nimm deine Hand und stecke sie in meine Seite! Werde nicht ungläubig, sondern gläubig!” Thomas antwortete: „Mein Herr [ist] auch mein Gott.” Jesus sagte zu ihm: „Weil du mich schaust / gesehen hast (εωρακας, ὁράω, Perfekt), Thomas, bist du zum Glauben gekommen? Selig sind die nicht Schauenden / Sehenden (ιδοντες, ὁράω, Partizip Aorist) und [doch] Glaubenden.”

Πολλὰ μὲν οὖν καὶ ἄλλα σημεῖα ἐποίησεν ὁ Ἰησοῦς ἐνώπιον τῶν μαθητῶν, ἃ οὐκ ἔστιν γεγραμμένα ἐν τῷ βιβλίῳ τούτῳ·ταῦτα δὲ γέγραπται ἵνα πιστεύητε ὅτι Ἰησοῦς ἐστιν ὁ Χριστὸς ὁ Υἱὸς τοῦ Θεοῦ, καὶ ἵνα πιστεύοντες ζωὴν ἔχητε ἐν τῷ ὀνόματι αὐτοῦ.

Nun hat zwar Jesus auch viele andere Zeichen vor [den Augen] seiner Schüler vollbracht, die nicht in diesem Buch aufgeschrieben sind, dieses wurde jedoch aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Gesalbte ist, der Sohn Gottes, und damit ihr wegen des Glaubens Leben in seinem Namen habt.

Μετὰ ταῦτα ἐφανέρωσεν ἑαυτὸν πάλιν Ἰησοῦς τοῖς μαθηταῖς ἐπὶ τῆς θαλάσσης τῆς Τιβεριάδος· ἐφανέρωσεν δὲ οὕτως.ἦσαν ὁμοῦ Σίμων Πέτρος καὶ Θωμᾶς ὁ λεγόμενος Δίδυμος καὶ Ναθαναὴλ ὁ ἀπὸ Κανᾶ τῆς Γαλιλαίας καὶ οἱ τοῦ Ζεβεδαίου καὶ ἄλλοι ἐκ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ δύο.λέγει αὐτοῖς Σίμων Πέτρος Ὑπάγω ἁλιεύειν. λέγουσιν αὐτῷ Ἐρχόμεθα καὶ ἡμεῖς σὺν σοί. ἐξῆλθον καὶ ἐνέβησαν εἰς τὸ πλοῖον, καὶ ἐν ἐκείνῃ τῇ νυκτὶ ἐπίασαν οὐδέν.

Danach zeigte sich Jesus nochmals seinen Schülern am Meer von Tiberias und er zeigte sich folgendermaßen:  Simon Petrus, Thomas [(]der Zwilling und Gottesgeschenk genannt wird [und] aus dem galiläischen Kana kommt[)], die [Söhne] des Zebedäus, und noch zwei andere seiner Schüler waren beisammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: „Ich gehe fort zum Fischen.” Sie sagten zu ihm: „Auch wir kommen mit.” Sie gingen [zum Meer] hinaus und ins Boot, doch in jener Nacht fingen sie nichts.

πρωΐας δὲ ἤδη γινομένης ἔστη Ἰησοῦς εἰς τὸν αἰγιαλόν· οὐ μέντοι ᾔδεισαν οἱ μαθηταὶ ὅτι Ἰησοῦς ἐστιν.λέγει οὖν αὐτοῖς Ἰησοῦς Παιδία, μή τι προσφάγιον ἔχετε; ἀπεκρίθησαν αὐτῷ Οὔ.ὁ δὲ εἶπεν αὐτοῖς Βάλετε εἰς τὰ δεξιὰ μέρη τοῦ πλοίου τὸ δίκτυον, καὶ εὑρήσετε. ἔβαλον οὖν, καὶ οὐκέτι αὐτὸ ἑλκύσαι ἴσχυον ἀπὸ τοῦ πλήθους τῶν ἰχθύων.

Als es bereits früh am Morgen war, stand Jesus am Strand, doch seine Schüler wussten nicht, dass es Jesus war. Da rief Jesus ihnen zu: „Kinder, habt ihr nichts zu essen?” Sie antworteten ihm: „Nein.” Da sagte er zu ihnen: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes [aus] und ihr werdet [etwas] finden.” Sie warfen es also aus, doch sie hatten nicht die Kraft, es wieder einzuholen, weil es voller Fische war.

λέγει οὖν ὁ μαθητὴς ἐκεῖνος ὃν ἠγάπα ὁ Ἰησοῦς τῷ Πέτρῳ Ὁ Κύριός ἐστιν. Σίμων οὖν Πέτρος, ἀκούσας ὅτι ὁ Κύριός ἐστιν, τὸν ἐπενδύτην διεζώσατο, ἦν γὰρ γυμνός, καὶ ἔβαλεν ἑαυτὸν εἰς τὴν θάλασσαν·οἱ δὲ ἄλλοι μαθηταὶ τῷ πλοιαρίῳ ἦλθον, οὐ γὰρ ἦσαν μακρὰν ἀπὸ τῆς γῆς ἀλλὰ ὡς ἀπὸ πηχῶν διακοσίων, σύροντες τὸ δίκτυον τῶν ἰχθύων.

Da sagte jener Schüler, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: „Es ist der Herr!” Als Simon Petrus gehört hatte, dass es der Herr sei, zog er seine Oberbekleidung an, denn er war unbekleidet, und warf sich ins Meer. Die anderen Schüler kamen jedoch mit dem Boot [nach], denn sie waren nicht weit, sondern nur etwa zweihundert Ellen, vom Land entfernt, wobei sie das Netz mit den Fischen hinter sich her zogen.

ὡς οὖν ἀπέβησαν εἰς τὴν γῆν, βλέπουσιν ἀνθρακιὰν κειμένην καὶ ὀψάριον ἐπικείμενον καὶ ἄρτον.λέγει αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Ἐνέγκατε ἀπὸ τῶν ὀψαρίων ὧν ἐπιάσατε νῦν.ἀνέβη Σίμων Πέτρος καὶ εἵλκυσεν τὸ δίκτυον εἰς τὴν γῆν μεστὸν ἰχθύων μεγάλων ἑκατὸν πεντήκοντα τριῶν· καὶ τοσούτων ὄντων οὐκ ἐσχίσθη τὸ δίκτυον.λέγει αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς Δεῦτε ἀριστήσατε. οὐδεὶς ἐτόλμα τῶν μαθητῶν ἐξετάσαι αὐτόν Σὺ τίς εἶ; εἰδότες ὅτι ὁ Κύριός ἐστιν.ἔρχεται Ἰησοῦς καὶ λαμβάνει τὸν ἄρτον καὶ δίδωσιν αὐτοῖς, καὶ τὸ ὀψάριον ὁμοίως.τοῦτο ἤδη τρίτον ἐφανερώθη Ἰησοῦς τοῖς μαθηταῖς ἐγερθεὶς ἐκ νεκρῶν.

Als sie dann an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer und Fische darauf liegen sowie Brot. Jesus sagte zu ihnen: „Bringt [einige] von den Fischen her, die ihr gerade gefangen habt. Simon Petrus stieg also ins Boot und zog das Netz, das mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt war, an Land und obwohl es so viele [Fische] waren, riss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: „Kommt her und frühstückt!”. Keiner der Schüler getraute sich nachzufragen: „Wer sind Sie?”, denn Sie wussten [insgeheim], dass es der Herr war. Da kam Jesus, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den [gegrillten] Fisch. Dieses war bereits das dritte Mal, dass sich Jesus seinen Schülern zeigte, seit er von den Toten auferstanden war.

Ὅτε οὖν ἠρίστησαν, λέγει τῷ Σίμωνι Πέτρῳ ὁ Ἰησοῦς Σίμων Ἰωάνου, ἀγαπᾷς με πλέον τούτων; λέγει αὐτῷ Ναί, Κύριε, σὺ οἶδας ὅτι φιλῶ σε. λέγει αὐτῷ Βόσκε τὰ ἀρνία μου.λέγει αὐτῷ πάλιν δεύτερον Σίμων Ἰωάνου, ἀγαπᾷς με; λέγει αὐτῷ Ναί, Κύριε, σὺ οἶδας ὅτι φιλῶ σε. λέγει αὐτῷ Ποίμαινε τὰ προβάτιά μου.λέγει αὐτῷ τὸ τρίτον Σίμων Ἰωάνου, φιλεῖς με; ἐλυπήθη ὁ Πέτρος ὅτι εἶπεν αὐτῷ τὸ τρίτον Φιλεῖς με; καὶ εἶπεν αὐτῷ Κύριε, πάντα σὺ οἶδας, σὺ γινώσκεις ὅτι φιλῶ σε. λέγει αὐτῷ Ἰησοῦς Βόσκε τὰ προβάτιά μου.ἀμὴν ἀμὴν λέγω σοι, ὅτε ἦς νεώτερος, ἐζώννυες σεαυτὸν καὶ περιεπάτεις ὅπου ἤθελες· ὅταν δὲ γηράσῃς, ἐκτενεῖς τὰς χεῖράς σου, καὶ ἄλλος ζώσει σε καὶ οἴσει ὅπου οὐ θέλεις.τοῦτο δὲ εἶπεν σημαίνων ποίῳ θανάτῳ δοξάσει τὸν Θεόν. καὶ τοῦτο εἰπὼν λέγει αὐτῷ Ἀκολούθει μοι.

Als sie dann frühstückten, sagte Jesus zu Simon Petrus: „Simon (σιμωνι, hebr.: Hörender) , [Sohn] des Jona (ιωνα, hebr.: Taube), liebst du mich mehr als diese [hier es tun]?” Er sagte zu ihm: „Ja, Herr. Sie wissen, dass ich Sie mag.” Er sagte zu ihm: „Füttere meine Lämmer.” Nochmals, beim zweiten Mal, sagte er zu ihm: „Simon, [Sohn] des Jona, liebst du mich?” Er sagte zu ihm: „Ja, Herr. Sie wissen, dass ich Sie mag.” Er sagte zu ihm: „Sei der Schäfer meiner Schafe.” Beim dritten Mal sagte er zu ihm: „Simon, [Sohn] des Jona, magst du mich?” Petrus wurde betrübt, weil das dritte Mal zu ihm gesagt wurde: „Magst du mich?” und er sagte zu ihm: „Herr, Sie wissen alles, Sie wissen, dass ich Sie mag.” Jesus sagte zu ihm: „Füttere meine Schafe. Es ist gewiss wahr, [was] ich dir sage: Als du jung warst, zogst du dich selbst an und liefst umher, wo du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, streckst du deine Hände aus und ein anderer wird dich anziehen und dich [dahin] führen, wo du nicht hingehen willst.“ Dieses sagte er, um [Petrus] ein Zeichen zu geben, durch welchen Tod er Gott rühmen (δοξασει) werde, und als er dies gesagt hatte, sagte er zu ihm: „Folge mir nach!”

ἐπιστραφεὶς ὁ Πέτρος βλέπει τὸν μαθητὴν ὃν ἠγάπα ὁ Ἰησοῦς ἀκολουθοῦντα, ὃς καὶ ἀνέπεσεν ἐν τῷ δείπνῳ ἐπὶ τὸ στῆθος αὐτοῦ καὶ εἶπεν Κύριε, τίς ἐστιν ὁ παραδιδούς σε;τοῦτον οὖν ἰδὼν ὁ Πέτρος λέγει τῷ Ἰησοῦ Κύριε, οὗτος δὲ τί;λέγει αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς Ἐὰν αὐτὸν θέλω μένειν ἕως ἔρχομαι, τί πρὸς σέ; σύ μοι ἀκολούθει.ἐξῆλθεν οὖν οὗτος ὁ λόγος εἰς τοὺς ἀδελφοὺς ὅτι ὁ μαθητὴς ἐκεῖνος οὐκ ἀποθνήσκει· οὐκ εἶπεν δὲ αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς ὅτι οὐκ ἀποθνήσκει, ἀλλ’ Ἐὰν αὐτὸν θέλω μένειν ἕως ἔρχομαι, τί πρὸς σέ;

Als Petrus sich jedoch umgedreht hatte, sah er den Schüler nachfolgen, den Jesus liebte, denjenigen, der sich bei dem Mahl an seine Brust zurücklehnte und sagte: „Herr, wer ist derjenige, der Sie verraten wird?” Als Petrus diesen nachfolgen sah (ιδων, ὁράω, Partizip Aorist), sagte er zu Jesus: „Herr, aber was ist mit ihm?” Jesus sagte zu ihm: „Falls ich wollen sollte, dass er bleibt bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!” Es verbreitete sich infolgedessen unter den Brüdern die Kunde, dass jener Schüler nicht sterben werde, doch Jesus sagte zu ihm nicht, dass er nicht sterben werde, sondern: „Falls ich wollen sollte, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an?”

Οὗτός ἐστιν ὁ μαθητὴς ὁ μαρτυρῶν περὶ τούτων καὶ ὁ γράψας ταῦτα, καὶ οἴδαμεν ὅτι ἀληθὴς αὐτοῦ ἡ μαρτυρία ἐστίν.Ἔστιν δὲ καὶ ἄλλα πολλὰ ἃ ἐποίησεν ὁ Ἰησοῦς, ἅτινα ἐὰν γράφηται καθ’ ἕν, οὐδ’ αὐτὸν οἶμαι τὸν κόσμον χωρήσειν τὰ γραφόμενα βιβλία.

Dies ist der Schüler, der darüber als Zeuge berichtet und dies aufgeschrieben hat und wir wissen, dass sein Zeugenbericht wahr ist. Es gibt allerdings noch viele andere [Dinge], die Jesus getan hat, bei welchen, wenn sie zusammengetragen würden, vermutlich nicht einmal die Welt die geschriebenen Bücher fassen könnte. Amen.